Überreizt - Was kann ich tun?

  • Hallo zusammen :winken:

    Hier soll es um extrem reizoffene Hunde und den daraus resultierenden Problemen gehen.
    Also um Hunde die mit dem "normalen" Alltag schwierigkeiten haben, sofort drüber sind, nichts mehr hören/sich nicht umlenken lassen, ständig unter Strom stehen , ect. pp.

    Erzählt von eurerm Hund, wie er jetzt ist, wie er war, was ihr schon alles versucht habt, woran ihr gescheitert seid und was euch geholfen hat. Ratschläge, Fragen, Frustration und Freudesprünge - alles ist hier gern gesehen.

    Auf ein schönes miteinander und tolle Nervenkiller Hunde :herzen1:

  • Shezza, BC x Aussie x Appenzeller Sennenhund Mix, 4 Jahre alt

    •Schon von Welpenbeinen an unsicher mit der Umwelt, laute Geräusche waren stets ok (LKW, Zug, Feuerwerk, ect.), "normale" Dinge machten ihm angst (Vogelgezitscher, Lichter, Tiere, Menschen)

    •Reizoffen, Unsicher, geht nach vorne, starker Wach- und Schutztrieb, normaler Jagttrieb, agressiv gegenüber Mensch und Tier

    •Seit November 17 hat er einen Hormonchip (Kastration steht noch offen)


    Aktuelles Training:
    •Jeden Tag der selbe Spatziergang in reizarmen Gebiet, mit Freilauf

    •Kastrationschip, um ständiges Schnüffeln, Sabbern, Jaulen und "ausklinken" zu verhindern

    •Belohnung für alles was gut läuft mit Futter und Frolic (funktioniert seit dem Chip)


    So ich glaub das wars erstmal von meiner Seite. Haut in die Tasten und sagt mir wie es bei euch aussieht :bindafür:

  • Hier gehören wir auch hin .
    Amy Labrador/Aussie Mix 8 Jahre
    Meine Eltern haben sie mit 2 Jahre geholt von Privat sie war von Anfang an sehr unsicher und ängstlich.
    Ich habe sie vor ca 3 Jahren mitgenommen ,als ich umgezogen bin davor habe ich mich aber meistens schon um sie gekümmert.
    Sie war damals komplett mit der Umwelt überfordert, hat auf jedes lautes Geräusch ängstlich reagiert und wollte am liebsten sofort nach Hause, dass ich hat sich mittlerweile aber stark verbessert seid ein 2Hund eingezogen ist .
    Sie hat aber auch Probleme mit anderen Hunden und Menschen, sie geht nach vorne und bellt wenn ihre Wohlfühldistanz nicht eingehalten wird, mittlerweile hat sich dass zwar auch verbessert, ihre Wohlfühldistanz ist größer geworden, aber es gibt natürlich gute und schlechte Tage an manchen Tagen sind 2 Menschen schon zuviel, an anderen Tagen sind 10 kein Problem kommt immer drauf an.
    Die Vorbesitzer hatten sie ja belohnt wenn sie Menschen verbellt hat :muede: deswegen ist dass natürlich stark verankert bei ihr .
    Wir gehen deswegen auch nur Wege wo nicht soviel los ist, ich will sie nicht mehr überfordern, und mittlerweile lebe ich damit ich sichere sie mit Maulkorb und Leine weiche aus oder fordere Alternativverhalten ein was auch ganz gut klappt .
    Bei Hundebegegnungen handhabe ich dass genauso .
    Sie wird nie fremde Leute oder Hunde lieben dass akzeptiere ich .

  • Hm, extrem reiz offen sind bestimmt viele Hunde.
    Aber wenn da Probleme entstehen, dann sind es wohl die Hunde, die Du meinst.

    Speedy ist in unserem Alltag kein Problem.
    Ich habe mich ihm angepasst.
    Es gibt kein Spielzeug, da er ein Junkie ist (vom Vorbesitzer)
    Ich lasse ihn nur begrenzte Zeit suchen (Leckerlie/Verlorenensuche), weil er sonst überdreht.
    Er wird auch mal aus dem Raum geschmissen, wenn er drüber ist.

    Ich kann ihn nicht mit in ein Restaurant nehmen, weil ich nicht weiß, ob er dann hohl dreht. Habe es noch nicht getestet, die Gelegenheit fehlte.

    Er reagiert aber nicht aggressiv gegen Mensch oder Tier, er geht mit ins Altenheim, lässt sogar die Katzen hier auf dem Hof in Ruhe und die kläffende Dackelhündin findet er inzwischen langweilig :bindafür:
    Er muss nicht irgendwo in die Innenstadt mit irgendwelchen Eindrücken, wenn er das nicht verkraften kann. Ich mache da auch keine Experimente mehr.
    Der Dicke ist aber nicht als Welpe eingezogen, meine Welpen damals konnten alles "vertragen" und hatten nie Probleme im Alltag.

    Fragst Du nach Tipps, was Du tun kannst, um ihm die Unsicherheit zu nehmen?
    Wie ist Deine Hündin drauf?

  • @asterix99 Ja genau, ich suche nach Erfahrungsberichten von anderen, was da geklapt hat und was nicht. Es soll ein Platz für gegeseitigen Austausch sein. Zusätzliche Inputs sind immer gut.

    Seine Unsicherheit trägt er jetzt nunmal schon seit vier Jahren mit sich rum, hat in der Zeit aber schon riiiiesige Fortschritte gemacht. Wirklich problematisch sind eigentlich nurnoch fremde Hunde und Menschen. Er geht da grundsätzlich immer erst auf angriff... das wird noch ein hartes Stück arbeit werden.

    Die Hündin ist ein Traum. Klar nervt sie auch schonmal, sie hat auch genug Energie dafür. Aber ansonsten ist sie wirklich lieb.
    Freundlich zu allem und jedem, immer neugierig aber auch erstmal zurückhaltend. Und eben ein ganz einfacher Hund der so nebenher erwachsen wird. Sie tut Shezza auch wirklich unheimlich gut und für Yuna ist er eh das Grösste.
    Ich denke auch sie wird dann in Zukunft dabei helfen können Ruhe in Hundebegegnungen zu bekommen.


    @flying-paws danke für den Link werde da heute oder morgen mal reinlesen

  • @Angilucky2201 Shezza wird da ja auch geschütz vor. Wenn er jemanden nicht mag, kein Ding :ka:
    Nur mag er manche Hunde eben doch und das rausfilten ist oft... schwierig. Er geht immer recht angespannt zum anderen Hund hin und muss erstmal schnüffeln und den Hund in seine Liste mit den Pro und Contras reinnehmen... erst wenn das abgeschlossen ist heissts Freund oder Feind :muede:

    Prinzipiell ist es aber so:
    Kleine Hunde sind super, die mag er.
    Schwieriger wirds bei gleichgrossen Hunden... da ist vorsicht angesagt.
    Bei grossen ist die Unsicherheit noch mehr da.

    Der einzige Hund der ihm (beim blossen Anblick) einen richtigen Panikanfall beschert hat war ein junger, lieber RR. Shezza hat den mit seinen 13 Wochen gesehen und lief schreiend davon.

    Die RR Hündin die jetzt etwa ein Jahr alt sein dürfte, diiiie mag er aber :herzen1: :???:

    Nur Flachnasen, die hasst Shezza wie nichts anderes. :flucht:

    Und bei Menschen zeigt es mein Schatz und desswn Freunde sehr gut. Mittlerweile liebt und vertraut er meinem Freund, bedingungslos. Aber die ersten paar Monate worde er immer wieder angebellt und angeknurrt.

    Wenn die Freunde kommen herrscht erstmal Emphörung und die Einbrecher werden missgelaut beobachtet. Irgendwann kann er dann schnüffeln kommen, alle ignorieren ihn dabei, denn bei Berührung des Hundes würde dieser sofort kurren.

    Bleiben die Jungs über Nacht, kann er zu ihnen hin und sich streicheln lassen :ka:
    Bis sie das nächste mal kommen... :headbash:

    Maulkorb ist nur beim TA nötig. Denn er warnt wirklich deutlich und lange, er hat noch nie auch nur ansatzweise nach einem Menschen geschnappt. Und bei anderen Hundem ist es auch mehr geprolle als sonst was. Ausser eben bei Rassen "ohne" Schnautzen, da dreht er völlig hol :ka:

    Aber er wird sonst ja auch zu niemanden hingelassen, bzw. bleibt bei Hundekontakt immer neben mir, damit ich eingreiffen kann, wenn ihm der Hund doch nicht passt.

    Zum Glück kann er jetzt mit Yuna spielen xD

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