Kooperatives oder selbständiges Wesen- was bevorzugt ihr?
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Muss gestehen, ich habe noch nie mit einen Hund mit "will-to-please" gearbeitet. Ich habe hier eine Mischung sitzen wo man denken könnte, der hat sicher will-to-please wenn man die dritte Rasse im Bunde außer acht lässt. Er ist halt durch und durch vom Charakter Harzer Fuchs. Mit Menschen zusammen arbeiten ja gerne, es muss aber bitte Spaß machen oder sich lohnen
Betonung liegt auf zusammenarbeiten, stumpf irgendwas zu befolgen war nie sein Ding. Alles wurde hinterfragt.Grundausbildung bei ihn war ein hartes Stück Brot, doch durch ausnutzen seines Spieltriebes war er dann wieder Feuer und Flamme (aber nur so lange es sich gelohnt hat)
Sein absolutes Ding war Zughundesport (war, weil mit 11 Jahren ist man im Ruhestand), dadrin ist er komplett aufgeblüht und wurde dadurch komplett lenkbar. Er hat dadurch in ganz kurzer Zeit so viele Kommandos gelernt, die man auch gut im Alltag gebrauchen kann.
Ran (an rechte Seite neben mich komme, Steh, rechts/links/gerade etc. Selbst wenn er bis zu 100m mal vor rennt ist er lenkbar. Ein Steh reicht und er steht oder kommt ein Radfahrer ein ran reicht und der Hund ist bei mir. Durch die Verknüpfung damals mit dem schnellen laufen + Spaß, sind das genau die Kommandos sind die am besten sitzen und ihm auch Spaß machen, hingegen alles aus der Grundausbildung macht er nur mit "Eifer" nur gerne wenn ein Spielzeug im Spiel ist. (wenn eine Spielzeug nur in der Tasche ist sieht es aus als ob er der totale Streber ist mit "will-to-please")
Wo ihn bekommen habe dachte ich immer das wird nie was mit uns, oft muss man nur den richtigen Schlüssel finden um den Hund zu motivieren.
Lustig wird es heute noch, wenn wer anders versucht in meiner Anwesenheit Snoopy Kommandos zu geben, da werde ich fragend angesehen nach dem Motto "muss ich das nun wirklich". Da macht er einfach mal gar nichts, selbst nicht bei meinen Mann wenn die beiden Spielen.
Ohne dieses Hinterfragen würde mir glaube auch was fehlen.
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Also - der Ausgangspost...
Ich hab aktuell einen Épagneul Breton und einen Malinois.
Das eine ist ja ein Hör-Hund (also der Mali, der kam schon erzogen auf die Welt
) und das andere ist ein Nicht-Hör-Hund weil Vollblutjäger.Der hört aber auch. Also - jetzt nicht mehr, denn er ist 14 und fast komplett taub. Aber er hat gehört. Er brauchte da eine etwas andere und vieschichtigere Herangehensweise als der Mali, wenn es ums Jagen ging - eine für passionierte Jagdhunde halt.
Ich hatte einige Bretonen hier. War überall so, wenn sie denn lange genug da waren, um es zu "vollenden" mit der Erziehung.
Ich hatte aber auch Terrier und Mixe aus dem südlichen Ausland da, die ebenfalls einen eigenen Weg brauchten - auch die waren aber bereit zur Koorperation, so dass wir einen verlässlichen Alltag hinbekommen haben. Sieht anders aus als beim Border oder Mali, ist aber trotzdem so zuverlässig.
Für mich brauchts außer einem Signal dafür, etwas sein zu lassen und einem Abruf für den Alltag nicht wirklich was anderes, was zuverlässig klappt. Und da möchte ich auch aus nem Akita kein Zirkusäffchen machen oder aus nem Husky keinen Obedience-Crack. Nur zwei Prinzipien. Lass es und komm her. Und das so, dass es für den Hund maximalen Sinn macht, sich lohnt und völlig klar ist.Ich hab den Mali für den Hundesport, ja. Macht auch am meisten Sinn, wenn man bestimmte "Tricks" und bestimmte Triebe und Aggressionsveranlagungen dafür braucht, einen Hund zu nehmen, der das auch mitbringt.
Für mich ist Sport aber Sport (also Tricks, Dressur, Spaß halt - hat nix mit Alltag zu tun). Und zu lernen, etwas nicht zu tun, weil der Mensch es möchte und sich vertraut geführt zu fühlen mit allem nötigen gegenseitigen Respekt, dazu sind alle Hunde imstande.
Ich liebe übrigens die "unabhängigen" Hunde sehr!! Hätte ich mehr Platz, müsste nicht arbeiten und so - ich hätte definitiv einen Kangal!
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Dieses Zitat von @Hummel finde ich eigentlich ausschlaggebend:
..“sich vertraut geführt zu fühlen mit allem nötigen gegenseitigen Respekt, dazu sind alle Hunde imstande“.
Denn auf einer solchen Grundlage ist es völlig egal, was für einen Hund man letztlich hat. Er wird wenn es die Situation verlangt immer verlässlich folgen.
Es spielt doch auch gar keine Rolle wie toll ein Hund Kommandos ausführt, wenn er den Halter als souveränen Begleiter anerkennt, wird er sich an diesem orientieren. Und das ist für mich das worauf es ankommt. Egal ob im Hundesport oder nur im Alltag. -
Ich habe Labbis. Die sind bekanntlich eher kooperativ.
Das liegt mir ganz gut und da ich mit meinen Hunden pädagogisch arbeite, macht es kooperativ mir in meinem speziellen Setting auch etwas einfacher.Ein bisschen Selbstständigkeit finde ich aber ebenso hilfreich. Sowohl Ylvie als auch Lina sind in der Lage alleine zu denken und "Probleme" zu lösen, sowie eigenständig zu entscheiden und zu handeln.
Insgesamt überwiegt aber der Kooperationswille.
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hm, zu "bitte bitte, was darf ich für dich tun", wäre für mich genau so wenig was, wie ein "sturres Ding"
Ich hab hier 2 kooperative Hunde und in mein Leben würde nix anderes passen
zumindest in mein zukünftiges Lebenganz ohne Hundeplatz etc.
aber den Hund mal bei Freunden abgeben können ist dann einfacher, wenn man den Hund nicht zig mal überreden muss, ... -
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Warum artet das denn jetzt in derartige Grabenkämpfe aus?
Dass es leichtführige, arbeitswillige, selbständige und wenig kooperative Hunde gibt, ist doch kein Geheimnis.
Ständig haut man aufeinander ein. Warum fühlen sich jetzt Halter von arbeitswilligen Hunden angepisst, wenn darüber geschrieben wird, dass es Hunde gibt, die diese Eigenschaft nicht mitbringen und deshalb sehr viel weniger formbar sind? Meistens sind es doch die gleichen Hundehalter, die über die ganz weichen Hunde, die nichts weiter wollen, als zu gefallen, nur milde lächeln und als "doof" und viel zu anspruchslos bezeichnen.
Ich habe schon sehr viele unterschiedliche Hundetypen bei mir gehabt, das bleibt einfach nicht aus, wenn man knapp 30 Jahre Hunde aus dem Tierschutz bei sich hat und teilweise auf die Weitervermittlung vorbereitet. Ich betreibe zwar keinen Hundesport, weil mich das persönlich einfach nicht reizt, aber erziehen musste ich ja alle diese Hunde ebenfalls. Also quasi gesellschaftstauglich machen. Und da gibt es nun mal je nach Rasseeinfluss riesige Unterschiede. Und ja, es gibt ursprüngliche Hunderassen, denen man anders begegnen muss, mit anderen Maßstäben arbeiten muss, will man ein gewisses Maß an Gehorsam erreichen. Was ist an dieser Formulierung anderen Hundesrassen gegenüber abwertend? -
So wie letztens, es war heiß und er wollte zum Bach. 50 Meter vorher ist er abgedampft, da konnte ich rufen wie ich will. Ihm war zu heiß und fertig.
So ging es mir letztens mit Tamy auch, nur, dass sie dann in den Bach gefallen ist und auf der anderen Seite des Baches wieder ans Ufer geflüchtet ist. Und da sie freiwillig nicht schwimmt, kam sie weder auf meinen Rückruf noch auf den Superpfiff (mit dem ich sie von Wild zurückpfeiffen kann) nicht wieder durch den Bach zurück.
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ich kann mich irren, aber ich glaube es gibt keine Hunderasse, die als Rasse/Typ Einzelgänger ist, von daher leben sie alle in sozialen Verbänden und müssen in der Lage sein sich da einzuordnen, sprich alle Hunde sind im Grunde kooperativ, weil das ein soziales Gefüge, das funktionieren soll, nun einfach mal fordert von einem sozialen Lebewesen.
Waheela, wenn sich ein Hund so gar nicht mehr von mir einsammeln läßt, dann bin ich der Meinung, daß ich es als Mensch nicht geschafft habe, zu diesem Hund den notwendigen Draht zu finden oder ich habe ihn als zb Hund aus zweiter hand zu früh abgeleint.
Das kann einem aber auch mit einem "Hörhund" passieren. Weil "Hörhunde" auch keinen Knopf auf ihrem Kopf haben und schon funktionieren sie. Ich weiß, daß Du das weißt, aber Hörhunde sind eben nicht hirnlos, nur weil sie eben sehr schnell auf Kommandos reagieren können und wollen. -
Ich finde sie schon klasse, die selbstständigen Hunde.
Man muss halt auch damit leben können, dass nicht immer alles klappt wie am Schnürchen.LG, Friederike
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Ich glaube, @Waheela hat nicht von "hirnlos" geschrieben. Sondern davon, dass es Hunde gibt, die dahingehend gezüchtet und geformt wurden, ihr Hirn "abzuschalten", wenn es um gemeinsame Arbeit mit dem Hundeführer und entsprechende Aufgaben geht. Das ist doch nicht böse gemeint...
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