Mit Leckerlie belohnen - wie ist es richtig?
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Erlaubt ist, was funktioniert und dem Hund nicht schadet (finde zumindest ich
).Du musst dir halt immer überlegen, wie praktikabel es für dich ist, wenn sie auf dieses oder jenes Zeichen zu dir läuft.
Es bringt zum Beispiel nichts, wenn ich meinen Hund auf eine Hundepfeife konditioniere und die dann IMMER daheim vergesse. Die Art den Hund zu rufen, muss also immer umsetzbar sein, sonst wird es kompliziert.Fazit: IMMER (also natürlich nicht ihr Leben lang, ist schon klar) Leckerlie, wenn sie auf Rückruf kommt. Egal, wie.
Jein.
Das kommt auf den Hund an.
Hier gibt es nicht immer Futter. Manchmal fliegt auch ein Spieli, wir zergeln oder sie dürfen Leckerli vom Boden suchen, oder ich schicke meine Hündin zu einem Mauseloch oder, wenn ich Hund gerade von etwas Tollem weggerufen habe, schicke ich ihn direkt wieder dorthin zurück (zB wenn mein Rüde mit seinen Kumpels tobt).
Belohnung ist immer individuell, je nachdem was Hund in der Situation toll findet (also klar, alle Wünsche kann man nicht erfüllen
) - Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier Mit Leckerlie belohnen - wie ist es richtig? schon mal geschaut ?*
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Nur....mein Mann (den gabs zu Welpenzeiten bei meiner ersten Hündin noch nicht
und hatte sie/mich kennengelernt, als die Grundkommandos schon ohne Leckerlie klappten) will, dass Jule ohne Leckerlie kommen soll, deshalb hatte ich es ziemlich reduziert. War anscheinend ein Fehler.Dein Mann scheint überhaupt keine Ahnung von Hunden zu haben! Tu dem Hund den Gefallen und lasse ihn nicht in die Erziehung reinpfuschen. Wie Du jetzt erlebt hast, entstehen dadurch Probleme, die Du ansonsten gar nicht gehabt hättest.
Um mehr "Trieb" auf den Abruf zu bekommen, kannst Du mit einer Hilfsperson folgende Übung machen:
Reizarme Umgebung ohne Ablenkung.
Hilfsperson hält Hund fest.
Du rennst weg und rufst währenddessen schon...
Drehst Dich nach etwa 30-50 Schritt um und rufst nochmals deutlich.
Dein Hund sollte jetzt bereits zappeln und hinterher wollen - Hilfsperson lässt den Hund los.
Wenn der Hund bei Dir ankommt Party und Leckerchen.
(Verwehren verstärkt das Begehren. Dein Hund sollte UNBEDINGT zu Dir hin wollen, statt dass Du Dich anbiedern und locken musst. Wenn Du die Übung regelmäßig wiederholst, wird Dein Hund auf Dauer beim Abruf zügiger angerannt kommen.)Wichtig: In anderen Situationen den Hund möglichst nur dann rufen, wenn Du davon ausgehen kannst, dass er auch kommt und nichts anderes interessanter findet. Und IMMER belohnen!!!
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Mache ich aber das Geräusch "mmmhhh" und rufe sie, dann ist sie sofort da, weil sie aus Erfahrung weiß, dass es was Leckeres gibt. Also hab ich falsch konditioniert.
Das hatte Julchen geschrieben - und hier ist ja schon das erwünschte Verhalten (das Kommen) mit einem Stimmsignal verknüpft.
Warum also dieses "Geschenk" verwerfen und zu versuchen, anderweitig noch mal aufzubauen?
Lieber das schon bekannte, sicher verknüpfte Signal nutzen und die klassische Konditionierung nutzen, indem dieser bekannte Reiz verknüpft wird mit einem neutralen Reiz, und diesen dann Schritt für Schritt den ursprünglichen Reiz ersetzen lassen.
Ist wie bei Pawlow, den Hunden, dem Futter und der Glocke...Wie @Maren12 schrieb - das neue Wort (Hier) kommt VOR das verhaltensauflösende Signal (mhhhh), wegen der Überlagerung und so ...
Ich habe es nur nicht so sehr mit der exakten Übernahme der Theorie.
Hier ist doch auch der Tipp gekommen, das Rückrufsignal dann anzubringen, wenn der Hund sowieso auf dem Rückweg zum Halter ist.
ICH will ja, dass das neue Wort "HIER" zuverlässig mit dem Verhalten verknüpft wird. Dieses Verhalten (das KOMMEN) wird derzeit zuverlässig durch "mhhhh" ausgelöst.
Das "Hiiiiier!" kommt dann also schon IN das gezeigte Verhalten hinein. Pack ich dann noch die körperliche "Einladung" an den Hund hinein, verstärke ich das Verhalten.
Genauso würde ich die Hand in der Tasche auch nutzen. Die Verknüpfung ist ja schon da, auch wenn sie so nicht gewollt ist. Sie bringt aber das erwünschte Verhalten.
Ich würde die Leckerchen in die andere Tasche tun, dabei bleiben dass die gewohnte Hand in der gewohnten Tasche bleibt - und zum tatsächlichen Belohnen muss ich dann mit der anderen Hand in die andere Tasche greifen
Dann so wie bisher weiter üben, aber dabei immer mal wieder bewusst darauf achten, die Hand zwischendurch auch NICHT in die gewohnte Tasche zu stecken.
Hunde beobachten wirklich sehr genau - und irgendwann hat der Hund dann begriffen, dass es das Stimmsignal ist, welches ihm die versprochene Belohnung mitteilt - und nicht die Hand in der Tasche.Irgendwann "schleicht" man die Leckerchen dann auch aus - nicht für immer (wir lieben ja unsere Hunde, und warum sollten sie davon dann nicht auch ihren Profit haben?).
Aber erst dann, wenn das Verhalten sicher mit dem Stimmsignal verknüpft ist.Selbst dann handel ich aber immer nach dem Motto: "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" - weshalb ich mal mit, und mal ohne Leckerchen unterwegs bin.
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Maren, ich glaube (ich machs ja irgendwie automatisch, deshalb nur "glauben"), ich hab ihren Namen gerufen, gleichzeitig Hand in die Jackentasche und dann "hier". Machts einen Unterschied, Namen + hier und dann erst Hand in die Tasche?
Also theoretisch ist es schon ein Unterschied, da in der Reihenfolge Hand zur Tasche - "Hier" das "Hier" für den Hund keine wirkliche Bedeutung erlangt. Er bekommt das Kommando (Hand in die Tasche), führt daraufhin das erlernte Verhalten aus (Kommen) und bekommt dafür einen Belohnung. Dass du dazwischen noch was sagst, bekommt der Hund dann eher so am Rande mit und es hat für ihn auch keinen zusätzlichen Informationsgehalt.
Natürlich ist das jetzt sehr theoretisch, in der Praxis wird der Hund auch durchaus in "falscher" Reihenfolge eine Verknüpfung zwischen Hier und Kommen herstellen, aber man macht es dem Wuff deutlich leichter, wenn das neue vor das bekannte Kommando kommt.
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