Der "gefährliche" Hund
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KuschlWuffl -
4. April 2018 um 18:27 -
Geschlossen
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Amstaff, Bullterrier, Staffordshire Bull und letztlich auch der Pitbull sind in dem Sinn keine Spezialisten. Die brauchen keinen Hunde- oder Bullenkampf zum glücklich sein. Man muss aber genau wissen, dass sie sehr reaktiv, jagdlich ambitioniert sind gepaart mit Kompromisslosigkeit und Durchsetzungskraft.
Eigentlich, so der Tenor, wenn man den Halter hier im DF folgt, dann sind es eher super nette Begleithunde ...
Hier wäre aus meiner Sicht endlich eine vernünftige Zucht und Welpenvermittlung bei Weitem zielführender als das, was u. A. wegen der Listen gerade passiert.
Ja, aber dazu braucht es eben auch die Listen, dass hier eine zertifizierte Zucht besonders angebracht ist. Dass nicht alles super ist, was durch die Listen jetzt passiert, darüber sind wir uns einig (und, wie gesagt, mir fehlt die Basis solcher Listen, Zahlen ... solange die Vorfälle nicht einheitlich in D erfasst werden, stochert man im Nebel).
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17. Dezember 2019 um 16:42
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Der "gefährliche" Hund - Vor einem Moment
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Wieso immer diese Polemik

Ich frage mich halt, wieso hier gerade Hundefreunde anderen Hundefreunden die Rassevorliebe absprechen wollen.
Wer will anderen die Rassevorliebe absprechen? Niemand!
Wieso zur Hölle sollen vernünftige Menschen nicht das Recht haben, vernünftig gezogene Hunde ihrer Lieblingsrasse zu halten und vernünftig zu führen? Nur wegen einiger Deppen?
Genau meine Rede!
Vernünftig gezogene Hunde (und NUR vernünftig gezogene Hunde).
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als Hunde, die im Ursprung zum Töten anderer Hunde gezüchtet werden...
Nope. Bzw als einzige Ausnahme wohl der American Staffordshire.
Der Staffordshire Bullterrier war lange ein "Gebrauchshund", wurde für die Jagd auf Wild ebenso genutzt wie dafür das alles Rattenfrei blieb. Dazu war er ein schöner Hund und kam dann eben auch für den Kampfring in Mode. Aber er wurde nicht dafür gemacht.
Der Bullterrier war zuerst mal als Begleiter gemacht. Als mutiger Begleiter für den modernen Herren der auch den Hof nagerfrei hielt, dann hat man ihn gegen Dachse und Co kämpfen lassen und dann gegen andere Hunde. Auch hier, das war nicht sein Ursprungssinn.
Der Miniatur Bullterrier wurde geschaffen weil viele Damen den Bullterrier so toll fanden. Sie wollten den bitte in Kleinformat haben. Bekamen sie auch. Und nutzten den Mini Bullterrier zum Schmusen, Begleiten, zur Rattenbekämpfung, zur Jagd auf Iltisse und anderes wehrhaftes Getier und dann, weils so schön schaurig war, zum Kampf im Ring gegen Dachse.
Da sie darin gut waren wurden auch sie gegen andere Hunde geschickt.
Weil das zu der Zeit in war. Übrigens mit weitaus mehr Hunden als so mancher, du eingeschlossen, glaubt. Die bis heute bekannten Rassen sind nur ein Bruchteil davon. Denn die Dogge ist auch einer der Stars gewesen in den Hundekämpfen, auch der Leonberger war sehr beliebt, sogar der Bernhardiner hatte seine Kämpfe.
Das wurde den Leute nur zu langweilig, sie wollten schnellere Hunde sehen. Darum wurden die Terrier so beliebt. Schneller als die etwas behäbigeren großen Hunde.
Lustig ist übrigens das die Züchter in England meist sehr, sehr viele Hunde haben. Und das ziemlich problemlos.
Hier in Deutschland übrigens auch. Nicht die Masse wie in England, aber viele Züchter haben mehr als 3, 4 Hunde.
Es gibt nunmal auch Leute, die an genetische Disposition, übersteigertes Beutefangverhalten, etc. glauben..... dazu gehöre ich halt......
Also willst du alle Terrier abschaffen?
Bzw alle Jagdhunde mit übersteigertem Beutefangverhalten?
Oder glaubst du die idiotische Menschheit hört auf Hunde zu mißbrauchen wenn diese Rassen weg sind?
Die holen sich dann andere. Siehe die steigende Beliebtheit des Malinois in gewissen Kreisen, des Kangals und Co.
Realistischerweise müsst man eigentlich sagen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Hunderassen im Prinzip nicht den modernen Anforderungen vom 30cm KuschelLabradoodeldings entspricht. (Wenn nicht sogar Hunde insgesamt)
Noch extremer betrachtet wär sogar die Frage legitim: braucht man Hundetyp X und Y eigentlich noch wirklich?
Ähm... Sorry, aber es gibt mehr als genug Menschen die andere Anforderungen haben als "kleines flauschiges lebendes Spielzeug".
Hunde braucht an sich keiner. Außer einige Rettungsdienste wie Trümmersuche und Co.
Sollen wir nun alle abschaffen?
Willst du ohne Hunde leben weil es halt einige Vollidioten gibt?Und aus dem ersten Link aus Hamburg hat die Hälfte der Hunde schon was auf dem Kerbholz.... was soll das jetzt beweisen?
Komisch, wenn ich so die Tierheimseiten oder Rasse in Not Seiten durchsehe von diversen Rassen haben da oft gut die Hälfte schon "was auf dem Kerbholz".
Grund ist eigentlich immer derselbe: Halter war ein Vollidiot.
Da steht dann bei Aussie, Schäferhund und Co gerne "Nur in erfahrene Hände" als Codewort.
Oder bei den Jagdhunderassen steht auffallend oft entweder garnichts über Kinder und Kleintiere, oder aber das sie da nicht hin dürfen.
Übrigens: Wenn jeder Jagdhund der ne Katze gerissen hat zum Wesenstest müßte wären die Tierheime ebenso voll damit. Da reicht die Bandbreite von Haltern die es totschweigen bis zu Haltern die sich damit brüsten das ihr Hund schon X Katzen erledigt hat.
Und ab und zu halt mal nen Kleinhund zerlegt, weil verwechselt. Passiert halt....
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Es geht darum wer das schlussendlich entscheiden "darf". Wessen Stimme zählt? Wie wird ein Argument, egal ob pro oder contra, gewichtet? Wer stellt sich schlussendlich da vorne hin und sagt - so, das bestimme ich jetzt, dass diese Hunderassen zukünftig nicht mehr geben wird.
Das ist eine politische Frage, deren Antwort sich aus dem politischen System ergibt. Wer Recht hat und wer nicht, ist ein politischer Konsens.
Werden alle Bundesländer an einem Strang ziehen? Kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen? Was ist mit anderen Ländern? Und am Ende, warum das Ganze? Es wird immer Menschen geben die bestimmte Hunderassen unnütz finden wie einen Herpes. Aber was wenn andere Menschen Deine Hunderasse überflüssig finden, oder meine? Wer hat Recht? Wer Unrecht? Müssen nur ausreichend Menschen Hunderasse XY überflüssig finden?
Zur Zeit kocht wohl jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, ob das gut oder schlecht ist, lasse ich dahingestellt.
Aber es geht nicht darum, ob es Menschen gibt, die Hunderassen unnütz finden, sondern es geht darum, ob es Rassen gibt, für die sich eine ungeeignete Klientel besonders interessiert und eben damit nicht verantwortungsvoll genug umgeht (so dass es immer wieder zu Vorfällen kommt ... in USA ist es ziemlich deutlich so, wie das in D aussieht, darüber kann man nur raten ...). Das bedeutet Leid für Menschen, aber auch für die Tiere. Deswegen sitzen viele doch im TH oder werden getötet, wie es den beiden im aktuellen Falle droht. Das finde ich schlimm. Eigentlich bin ich ja der Meinung, sie sollten besser gar keine Hunde halten, gegen die man sich als Angegriffener nur schwerlich wehren kann.
Gerade als Rasseliebhaber würde ich befürworten, dass dem auf irgend eine Art und Weise Einhalt geboten wird. Dafür wäre ich z.B. auch bereit, mich besonders zu qualifizieren. Und wenn das nur über den Weg ginge, dass alle einen solchen WT machen müssten, um auch noch das Mix-Gedönse unter einen Hut zu bekommen und von mir aus auch mit Tea-Cup, damit es nicht ungerecht wirkt ... doch, würde ich in Kauf nehmen, wenn es wirklich (in Zahlen) etwas nutzten könnte. Und vll., aber nur nur vll., würde das dem Ruf dann auch eher Nutzen bringen, bzw. die Rasse könnte den wahren Ruf (aus eben zertifizierter Zucht) beweisen. Der hier im Forum weniger nach RH und Sporthund klingt, sondern nach super Begleithund.
(So, wie ich z.B. auch hoffe, dass eine "solche Klientel" nicht auf meine Lieblingsrassen aufmerksam wird; der ein oder andere Mali-Halter dürfte möglicherweise jetzt schon Schweissperlen auf der Stirn haben, so sie mancherorts in Mode zu kommen scheinen ... für kurze Zeit ging es mir ganz ähnlich ...).
vielleicht reden wir gerade aneinander vorbei. ich spreche von frage/entscheidung welche Hunderassen weiter existieren/gezüchtet/etc. werden dürfen oder sollten und welche nicht.
du vermischt das jetzt mit der frage nach Wesenstests/besondere Qualifikation zum halten bestimmter Rassen, u.ä. Das sind zwei paar Schuhe die rein gar nichts miteinander zu tun haben
Und nein, wir sind nicht in allen Lebenslagen der Politik ausgeliefert. Keineswegs.
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Amstaff, Bullterrier, Staffordshire Bull und letztlich auch der Pitbull sind in dem Sinn keine Spezialisten. Die brauchen keinen Hunde- oder Bullenkampf zum glücklich sein. Man muss aber genau wissen, dass sie sehr reaktiv, jagdlich ambitioniert sind gepaart mit Kompromisslosigkeit und Durchsetzungskraft.
Eigentlich, so der Tenor, wenn man den Halter hier im DF folgt, dann sind es eher super nette Begleithunde ...
sorry aber das finde ich gerade richtig unfair, ja geradeui mies! ich kenne hier im DF keinen Halter eines Listenhundes der das Potenzial seines Hundes verharmlost. Keineswegs! Im Gegenteil, sie wissen ganz genau was sie da zuhause für einen Hund sitzen haben und verkaufen ihn nicht als rundum-sorglos-paket.
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Und wenn das nur über den Weg ginge, dass alle einen solchen WT machen müssten, um auch noch das Mix-Gedönse unter einen Hut zu bekommen und von mir aus auch mit Tea-Cup, damit es nicht ungerecht wirkt ... doch, würde ich in Kauf nehmen, wenn es wirklich (in Zahlen) etwas nutzten könnte.
Was hilft ein Wesenstest wenn der HH anschließend den Hund scharf macht? Oder willst du den Wesenstest jährlich wiederholen lassen?
Wäre nicht der Ansatz den HH im Vorfeld zu prüfen sinnvoller. Sowas wie eine Vorkontrolle und sicherheitshalber noch eine Nachkontrolle des HH und nicht des Hundes? Ok das wäre ein ziemlicher Eingriff in die Rechte der Menschen, aber klingt für mich irgendwie stimmiger.
Weil ich sehe das Problem in den meisten Fällen beim Halter nicht beim Hund.
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Was meinst Du damit?
Zumal man auf anderen Gebieten sehr schön sieht, wie schnell man selbst von solchen Einschränkungen und Auflagen betroffen sein kann und dann ist es plötzlich gar nicht mehr wünschenswert.
Gerade als Rasseliebhaber würde ich befürworten, dass dem auf irgend eine Art und Weise Einhalt geboten wird. Dafür wäre ich z.B. auch bereit, mich besonders zu qualifizieren. Und wenn das nur über den Weg ginge, dass alle einen solchen WT machen müssten, um auch noch das Mix-Gedönse unter einen Hut zu bekommen und von mir aus auch mit Tea-Cup, damit es nicht ungerecht wirkt ... doch, würde ich in Kauf nehmen, wenn es wirklich (in Zahlen) etwas nutzten könnte. Und vll., aber nur nur vll., würde das dem Ruf dann auch eher Nutzen bringen, bzw. die Rasse könnte den wahren Ruf (aus eben zertifizierter Zucht) beweisen. Der hier im Forum weniger nach RH und Sporthund klingt, sondern nach super Begleithund.
Habe nicht geschrieben, dass ich es mir auf den Wunsch-Weihnachtszettel schreiben würde. Sondern, dass ich dazu bereit wäre, wenn es meiner Rasse (und deren Ruf) nutzen könnte (und Idioten zu einem grossen Teil rausfiltern oder abschrecken würde).
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Wieso immer diese Polemik

Ich frage mich halt, wieso hier gerade Hundefreunde anderen Hundefreunden die Rassevorliebe absprechen wollen.
Wer will anderen die Rassevorliebe absprechen? Niemand!
Wieso zur Hölle sollen vernünftige Menschen nicht das Recht haben, vernünftig gezogene Hunde ihrer Lieblingsrasse zu halten und vernünftig zu führen? Nur wegen einiger Deppen?
Genau meine Rede!
Vernünftig gezogene Hunde (und NUR vernünftig gezogene Hunde).
Hä? Stehe ich auf dem Schlauch? Wir beide diskutieren doch seit einigen Seiten darüber ob man Rassen nicht "austerben" lassen sollte. bzw. die Frage ob Rassen XY noch eine Daseinsberechtigung haben, wenn sie keine Merkmale vorweisen können die sie besonders positiv hervorheben, dafür einige in gegenteilige Richtung.
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@Das Rosilein
Die meisten Pitties und Amstaffs, die ich erlebt habe, sind supernette Begleithunde, liebenswerte Clowns und temperamentvolle Knutschkugeln. So lange die Begegnungen sich auf Menschen erstrecken und der Beutetrieb nicht über Gebühr gekitzelt wurde. Kritisch wirds auch bei gut Geprägten gerne mit Artgenossen. Auch Hunde mit Potential können tolle Begleiter sein. Man darf halt einfach die Möglichkeiten nicht unterschätzen, die in ihnen steckt. -
Was hilft ein Wesenstest wenn der HH anschließend den Hund scharf macht? Oder willst du den Wesenstest jährlich wiederholen lassen?
So ganz generell bezüglich Idiotentum und krimineller Energien:
Wenn Du den Menschen als solches nicht abschaffen möchtest, dann wirst Du das mit NICHTS zu 100 % in den Griff bekommen. Völlig einerlei, worum es sich auch handelt.
Man kann sich nur Massnahmen/Regeln/Gesetze ausdenken, die die Auswirkungen mildern.
Und meine Argumentation folgt der hier gelesenen Argumentation. Im Tenor klingt durch:
Ordentlich gezogene und geführte Hunde tun so etwas nicht.
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