OEB Züchter/ Kenner gesucht

  • Klar kann man etwas gegen den "Züchter" machen. Ihr habt den Hund ja eigentlich MIT einer Ahnentafel eines Vereins gekauft,

    Davon steht (siehe Zitat) leider absolut nichts in der Anzeige. Die Welpen werden dort nachweislich nicht mit der Ahnentafel eines Vereins verkauft und es ist deutlich ersichtlich, dass es sich um eine Hinterhofzucht handelt.

  • Ich würde jetzt erst mal gar nichts machen. Man kann doch nicht einfach jemanden anzeigen, nur, weil man nicht sofort die Ahnentafel in der Hand hat, vor allem, wenn einem gesagt wird, dass die Ahnentafel noch nachgereicht wird.Ich würde noch ein bisschen warten ob die Ahnentafel noch kommt und dann würde ich dem Züchter ein Ultimatum setzen zur Aushändigung der Ahnentafel. Und wenn bis dahin nichts passiert, dann kann man ihn anzeigen.

    deshalb schrieb ich ja, mit Absprache eines Anwalts ;)

  • Das ist eine ewige Diskussion, was eine OEB genau ist. Soviel ich weiss war das mal so dass UKC Papiere anerkannt wurden, ist aber wohl auch nicht mehr in allen Bundesländern / Vetämtern so.
    Für manche (mich inbegriffen) ist "Olde English Bulldogge" ein Überbegriff für all die Bulldoggen "Rückzüchtungen". Davon gibt es viele - Leavitt, Continental, Dorset, Renascence, Siambull, Albabull usw. Aber vor allem die OEB Vereine versuchen, den Namen OEB als Rasse von den anderen Bulldoggen abzusetzen und zu beweisen, dass die Hunde keinen oder nur sehr geringen Listenhundanteil haben, so dass sie nicht unter die HundeVO fallen.
    Dazu kommt, dass der UKC fast alles registriert. Es gibt also viele Hunde, die im UKC als OEB und gleichtzeitig in einem anderen Verein doppelt registriert sind (also z.B. OEB + Leavitt).

    Ich kann mich noch gut an die Entstehung der "Renascence Bulldogge" erinnern, das war zu einer Zeit, als ich mich schon für Bulldoggen & co interessiert habe (Ende 90er / Anfang 2000), also deutlich später als Leavitt. Das war im Prinzip die Kreation eines einzigen Züchters namens Chadde JoliCoeur aus Minnesota, der damals auch sehr aktiv in diversen Bulldog Foren war. Der Zwinger hiess Gargoyle Kennels. Der Typ hat wirklich viel Herzblut in seine Hunde gesteckt, sein ein und alles war damals ein Hund namens "Black Omen". Mit dem hat er auch im Schutzdienst gearbeitet, zusammen mit Alex Vyatkin von Red Star Presas (der meines Wissens auch nicht mehr züchtet). Chadde hat auch den Standard geschrieben und soviel ich weiss auch einen Club namens "Renascence Bulldog Kennel Club" (oder so ähnlich) gegründet, der die Ahnentafeln ausgestellt hat.
    Ich bin mir nicht ganz sicher, was aus Gargoyle Kennels / Chadde JoliCeour geworden ist, aber nach und nach hat sich wohl eine lose Gruppe Leute gefunden, die diese Linien weitergeführt haben. Zum Teil besser, zum Teil eher unseriös... ich fürchte, die Herkunft Deines Hundes ist eher letzteres.

  • Warum ist dir die "Reinrassigkeit" so wichtig?

    Die Rasse ist ja sowieso (noch?) nicht gefestigt und auch nicht anerkannt. Ist der Hund nicht so wie erhofft? Soll er decken? Weiterverkauft werden? Wegen der Rasselisten?

    Es ist schwer nachzuvollziehen, wie man einerseits so unüberlegt und trotz aller Warnzeichen einen Hund kaufen kann, aber andererseits sind dann Papiere wichtig. Selbst wenn jetzt noch irgendwelche Zettel in der Post landen - ich hoffe, du siehst selbst, wie falsch ein solcher Kauf ist. NICHT wegen der Papiere, sondern wegen des Hundes und aus Tierschutzgründen.

  • Also ich finde schon das es ein OEB sein kann. Eben einer aus einer Sportlichen Linie.
    Hast du vielleicht einen Namen von den "Züchtern"? Der Freund meiner besten Freundin züchtet OEB´s von da habe ich auch meinen und ihn könnte ich mal fragen.

  • Je nachdem, was im Kaufvertrag vereinbart wurde,

    Wurde denn überhaupt ein Kaufvertrag gemacht? Wenn man nichts in den Händen hat, kann man auch nicht klagen.

    Ich würde es als dumm gelaufen abstempeln, ihr habt euer Lehrgeld bezahlt, das nächstemal ist man klüger.
    Hauptsache, der Hund ist gesund, alles andere wäre mir jetzt egal.

  • Also sind Papiere/Ahnentafel vereinbart, muss er diese auch aushändigen.

    ...und ohne Zugehörigkeit zu einem Verband (und schriftlicher Garantie dieser Zugehörigkeit im Kaufvertrag) sind diese Papiere das Geld nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.
    Wenn ich mich jetzt hinsetzen würde und für meinen Mischling eine Ahnentafel malen würde, dürfte ich rein rechtlich behaupten, dass ich einen Hund mit Stammbaum und Papieren habe. Und ebenso dürfte ich meinen Hund nebst Heimtierpass als "Hund mit Papieren und Ahnentafel" und reinrassigen "Old German Dingbat Terrier" per Ebay vertickern.
    Ebenso kannst Du ja auch Grundstücke auf dem Mond oder komplette Sterne kaufen. Blöd wird es nur, wenn der Käufer glaubt, dass er mit dem dem Wisch in der Hand auch ins All fliegen kann.

    In den einschlägigen Vereinen gibt es übrigens keine Wurfmeldung für Thüringen. Es gibt noch nicht einmal einen Züchter, der dort registriert ist.

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