Meine Ersthundehalter Junghund-Baustellen

  • Also Henry ist durchaus "sensibel", aber anderst. Der braucht ne Ansage. Eine Augenbraue reicht da (leider) nicht. Aber ich glaube, da kommt er sehr nach seiner Mutter. Alles, was ich von ihr so weiß, trifft ziemlich auf ihn zu. Und sie ist eine tolle Hündin, aber eben mit eigenem Kopf.

    Und es gibt durchaus viele Dinge, wo unser Bub richtig gut macht. Dazu gehören jetzt vielleicht nicht gerade die o.g. "Baustellen", aber z.B. ist er bisher mit jedem Hund verträglich, animiert zum spielen, ist aber nie aufdringlich.

    @RafiLe: Ich titel es mal um.
    Weil ICH Probleme habe (z.B. nicht konsequent genug) hat mein Hund Baustellen. Aber an denen kann und werde ich arbeiten.
    Und ich hab ihn trotzdem lieb. :herzen1: :cuinlove:

    Ich glaube, ich war heute früh so ein bisschen "frustriert", weil wir gestern bei einem Geburtstag auf Leute getroffen sind, deren drei Hunde "relaxt" im (klimatisierten/belüfteten) Hundehänger "gewartet" haben, während Henry so ziemlich aufgeputscht beim Geburtstag mit im Garten war.
    Sind allerdings HH, die aktiv im Verein mit den Hunden arbeiten und täglich trainieren und JA, die Hunde sind durch die Bank weg älter.

    Dann werde ich mal ruhig, konsequent und geduldig weitermachen und hoffen, dass wir es auch noch gut gebacken kriegen und ich in einem Jahr wirklich drüber lachen kann.

  • @Jacey : Mach Dir mal keinen Kopf. Ich bin kein Ersthundebesitzer und trotzdem werde ich gerade teilweise mit den gleichen Dingen konfrontiert wie Du.
    Rudi ist ständig der Meinung, er dürfte auf meiner Hand kauen. Natürlich reagiere ich jedes Mal. Aber sagen wir es mal so : Es interessiert ihn nicht, obwohl ich ein sehr konsequenter Mensch bin. Immer wieder hört er ein doch recht grimmiges "Nein" von mir und trotzdem macht er es immer wieder.
    Auf die Couch oder ins Bett darf er überhaupt nicht. Ich bin ein Vertreter der Meinung "Ein Hund hat vier Pfoten und die gehören auf den Boden!". Das kann aber jeder halten wie er es möchte.
    An zwei Tagen in der Woche (Dienstag und Freitag) gibt es auch jedesmal dieses Mega-Ziehen an der Leine. Und nein,- er kann den Kalender noch nicht lesen. Das sind aber die Tage, an denen ich ihn mit auf der Arbeit habe und danach gibt es Futter. Vom Auto bis zur Wohnung wird es dann eine echte Geduldsprobe, weil er zieht wie doof.
    Tja, und was mache ich ? --- Fuß und ran ! Schnellt er dann wieder nach vorne, so bleibe ich stehen und lasse ihn sogar absitzen. Dann geht es mit einem "Fuß" langsam weiter. Er prescht wieder vor ? Okay, wir gehen noch einmal langsam zum Auto zurück und beginnen von vorne. Das kann dann schon mal sein, dass ich mit ihm dann für eine Strecke, die wir normalerweise in 2 Minuten erledigen könnten, locker 10 Minuten benötige. Aber da muss ich dann halt durch.
    Was ich Dir damit sagen möchte ist, dass jeder Hundehalter so seine kleinen Dinge hat, an denen er beim Hund arbeiten muss.
    Fühle Dich daher nicht alleine, denn Du bist es nicht. Denke auch bitte nicht, dass Du einen besonders schwierigen Hund hast. Hast Du nicht, denn er muss einfach nur alles erst lernen.

    Liebe Grüße
    Bayouma

  • DANKE,

    tut gut, das zu lesen.

    *lach*
    Das mit dem Sofa ist mir vorhin so eingefallen.
    Ins Bett darf Henry nicht, nur vergisst er das manchmal und ist schneller, als man kucken kann. Das gleiche gilt für das Sofa.
    Problem hierbei ist, dass er bei meinen Eltern das "gelegentlich" darf. Und da kann ich mir den Mund fusselig reden :rotekarte: ......Großeltern.... :motzen:
    Bin gespannt, ob die das noch so toll finden, wenn das Matschwetter losgeht....
    Man, man, man.....

    Prinzipiell hätte ich kein Thema damit, auch Zuhause, wenn er auf "seinem" Sofaeck bleiben würde. Tut er aber nicht (also bei meinen Eltern). Zuhause liegt er wahlweise meinem Mann oder mir auf den Füßen oder unterm Couchtisch. In allen Lagen.

  • Ich habe Rudi einfach ein Hundebett gebaut. Da darf er rein. Er akzeptiert das auch sehr gut.
    Aber meine Couch und mein Bett sind tabu.
    Klappt auch wirklich gut.
    Erkläre Deinen Großeltern doch einfach mal, wie das bei schlechtem Wetter aussehen soll und ob sie die Pamp-Füße dann auch so toll auf ihrer Couch finden.

    Liebe Grüße
    Bayouma

  • Ins Bett darf Henry nicht, nur vergisst er das manchmal und ist schneller, als man kucken kann. Das gleiche gilt für das Sofa.

    Das kann unser Hund auch mit 3.5 Jahren noch auch wenns sie genau weiss, das sie nicht sins Bett darf und in fremden Wohnungen nicht aufs Sofa (und ja sie kann das unterscheiden).
    Einfach konsequent runter schmeissen :barbar:

  • ...Ich persoenlich finds ganz schlecht, wenn die Familie nicht auf einem Nenner ist!

    Ich seh das immer wieder und auch eine Bekannte von mir ist total genervt davon.
    Sie hat den Hund zu 95% an der backe (nein, es ist nicht ihrer) und waehrend sie eigentlich weiss was "richtig" waere und das auch so umsetzt (mittlerweile), sehen es die Herren der Schoepfung eher gelassen.

    Mach deinen Lieben deutlich, was es fuer dich und vor allem den Hund bedeutet, wenn es diese Ausnahmen "weil es ja ok ist" gibt.

    Stark machen beim Hund aber auch bei deinen Mitmenschen halte ich fuer angesagt!

    :))

  • Hab ich gestern bereits damit angefangen. :D

    Erstmal ein ernsthaftes Wort mit meiner Mum gesprochen und ihr auch erklärt, WARUM ich nicht möchte, dass er aufs Sofa geht. (Dreck, Zecken, Haare,...)
    War für sie dann auch okay.
    Dann hab ich das mit dem Anspringen geklärt.
    Gestern meinte mein Hüpfer auch, dass man mich mit Anspringen begrüßen muss. Ignorieren hat aber gut geklappt und irgendwann ist ihm eingefallen, dass wenn man sitzt, dass man dann auch begrüßt wird.
    Auch hab ich gestern schon mal eine Ansage gemacht, als er wieder gezwickt hat. Hat soweit ganz gut geklappt.
    Ich bleib weiter dran.

    Und ich glaube, ich weiß auch, wie das mit der "Ausstrahlung" gemeint ist.
    Wir hatten da neulich in der HuSchu eine tolle Trainingseinheit, zum Thema Leinenorientierung. Da wurde ohne Worte gearbeitet, nur durch Körpersprache und unter Verwendung vom Körper. Also wenn Hund zieht, einen Bogen "in den Hund" laufen. Nach paar "Drehungen" hatten es aber alle raus, was man von ihnen wollten. War wirklich interessant, das zu beobachten.

  • Und JA, ich glaube, ich kann RafiLe inzwischen uneingeschränkt recht geben :gott: :p , dass der junge Mann uns auf der Nase rumtanzt. :verzweifelt:
    Aber immerhin sind wir durch deinen Einwand jetzt sensibilisiert. :bindafür:

    Hatte gestern einen Termin beim Tierheilpraktiker.
    Die hat mich auch auf die eine oder andere Sache aufmerksam gemacht, wo ich einfach (noch?) nicht sehe. Also auf Verhaltensweisen und was sie bedeuten und was ich dann tun soll.
    Denke, dass wir wohl mal in ein paar Einzelstunden in der HuSchu investieren, damit wir da auch besser drauf achten können und besser/richtig reagieren.

    Vieles ist einem als Ersthundebesitzer auch nicht bewusst.
    Man macht das ja nicht vorsätzlich, aber es ist definitiv gut, wenn man mehr darauf achtet. Heißt zwar noch nicht, dass man richtig reagiert, aber ich glaube, man reagiert zumindest schon ANDERS, als bisher und das ist sicher auch schon ein Fortschritt.

    UND, ich weiß jetzt, was KONSEQUENZ in der Hundeerziehung bedeutet.

  • UND, ich weiß jetzt, was KONSEQUENZ in der Hundeerziehung bedeutet.

    Und was ? :D


    ;) Auch Leute mit 20 Jahren Hundeerfahrung machen noch Fehler, weil halt auch nicht jeder neue Hund gleich ist. Wichtig ist man lernt aus seinen Fehlern.

  • Und JA, ich glaube, ich kann RafiLe inzwischen uneingeschränkt recht geben :gott: :p , dass der junge Mann uns auf der Nase rumtanzt. :verzweifelt:
    Aber immerhin sind wir durch deinen Einwand jetzt sensibilisiert. :bindafür:

    Hatte gestern einen Termin beim Tierheilpraktiker.
    Die hat mich auch auf die eine oder andere Sache aufmerksam gemacht, wo ich einfach (noch?) nicht sehe. Also auf Verhaltensweisen und was sie bedeuten und was ich dann tun soll.
    Denke, dass wir wohl mal in ein paar Einzelstunden in der HuSchu investieren, damit wir da auch besser drauf achten können und besser/richtig reagieren.

    Vieles ist einem als Ersthundebesitzer auch nicht bewusst.
    Man macht das ja nicht vorsätzlich, aber es ist definitiv gut, wenn man mehr darauf achtet. Heißt zwar noch nicht, dass man richtig reagiert, aber ich glaube, man reagiert zumindest schon ANDERS, als bisher und das ist sicher auch schon ein Fortschritt.

    UND, ich weiß jetzt, was KONSEQUENZ in der Hundeerziehung bedeutet.

    Schön, dass ich dir helfen konnte. Aber so negativ würde ich das gar nicht sehen. Er ist ein ganz normaler Jungspund, der einfach noch lernen muss. Und ihr seid unbedarfte Ersthundehalter, die für den Kleinen das beste wollen und eben auch noch lernen müssen.

    Beim zweiten, dritten, vierten Welpen/Jungspund wird dann Vieles schon besser laufen. Aber auch dann werdet ihr weiter dazulernen.

    Ich hab meinen ersten Welpen mit 13 bekommen und erzogen. Irgendwann wird das Routine und es läuft einfach. :smile:

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