Hund meldet - wenn Herrchen und Frauchen schlafen - wie trainieren?

  • Hallo zusammen,
    Ich bräuchte (mal wieder) einen Rat:
    Unser Schlumpf ist ein seeehr lieber und entspannter Kerl (in abgeschlossenen Räumen, draußen kann das anders aussehen :pfeif: ).

    Er bellt so gut wie nie in der Wohnung, abgesehen von der Situation:
    Wir schlafen und die Hündin von über uns geht an der Wohnungstür vorbei - dann meldet er, leise und kurz und er hört sofort auf, wenn ich (oder Herrchen) aufwachen.

    Wenn wir in fremder Umgebung übernachten ist es ähnlich, nur das dann jedes Geräusch auf dem Flur gemeldet wird. (Ebenfalls wieder leise und kurz)

    Nun meine Frage: wie kann ich besonders die Situation mit der Hündin angehen?
    Am liebsten wäre mir, er würde es nicht melden, zumal die Nachbarn einen ganz anderen Rythmus haben als wir.
    Während ich früh schlafen gehe und früh aufstehe sind sie auch spät abends noch unterwegs.
    Meine Hoffnung war, dass es normal wird und sich von selbst gibt, sie läuft ja doch öfter mal an userer Wohnung vorbei, dass funktioniert aber wohl nicht.
    Ich finde allerdings nicht wirklich einen Ansatz. So lange ich wach bin kümmert es ihn gar nicht, ob sie lang geht oder nicht und wenn ich schlafe kann ich nicht eingreifen bevor er meldet.

    Hat jemand eine Idee?

  • Ich nehme mal an, die Flurtür ist zu?
    Gibt es eine Möglichkeit ihn in einen Raum, weiter weg vom Treppenhaus/ Flur zu packen?

    Meint er vielleicht, auf euch aufpassen zu müssen? Gibt es da Anzeichen von im Alltag?

    Wenn du so tust, als ob du schläfst? Würde er das merken? Dann hätte man nen Ansatzpunkt...

  • Wäre auch meine Idee gewesen: Dem Hund den Zugang zur Wohnungstür versperren.
    Unser Hund hat in der alten Wohnung auch alles gemeldet. Wir haben ihn dann mit ins Schlafzimmer genommen und die Tür zugemacht. Damit hatte es sich. In der neuen Wohnung gibts nun andere Probleme :ka:

  • Wenn es leise und kurz ist, fände ich es okay.
    Trainiert Ihr es ab, meldet er evtl. gar nichts mehr!
    Meinem Mann, den Kindern und mir hat unser damaliger Pudel mal das Leben gerettet:
    Wir hatten diese altmodischen Ölöfen in der Wohnung, es war stürmisch, der Wind blies durch den Schornstein und öffnete den oberen Deckel.
    Hätte der Hund uns nicht geweckt, wären wir elendig erstickt!

  • Schlafzimmertüre zu bringt keinen Unterschied, dass haben wir probiert.

    Er steht auch nicht auf um in Richtung Eingangstür zu gehen. Er liegt auf seinem Kissen, hebt den Kopf und wuffelt, bis ich wach bin.

    Er meldet auch, wenn wir im Wohnzimmer sind und ich auf dem Sofa eingeschlafen bin.

    @castella draußen pöbelt er an der Leine aus Unsicherheit, daran arbeiten wir und es ist schon wesentlich besser geworden.
    Allein in einen anderen Raum sperren mag ich nicht.
    Allein sein kann er nicht (auch daran arbeiten wir, aber nicht so intensiv, wie wir sollten).
    Er macht nichts kaputt oder so, er kommt einfach nicht richtig zur Ruhe, wenn er allein ist.

    Naja, das ist die Gratwanderung, @QuoVadis, melden ist bis zu einem Punkt sein "Job" - nur jede Nacht wegen dem Nachbarshund geweckt zu werden ist schon auch :verzweifelt: anstrengend

  • So, nochmal ausführlicher erstmal zum Hund :)
    Smartie kommt aus dem Tierschutz, er wurde (in Deutschland) auf der Straße aufgelesen und war eine (zum Glück ziemlich kurze) Zeit im Tierheim bevor er mit geschätzten 3 Jahren vor 1,5 Jahren zu uns kam.
    Draußen ist er (in unbekanntem Gebiet) schnell aufgeregt. Er ist jagdlich recht ambitioniert. In neuen Situationen, bei neuen Gegenständen (z.B. moderner Kunst am Wegrand :D ) ist er unsicher, lässt sich aber sehr schnell überzeugen, dass ihm nichts passieren wird.
    Die "Baustellen" die wir haben:
    Er pöbelt andere Hunde Hunde an. Mittlerweile eigentlich nur noch, wenn sie schnell und frontal auf ihn zu rennen oder wenn das "Beuteschema" passt (die Pöbel-Wahrscheinlichkeit ist höher bei Schäferhunden, Golden Retrievern, Irish Setter).
    Im Auto, wenn ich mit drin sitze pöbelt er ebenfalls, allerdings inzwischen zu 95% nicht mehr, wenn ich ihm das Signal gebe, dass es okay ist "ich hab's gesehen", nachdem er den Hund gesehen hat und bevor er bellt.
    Er kann nicht gut alleine sein. Wie gesagt, er macht nichts kaputt, bellt oder jault nicht dauerhaft allerdings ist er unruhig und in "Wartestellung" - wenn wir nicht da sind wird auch jede Bewegung im Treppenhaus kommentiert/gemeldet (ähnlich wie wenn wir schlafen).
    Wir üben, aber eben nicht ganz so konsequent wie wie sollten. Mittlerweile entspannt er, wenn wir in der Wohnung in anderen Räumen sind und im Büro ist es für ihn okay, wenn er alleine im Büro ist und ich weg bin.
    Aber zuhause wird er nervös, wenn die Wohnungstür hinter mir/uns ins Schloß fällt.
    Natürlich dann noch die "kleinen Dinge" wie Leinenführigkeit, nicht-jagen und draußen allgemein etwas mehr "bei mir sein" (mit seinen Gedanken).

    Zur Situation:
    Wir wohnen im ersten Stock eines 6 Parteien-Hauses. (auf jedem Stock 2 Wohnungen).
    Schräg unter uns wohnt ein Rüde (die beiden hassen sich) schräg über uns eine Hündin.
    Draußen pöbelt er die Hündin nicht an, ist eigentlich so gut wie nicht interessiert an ihr. Wenn sie zu uns kommt wird kurz geschnüffelt und dann geht es weiter.

    Er kann nachts seinen Schlafplatz frei wählen - er könnte im Wohnzimmer auf dem Sofa, im Wohnzimmer in seinem Körbchen oder im Schlafzimmer auf dem Kissen (das liegt da nur, weil er sich diesen Schlafplatz so immer selbst ausgesucht hatte ... irgendwann hab es ihm dann dort halt bequemer gemacht ;) ) schlafen.
    Wählt aber immer das Kissen - wenn ich ins Bad gehe um mich "Bett-fertig" zu machen wackelt er in der Zwischenzeit schon mal da hin und macht es sich bequem.
    Er schläft dann dort - selbst laute und merkwürdige Geräusche, die mich wecken (z.B. der Nachbar, der nachts betrunken heim kommt (ohne Hund ;) ) oder ein Streit des Paares über uns lassen ihn kalt.
    Aber beim Geklimper der Hundemarke der Hündin vor unserer Wohnungstür wufft er (leise, bis ich wach bin)

    Macht sich dagegen jemand an unserer Wohnungstür zu schaffen oder rumst dagegen (schon passiert ;) ) schlägt er wirklich Alarm (lauter und andauernder) und läuft in den Flur.

    Jetzt wo ich das so aufschreibe bin ich nicht mehr sicher, ob es wirklich "melden" ist, was er tut, wenn die Hündin klimpert :D - abstellen würde ich es trotzdem gerne ....

    Probiert haben wir bisher:
    Schlafzimmertüre geschlossen. (kein Ergebnis)
    ruhig sagen, dass alles okay ist. (er hört auf zu bellen.. das tut er aber auch, wenn ich nur etwas unverständliches im Halbschlaf vor mich hinbrumme)
    Schimpfen (er hört auf zu bellen.. das tut er aber auch, wenn ich nur etwas unverständliches im Halbschlaf vor mich hinbrumme)
    mit ihm zur (geschlossenen .. wir müssen ja nicht mitten in der Nacht Hundeparty im Hausflur machen) Türe gehen und ihm zeigen, dass da nix Wildes ist. (er kam tatsächlich nur widerwillig mit - war wohl zu müde zum aufstehen :D )

  • .............wenn ich ihm das Signal gebe, dass es okay ist "ich hab's gesehen", nachdem er den Hund gesehen hat und bevor er bellt.

    Darin könnte auch das Problem liegen; der Hund hat bereits verinnerlicht, dass Du "das Bellen zur Kenntnis nimmst und Rücksprache" gibst.

    In diesem Fall würde es helfen, das "Melde-Bellen" einfach zu ignorieren. Ist natürlich in einem Mehrfamilienhaus schwierig.

    Aber beim Geklimper der Hundemarke der Hündin vor unserer Wohnungstür wufft er (leise, bis ich wach bin)

    Tatsächlich kann das für Deinen Hund bereits ein Auslöser sein: "Achtung, die Hündin kommt". Mit dem Nachbar reden, dass er zwischen die Marken Filzscheiben anbringt, oder ihm - als nette Entgegenkommen-Geste" ein kleines Halsbandtäschen schenkst.

  • Ich war schon 100 mal kurz davor, die Nachbarn zu bitten bei ihrem letzten Gassi-Gang den Fahrstuhl zu nehmen, dann würde sie nicht an unserer Tür vorbei kommen ;) - aber das kann ja auch nicht die Lösung sein

  • Das Klimpern müsste man irgendwie als Auslöser wegbekommen. Aber wie das im Schlaf geht, das weiß ich auch nicht. :D

    Vielleicht etwas seltsame Ideen:
    Eine Aufnahme ganz leise laufen lassen während eines Probenickerchens. Es dürfte wahrscheinlich kein Dauerklimpern sein sondern müsste auf dem Band immer mal wieder zwischendurch auftauchen, allerdings so leise, dass er nicht wufft.

    Oder doch im Wachzustand anfangen, das Klimpern mit einer Belohnung zu verknüpfen.

  • Das Klimpern müsste man irgendwie als Auslöser wegbekommen. Aber wie das im Schlaf geht, das weiß ich auch nicht. :D

    Vielleicht etwas seltsame Ideen:
    Eine Aufnahme ganz leise laufen lassen während eines Probenickerchens. Es dürfte wahrscheinlich kein Dauerklimpern sein sondern müsste auf dem Band immer mal wieder zwischendurch auftauchen, allerdings so leise, dass er nicht wufft.

    Oder doch im Wachzustand anfangen, das Klimpern mit einer Belohnung zu verknüpfen.

    Dann weckt er mich, weil er nen Keks will :ugly: xD

    Aber das mit der Aufnahme ist eine gute Idee, mal schauen, wie ich das anstellen kann :D

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