Unser Zwergpudel will beißen, wenn man etwas aus der Körbchenritze holen möchte - Was tun?

  • Hast du immer noch nicht verstanden was Respekt bedeutet?Mich dünkt du glaubst man kuscht vor dem Hund und muss jede Minute angst ums eigene Wohl haben :???:

    Darum schliesse ich meinen Hund jede Nacht ein. Sonst könnte ich morgens aufwachem und feststellen, dass er mit totgebissen hat. :lachtot:

  • Eine hohe Erwartungshaltung - vor allen Dingen dann, wenn man einen "gebrauchten" Hund übernimmt, der einem nicht vertraut oder eine gewisse Vorgeschichte hat.

    Wenn ein Hund knurren muss, ist es in der Regel ein menschlicher Fehler und kein Fehlverhalten des Hundes.

    Beschreibe doch bitte, wie du mit einem knurrenden Hund umgehen, wie du in so einer Situation handeln würdest und wie dein Training in so einem Fall aussehen würde.

    Es ist natürlich einfach zu schreiben: "Dulde ich nicht usw."

    Vielleicht habe ich das missverständlich geschrieben.Gemeint ist, dass ich diesen Anspruch an jeden eigenen Hund habe, und an jeden Hund, mit dem ich in engem Kontakt stand, hatte.
    Als schwierig habe ich in der Hinsicht hauptsächlich nicht erzogene Kleinhunde erlebt.

    Auf einen Hund, der ein sehr problematisches Teritorialverhalten o.ä. von vornherein mitbringt, würde ich selbst mich aber gar nicht einlassen, da ich Kinder habe.

    Ich wende mich mit meiner Aussage gegen jene, die meinen, dass der Hund ein grundsätzliches Recht hat, seinen Korb zur Tabuzone zu erklären und auch entsprechend zu verteidigen.
    Mir ist es ja relativ egal, wenn jemand in seinem eigenen Zuhause so leben will, sofern er den Hund sicher von Kindern etc. fernhält und ihn niemals an abgibt, damit nicht andere das Problem dann ausbaden müssen, oder der Hund unvermittelbar im Tierheim sitzt.

    Nun, wenn ich bei Junghunden derartige Anwandlungen erlebt habe, habe ich je nach Situation mit einem scharfen Wort und/ oder Schnauzgriff reagiert, oder den Hund vielleicht von seinem Platz geschickt und sitzen lassen.

    Bei ernsten Problemen muss man sicherlich anders und mit mehr Geduld vorgehen, da ist es mit einem einfachen Verbot nicht unbedingt getan, bzw. könnte dies sogar Schaden anrichten.

  • Nun, wenn ich bei Junghunden derartige Anwandlungen erlebt habe, habe ich je nach Situation mit einem scharfen Wort und/ oder Schnauzgriff reagiert, oder den Hund vielleicht von seinem Platz geschickt und sitzen lassen.

    Wenn das gereicht hat, hat dein Hund aber nicht ernsthaft agiert. Und dass du dann zum scharfen Wort oder Schnauzengriff greifen musst, ist schwach...

    Das, was du schreibst, hat einfach nicht Hand und Fuß.

    Die Kinder in unserem Haushalt müssen übrigens nur ausbaden, dass mein Hund knurren darf. Ergo muss er nicht beißen. Keine Ahnung, was dagegenspricht :ka: .

    Ich wünsche euch noch viel Spaß hier :winken:

  • dass der Hund ein grundsätzliches Recht hat, seinen Korb zur Tabuzone zu erklären und auch entsprechend zu verteidigen.

    Hat er hier, Korb/Kudde sind tabu.
    Da ich da nie reingreife, wenn sie da liegen, hätte ich auch kein Problem mit ihnen, wenn ich es im Notfall müsste. Das ist soz. ihr Zimmer, ihre Zone, eine Auszeit vom Menschen.

    Tatsächlich musste/wollte ich das schon und erntete nur einen müden Blick. Nix verteidigen, eher: ups, was willst Du? Na, dann mach.
    Sie wissen, dass ich es nur in einer Ausnahmesituation mache.

    Man unterschätzt gerne die Distanz, die auch Tiere benötigen.

  • Oder schläft auf dem Sofa, falls der Hund durch Knurren seinen Wunsch nach größerer Individualdistanz im Bett des Halters anzeigt.

    Für mich ist es ein Unterschied, ob der Hund mein Bett, meine Küche oder seinen Liegeplatz sowie sein Futter für sich "beansprucht".
    Beansprucht in Anführungszeichen, weil ein Hund meistens knurrt, weil er einfach in Ruhe fressen oder schlafen möchte.

    Unabhängig davon, sind es in beiden Fällen menschliche Fehler.

    Trotzdem würde ich in beiden Situationen beim Knurren des Hundes immer signalisieren, dass ich ihn verstanden habe!
    Ich bin ein "schlauer Mensch" und setze auf Deeskalation, was Hunde untereinander in solchen Situationen durchaus auch machen.

    Danach mache ich mir natürlich Gedanken, wie ich das "Problem" dauerhaft löse, in der Regel ist es zu lösen.
    Das bedeutet, dass ich mit Sicherheit nicht auf dem Sofa und der Hund im meinem Bett schläft.
    Ich traue es mir durchaus zu, einen knurrenden Hund, gewaltlos und vollkommen konfliktfrei aus meinem Bett zu bekommen. Noch nicht einmal anfassen müsste ich den "bösen" Vierbeiner.

  • Nun, wenn ich bei Junghunden derartige Anwandlungen erlebt habe, habe ich je nach Situation mit einem scharfen Wort und/ oder Schnauzgriff reagiert

    Na, dann rate ich dir, dich auf den neuesten Stand bezüglich Hundeverhalten/Reaktionen/Hundeerziehung zu bringen, bevor ein Hund einzieht.
    Das ist echt "old school".

  • Vielleicht habe ich das missverständlich geschrieben.Gemeint ist, dass ich diesen Anspruch an jeden eigenen Hund habe, und an jeden Hund, mit dem ich in engem Kontakt stand, hatte.Als schwierig habe ich in der Hinsicht hauptsächlich nicht erzogene Kleinhunde erlebt.

    Auf einen Hund, der ein sehr problematisches Teritorialverhalten o.ä. von vornherein mitbringt, würde ich selbst mich aber gar nicht einlassen, da ich Kinder habe.

    Ich wende mich mit meiner Aussage gegen jene, die meinen, dass der Hund ein grundsätzliches Recht hat, seinen Korb zur Tabuzone zu erklären und auch entsprechend zu verteidigen.
    Mir ist es ja relativ egal, wenn jemand in seinem eigenen Zuhause so leben will, sofern er den Hund sicher von Kindern etc. fernhält und ihn niemals an abgibt, damit nicht andere das Problem dann ausbaden müssen, oder der Hund unvermittelbar im Tierheim sitzt.

    Nun, wenn ich bei Junghunden derartige Anwandlungen erlebt habe, habe ich je nach Situation mit einem scharfen Wort und/ oder Schnauzgriff reagiert, oder den Hund vielleicht von seinem Platz geschickt und sitzen lassen.

    Bei ernsten Problemen muss man sicherlich anders und mit mehr Geduld vorgehen, da ist es mit einem einfachen Verbot nicht unbedingt getan, bzw. könnte dies sogar Schaden anrichten.


    Mit dieser Aussage zeigst du eindeutig, dass du noch nie einen Hund hattest, der ernst gemacht hat. Wenn du mal an einen Hund gerätst, der das nicht mit sich machen lässt (Schnauzgriff) und sich wehrt, dann hast du ernsthafte Probleme. Natürlich ist dann wieder der Hund schuld... :lepra:

    Erklär mir mal wie ein Hund sonst kommunizieren soll? Das ist seine Sprache und seine Weise uns etwas zu sagen. Wenn ein Hund nicht knurren darf, dann ist das so als ob man dir sagen würde, dass du die Klappe halten solltst, wenn dir etwas nicht angenehm ist. Das nächste mal würdest du auch deutlicher werden oder?

    Aber ich denke, mit jemanden darüber zu diskutieren, der das so verkehrt sieht, hat keinen Sinn.

  • Ich wende mich mit meiner Aussage gegen jene, die meinen, dass der Hund ein grundsätzliches Recht hat, seinen Korb zur Tabuzone zu erklären und auch entsprechend zu verteidigen.

    Es scheint schwer zu sein, das zu verstehen.

    Ein Hund muss nichts verteidigen, wenn er weiß das er in seinem Rahmen als soziales (!) Lebewesen wahrgenommen und respektiert wird.

    In einem sozialen Verband gibt es immer Regeln und Grenzen. Auch unter Hunden. Wenn einer meiner Hunde mal keinen Bock auf den anderen hat, wird das mitgeteilt. Durch Körpersprache. Es ist nur dann ein Knurren nötig, wenn der andere Hund die Körpersprache aus irgendwelchen Gründen nicht wahrnimmt.

    Aber das bedeutet nicht, dass ich hier sich regelmäßig beißende Hunde habe, weil (und das scheint bei dir irgendwie nicht durchzudringen) sich die gesamte Kommunikation auf Körpersprache reduziert. Würde man sich darauf nicht verlassen können, DANN hätte ich sich beißende Hunde hier.

    Genauso ist es bei der Hund/Mensch Beziehung. Wenn der Hund WEIß, dass seine Grenzen genauso wahrgenommen (!!!!) werden, wie er die Grenzen seines Menschen wahrnimmt, hat er KEINEN Grund zu knurren, oder irgendwas zu verteidigen. Im Gegenteil: Vertrauen in seinen Menschen wächst, es werden auch schon mal eher unangenehme Dinge angenommen.

    Wenn ein Hund in seinen Korb erbrochen hat, muss ich darin ja nicht rumfummeln, wenn er drin liegt. Oder? Ich sollte doch die Möglichkeit haben, den Hund für die Zeit mal eben umzuquatieren. Ich habe 2 Hunde und 4 bis 5 verschiedene Liegeplätze, in die ich meine Hunde bei Bedarf mit einem Fingerzeig schicken kann.

    Ergo: Hund muss nicht sagen "Ey, mir geht es gerade nicht gut (ich habe gekotzt... hallo?), komm mir grad mal nicht zu Nahe!"

    Ist das echt so schwer zu verstehen?

    Gegenseitige Rücksichtnahme ist nicht alleine die Aufgabe vom Hund.


    (Und nein. Keiner meiner Hunde hat mich je in meinem Bett zurechtgewiesen. Für sie ist es ein Privileg mit im Bett zu liegen und da nimmt man dann selbst in Kauf, dass die Olle einen als Kopfkissen benutzt. Denn das Bett ist MEIN Körbchen, in das ICH einlade.)

  • Danach mache ich mir natürlich Gedanken, wie ich das "Problem" dauerhaft löse, in der Regel ist es zu lösen.

    Für viele Hundehalter ist es eben ein Problem, sich mit dem tatsächlichen Thema auseinander zu setzen. Es werden lieber die Sympthome behandelt, als das tatsächliche Problem. Und wenn der Hund dann eines Tages mal "aus dem Nichts" zuschnappt, ist es auch der Hund, der Schuld ist.

    Vorteil: Der Hund kann nicht berichtigen, dass Mensch hier der wahre Schuldige ist. Aber es gibt ja genug Tierheime, in denen der Hund dann vorgemarkert als Beisser versauern kann. Holt man sich eben einen Neuen.

    Ich kann mich nur wiederholen: Ich bin froh und zufrieden, dass ich bei meiner Hündin nicht nur Sympthonbeseitigung durchgeführt habe, sondern sie ernst genommen habe. Ich habe lieber entspannte Hunde, die wissen das man sie in ihrem Umgang auch ernst nimmt und respektiert. Und komischerweise hat mich noch keiner dieser Hunde gebissen. Auch nicht, wenn ich ihm wirklich Schmerzen zufügen musste, oder ihnen irgendwas aus dem Maul holen musste.

  • Mit den Hunden, die bei uns aufgewachsen sind, kann ich alles machen.
    Die kämen nie auf die Idee, mich anzuknurren, wenn ihnen etwas nicht passt.
    Es hat aber fast bei allen in der Welpenzeit oder Junghundezeit eine Situation gegeben, in der diese Sache mal kurz und knackig geklärt worden ist.

    Zweimal haben wir junge Rüden aufgenommen, die zwischen 12 und 18 Monaten alt waren.
    Bei denen ist das scheinbar unterblieben. Diese beiden hatten/haben Oberwasser bekommen und wussten, bzw. wissen, wie man den Menschen von irgendetwas abhält.
    Nicht lustig, wenn es sich um große, selbstbewusste Rüden von 40-50kg Lebendgewicht handelt.
    Der eine war ein Leonberger, der tatsächlich beim Fressen allein im Zimmer sein musste.
    Heute ist es ein Schäferhund x Malinois, der absolut unkooperativ ist. Dem kann man zwar ans Futter gehen, aber an den Hund selber kommt man nicht dran.

    Klar kann man tricksen, z. B., wenn man den Hund aus dem Körbchen locken muss, um dran zu gehen oder mit ihm tauschen muss, um irgendetwas aus seinem Maul zu holen.
    Aber im Grunde ist der Hund ungehorsam, wenn er den Menschen anknurrt und damit ernsthaft vorwarnt, ihm ans Körbchen oder ans Futter zu gehen.
    Egal, ob der Hund das jetzt aus Angst oder Unsicherheit nicht will oder weil er Oberwasser hat und genau weiß, dass er sich durchsetzen kann.
    Da bin ich lieber oldschool und weiß, dass ich mich mit meinem Junghund einmal ernsthaft auseinandersetze und damit eine ganz wichtige Sache fürs Leben geklärt habe.

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