Hund wird immer neurotischer
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Locken kann massiven Druck ausüben, so ist das zumindest bei meinem Angsthund.
Bei meinem genauso.
Doch, die kann dann das Futter oft noch fressen, aber diese Situationen werden auf lange Sicht immer schlimmer.
Ganz anders ist es, wenn sie sich selbst am Tisch vorbei traut (ohne Rufen, locken, überreden oder ähnliches!) und danach eine tolle Belohnung bekommt. - Vor einem Moment
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Für mich ist Futter ein guter Indikator ob der Hund nur unsicher ist oder wirklich ängstlich. Bei Panik brauche ich nicht mit Futter kommen, sondern muss den Hund aus der Situation bringen. Lernen oder wahrnehmen kann der Hund eh nichts. Aber bitte nicht in das Gegenteil verfallen und die Ängste ignorieren, für den Hund da sein ist wichtig ..... aber natürlich nicht ebenso panisch auf den Hund einreden. Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, deshalb ist ein Trainer wichtig.
Im Haus kann man schwierig trainieren. Meiner hat im Moment abends Panik für Schatten im Haus, da machen ich nichts, außer ihm Nähe zu geben. Wir haben immer wieder Phasen wo es schlimmer ist, aber es kommen auch wieder bessere Tage. Wichtig ist generell am Selbstbewußtsein zu arbeiten, außerhalb der Angstsituationen.
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Für mich ist Futter ein guter Indikator ob der Hund nur unsicher ist oder wirklich ängstlich.
Kann mir den Unterschied nie merken, da muss ich noch mal kurz nachlesen gehen...

Warum kann man im Haus nicht trainieren?
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Bei Panik schaltet das Gehirn ab.
Ja Du kannst schon im Haus trainieren ..... aber bei meinem Rüden hätte ich anfangs das Haus leer räumen müssen um an allen Ängsten zu arbeiten, das war mir doch zu umständlich
Das mit den Schatten ist neu, keine Ahnung was ich da machen könnte. Vor unserem Couchtisch hat er auch Angst, der hat Rollen und könnte ihn überfahren .... denkt der Verrückte so. Vieles geht über Gewöhnung, solange er nicht in Panik ausbricht. -
Mir fällt das immer etwas schwer mit den vielen verschiedenen Begriffen. Reicht es, wenn wir uns auf "Furcht" und "Angst" konzentrieren, wie hier unterschieden? Angst beim Hund - Teil 1/3 - Schweizer Hunde Magazin
("Panik" sollte klar sein. Da kann dann keiner mehr trainieren oder Futter geben wollen.)
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Meine Erfahrung mit überängstlichem Hund, der überall Gespenster sieht:
Es macht keinen Sinn, jedes Gespenst einzeln therapieren zu wollen. Es geht erstmal drum, dem Hund grundsätzlich Sicherheit zu vermitteln und dazu gehört auch, ihn nicht dauernd in Horrorszenarien reinzuschleifen.Das lässt sich im Alltag natürlich nicht zu hundertprozent umsetzen - irgendwas ist ja immer. Aber man muss ja die Frequenz nicht auch noch erhöhen, indem man zusätzlich zum Alltagsstress noch gezielt Situationen ansteuert, die den Hund überfordern.
Lass sie erstmal ruhiger werden, das ganze Adrenalin braucht lange, um abgebaut zu werden. Ein Schock von gestern sitzt ihr heute noch in den Knochen. Dazu die SDU - die macht den Hund ja auch wuschig. Ich würde also erstmal die Medikation richtig hinbekommen wollen und dem Hund ein paar wirklich entspannende Tage gönnen, an denen sie möglichst nur Schönes mit Dir zusammen erlebt und nach Möglichkeit viel draußen rennen kann!
Wenn der Hund nicht direkt am Tisch vorbeigehen mag, lass sie doch. Sie kann ja woanders langgehen. Hilf ihr, indem Du sie aus unangenehmen Situationen rausholst. Das gibt ihr mehr Sicherheit, als wenn Du sie zwingst, sich dauernd ihrem Horror zu stellen. Irgendwann vertraut sie Dir soweit, dass sie mit Dir zusammen da durchgeht. Und das geht dann mit dem Tisch genausogut wie mit dem knarzenden Gartentörchen, dem Wackelschild, der fliegenden Knistertüte oder dem Sperrmüllhaufen, der da gestern noch nicht war.
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Irgendwann vertraut sie Dir soweit, dass sie mit Dir zusammen da durchgeht. Und das geht dann mit dem Tisch genausogut wie mit dem knarzenden Gartentörchen, dem Wackelschild, der fliegenden Knistertüte oder dem Sperrmüllhaufen, der da gestern noch nicht war.
Reicht das denn als Ziel? Mein Hund geht mit mir an allem vorbei, aber ich finde, sie leidet dabei auch nach Jahren immer noch extrem.
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@anfängerinAlina: Oh. Dann ist das bei Euch anders. Mein Hund geht nicht mit mir zusammen durch die Hölle. Ich könnte zum Beispiel niemals mit ihr zusammen über eine Kirmes gehen. Wenn es zu krass wird, kommt sie nicht mit bzw. versucht zu flüchten. Und dann suchen wir, wenn es möglich ist, tatsächlich einen anderen Weg.
Da muss man natürlich auf den individuellen Hund eingehen. Wenn der Hund nur mitgeht, weil es der allergrößte Horror wäre, den Anschluss zu verlieren, ist das natürlich genauso blöd, wie mit Futter zu locken. Man bringt den Hund in einen Konflikt – das will man nicht unbedingt.
Falls das vorhin so klang: Mein Hund ist bisher noch keine coole Socke geworden. Sie ist immer noch sehr sensibel und leicht zu verschrecken. Aber sie verfällt nicht mehr wegen allem möglichen in Panik. Und durch die kleinen Alltagsüberraschungen kommt sie inzwischen ganz gut durch.
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Allerdings muss mein Erschrecken irgendwie bei ihm einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben. Wenn er an einem Tisch vorbei will, der nahe an der Wand steht, bleibt er vor der Lücke stehen und blockiert. Ich kann es nicht besser beschreiben. Er steht dann dort wie auf Glatteis. Zittert. Und bewegt sich nicht. Wenn ich vorbei will, muss ich ihn schieben (habe das aber nur einmal gemacht). Wenn er allerdings spielt oder mit seinem Spielzeug rumläuft bzw. zum Futternapf rennt, ist alles normal. Nur wenn er daran denkt, klappt es nicht. Ich habe dann versucht mit Leckerlies seine Motivation zu wecken. Sprich: Rufen, wenn er kommt, füttern, auf die andere Seite stellen und wieder rufen. Das hat ihn so gestresst, dass er nach zweimal hin und her nur noch am Hecheln war.
Das ist ein unsicherer Hund. Und ja, er wird den Tisch mit deinem Erschrecken verknüpft haben und ist nun der Meinung, der Tisch ist was ganz schlimmes. Da dein Hund für sowas offensichtlich empfänglich ist, würde ich an deiner Stelle erst mal an dir arbeiten, d.h. dass du auch in solchen Situationen gelassen und ruhig bleibst. Der Hund wird sich wehtun oder auch nicht, egal ob du dich erschreckst oder nicht. Das wäre für euch beide schon einmal eine große Hilfe, damit nicht alles irgendwann zum Problem wird. Du solltest eine gewisse Souveränität und Selbstverständlichkeit lernen.
Locken würde ich ihn auch überhaupt nicht, und ihn motivieren am Tisch vorbei zu laufen, wozu und wie? Er hat Schiss. Der wird nicht dran vorbei gehen. Jetzt zumindest noch nicht. Irgendwann wird er merken, dass der Tisch keine Gefahr für ihn ist. Bis dahin würde ich darauf gar nicht eingehen und die Situation erst recht nicht provozieren.
Dein Hund braucht deine Sicherheit. Je souveräner du bist, desto entspannter ist dein Hund.
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Wie gesagt: Heute steht der erste Termin bei einer Trainerin an, die sich mit Angsthunden auskennt. Aber habt ihr noch Tips? Ich bin gerade ziemlich verzweifelt. Der Kleine ist toll, aber mir wird es langsam zu viel. Es kommt immer mehr dazu und es wird einfach nur noch absurd.
Wie war denn euer gestriger Termin? Wie ist es gelaufen?
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