Umgang mit Fiddeln im Freilauf
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Hallo,
mich würden eure Einschätzung bzw. Ideen zum Umgang mit meinem Eddie interessieren.
Er ist ein etwa 4 jährigen Vizsla-Mischling der bereits mit 10 Monaten bei der Vorbesitzerin kastriert worden ist. Grundsätzlich ist er ein eher unterwürfiger Hund, der bei anderen Hunden schnell nachgibt und keinen Ärger möchte, wird meist auch von intakten Rüden nicht für voll genommen.
Ich habe ihn mit 1,5 Jahren übernommen, damals hatte er ein massives Problem mit Hundebegegnungen an der Leine (bellend in der Leine hängen), das haben wir aber komplett im Griff.Worum es mir aber eigentlich geht:
Bei Hundekontakt ist seine Strategie Rennen bzw. Fiddeln - wenn ich ihn lasse rennt er wie irre (auch teilweise mit entsprechendem Blick) in größeren Kreisen um die Situation (also Hund und Menschen) herum oder springt auch mal einen der anderen Hundehalter an. Den anderen Hund versucht er zum Spielen aufzufordern bei Reaktion des anderen Hundes rennt er los.
Nur bei deutlich alten Hunden die entsprechend souverän auftreten spielt er max. einmal an und hält dann Abstand und geht seiner Wege.
Er kann aber auch normal mit anderen Hunden spielen, letztens mit einem 10 monatigem Retriever hat er - komplett ohne vorheriges Gefiddel - wirklich schön ausgeglichen gespielt. Das ist aber leider die Ausnahme.Bisher handhabe ich es so, dass ich ihn - sobald ich merke, dass es ins Fiddeln kippt, abrufe und anleine. Teilweise wirkt er erleichtert wenn ich ihn aus der Situation rausnehme, teilweise aber auch einfach überdreht und will weiter rennen.
Beim nächsten Ableinen nach ein paar Minuten an der Leine (wenn wir mit bekannten Hunden eine Runde laufen) ist es leider meistens das gleiche, dass es sofort wieder kippt - heute ging es dann nach dem dritten oder vierten wieder laufenlassen, dass er am Ende entspannt mit den anderen Hunden geschnüffelt hat und alle ihrer Wege gehn konnten.Jetzt meine Frage, wie sollte ich mit dem Gefiddel umgehen?
Kann ich das Ganze trainieren oder ist das einfach seine Konfliktstrategie und ich muss damit lernen umzugehen? Und wenn ja, eben wie?Schon mal vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich auf Meinungen und Tipps!
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Hi,
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Ich find grad nicht zum editieren...
Was ich vergessen habe, Eddie hat eine Schilddrüsenunterfunktion und ist seit nem knappen Jahr aber gut mit Tabletten eingestellt.
Kann das zusammenhängen bzw. alles als Folgen der zu frühen Kastration? -
Ich würde ihn nicht in Situationen kommen lassen, in denen er so ein Verhalten auspacken muss. Ich würde den Kontakt zu fremden Hunden komplett einstellen. Lass ihn nur noch mit Hunden zusammen, die du kennst und bei denen du weißt, dass die Interaktion klappt.
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Ich würde ihn nicht in Situationen kommen lassen, in denen er so ein Verhalten auspacken muss. Ich würde den Kontakt zu fremden Hunden komplett einstellen. Lass ihn nur noch mit Hunden zusammen, die du kennst und bei denen du weißt, dass die Interaktion klappt.
Genau so sehe ich das auch.
Ansonsten besteht entweder die Gefahr, dass er sich immer weiter rein steigert oder aber, dass er mal an Hunde gerät, die ein solches Verhalten rigoros abstrafen. -
Ich finde das für einen Vizsla nicht so ungewöhnlich und eher eine angenehme Art des Fiddlens, wenn es einfach nur Rennspielaufforderungen auf Distanz sind.

Das wird bei meinem Hund eigentlich immer ganz gnädig aufgenommen und der ist von ausgeprägtem Fiddlen doch leicht genervt.
Ich würde allerdings im Vorneherein immer abfragen, wie der andere Hund damit klarkommt. Einfach damit er keine schlechte Erfahrungen macht.
Dass er im Übersprung dann die Menschen zum Spielen animieren will, wenn der Hund nicht so will, ist auch nicht ungewöhnlich. Da würde ich einfach früher schalten und auf Spiel mit dem HH umlenken, also ein paar Schritte weggehen, und zum Zerrspiel abrufen.Er will spielerische Interaktion und Artgenossenkontakt- das würde ich nicht minimieren(sonst verstärkt sich wieder der Leinenfrust), sondern nur besser auswählen.
Insgesamt finde ich Rennspielfiddlen aber eigentlich eine moderate Strategie und typisch für die Rasse. -
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Kommt drauf an was es beim anderen Hund macht. Führt es dazu, dass er zum Gejagten wird, würde ich es abbrechen. Ignorieren es die anderen Hunde, würde ich es ihm lassen.
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Führt es dazu, dass er zum Gejagten wird
Wenn er dauerhaft zum Gejagten wird, würde ich abbrechen und umlenken, wenn Rollentausche stattfinden nicht.
Man kriegt eigentlich doch schnell einen Blick dafür, bei wem es passt. -
Vielen Dank für die vielen Antworten!
Ich denke auch, dass er grundsätzlich schon an Hundekontakt und Spiel interessiert ist und auch Freude daran hat.
Das mit dem Zerrspiel werde ich direkt ausprobieren - danke für die Idee!
Und ja, je nach anderem Hund kippt es, dass er nur noch gejagd wird - letztens mit einer Dobermann Hündin passiert, das war aber für beide Hunde nicht gut und wird dann auch nicht wiederholt werden.
Wir treffen sowieso eher selten auf andere Hunde, vlt versuche ich den Kontakt zu dem jungen Retriever zu intensivieren, wenn es weiterhin mit den beiden so gut klappt - muss ja auch menschlich immer passen...
Aber das hilft mir schon mal, dass wir eigentlich auf dem richtigen Weg sind

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