Der "gefährliche" Hund
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KuschlWuffl -
4. April 2018 um 18:27 -
Geschlossen
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Ich weiß durchaus sehr gut, was Epigenetik ist und wie man sie von Genetik unterscheidet
Und was daran diskutierenswert und wissenschaftlich belegt ist auch.
Hier gehts mir darum, dass hier in unserer Umgebung bei den vielen kleinkriminellen „Gelegenheitskampfveranstaltern“ gar keine große Zucht ggf. mal über eine Generation hinaus stattfindet. Da kann an echt nicht von einer epigenetischen Auswirkung auf eine Rasse sprechen.Naja, aber Du hast immer wieder Hunde drin, die knallhart auf ne bestimmte Veranlagung gezüchtet wurden. Und zwar sehr lange schon oder immer noch. Deren Auswirkungen auf die Rasse sind ja schon immer drin.
Trotzdem ist vermutlich besonders die Hinterhofselektion (das sind nicht die Bloodsportsleute) auf wer weiß was problematisch. Plus die sehr hohe Zahl an Mixen mit verschiedenster Herkunft. Wo alles Mögliche auch mal recht heftig durchschlagen kann. Nicht muss. Aber es ist derselbe Rasse- oder TypusPool, wo auch diese Hunde herkommen.
Einerseits verwässert sehr viel durch die Mixerei oder Nichtselektion der Mixe, es kann aber auch massiver raus kommen oder in neuen Kombinationen.
Der reinrassige Pit Bull ist keineswegs automatisch ein aggressiver Hund (Najaaa... Die Mär von den alle sind freundlich ist auch nicht ganz wahr, aber so in der Tendenz sind die game breds durchaus umgängliche Hunde)
Besonders schwieriges/unkalkulierbares Verhalten kommt aber meiner Meinung nach gerade dann, wenn man auf das GamenessDing oder verschiedene Interpretationen desselben noch Verpaarungen mit null Sinn und Verstand und Kackaufzucht setzt.
Aber die Basis, dass das besonders blöd laufen kann, ist meiner Meinung nach eben da. In der Rasse selbst. Oder in dem Hundetyp.
Ein paar hundert bis Tausend Jahre ein bestimmter Typ für bestimmte Jobs, sei es Bull Baiting oder Hundekampf, ist ja auch nicht einfach nichts. Dazu noch ein Vertreter der Gruppe mit 150-200 Jahren relativ gezielter Selektion mit viel Linienzucht.
(Beim Windhund schaut mich auch keiner schräg an, wenn ich sag, dass da so 5000 Jahre Geschichte dahinter stecken und form follows function und so weiter und das das Hetzen genetisch ist)
Ich sage definitiv nicht, der Pit Bull ist ein Killerhund und Monster. Aber Artgenossenaggression zb wird ja auch ohne zu Zögern als recht typisch für Molosser oder Terrier zb bezeichnet.
Warum zum Teufel soll eine Hunderasse, die explizit auf Leistung, hier vorallem Hundekampf, Weightpulling etwa war ja lange nur ne Randerscheinung, hin gezüchtet wurde und teilweise noch wird - Ich red jetzt von Pedigree Pits, nicht den 100000 Trilliarden pitbullartigen Hunden - nicht bestimmte, ja, genetische, Veranlagungen mitbringen?
Das bedeutet nicht automatisch Aggression, denn zb Gameness wird meist nicht als Aggression interpretiert, und es gibt nen Haufen sehr netter Pits, auch solcher, die in der Pit waren.
Aber es kann bedeuten, dass da die Basis für mögliche Schwierigkeiten sehr fest verankert ist. Vorallem wenn man noch wild herum vermehrt. Es gibt eine sehr große Menge sehr sehr genialer Hunde von dem Typ (jetzt wieder nicht Rasse gemeint. Die Hunde, die da so herumlaufen, sind mindestens nach DF Definition bestimmt zu 90 Prozent Mixe) , aber auch ein paar ziemliche Psychos zwischendrin.
Und ja, ich behaupte auch, dass es nicht mit jedem Hundetyp gelingen wird, bestimmtes Verhalten so problematisch zu kriegen, wie es bei manchen Individuen dieses Typs ist, wenn was schief geht. (Wobei ich auch nicht sage, der American Pit Bull Terrier und Hunde dieses Typus sind auf jeden Fall und immer die allerproblematischsten Hunde)
Über sich hinausgehen und alles geben, auch wenn man eigentlich nicht mehr kann. Besser selber sterben, als es nicht versucht zu haben. Die eigenen Grenzen nicht hinnehmen, sondern sie überschreiten. Death before did not finish.
So ungefähr hat sich das Zuchtziel (jetzt wieder eher nur die Rasse meinend) bzw die Ideologie dahinter entwickelt und zwar abgesehen von ideologischen Konstrukten auch per Genetik. Das "Zuchtziel" ist nicht aggressiv, es ist masochistisch, kann aber aggressiv enden, wenn andere ungünstige Faktoren dazu kommen. Genetische wie umweltbedingte.
Andere Rassen, andere Typen haben das so konzentriert schlichtweg nicht.
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28. November 2019 um 15:06
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Bedeutet im Umkehrschluss auch, dass eine ängstliche Hündin (vielleicht eben ängstlich durch Epigenetik) uU nicht ängstliche Welpen bekommt, wenn während der Trächtigkeit optimale Bedingungen herrschen?
Leider nein

So einfach lassen sich epigenetische Vorgänge nicht rückgängig machen.
Viele Erbkrankheiten z. B. lassen sich nicht über einen Gentest bestimmen, weil noch gar nicht herausgefunden wurde, welche Gene für diese Krankheiten verantwortlich sind.
Mal ein anderes, aber wie ich finde sehr eingängiges Beispiel:
Die Atemproblematiken brachycephaler Rassen.
Die Schlagsätze: "Wir haben auf freie Atmung bei den Elterntieren geachtet" oder "Wir haben nur längere Schnauzen miteinander verpaart" (hier vorzugsweise das Pseudoargument der Mischung mit langschnauzigen anderen Rassen, weil Mixe ja gesünder sind
) sind hohle Phrasen.Denn es ist durchaus nicht selten, dass die optisch mit längerer Nase gezüchteten Exemplare dennoch die für die Atemprobleme verantwortlichen INNEREN Deformationen vererbt bekommen haben.
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Kein Blut usw. Aber das ist kein normales Welpengerangel mehr.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Mir fallen spontan diverse (auch nicht gelistete) Rassen ein, bei denen Welpen ab einem gewissen Alter häufig getrennt oder engmaschig beim Spielen betreut werden müssen, weil sie sich sonst eventuell (leicht aber optisch nicht schön) verletzen. Je nach Hundetyp ist das nicht "unnormal". Mein Rüde war als Welpe ab 7 Wochen gegenüber den anderen Welpen ähnlich ruppig drauf und ist heute ein in meiner Hundegruppe sehr sozialer und toleranter Hund mit sauberer Beißhemmung. Trieb (zum Arbeiten) hat er allerdings bis heute ohne Ende.
Irgendwie hat sich die Vorstellung des "normalen Hundes" in unserer Gesellschaft doch sehr stark verschoben. Viele Leute erachten ja z.B. das distanzlose "Spielen" mit fremden Hunden bis ins hohe Alter als "normal" oder das stoische Erdulden stressiger Situationen. Ein Hund darf keinerlei Aggression zeigen und muss immer "lieb" und "ruhig" sein. Eigentlich für Caniden bzw.Raubtiere eher ungewöhnlich.
Dass irgendwelche Prollo-Vermehrer damit werben, wie ihre Welpen raufen, finde ich allerdings völlig daneben. Die Bull- und Terrier-Rassen bzw. inzwischen leider auch der Mali ziehen leider häufig eine asoziale und verantwortungslose Klientel an, die lieber gar keine Hunde hätten....
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Seit wann ist es ein Zuchtziel einen "Kampfhunde" zu haben? Wofür?
Ursprüngliches Zuchtziel.
Früher Mal.
Rasseentstehung.
Ganz faul zitiere ich mal Wikipedia:
Als Kampfhunde im eigentlichen Sinne werden Hunde bezeichnet, die zu Tierkämpfen, insbesondere zu Hundekämpfen, aber auch zu Kämpfen z. B. gegen Bullen gezüchtet, ausgebildet und eingesetzt wurden. Der Begriff bezeichnete ursprünglich keine bestimmte Hunderasse, sondern ein bestimmtes Einsatzgebiet. Später wurden speziell für den Tierkampf einige klar voneinander abgetrennte Hunderassen gezüchtet, bei deren Nachfolgern heutzutage jedoch in den offiziellen Zuchtlinien die besondere Tierkampfeignung nicht mehr zu den Zuchtzielen zählt.
So, wie z.B. ein Pudel vom Ursprung her ein Jagdhund ist, auch wenn das nicht mehr Zuchtziel ist.
Jetzt klar?
Daraus wird auch sehr deutlich, dass ich Herdenschutzhunde oder Schäferhunde aller Art NICHT damit gemeint habe.
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@pinkelpinscher
Aber genau das ist mein Problem dabei: Rasselisten und Zuchtverbote befeuern meiner Meinung die „Hinterhofvermehrerei“ ohne Sinn und Verstand und die illegalen Importe. Nicht (nur oder vorwiegend) bei denen, die sich tatsächlich in einer illegalen „Kampfszene“ nach alter Tradition organisieren (wollen). Sondern bei den halbbelichteten Testosteronjunkies in entsprechenden Milieu, die mit dem „echt voll krassen Hund“ rumprotzen wollen.
Wie gesagt: Hier gibt es viele Liebhaber von Amstaff, Pit und Co. Die (ehrlich gesagt) natürlich meistens auch einen Hang zu dem „wehrhaften Body- und Bodybuildertyp“ haben bzw. ne Neigung für das Image und die Kernigkeit der Hunde. Aber dabei sehr wohl um die rassetypischen Veranlagungen (Beutetrieb, Zielstrebigkeit, Beharrungsvermögen und den Hang zur Artgenossenunverträglichkeit) wissen und die Hunde entsprechend handeln. Die werden von Listen und Auflagen bei weitem stärker betroffen, als das Klientel, das die Hunde echt für schräge Zwecke einsetzt.
Die „Gegenfraktion“ der allesbeschönigenden Verantwortungsfreien hat natürlich auch ein Ziemliches Gefährdungspotential. Ist aber auch ein Produkt dieses seltsamen Öffentlichkeitshypes der „Kampfhunde“. -
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Das mag zwar in deren Augen ein "Zuchtziel" sein, sollte aber nicht allgemein gelten! Und somit auch nicht für diese Rassen, die halt dafür mißbraucht werden! Rein theoretisch könnte man auch jede weitere, andere Hunderasse dafür mißbrauchen!
Ganz definitiv nicht.
Ebenso wenig, wie jeder Hund hüten lernen kann, oder vorstehen, oder den Arsch in der Hose hat, ernsthaft zu schützen, oder einen Job als Diensthund zu machen, wie ein Mali z.B.
Deutlich zu sagen, dass es Rassen gibt, die ganz ausdrücklich mal darauf selektiert wurden, sich in Kämpfen mit einer unglaublichen Ausdauer und Mut zu behaupten, muss einfach möglich sein. Ohne dass dann der nächste um die Ecke kommt und behauptet, man habe was von Kampfmaschinen und Monstern gesagt.
Ich finde die Kenner und Halter dieser Rassen hier im Thread wieder mal ausgesprochen sachlich und ehrlich. Fällt auf, dass die ihre eigenen Hunde kennen und realistisch sehen. Ich mag diese Hunde persönlich auch wirklich sehr, wenn sie in verantwortungsbewusster Hand sind.
Sie als "Kampfhunde" aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte zu bezeichnen, soll kein verteufeln sein.
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Finde es seltsam wenn bestritten wird, dass die Artgenossenaggression bei Staff und Pitbull ncht genetisch verankert sein soll. Die Hunde greifen natürlich nicht zwingend blind jeden Hund an, den sie sehen.
Aber die Veranlagung ist doch da.
Das macht diese Tiere doch nicht zu Monstern. Aber die Chance, dass ein Staff (oder anderer Terrier) in einen Kampf mit einem Artgenossen gerät, würde ich schon als deutlich größer einschätzen, als bei z.B. einem Meutehund, der auf Verträglichkeit gezüchtet wurde.
Hier übrigens ein Video von Gr.Ch. Virgil, der 5 Hundekämpfe in den 90ern gewonnen hat, wobei 2 seiner "Gegner" auch in der Pit gestorben sind, wie er außerhalb eines Kampfes ein völlig normaler und freundlicher Hund ist. Wenn man so einen Hund sieht, würde man nie davon ausgehen, dass er nebenbei ein Kampfhund ist.
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Sehr bezeichnend die Kommentare, denen man entnehmen kann, wie viele Menschen Hundeämpfe glorifizieren, bzw. selbst zugeben an diesen teilzunehmen..
Btw. ist das auch ein Hund, der seinen Besitzer einmal angegriffen hat.
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Ich finde die Diskussion hier wirklich toll und sachlich. Ich glaube nämlich auch, dass bestimmte Verhaltensweisen bei Kampfhunden einfach verankert sind. Das macht mich noch lange nicht zum Befürworter von Rasselisten. Damit werden nur die Vernünftigen abgeschreckt, also das Gegenteil von dem erreicht, was man will.
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Gut, dann schauen wir doch mal:
Hauptziel damit das mit dem Kämpfen klappt ist dann ja wohl gezielte Selektion auf Artgenossenunverträglichkeit
Dann, ja brauchen wir denn noch..... ja, niedrige Reizschwelle.
Joah, ne gewisse Härte wäre auch nicht schlecht.....
;-) so, und jetzt geht doch mal schauen, welche Hunderassen das schon mal phänotypisch mitbringen.
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Gut, dann schauen wir doch mal:
Hauptziel damit das mit dem Kämpfen klappt ist dann ja wohl gezielte Selektion auf Artgenossenunverträglichkeit
Dann, ja brauchen wir denn noch..... ja, niedrige Reizschwelle.
Joah, ne gewisse Härte wäre auch nicht schlecht.....
;-) so, und jetzt geht doch mal schauen, welche Hunderassen das schon mal phänotypisch mitbringen.
Terrier, Herdenschutzhunde (hab da schon Dinge mit gesehen) und mancher Molloser.
Und jetzt haben wir wie immer die üblichen Verdächtigen

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