SRMA / Steroid-Responsive Meningitis-Arteriitis

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    Hallo ihr Lieben,


    hab mich hier neu angemeldet, da wir leider im Dezember 2018 für unseren Zwergschnauzer die Diagnose "SRMA" bekommen haben.
    Es fing schon im Herbst mit epileptischen Anfällen an, nachdem er sich aber dann über Weihnachten nicht mehr bewegen konnte, wurde nach langem hin und her endlich festgestellt, dass er eine Meningitis hat. Seitdem bekomme er 10 g Kortison am Tag. Letzte Woche waren wir nochmal zur Nachuntersuchung beim Tierarzt und da der CRP-Wert wieder normal war, entschied er, dass wir das Kortison langsam ausklingen lassen (also die Woche nur noch 7,5 , danach nur noch 5, dann 2,5 und danach gar nichts mehr). Natürlich wurden wir auch aufgeklärt, dass es nie ganz weg sein wird und wir sobald es erneut auftritt mit dem Kortison wieder anfangen müssen. In dem Zeitraum von Dezember bis jetzt gab es keine Anfälle mehr und bewegen konnte er sich auch normal. Er war zwar öfter mal etwas schwächer und nicht ganz so aktiv wie früher, aber das waren eben die Nebenwirkungen vom Kortison. Im Moment befinden wir uns in der Woche, wo wir nur noch 7,5 g geben sollten und zu unserem Schrecken gab es direkt 4 Tage nachdem wir die Dosis verringert haben schon den ersten Rückfall. Nicht einfach nur einen Anfall, nein... mehrere nacheinander ... zwischen zweien davon lag nichtmal eine Stunde. Da wir nun von Samstag zu Sonntag den Tierarzt nicht erreichen konnten, haben wir ihm heute morgen wieder 10 g gegeben. Bis jetzt kommen die Anfälle nur noch alle 4 Stunden und morgen früh fahren wir direkt zum Tierarzt mit ihm.


    Hab den Tag über heute schon einige Forenbeiträgen von Leuten lesen können, deren Hunde diese Krankheit auch haben und musste feststellen wie unterschiedlich dies doch verlaufen kann, und dass es sogar Leute gibt deren Hunde danach keine Rückfälle mehr hatten.


    Aus diesem Grund würde ich mich freuen wenn sich hier Mitglieder melden könnten die mit SRMA schon Erfahrungen haben.
    Wie lange habt ihr das Kortison gegeben? Gab es Schwierigkeiten beim verringern der Dosis? Und gab es nach dem Absetzen nochmal Rückfälle?


    Ich weiß natürlich, dass ich mir nicht zu viel Hoffnung machen darf, aber würde mich trotzdem über eurer Antworten freuen.

  • Wie sicher ist denn die Diagnose SRMA und wie lange habt ihr Kortison jetzt gegeben? Mit 10g meinst du mg? Wie alt ist euer Hund?


    Wurde nur der CRP-Wert im Blut gemessen, oder auch im Liquor?

  • Ja genau mg mein ich.
    Das Kortison geben wir jetzt ca. seit 6 Wochen.


    Der CRP-Wert wurde nur im Blut gemessen. Vorherige Vermutung war ein Tumor, aber da es nachdem wir mit dem Kortison angefangen haben direkt eine Besserung gab, konnte dies ausgeschlossen werden.


    Achso und er ist 4 Jahre alt.

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  • Verstehe ich das richtig? Er bekommt seit Dezember Kortison und soll in 3 Wochen komplett weg davon sein, wenn es keinen Rueckfall gibt? Also knapp 2 Monate nach der Diagnose!?
    Ich habe eine Huendin mit dieser Diagnose und in jedem (Fach-) Artikel den ich dazu gekesen habe, stand das die Therapie ca. 6 Monate dauert :???:



    Wie gesagt, meine Huendin hat diese Diagnose. Der erste leichte Ausbruch kam wohl mit ca. 12 Monaten. Aber damals wurde es nicht diagnostiziert, wir sehen es nur heute als das erste aufflackern. Wirklich ausgebrochen ist es mit ca. 15 Monaten und dann gleich absolut nach Lehrbuch. Die 2. TK hat sofort Liquor untersuchen lassen (ueber die erste TK reden wir nicht) und da wurde es dann bestaetigt.
    Sodala.. ich hab so einen Rueckfallhund. Bei ihr gab es den Zusammenhang zwischen Laeufigkeit und Rueckfall. Durch das Prednisolon blieb die Hitze aus, alles war fein, bis die Dosis (nach monatelanger Reduzierung!) gering genug war um sie heiss werden zu lassen. Sie hatte insgesamt 4 Rueckfaelle und beim letzten kamen neurologische Stoerungen bzw. der komplette Ausfall eines Nerves dazu (ganz starke Vermutung ist/war die chron. Form, die eben das Rueckenmark angreift).
    Sie wurde dann kastriert als sie stabil genug war. Das Predni haette die Hitze zwar unterdueckt, aber sie hatte einfach zu starke Nebenwirkungen um das dauerhaft in einer so hohen Dosis zu geben. Ohne Predni/mit geringer Dosis wurde sie heiss = Rueckfall. Also blieb nur die Kastration. Das war vor ca. 1,5 Jahren. Seitdem ist sie stabil, das Predni haben wir bisher auf 5 mg alle 4 Tage reduziert (Ziel ist natuerlich es ganz abzusetzen, aber das dauert) und der ausfgeallene Nerv hat sich zum Teil wieder erholt (nicht zu 100%).


    Probleme beim reduzieren gab es (abgesehen von der Hitze) nur in Form von einem 'Leistungs'einbruch. In ' weil, was der Hund da gemacht hat nix in Richtung Leistung war. Sie hat nach jeder Reduzierung Pausen beim Gassi gebraucht (sie hat sich von sich aus hingelegt) und war nach keinen Runden (+/- 2 km) voellig fertig. Wir haben immer erst reduziert, wenn sie nach der letzten Reduzierung 4 Wochen ohne Erschoepfung die normale Gassirunde gelaufen ist.

  • Gibt's CT oder Liquoruntersuchung vom Kopf?


    Verstehe mich nicht falsch, ich denke schon, dass eine Meningitis nicht unbedingt die falsche Diagnose ist.


    Aber die klassische SRMA wird eher bei jungen Hunden diagnostiziert. Die haben häufig Halsbiegeschmerz und Fieber und eher selten epileptische Anfälle. SRMA wird diagnostiziert mit erhöhten CRP und IgA Werten im Blut UND im Liquor. Ohne den Nachweis dieser Parameter würde ich die Diagnose eher als Verdacht und nicht als gesichert bezeichnen.


    Die Behandlung einer SRMA sollte mindestens 6 Monate betragen. 6 Wochen sind wirklich zu wenig!

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Vielen Dank erstmal für euer schnellen Antworten!


    Nachdem wir hier so viel nachgelesen haben ist uns auch aufgefallen, dass das viel zu früh war. Keine Ahnung was sich der Tierarzt dabei gedacht hat, ich denke ihm fehlt da die Erfahrung zu der Krankheit.


    Nein, weder CT noch Liquoruntersuchung. Sollte erst gemacht werden, wenn es wieder schlimmer wird. Halsbiegeschmerzen hatte er auch, aber soweit ich weiß keinen Fieber.


    Also denkst du solange das nicht bestätigt ist, könnte es auch noch eine andere Art von Meningitis sein?

  • Puh... Ohne wirklich sichere Diagnose (und dazu gehoert eine Liquoruntersuchung. Das wurde bei uns auch bei jedem Rueckfall gemacht, auch wenn es zu 99% sicher war. Wir wollten alle zu 100% sicher sein) Medikamente geben, die ueber die Blut-Hirn-Schranke gehen, finde ich schon...aehm...mutig :hust: Ich geh mal davon aus, das es nicht 'nur' Predni fuer deinen Hund als Therapie gab!?


  • Es gibt ja unterschiedliche Gründe für Menigitiden. Und die SRMA ist wie gesagt etwas, was sehr, sehr selten bei einem vierjährigen Hund das erste mal auftritt - daher sollte man zumindest überlegen, was noch so in Frage kommt.


    Heißt aber nicht, dass Prednisolon die falsche Therapie ist. Jedenfalls denke ich, dass ihr zu früh vom Pred runter seid. Vielleicht macht es auch Sinn nochmal einen Fachspezialisten/Neurologen aufzusuchen.

  • Eine Stunde vor dem Kortison bekommt er noch eine Magentablette und am Anfang der Behandlung (also im Dezember) gab es immer noch ein Antibiotikum dazu, jetzt aber nicht mehr.

  • Ja ich verstehe was du meinst. Danke erstmal für den Hinweis, wir werden das morgen mal ansprechen bzw. ich gehe mal davon aus, dass er dann auch die Liquoruntersuchung mit ihm machen wird.

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