Verträgliche Hunde und gar keine Sozialkontakte?
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@wilderbse ich habe dich ja nirgendwo erwähnt

Ich spreche nur von meinen Erfahrungen und habe leider nur solche Leute um mich, die das nicht unterscheiden können. Ich würde auch behaupten, dass die allermeisten Leute, das nicht unterscheiden können, weil die allermeisten Leute (außerhalb des DF) Hundesprache nicht lesen können.
Ich bin aber auch der unpopulären Meinung, dass es keine Freude ohne Stress gibt. Ich bin nur glücklich, wenn mein Hund sich nicht „freut“ bzw. „stresst“, sondern neutral, entspannt, aufgeschlossen ist. Aber das ist irgendwie ein anderes Thema.
Ich könnte das ja auch nicht unterscheiden, wenn ich mich durch meinen etwas anderen Hund nicht schon im Welpenalter damit befasst hätte. Wäre er schon immer der normal fiddelnde Retriever gewesen, hätte ich mich niemals mit Hundesprache auseinandergesetzt und wäre so durchs Leben gegangen. Die meisten Hunde können damit ja auch leben, dass niemand sie versteht und fiddeln dann halt bis ins hohe Alter und lernen nie eine andere Strategie. Da haben die Besitzer in gewisser weise Glück, dass ihre Hunde sich bis ins hohe Alter so infantil benehmen. Wieso sollte man sich dann damit beschäftigen? Läuft doch alles.
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Ps: der letzte Satz ist nicht provokativ, sondern ernst gemeint!!

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Da haben die Besitzer in gewisser weise Glück, dass ihre Hunde sich bis ins hohe Alter so infantil benehmen.
Das ist jetzt deine Sichtweise in Bezug auf deinen Hund!
Es gibt durchaus Hunde, die Kontakte mit ihren Artgenossen brauchen und sich wirklich freuen und nicht fiddeln.Wir treffen uns ja öfter zum Spaziergang mit mehreren Hunden. Dabei sind zwei Am. Staffs 8 und 9 Jahre alt, eine Boxerhündin 5 Jahre und meine Hündin 6 Jahre. Also alles keine Jungspunde mehr.
Man merkt richtig wie die Hunde sich freuen, da wird zusammen geschnüffelt, getobt oder ruhig mitgelaufen. Sie geniessen das einfach.Ich kann es nur nochmals wiederholen; die Rasse spielt eine große Rolle, es gibt einfach Rassen, die Artgenossen in ihrem Umfeld nicht brauchen.
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@Lorbas natürlich gibt es echte Freude. Die ist meiner Meinung nach nur relativ subtil bei einem erwachsenen Hund.
Und bisher schreibt jeder hier von seinen eigenen Sichtweisen
Ich sage ja nur, dass es ein schmaler Grad ist und die Hunde, die ich so sehe, seltenst wahre Freude zeigen.
Die meisten Leute denken auch, dass ihre Hunde sich so! sehr! freuen, wenn sie nach Hause kommen.
Habe ja extra geschrieben, dass ich nicht die DF-Gemeinde anspreche. Da gehe ich einfach mal davon aus, dass viele bis die meisten etwas von Hundesprache verstehen.
Aber bei manchen Beiträgen würde ich schon gerne ein Video sehen, in dem sich der Hund doll freut

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Ich will das (super interessante) Thema nicht sprengen, deswegen
Spoiler anzeigen
Ich habe hier schon mal an anderer Stelle gefragt. Fiddeln. Ich verstehe Übersprungshandlungen. Ich verstehe Spielaufforderung als Übersprungshandlung. Aber: Was ich nie verstanden habe: Was ist der Unterschied zw. einer Spielaufforderung und "der Hund fiddelt". Ernsthaft, ich gebe mir Mühe.
Gibt es IRGENDEIN Signal, dass nur beim Fiddeln auftaucht und nicht beim Spielen. Gibt es IRGENDETWAS das nur beim Spiel und nie beim Fiddeln auftaucht?
Oder ist es ausschließlich der Hundehalter, der eine Situation als "das ist jetzt stressig für den Hund" beurteilt und deswegen in dieser Situation die Spielaufforderungen des Hundes als Fiddeln deutet? -
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Ich bin sicher, es gibt Hunde, die keinen Sozialkontakt brauchen, wünschen oder "verarbeiten" können - warum auch immer das so ist.
Daraus leitet sich aber nicht ab, dass es BESSER für ALLE Hunde ist, keine Kontakte zu haben.
Ich finde es merkwürdig, wenn ein soziales Tier gar keinen Kontakt mit Artgenossen hat. Mag ja sein, dass der Mensch der wichtigste Sozialpartner ist - aber das gilt doch nur auf der Eben des Individuums, nicht der Spezies.
Die meisten Hunde ziehen wohl ihren eigenen Menschen anderen Hunden vor, aber sicherlich nicht jeden Menschen...Komische Sache.
Ich denke, das Leben mit einem unverträglichen oder hyperstress- Hund muss schon schwer genug sein, aber wenn man seinen eigentlich unkomplizierten, neutralen Hund auch noch krampfhaft von Kontakten fernhält, weil das natürlicher ist, dann weiß ich auch nicht.
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Fiddeln und Freude liegen nicht weit auseinander.
Wenn ein Mensch sich freut, schüttet er Stresshormone aus, beim Hund ist es nicht anders. Stress gehört also dazu.Ich vermute mal das Wort Fiddeln ist ein neumodischer Ausdruck. Genau wie "Hotspot". Früher nannte man das ganz einfach Ekzem.
Also reim dir was zusammen.

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zum Fiddeln: ständige Spielaufforderung an fremde Hunde ohne Unterlass, die sogar noch zunehmen, wenn sie gemaßregelt werden, sind gut zu unterscheiden von "Spielen wollen".
Davon lässt der Auffordernde ab, wenn er keine Antwort bekommt.
Fiddeln erkennen ist ähnlich wie Mobben erkennen.
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Ganz genau, wie @frauchen07 es beschreibt. Ich hätte das vorgestern schön als Paradefiddeln filmen können:
Wir haben den Rüden meiner Eltern mitgenommen. Er ist 9, Balou ist 3. Beide rannten im Wald nach einer Stunde vollen Ignorierens auf einen Bach zu, Balou wollte schwimmen, der Rüde meiner Eltern wollte trinken.
Lou war die plötzliche schnelle Bewegung des davor nur trottenden Pauls zu viel. Er bombte Paul um (Konfliktlösestrategie: Fiddle). Er bombt sonst nie jemanden um. Paul knurrte und schnappte ab (Strategie: Fight). Balou rannte in engen Kreisen um Paul herum und hätte ihn noch öfter umgebombt, wenn ich ihn nicht weggescheucht hätte. Paul hätte ihn am liebsten in den Boden gestampft.Wären die zwei sich fremde Hunde, wäre der Aufschrei groß gewesen: der Goldie wollte doch nur spielen! Wieso ist der Tibet Terrier denn so gemein?!
Nein. Balou hat sich rüpelhaft respektlos verhalten und es war keine Sekunde lang Freude oder Spielen.
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@Juliaundbalou @frauchen07 Danke für die Nachhilfe!
Also ist der Kontext der weitere Hund. Fiddeln=wiederholte, nicht erwiderte Spielaufforderung.
Dann kann es also nicht passieren, dass sich zwei Hunde "anfiddeln?" dann hätte man ja nur 2x Spielaufforderung und "unpassend" fällt weg, weil der Maßstab die Reaktion des "Angespielten" ist?
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