Wie schnell kann man das Rückrufkommando versauen?
-
-
Hupps - da kommt man ins Büro und sieht, man hat den Rechner am Vorabend nicht ausgeschaltet, ja net mal den Beitrag verschickt *gg Auf die Gefahr hin, daß ich einiges wiederhole, was zwischenzeitlich geschrieben wurde, schick ich den jetzt trotzdem mal weg.... *gg
Der Hund ist noch gar nicht lang genug da, um auf das Rückrufsignal zuverlässig zu reagieren...
Ich würde:
- erstmal nur noch dann rufen, wenn sichergestellt ist, daß der Hund auch kommen wird. Also: keine Ablenkung, starke Motivation (zB abends zur Fütterungszeit!), sobald der Hund auch nur ein Ohr zu Dir richtet nach dem Rückruf, sofort quietschend loben, damit er merkt, er ist auf dem richtigen Weg. Jeden weiteren Schritt in Deiner Richtung feiern. Das geht - denn wenn Du das richtig machst, rufst Du den Hund quasi nur noch, wenn er eh schon (so gut wie) auf dem Weg zu Dir ist. Also nicht, wenn er gerade was Spannendes gesehen oder gehört hat, wenn er eben erst von der Leine kam und ne Runde rennen möchte, wenn er gerade am Spielen ist, Buddeln ist etc.
- Als Bestätigung für das Kommen was (für den Hund!) Supertolles verwenden: der eine mag Zerrspiele, der Andere ne Runde Rennen mit dem Halter, dem Dritten reicht es, wenn der Halter sich quietschig freut, oder wenn er durchgeknuddelt wird oder gleich wieder laufen geschickt wird. Das, was der Hund in dem Moment gern machen würde, ist die beste Bestätigung.
- Den Hund, solange er nicht zuverlässig hört, an der Schlepp lassen, die Schlaufe in der Hand. Sonst kannst ihn irgendwann suchen gehen. Wenn der Radius so ist, daß er zuverlässig so nah dran bleibt, daß Du auf die Leine springen könntest, dann kannst die auch schleifen lassen - meist ist das aber eher nicht der Fall.
- dem Hund andere Kommandos beibringen. Wenn Du ihn z.B. rufen möchtest, aber weißt, er ist gerade zu abgelenkt - sag ihm, was er stattdessen machen kann (oder hol ihneinfach ab udn führ ihn zurück an den Punkt, an dem Du ihn abrufen wolltest oder abgerufen hast). Wirf einen Ball in die Richtung, in die er laufen soll, wenn er Dich anguckt, sodaß er dorthin springt, ohne nachzudenken, evtl. ist der Reiz größer als die Ablenkung. Oder üb das Platzmachen ein - wenn der Hund nicht zurückkommt in ner gefährlichen Situation (Straßennähe), läßt er sich vielleicht lieber ablegen?
- Mach Dich interessant, sodaß der Hund lernt, Zurückkommen lohnt sich. Spiel mit ihm, laß ihn buddeln neben dir (Wichtig: nicht WEG schicken von Dir!), wirf Leckerlies, wenn er was gut macht, die er fangen und verfolgen darf. Wenn er weiß, es kann immer mal was kommen, ist er viel eher im Hinterkopf "bei Dir", auch wenn er weiter vor läuft, und dann quasi "empfangsbereit" für einen Rückruf. Dadurch minimiert sich die Wahrscheinlichkeit, daß dieser ignoriert wird.
- Führ ein Freigabekommando ein. Was auch immer der Hund will, darf er dann erst tun, wenn er von Dir das Kommando erhalten hat. Das kann ein "Lauf" oder "OK" sein, oder ein "Free", oder oder oder (was man halt im Alltag net zu oft sagt!). So lernt er, daß er nur über DICH zum ersehnten Ziel kommt. Will heißen, wenn er nen Hund begrüßen gehen will, dannd arf er das, nachdem er STIZ gemacht hat o.ä. Du mußt natürlich in der Zeit weitestgehend verhindern, daß er ohne Dich bzw. Deine Freigabe ans Ziel kommt. Wenn er im Kopf hat, daß er alles Gute bekommt, wenn er Dich fragt, ist er viel mehr im Hinterkopf "bei Dir", auch wenn er gerade spielt o.ä. Und die Wahrscheinlichkeit, daß er nen Rückruf befolgt, ist größer, wenn er weiß, bei Dir bekommt er dann das, was er wollte: weiterspielen! Wenn er den nicht befolgt, dann holst ihn einfach konsequent ab, dann ist der Spaß vorbei, fertig.
- wenn ein Hase o.ä. kommt, wo Du meinst, er wird den Rückruf gleich nimmer befolgen, dann eben rechtzeitig (!) abrufen, sodaß die Ablenkung noch möglichst weit weg ist, und der Hund noch möglichst wenig aufgeregt.
- wenn der Hund nicht auf den ersten Rückruf kommt, entweder weggehen, wo möglich, sodaß er Dir folgen muß, wenn er Dich nicht verlieren möchte, oder eben einfach abholen und mitnehmen. Ist nicht immer gnaz einfach, zB wenn der Hund grad am Rumflitzen ist, aber wenn der Rückruf noch net so ganz sitzt, ruft man ja normalerweise nicht in solchen Situationen :-) - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Wie schnell kann man das Rückrufkommando versauen?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Ich würde das gar nicht über den Rückruf trainieren, sondern mehr daran arbeiten, dass der Hund gar nicht abhaut. Viel Training zur Beherrschung, dann nicht die Erwartung erfüllen (das hält die Erregung nämlich hoch), dann das ganz schnöde kommandofreie "Du orientierst Dich an mir" belohnen, belohnen, belohnen und den Hund weiter an der Schleppleine lassen. Ohne ist es viel zu früh. Meiner Erfahrung nach hat man bei älteren Tierschutzhunden nach einem halben Jahr etwa wirklich den Hund vor sich, der er ist.
-
Ich würde das gar nicht über den Rückruf trainieren, sondern mehr daran arbeiten, dass der Hund gar nicht abhaut. Viel Training zur Beherrschung, dann nicht die Erwartung erfüllen (das hält die Erregung nämlich hoch), dann das ganz schnöde kommandofreie "Du orientierst Dich an mir" belohnen, belohnen, belohnen und den Hund weiter an der Schleppleine lassen. Ohne ist es viel zu früh. Meiner Erfahrung nach hat man bei älteren Tierschutzhunden nach einem halben Jahr etwa wirklich den Hund vor sich, der er ist.
Wie sieht das mit dem 'nicht die Erwartung erfüllen' konkret aus? Ich habe irgendwie keine Vorstellung dazu.
Da kommentarlose 'Du orientierst Dich an mir' sind einfach Blicke zu einem, richtig?
-
Ich würde das gar nicht über den Rückruf trainieren, sondern mehr daran arbeiten, dass der Hund gar nicht abhaut. ...
Danke - DEN häng ich mir jetzt echt mal übers Bett..... :-) :-)
Ich erwische mich selbst nämlich immer wieder dabei, so Dinger zu trainieren und trainieren. Und wie sagt man doch so schön: der beste Fehler ist der, den man gar net erst entstehen läßt und somit nicht ausmerzen muß. Aber die Denke hatte ich als Anfänger, als ich Biene und Bossi zu mir geholt hab, noch nicht - und damit hat man dann automatisch immer erst eingegriffen mit Training, wenn schon was nicht so war, wie man wollte. Beim nächsten Hund wird alles anders - ich hoffe, die am Anfang gemachten Erfahrungen helfen dann mit, sich dessen bewußt zu sein, daß man bei zB zu frühem Freilauf sich u.U. Einiges an Arbeit schafft, das nicht notwendig wäre, wäre man nicht so ungeduldig gewesen....
-
Ich hatte gestern den Stand der Dinge geschrieben, wahrscheinlich hast du es dann nicht mehr gelesen

"Mittlerweile habe ich das 'Nein' aber gestrichen, eben weil ich, wie du auch schon sagtest, Angst habe, mir das 'Nein' zu versauen. Es gibt jetzt einen Rückruf und der muss befolgt werden.
Deswegen ist sie jetzt auch erstmal nur noch an der Schleppe. Wenn sie allerdings beim Rückruf bei Sichtung eines anderen Hundes ganz schnell reagiert, dann kommt zur Belohnung die Leine ab und sie darf zur Belohnung spielen gehen. Dann rufe ich sie aber auch nicht mehr ab. Wenn dann ein guter Moment ist, nehme ich sie einfach in Absprache mit dem anderen HH wieder mit. Da achte ich jetzt sehr drauf, dass ich sie nur noch rufe, wenn ich mir ganz sicher bin, dass sie auch kommt."Alles anzeigen- erstmal nur noch dann rufen, wenn sichergestellt ist, daß der Hund auch kommen wird. Also: keine Ablenkung, starke Motivation (zB abends zur Fütterungszeit!), sobald der Hund auch nur ein Ohr zu Dir richtet nach dem Rückruf, sofort quietschend loben, damit er merkt, er ist auf dem richtigen Weg. Jeden weiteren Schritt in Deiner Richtung feiern. Das geht - denn wenn Du das richtig machst, rufst Du den Hund quasi nur noch, wenn er eh schon (so gut wie) auf dem Weg zu Dir ist. Also nicht, wenn er gerade was Spannendes gesehen oder gehört hat, wenn er eben erst von der Leine kam und ne Runde rennen möchte, wenn er gerade am Spielen ist, Buddeln ist etc.
Das habe ich jetzt schon erfolgreich umgesetzt. Bis jetzt hat sie jeden Rückruf sehr gut umgesetzt und kommt beim 'uiuiuiui' ziemlich angeschossen
- Als Bestätigung für das Kommen was (für den Hund!) Supertolles verwenden: der eine mag Zerrspiele, der Andere ne Runde Rennen mit dem Halter, dem Dritten reicht es, wenn der Halter sich quietschig freut, oder wenn er durchgeknuddelt wird oder gleich wieder laufen geschickt wird. Das, was der Hund in dem Moment gern machen würde, ist die beste Bestätigung.
Ich variiere im Moment zwischen Superleckerli (Käsewürfel, Fleischbällchen, Katzennassfutter - sie weiß also nicht genau welches Highlight sie erwartet), Rennspiel, geworfenes Leckerli erschnüffeln, wieder losschicken und dem Dummywurf als Belohnung. Ach ja und der andere Hund halt selbst bei Hundekontakt. Da wird es ja wohl keine Langeweile geben
- Den Hund, solange er nicht zuverlässig hört, an der Schlepp lassen, die Schlaufe in der Hand. Sonst kannst ihn irgendwann suchen gehen. Wenn der Radius so ist, daß er zuverlässig so nah dran bleibt, daß Du auf die Leine springen könntest, dann kannst die auch schleifen lassen - meist ist das aber eher nicht der Fall.
Schleppe ist seit dem Wochenende immer dran (:- dem Hund andere Kommandos beibringen. Wenn Du ihn z.B. rufen möchtest, aber weißt, er ist gerade zu abgelenkt - sag ihm, was er stattdessen machen kann (oder hol ihneinfach ab udn führ ihn zurück an den Punkt, an dem Du ihn abrufen wolltest oder abgerufen hast). Wirf einen Ball in die Richtung, in die er laufen soll, wenn er Dich anguckt, sodaß er dorthin springt, ohne nachzudenken, evtl. ist der Reiz größer als die Ablenkung. Oder üb das Platzmachen ein - wenn der Hund nicht zurückkommt in ner gefährlichen Situation (Straßennähe), läßt er sich vielleicht lieber ablegen?
Am Platz aus der Bewegung und aus Distanz üben wir schon, das dauert allerdings noch
Aber etwas in die Richtung zu rollen, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, ob jetzt Leckerli oder Ball, etc. finde ich ne super Idee danke 
- Mach Dich interessant, sodaß der Hund lernt, Zurückkommen lohnt sich. Spiel mit ihm, laß ihn buddeln neben dir (Wichtig: nicht WEG schicken von Dir!), wirf Leckerlies, wenn er was gut macht, die er fangen und verfolgen darf. Wenn er weiß, es kann immer mal was kommen, ist er viel eher im Hinterkopf "bei Dir", auch wenn er weiter vor läuft, und dann quasi "empfangsbereit" für einen Rückruf. Dadurch minimiert sich die Wahrscheinlichkeit, daß dieser ignoriert wird.
Es ist erstaunlich, wie viel ich schon versuche, umzusetzen. Ich habe mir viele Dinge überlegt und aus dem Internet rausgesucht, um möglichst viel Abwechslung in die Spaziergänge reinzukriegen. Wenn ich das konsequent durchziehe, ist sie so aufmerksam und orientiert an mir, der Wahnsinn einfach. Allerdings lasse ich sie zwischendrin auch einfach mal Hund sein, aber selbst ohne Schleppe und ohne diese Spielchen ist sie ja nie unorientiert an mir gewesen. Sie hielt den Radius ja selbst schon ziemlich klein. Bis auf das abhauen
- Führ ein Freigabekommando ein. Was auch immer der Hund will, darf er dann erst tun, wenn er von Dir das Kommando erhalten hat. Das kann ein "Lauf" oder "OK" sein, oder ein "Free", oder oder oder (was man halt im Alltag net zu oft sagt!). So lernt er, daß er nur über DICH zum ersehnten Ziel kommt. Will heißen, wenn er nen Hund begrüßen gehen will, dannd arf er das, nachdem er STIZ gemacht hat o.ä. Du mußt natürlich in der Zeit weitestgehend verhindern, daß er ohne Dich bzw. Deine Freigabe ans Ziel kommt. Wenn er im Kopf hat, daß er alles Gute bekommt, wenn er Dich fragt, ist er viel mehr im Hinterkopf "bei Dir", auch wenn er gerade spielt o.ä. Und die Wahrscheinlichkeit, daß er nen Rückruf befolgt, ist größer, wenn er weiß, bei Dir bekommt er dann das, was er wollte: weiterspielen! Wenn er den nicht befolgt, dann holst ihn einfach konsequent ab, dann ist der Spaß vorbei, fertig.
Wenn sie zurückkommt, schicke ich sie nach Lob und Belohnung mit "Okay öauf' wieder los. Oder halt dann zum Hund oder wo auch immer sie hinwollte. Sie wartet eigentlich in vielen Situationen auf meine Freigabe - Essen, Ampel, allg. alle Kommandos werden durch mich aufgelöst, Hunde, Dummy holen etc. Sie hatte sich aber seit Beginn sehr unter Kontrolle.- wenn ein Hase o.ä. kommt, wo Du meinst, er wird den Rückruf gleich nimmer befolgen, dann eben rechtzeitig (!) abrufen, sodaß die Ablenkung noch möglichst weit weg ist, und der Hund noch möglichst wenig aufgeregt.
Das muss ich noch lernen, Situationen richtig einzuschätzen. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg dahin (:
- wenn der Hund nicht auf den ersten Rückruf kommt, entweder weggehen, wo möglich, sodaß er Dir folgen muß, wenn er Dich nicht verlieren möchte, oder eben einfach abholen und mitnehmen. Ist nicht immer gnaz einfach, zB wenn der Hund grad am Rumflitzen ist, aber wenn der Rückruf noch net so ganz sitzt, ruft man ja normalerweise nicht in solchen Situationen :-)Ja genau, ich hoffe, dass diese Situation lange auf sich warten lässt oder noch besser, erst gar nicht eintritt. Ohne Ablenkung würde ich wohl laufen, mit Ablenkung sie mitnehmen.
Ich würde das gar nicht über den Rückruf trainieren, sondern mehr daran arbeiten, dass der Hund gar nicht abhaut. Viel Training zur Beherrschung, dann nicht die Erwartung erfüllen (das hält die Erregung nämlich hoch), dann das ganz schnöde kommandofreie "Du orientierst Dich an mir" belohnen, belohnen, belohnen und den Hund weiter an der Schleppleine lassen. Ohne ist es viel zu früh. Meiner Erfahrung nach hat man bei älteren Tierschutzhunden nach einem halben Jahr etwa wirklich den Hund vor sich, der er ist.
Die Orientierung belohne ich, jeder Blick oder auch Herkommen einfach so. Dann gibts was Leckeres kleines oder es wird geworfen, im Gras gesucht, der Dummy fliegt etc. Das haben wir in der HS schon ziemlich am Anfang gesagt bekommen, dass möglichst viel Eigeninitiative belohnt werden soll.
Dass Abhauen verhindern ist ein guter Ansatz. Einfach wie genial

Ich werde allerdings auch nicht so ganz schlau aus dem Satz, die Erwartung nicht zu erfüllen
Meinst du damit Impulskontrolle?Ich hoffe doch, dass sie auch nach einem halben Jahr noch so bleibt, wie sie jetzt ist
Sie ist ein echter Schatz und will eigentlich nur gefallen.Nochmal zu dem Thema abhauen: Gestern wurden bei ihr trotz Kastration in Rumänien über Ultraschall noch Teile der Gebärmutter etc nachgewiesen. Sie ist seit ca ner Woche läufig. Andere Rüden klebten an ihr und die Spielgruppe in der HS musste wegen ihr getrennt werden. Die TÄ erklärte, dass sie dadurch auch einfach ein wenig aufmüpfig werden kann?!
Natürlich ruhe ich mich darauf nicht aus, nur so als kleine Anmerkung (: -
-
Ich werde allerdings auch nicht so ganz schlau aus dem Satz, die Erwartung nicht zu erfüllen Meinst du damit Impulskontrolle?
Ich meine damit, dass der Hund danach nicht mit dem belohnt wird, worüber er sich aufregt und auch ansonsten keine Belohnung statfindet die den Hund sehr hochpuscht. Meiner Erfahrung nach steigert man damit die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund einem irgendwann wegen der hohen Erwartungshaltung "durchgeht".
-
sehr viele hundehalter versauen den rückruf. rückruf - hund kommt - leine ran (negative strafe) - danach eine nicht bedürfnisgerechte belohnung (welche dann eben nicht verstärkt wie sie sollte).
ich persönlich mache täglich klassische konditionierung mit dem rückruf. zb. kauknochen, etwas was der hund liebt = rückrufsignal.
draussen oft üben (an diversen orten, diverse distanzen) und gut verstärken (wenn der hund auf das hetzen eines fahrrads verzichtet für den rückruf, dann will er wohl kaum fressen, eher hetzen...).
und für mich ganz wichtig: solange der rückruf nicht in 95% (ja das ist tatsächlich machbar) zurückkommt= hund mit schleppleine sichern.
-
Ich meine damit, dass der Hund danach nicht mit dem belohnt wird, worüber er sich aufregt und auch ansonsten keine Belohnung statfindet die den Hund sehr hochpuscht. Meiner Erfahrung nach steigert man damit die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund einem irgendwann wegen der hohen Erwartungshaltung "durchgeht".
Es wäre also ab und zu (?) besser, nicht über die ersehnte Ablenkung zu belohnen? Oder nur bei negativer Aufregung nicht damit belohnen?
Ich stehe irgendwie grade auf dem Schlauch
Obwohl es schon logisch klingt. Hättest du vielleicht ein Beispiel?sehr viele hundehalter versauen den rückruf. rückruf - hund kommt - leine ran (negative strafe) - danach eine nicht bedürfnisgerechte belohnung (welche dann eben nicht verstärkt wie sie sollte).
ich persönlich mache täglich klassische konditionierung mit dem rückruf. zb. kauknochen, etwas was der hund liebt = rückrufsignal.
draussen oft üben (an diversen orten, diverse distanzen) und gut verstärken (wenn der hund auf das hetzen eines fahrrads verzichtet für den rückruf, dann will er wohl kaum fressen, eher hetzen...).
und für mich ganz wichtig: solange der rückruf nicht in 95% (ja das ist tatsächlich machbar) zurückkommt= hund mit schleppleine sichern.
Danke @lajosz für die Antwort. Mit dem Rückruf und Leine ran bin ich auch gar kein Fan von. Wenn ich sie gerufen habe, um sie anzuleinen (manchmal mache ich das auch geschickt, wenn sie gerade in der Nähe ist oder ich werfe ihr Leckerli zu und dann Leine ran) dann mache ich nach der Belohnung oft auch noch ein kleines Spiel (Toben, Leckerli suchen..).
Wo du das gerade mit dem Hetzen sagst. Ich hatte eben so eine Situation, da wollte sie wohl eher Toben. Sie kam zwar super schnell angedüst, hat sich lecker Käse und Fleischwurst abgeholt, aber wollte auch schnell wieder los. Da wäre wohl Hetzen ne super Belohnung gewesen

Ich muss da mal noch bisschen mehr die Augen aufhalten, was in dem Moment für sie DIE Belohnung bzw. grade DAS Bedürfnis ist.
-
Es wäre also ab und zu (?) besser, nicht über die ersehnte Ablenkung zu belohnen? Oder nur bei negativer Aufregung nicht damit belohnen?
Ich belohne eigentlich nie über die ersehnte Ablenkung, weil ich das nicht als zielführend wahrgenommen habe. Die Erwartungshaltung beim Hund bleibt dann hoch, gerade, wenn man das hin und wieder mal zulässt.
Ich belohne eher gezielt ruhig ... okay, ich habe auch Hunde, die schnell hochfahren - sie sind nicht gerade Meister darin schnarchnasig zu sein. Ich nutze Futterbelohnung, weil die für meine Hunde hochwertig genug ist, um mitzuarbeiten, aber so "niedrig", dass die deshalb nicht auch noch aufdrehen. Ab einem gewissen Level frisst mein einer Hibbelkandidat keine normalen Leckerchen mehr, das nutze ich dann gleich als Hinweis, dass wir zu weit in der "roten Zone" sind.
-
@flying-paws
So jetzt habe ich es auch verstanden
Klingt für mich nachvollziehbar. Nur hätte ich Bedenken, dass sich mit der Zeit immer mehr Frust aufbaut?Ich habe jetzt noch nicht festgestellt, dass Jumpy sich durch die anderen Hunde, oder was auch immer gerade so interessant ist, dolle hochpusht. Natürlich gibt es auch Hunde, bei denen sie etwas aufdreht, aber das ist eher die Ausnahme. Klar, sie schaut mich vorher an und erwartet die Freigabe und die Aufregung steigt natürlich, aber eigentlich lässt sie sich gut wieder mitnehmen und dann ist auch gut. Und sie akzeptiert es auch, wenn eben mal kein Schnuppern, Spielen angesagt ist. Ich finde es eigentlich ganz gut, dass sie sich vorher so an mir orientiert.
Das sie die 'normalen' Leckerli nicht draußen frisst, ist mir auch schon aufgefallen. Wir haben jetzt welche, die wir nur drinnen beim Üben von irgendwas geben und andere für draußen. Und für den Rückruf sowieso dann Jackpot. Das funktioniert so ganz gut. Müssen da aber auch ständig Abwechslung reinbringen.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!