SWR-Doku vom 23.11.2016 - Hundesoldaten

  • Wenn das bedeutet, dass überall besser für die Hunde läuft, dann hoffe ich das.

  • Ich wollte da auch nix verallgemeinern und habe von meiner Erfahrung berichtet.Die Diensthunde in meiner Dienststelle leben alle bei ihrem Hundeführer zu Hause, entweder im Zwinger oder mit im Haus. Aber keiner kann unbeaufsichtigt mit der Familie sein.
    Im Urlaub kommt der Hund dann in die Zeingeranlage und wird von Kollegen versorgt, teilweise ohne direkten Kontakt.
    Deshalb habe ich für mich, diesen Weg ausgeschlossen.
    Möglich, dass es auch anders geht.
    Das wäre toll.


    ich kenne ja nur den Diensthund meiner Nachbarin, aber der ist wirklich ein ganz normaler Hund. :ka:
    Sein vorheriger Diensthundeführer musste ihn aus sehr persönlichen Gründen zurück geben. Bei dem hat er auch mit Kindern zusammen gelebt.
    Meine Nachbarin hat jetzt selber noch keine Kinder, aber auch bei ihr lebt er ganz normal mit. Ist auch mit ihrem Partner mal alleine zu Hause.
    Waren bei ihr auch schon zu ner Feier, da lief er ganz normal zwischen den Gästen (auch Kinder) rum, wie es jeder andere Hund auch tun würde.
    Vor kurzem waren sie im Urlaub: der Diensthund kam genauso mit, wie ihr anderer Hund auch.


    Wie gesagt, wir gehen auch regelmäßig zusammen spazieren und auch da ist er ein ganz normaler Hund. Meinen Welpen hat er zb kennen gelernt, als dieser 12 Wochen alt war. War von Anfang an überhaupt kein Problem.


    ich würde bei ihm echt sagen, es ist nix anderes, wie wenn andere Hunde mit zur Arbeit kommen. Nur, dass er eben da selber auch 'arbeitet'.



    Edit: weils ja vor kurzem drum ging: besagter Hund meiner Nachbarin ist ein Dualhund. Bei uns im Bundesland gibt es nur Dualhunde.


  • Im Forum wurde sehr oft versucht zu erklaeren, dass damit z.B. auch aktiviert werden kann, usw. Verstanden wurde es nicht. Zumindest ich habe keine Lust mehr da was dazu zu sagen

    Ich denke schon, dass die Argumente verstanden wurde. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, die Methode zu akzeptieren.


    Für mich sind Begriffe wie "aktivieren", "Timing" und "unter Wasser tauchen" in diesem Zusammenhang nichts anderes die Verharmlosung und Rechtfertigung von Gewalt, die völlig ausblenden, dass man einem Tier bewusst Schmerz und Angst zufügt, um ein egozentrisches Ziel zu erreichen, das ausschließlich im eigenen Interesse, aber nicht in dem des Tieres liegt. Zudem hat das Tier weder eine Wahl, noch ein Mitspracherecht. Genau dieser Punkt wurde ja auch mehrfach in dem Beitrag erwähnt, um den es hier geht.


    Als ich vor einer gefühlten Ewigkeit zum ersten Mal mit einem meiner Hunde bei einem Trainer war, wurde Gewalt im privaten Training bzw. in der Grunderziehung noch als vollkommen legitim empfunden. Den Hund zu würgen oder am Würgehalsband in die Luft zu ziehen und ihn zu strangulieren, damit er nicht mehr bellt und an der Leine zieht, war damals eine vollkommen normale und akzeptierte Methode (und für mich ein Grund, ohne Trainer zu arbeiten). Die Argumente damals waren übrigens die gleichen wie heute.


    Ich hoffe sehr, dass sich diese Entwicklung auch noch in die letzte Bereiche durchzieht, in denen heute noch mit Gewalt und Schmerz trainiert wird. Wenn sich jemand privat einen Stachler um den Hals hängt, um sich selbst eine Runde zu aktivieren, ist mir das wurscht. An dem Punkt, an dem es ein Lebewesen betrifft, das dem Menschen komplett ausgeliefert ist, enden sowohl mein Verständnis, als auch meine Toleranz.

  • Watt? Aktivieren ist Gewalt?

    Für Dich ist es aktivieren, für mich ist es eine Verharmlosung von Schmerz und damit Gewalt.
    Schade, dass Hunde nicht diskutieren können. Ein schöner Gedanke, dass Hundeführer, die Gewalt anwenden, ebenfalls vor den Argumenten ihrer Hunde das Handtuch werfen und sich der Situation entziehen. ;)

  • Für Dich ist es aktivieren, für mich ist es eine Verharmlosung von Schmerz und damit Gewalt.Schade, dass Hunde nicht diskutieren können. Ein schöner Gedanke, dass Hundeführer, die Gewalt anwenden, ebenfalls vor den Argumenten ihrer Hunde das Handtuch werfen und sich der Situation entziehen. ;)

    Ich glaube Murmelchen versteht unter "aktivieren" etwas anderes als du, Juno2013.
    Im Schutzdienst versteht man unter aktivieren auch eine Methode bei der der Hund gezielt lernt sich nicht nur auf den Beißarm zu fokussieren sondern auch den Helfer zu beeinflussen um ihn dazu zu bewegen in das Beutespiel zu gehen. Er lernt sich mit dem Helfer zu "messen" und ihn einzuschüchtern. Ein knurren oder anstarren und der Helfer weicht zurück... Er packt besonders gut zu und wird mit "zergeln" belohnt usw. Der Hund bringt den Helfer dazu etwas für ihn zu tun...

  • @Murmelchen dann kläre uns nicht SD'ler doch bitte darüber auf, was du unter Aktivierung verstehst.


    Mit "Einwirkung" (in der Doku verwendet) hätte ich auch niemals so einen Leinenruck vermutet, der fast zur Strangulation führt.


    Daher wäre es wirklich nett, wenn du sagen würdest was du tust, wenn du deinen Hund "aktivierst".


    Ich habe da wirklich keinen blassen Schimmer von

  • Mit "Einwirkung" (in der Doku verwendet) hätte ich auch niemals so einen Leinenruck vermutet, der fast zur Strangulation führt.


    Erklärt mir mal wer, wie man das mit einem Ruck zustande bringt und wo im Video das zu sehen war?

  • Das funktioniert mit einem Ruck, wenn man so sehr "ruckt" dass der Hund die Bodenhaftung verliert.
    z.B. zu sehen in der Situation in der der Hündin die Schuhe angezogen werden sollten

  • Das war kein Leinenruck, der Hund wurde an der Leine hochgezogen, aber ok, solche Unterscheidungen sind wohl nur unbedeutende Spitzfindigkeiten.
    Aber vermutlich der Grund, wieso die meisten keine Lust auf diese Diskussion haben. Man macht sich einfach nicht mehr die Mühe etwas zu erklären, wenn man ohnehin weiß, dass die Ablehnung der übergeordneten Sache zur Folge hat, dass die Detailausführungen nicht wahr genommen werden.

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