Kommandoausführung erst nach Wiederholung + Auflösung bei Nicht-Sichtkontakt

  • Jeder Hund hat eine Lieblingsstellung, in der er gern verweilt.
    Wenn das STEH ist, ists doch in Ordnung.

    Meist sind alledings die Hunde, denen das Popöchen zu nass wird oder ähnliches gar nicht erzogen. Weil denen ist es zu kalt zum Sitz, zu pieksig zum Steh, Platz ist ja eh Quälerei und ausserdem sinds sensibele Hundis aus dem Tierschutz. Die müssen sich ehe erst noch entfalten.

    Für alle andern Menschen mit Hunden, die evt. auch mal Sport machen oder aus anderen Gründen sich darauf verlassen müssen, dass das "Mausetierchen" einfach mal bleibt wo es grad ist, für die helfen nett aufgebaute Kommandos. :-)

  • Der Hund scheint die jeweiligen Kommandos aus Distanz oder in deinem Rücken nicht richtig zu verknüpfen. Das würde ich nochmal neu in diesen Positionen aufbauen.

    Mein Schopfhund setzt oder legt sich übringens nicht gerne ins Nasse. Und da ich das weiß, gibts für den an nassen Tagen nur ein Bleib. Da ists mir egals ob er sitzt, setht oder liegt, aber Bleiben muss er. Vielleicht hat dein Hund ein ähnliches Problem?

  • Was ich machen würde: Mit einem Spiegel arbeiten. So kannst du den Versuch aufzustehen sobald du dich umdrehst schon im Ansatz unterbrechen. Kommando erneut geben aber OHNE dich dabei umzudrehen sonst wird die Verhaltenskette fortgeführt.
    Bei meinen beiden hatte ich das Problem zwar nicht aber bei anderen Hunden hat es nun schon mehrfach geklappt..vielleicht einfach ausprobieren.

    Natürlich legt jeder unterschiedlichen Wert auf Kommandos und ob diese sauber ausgeführt werden..aber wenn das eben jemandem wichtig ist ist daran nicht Falsches

  • Mit einem kleinen Taschenspiegel hast du auch im Rücken Augen und kannst das noch einmal sauber und in kleinen Schritten trainieren.
    Bis dahin würde ich den Hund ohne Kommando oder mit einem einfachen "bleib da" an einem Baum o.Ä. anbinden, wenn du dich entfernst, um etwas zu verstecken.

    Dagmar & Cara

  • Hallo,
    Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr die HH hier extrem auf ihre Kommandos Wert legen. Ich sehe das nicht ganz so eng. Warum muss mein Hund unbedingt ins Platz oder ins Sitz wenn der Boden evtl nass und kalt ist? Wenn ich von meinem Hund bleib verlange und und er an einer Stelle bleiben muss, dann ist mir das egal ob er steht, sitzt oder was auch immer. Er soll nur einfach an Ort und Stelle bleiben.

    Eine Trainerin hat mal so schön zu mir gesagt, sie setzen sich doch auch nicht mit dem nackten Po auf den kalten Boden.

    Ich habe denn Sinn dieses Platz und Sitz draussen nie ganz verstanden, aber vielleicht klärt mich mal jemand auf, was für einen Sinn dahinter steckt.

    LG Sabine

    Du hast vollkommen Recht. Wenn ich weiß, dass meine Hündin sich bei nassem Boden nicht hinsetzen würde und ich das Kommando mit Vehemenz durchsetzen müsste, dann benutze ich das Kommando nicht, weil ich ja vorher schon weiß, dass sie es nicht verlässlich ausführt.

    Wenn aber die Gegebenheiten so sind, dass der Hund das Kommando problemlos ausführen kann, dann bestehe ich auch darauf, dass er es 100%ig ausführt. Das hat etwas mit Konsequenz zu tun und damit, ob der Hund künftige (auch andere) Kommandos verlässlich und sofort (und nicht erst nach der 3. Auffoderung) ausführt oder nicht.

  • Werde mal versuchen mit Spiegel zu arbeiten, da er tatsächlich die Kommandos nicht sauber ausführt, wenn ich ihm den Rücken zudrehe, auch wenn er direkt hinter mir ist.

    Ich weiß, dass er sich nicht ablegt bzw. richtig absetzt, wenn es nass ist (Hintern und Bauch schweben dann so paar cm über dem Boden), normalerweise ist das aber irrelevant, wenn er in den Arbeitsmodus geschaltet ist. Bei normalen Spaziergängen verlange ich das auch nicht, da ich weiß, dass er es dann nicht deswegen macht.

    Wegen der Wichtigkeit... nun ja, mich stört es halt, dass er des öfteren erst nach zweiter oder dritter Aufforderung reagiert. Er hört schon, sonst würde ich ihn nicht mitnehmen beim Ausreiten, aber dieses ständige Auflösen von ihm, finde ich sehr lästig.

  • Meist sind alledings die Hunde, denen das Popöchen zu nass wird oder ähnliches gar nicht erzogen. Weil denen ist es zu kalt zum Sitz, zu pieksig zum Steh, Platz ist ja eh Quälerei und ausserdem sinds sensibele Hundis aus dem Tierschutz. Die müssen sich ehe erst noch entfalten.

    Für alle andern Menschen mit Hunden, die evt. auch mal Sport machen

    Das ist doch Kappes!

    Mein Terrier geht auf den Hundepatz, findet das toll, wartet begierig auf Kommandos.
    Der Platz ist kein gepflegter Rasen, sondern gemähte Wiese.
    Und da der Terrier ein Sensibelchen ist, kommt es bisweilen vor, dass der bis dahin absolut führige Hund die Rute einklemmt, weil irgendwas auf dem Platz ihn in den nackten Bauch piekst. Dann ist die Konzentration futsch.

    Deswegen ist der Hund doch nicht unerzogen, außer ich erwarte Kadavergehorsam.

    Für normale HH wie mich steht im Vordergrund, dass der Hund freudig mitarbeitet.
    Ich brauche kein "Sport-Fuß" und keinen Hund, der hirnlos in einer Distel liegenbleibt.

  • Mein Terrier geht auf den Hundepatz, findet das toll, wartet begierig auf Kommandos.
    Der Platz ist kein gepflegter Rasen, sondern gemähte Wiese.
    Und da der Terrier ein Sensibelchen ist, kommt es bisweilen vor, dass der bis dahin absolut führige Hund die Rute einklemmt, weil irgendwas auf dem Platz ihn in den nackten Bauch piekst. Dann ist die Konzentration futsch.

    Deswegen ist der Hund doch nicht unerzogen, außer ich erwarte Kadavergehorsam.

    Wenn man sauber ein Kommando aufbaut dann sollte man auch nicht von einem Hund, der piksige Wiesen nicht mag nicht unbedingt immerzu fordern sich auf eben diese zu legen.
    Das ist KAPPES.

    Aber WENN ich ein sauber trainiertes nicht versautes Kommando habe und haben möchte, dann ist es in Ordnung wenn Hunde es auch ausführt.

    Dass ich jedem Hund auch das Recht zugestehe, sich nicht inGlassschwerben oder Diesteln zu legen ist ein vollkommen anderes Thema.

    Wenn ich jetzt hergehe und einen Hund mit nacktem Bauch das Platz aus Entfernung dadurch verleide, indem ich immer extra Pfützen, kalte Böden und Disteln suche, wo ich den Hund zwinge sich hinzulegen, dann brauchen wir noch einen anderen Thread hier.

    Und genau deshalb kann man auch aus sochen Trainingsschwachsinnn, noch was lernen.

  • Es muss doch jeder selbst wissen was er von seinem Hund erwarten kann und will...nur weil man auf die Durchführung eines Kommados achtet ist man doch nun wirklich kein Tierquäler...ebensowenig ist man ein Weichei wenn man sagt: das möchte ich meinem Hund nicht antun. Da soll doch bitte jeder auf seiner Baustelle bleiben ;)

    Ein guter Test ob ein Hund die Kommandos wirklich verstanden und verinnerlicht hat: Mit den Rücken zum Hund stellen und dann einfach die Kommandos "Sitz" und/oder "Platz" geben...wenn man meint es liegt an der Wiese kann man das auch in der Wohnung versuchen. 90% der Hund (so auch meine) checken das beim ersten mal so gar nicht.
    Wenn man das aber übt (auch wieder mit 2 Leuten oder einem Handspiegel) hilft das den Hunden wirklich die Kommandos sauberer auszuführen.
    Einfach mal ausprobieren beim eigenen Hund :)

  • Jupp, oder einfach mal nur auf ein Bein stehen und dem Hund ein bekanntes KOmmando geben, ist anfangs was gaaaanz neues!
    Generalisieren heißt hier das Zauberwort!

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