Verträgliche Hunde und gar keine Sozialkontakte?

  • Für mich muss es auch nicht immer Spiel sein, aber ich habe schon den Eindruck, dass es manche Hunde gibt, die einfach gerne Kontakt zu Artgenossen haben, auch wenns nicht zwangläufig Spiel sein muss. Garfield und Sammy z.B. bollern schon mal gerne gemeinsam über eine Wiese oder hüpfen gemeinsam in einer Lacke herum, bis sie beide von oben bis unten eingesaut sind. Genauso gerne schlendern sie halt aber auch mal einfach gemeinsam durch die Welt, schnuppern da, wo der andere gerade geschnuppert hat, dösen gemeinsam in irgendeiner leeren Pferdebox. Ich habe halt den Eindruck, dass die beiden ihre gegenseitige Gegenwart genießen. So wie man als Mensch halt vielleicht auch Freunde hat, bei denen man sich auch einfach mal über die Anwesenheit des anderen freut, ganz ohne dass man jetzt irgendwie großartig miteinander reden oder unternehmen müsste. Ich kanns jetzt auch nicht belegen, dass es ihnen Spaß macht oder dass sie sich gerne haben, aber das wäre mein Eindruck. Ich habe also wirklich die Meinung, dass meinem Hund etwas fehlen würde, wenn er diesen Sozialkontakt nicht hätte. Das beißt sich halt mit der Aussage, dass kein Hund Sozialkontakte mit Artgenossen braucht.

  • Du musst unterscheiden zwischen verträglich und ‚mag Sozialkontakte, gerne auch fremde‘.
    Wie gesagt, meine Hündin kann auf spontane Kurzbegegnungen mit Fremdhunden verzichten. Gerade die reinkrachenden Tutnixen kann sie nicht leiden und bekommt teilweise auch echt Panik (hier ist nicht jeder Tutnix ein Tutnix). Das ändert aber an ihrer generellen Verträglichkeit nichts.

    Fazit: ich wähle deshalb immer Wege, wo ich hoffentlich niemanden treffe, obwohl meine Hündin verträglich ist (der Rüde ist nicht 100% verträglich, deshalb die Hündin als Beispiel).

  • Es gibt eben, wie ich schon sagte, so Trendwellen und der Mensch scheint das Extrem zu lieben, solange es nicht um ihn selbst geht. Am Hund kann er es ausleben.
    Spielen tun Hunde bis ins hohe Alter und Hunde gehen auch Freundschaften mit anderen Hunden ein. Natürlich spielen sie nicht jedem Hinz und Kunz, tun wir Menschen auch nicht, aber ich glaube nicht, daß ein Hund per se allein nur mit Mensch glücklich ist. Glück ist nicht meßbar, nur nach menschlichem Ermessen beurteilbar. Und nach diesem Ermessen sind auch einsame Meerschweine glücklich. Weil man sich solche Studien drehn kann wie man will.

  • Ich finde Kontakte schon gut und wichtig. Einige Hunde sind ihr egal und bei einigen rockt die Wiese. Das ist ein Tempo und sind Bewegungen, die kann ich ihr mit einem blöden Ball gar nicht bieten.
    Spielzeug nehme ich beim rausgehen eh nie mit.
    Wenn es passt, dann sollen die laufen, raufen und spielen.
    Wenn Hunde einen wirklich guten Kontakt haben, ist es herrlich mit anzusehen welche Bewegungsabläufe sie haben und welche Muskeln arbeiten. Ja, meine Hündin darf Sozialkontake haben, sie entscheidet selber, ich zwinge sie nicht.

  • Kommt wohl auf den Hund an .
    Amy kann auf andere Hunde gut verzichten, außer auf Lucky den braucht sie und es gibt hier in der Nähe einen Golden Retriever mit den sie sich Recht gut versteht :D .
    Lucky hingegen ist total verrückt nach Hundekontakt er mag jeden bis jetzt :D ohne Hundekontakt wäre er nicht glücklich.

  • Ich kenne das tatsächlich auch als Trend...

    So oft wie in den letzten zwei Jahren habe ich das noch nie gehört - und zwar nicht nur von Leuten die selber Mehrhundhalter sind und sagen "Hallo"-sagen wäre unnütz ... sondern tatsächlich als Einstellung: "Mein Hund muss das nicht haben, der braucht das nicht" - und zwar unabhängig vom Verhalten des (Einzel)Hunds.

    Würde mich auch interessieren, ob irgendwer weiß "wo" das herkommt.

  • Ich kenne das tatsächlich auch als Trend...

    Trends hasse ich und nehme nicht daran teil.

    So oft wie in den letzten zwei Jahren habe ich das noch nie gehört - und zwar nicht nur von Leuten die selber Mehrhundhalter sind und sagen "Hallo"-sagen wäre unnütz .

    Auch dieses : Hallo sagen , hasse ich. Hunde sagen nicht Hallo, sie kommunizieren mit anderen Hunden über deren Geruch, Körperhaltung und Ausstrahlung.

    sondern tatsächlich als Einstellung: "Mein Hund muss das nicht haben, der braucht das nicht" - und zwar unabhängig vom Verhalten des (Einzel)Hunds.

    Ob mein Hund Kontakt zu einem anderen Hund braucht und möchte, entscheidet sie selber. Ich überwache nur.

  • Ich kenne das tatsächlich auch als Trend...

    So oft wie in den letzten zwei Jahren habe ich das noch nie gehört - und zwar nicht nur von Leuten die selber Mehrhundhalter sind und sagen "Hallo"-sagen wäre unnütz ... sondern tatsächlich als Einstellung: "Mein Hund muss das nicht haben, der braucht das nicht" - und zwar unabhängig vom Verhalten des (Einzel)Hunds.

    Für mich ist das aber ein großer Unterschied, denn "Hallo-Sagen" ist von vielen Hunden gar nicht erwünscht - und von daher vielleicht als "unnütz" zu bezeichnen. Meine Hündin möchte auch nicht, dass fremde Hunde ihr "Hallo" sagen.

    Allerdings gar keine Sozialkontakte - außer die mit dem Menschen - finde ich für meinen Hund nicht erstrebenswert.
    Ich lege viel Wert darauf, dass wir regelmäßig ihr bekannte/zum Teil auch befreundete Hunde treffen und gemeinsam spazieren gehen. Auch das Nebeneinander-Herlaufen ist ja schon ein Sozialkontakt.
    Ich finde den innerartlichen Sozialkontakt durchaus wichtig, "Hallo-Sagen" von Fremdhunden aber überflüssig.

  • Für mich ist das aber ein großer Unterschied,

    ... und das ist glaube ich auch allgemeiner Konsens. Nicht jeder muss jedem immer (oder überhaupt) "Hallo" sagen, der Chi und die Dogge müssen nix unter sich selbst ausmachen ...

    Was ich aber beobachte, ist tatsächlich das Extrem, dass Hunde (auch Einzelhunde) eben angeblich keine Sozialkontakte brauchen. Und da würde auch mich interessieren, ob irgendjemand weiß, woher diese "Erkenntnis" kommt.

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