Treppensteigen Trainieren

  • Guten Morgen,

    Unsere Kleine wird inzwischen sicherer was das Herumtapsen im Haus angeht. Die meiste Zeit am Tag verbringt sie im Wohnzimmer, was im Erdgeschoss ist. Nachts wird im 1. OG geschlafen, was sie seit heute auch erkundet während wir noch im Bett liegen.

    Jedoch wird sie nervös wenn einer von uns hoch oder runter geht und sie nicht mit kann.
    Sie steht dann vor der Treppe schnüffelt dran, traut sich aber nicht hoch.
    Die Treppe ist aus Holz aber komplett geschlossen.

    Habe schon versucht ein Leckerchen auf die erste Und zweite Stufe zulegen, beide hat sie sich geholt aber unter großem Protest. Sie traut sich einfach nicht. Ich möchte sie auch nicht überfordern.

    Wie macht ihr sowas, bzw habt es gemacht?

  • Ich würde den Hund an die Leine nehmen und ihn 3 Stufen vor Treppenende auf der Treppe absetzen und die restlichen 3 Stufen dann mit ihm hochgehen, das sollte mit Leckerlie funktionieren, vor allem, wenn du dann schon oben stehst. Die komplette Treppe wird noch zu beängstigend sein, aber mit ein paar Stufen sollte das gut funktionieren. Locke ihn aber nicht zu viel, das verunsichert den Hund oftmals, stell dich einfach oben hin und warte ab.
    Rauf ist für den Hund i.d.R. einfacher als runter, daher würde ich ihn beim Runtergehen auch bis 3 Stufen vor Ende tragen und dort absetzen. Und dann halt nach ein paar Mal in der Mitte der Treppe absetzen. Der Hund muss nur merken, dass nichts passiert, dann funktioniert das relativ schnell mit dem Treppenlaufen.

  • Holztreppen ohne Belag sind mitunter rutschig.
    Henry ist damals bei einem seiner ersten zaghaften Versuche ( offene Holztreppe) ausgerutscht und wollte es dann auch nicht mehr probieren, nachdem wir Stufenmatten draufgeklebt hatten.
    Es hat ihn ganz viel Überwindung gekostet und klappte erst, nachdem sein jüngerer Halbbruder ihm das mehrmals vorgemacht hatte.

    Andere Treppen , besonders draußen, lief er da längst schon problemlos.

  • Ich würde versuchen, mich auf die 3./4. Stufe zu setzen und zu schauen, ob der Hund sich dann traut, zu Dir rauf zu gehen.

    Vielleicht überwindet er die "Angst" bei diesen wenigen Stufen wenn Du dabei bist und sieht dadurch, dass die Treppen gar nicht so schlimm sind.

  • Blöde Frage vielleicht aber kann sie Treppen gehen? Kennt sie Treppen?
    Ich würde irgendwo sonst üben, irgendwo draussen eine kurze Steintreppe oder so. Einfach in den Spaziergang integrieren, da siehst Du ganz schnell ob und wenn ja wie sie mit Treppen klarkommt :smile:

  • Es gibt im Netz ein wunderbares Video. Kleiner Welpe hat Angst vor der Treppe. Was macht der grosse Mann? Krabbelt auf allen vieren zusammen mit dem Welpen ganz langsam die Treppe runter. Zeigt ihm, wie es geht. Unterstützt ihn und munter ihn auf. So süss :D

    Also, Treppe können so einem kleinen Geschöpf schon Angst machen. Such dir mal gezielt eine 2er Stufe. Draußen irgendwo, wo es nur 2 Tritte hat. Und da spielt ihr ganz entspannt etwas. Du gehst mal rauf, mal runter, integrierst die Stufen ganz selbstverständlich in das Spiel.

    Du kannst dich zu Hause auch einfach mal auf den zweiuntersten Tritt setzen, mit etwas Futter oder einem tollen Spielzeug. Den Hund beachtest du gar nicht gross, aber du beschäftigst dich mit dem Spielzeug, das ist toooll. Der Hund kommt nur an das Spielzeug, wenn er zu dir auf den Tritt krabbelt. So kann man ungezwungen mit den Stufen üben, sollten sie so einschüchternd sein.

    Wichtig ist aber wirklich, dass die Tritte rutschfest sind. Sonst bekommen Hunde Angst.

  • Als ich mit Jin (damals ca. 1/2 Jahr alt) das erste Mal meine Eltern besuchte, lief Jin im ersten Moment die (rutschige) offene Holztreppe problemlos - blöderweise drehte sie zu fix auf der Treppe um und fiel hin. Ab da war die Treppe böse.
    Mit etwas Zwang (Leine), Leckerchen und guten Worten ging rauf aber bald wieder problemlos. Nur runter :roll: Mit den Vorderbeinen lief sie, aber die Hinterbeine traute sie sich nicht nachzusetzen - der Hund sieht ja nicht, was seine Hinterhand macht und so hatte Jin wohl das Gefühl ins Leere zu treten.
    Ich hab es dann so gemacht, dass ich Jin eine Treppenstufe mit der Vorderhand habe gehen lassen und die Pfoten der Hinterhand per Hand einzeln nachgesetzt habe.
    Nach ein paar Stufen hatte Jin das verstanden und seitdem ist die Treppe auch kein Problem mehr.

    Für beide Varianten habe ich es so gemacht, dass ich Jin am Anfang jeweils auf die Stufen kurz vor'm Treppenende gesetzt habe, so dass die Herausforderung für Jin überschaubar geblieben ist.

  • Ideal wäre es, wenn es ein Hund vormachen könnte, der Treppen sicher und angstfrei läuft. Mein Welpe macht dem Großen alles nach.

    Ansonsten würde ich erstmal an flachen Treppen draußen üben. Generell einfach die Motorik schulen. Mal mit ihr zusammen über gefällte Baumstämme laufen, mal mit ihr gemeinsam einen Weg durch ein Flussbett suchen, einfach mal verschiedene Untergründe ausprobieren, usw. Macht ihr sowas bereits mit ihr? (Von nichts kommt nichts. ;) )

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