Wie schnell kann man das Rückrufkommando versauen?
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Das Problem ist bei dieser Art des Trainings, dass der Hund nicht mehr freudig und zügig kommen wird.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Newton kommt nach wie vor freudig und zügig zurück.
Ich mache das ja auch nur, wenn er mir ganz bewusst den Stinkefinger gezeigt hat. Also ich rufe ihn, er guckt und denkt sich "Ne, hab hier Wichtigeres zu tun" und kommt eben nicht.
Das kam bisher zwei-, dreimal vor... Seither überlegt er sich, dass es wohl doch besser ist, sich das Leckerli abzuholen als einen Anschiss zu kassieren und den Rest des Spaziergangs an der Leine zu verbringen...
Wie gesagt, da funktioniert mit Sicherheit nicht bei jedem Hund. Aber bei einem Labbi, der teils kackenfrech
ist und einem nichts nachträgt, kann man das mMn schon mal machen. - Vor einem Moment
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Ich hab da die gegenteiligen Erfahrungen gemacht.
Gerade bei Hunden, die bei Stress die Bewegung einstellen und nicht rumfiddeln wie der Labbi. -
Ich hab da die gegenteiligen Erfahrungen gemacht.
Gerade bei Hunden, die bei Stress die Bewegung einstellen und nicht rumfiddeln wie der Labbi.Deswegen sage ich ja, dass das mit Sicherheit nicht bei jedem Hund funktioniert.
Aber ich finde eben generell, dass ein Hund schon auch mal wissen darf, wenn er sich sch**** verhalten hat und das auch versteht, wenn man als Besitzer entsprechend reagiert. Beim Labbi zumindest.
Wenn ich eventuell irgendwann mal einen Spaniel oder einen Ridgeback habe, sieht die Sache vllt schon wieder anders aus...
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Wir haben hier ja viele Labbis um uns rum, nen Züchter in der Nachbarschaft, die ganzen Nachzuchten von denen und ich hab ja auch einen.
Mir fällt grad keine Situation ein, in der einer dieser Hunde nach einem Anschiss das tut, was er ursprünglich sollte. -
Wir haben hier ja viele Labbis um uns rum, nen Züchter in der Nachbarschaft, die ganzen Nachzuchten von denen und ich hab ja auch einen.
Mir fällt grad keine Situation ein, in der einer dieser Hunde nach einem Anschiss das tut, was er ursprünglich sollte.Die Situation ist ja dann auch vorbei. Ich warte wie gesagt nicht, bis er sich doch entscheidet zu kommen sondern laufe direkt los und regle die Sache vor Ort.
Auf jeden Fall war es schon so, dass er den Rückruf eigentlich ignorieren wollte und als er sah, dass ich lossprinte, sich es dann wohl doch noch anders überlegt hat und doch noch kam... Und dann gibt es auch keinen Anschiss, sondern ein ruhiges Lob.
Ich weiß nicht, was du für Labbis kennst, aber meiner will immer besonders gefallen, wenn er merkt, er hat was verbockt und ich verärgert bin... Vllt habe ich auch einen "komischen" Labbi, keine Ahnung.

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Ja klar.
Nachtragend sind die nicht.Will to please eben.
Meiner würde zu sehr aufdrehen, wenn ich so emotional wäre.
Der braucht viel Ruhe in der Führung, und demnach schätze ich immer ein, wie seine Erregung ist und was ich von ihm verlangen kann.
Das hat viel mit der Tagesform zu tun. -
Huhu zusammen,
lieben Dank erstmal für die ausführlichen Antworten (:
Meine größte Sorge war, dass ich mich und meine Position irgendwie in Frage gestellt habe. Ich bin ja noch recht neu in der Materie und leider eher perfektionistischer Natur, womit ich mir wohl oft selbst im Weg stehe.
@RafiLe1985
Unser Ankersignal ist 'uiuiuiui', kam auch als Tipp von der HS. Damit habe ich bisher gute Erfahrungen sammeln können.
Ich kann nachvollziehen, dass man in einer 'Stinkefinger- Situation' so reagiert und könnte es mir auch bei meiner Jumpy vorstellen. Natürlich nur, wenn ich mir sicher bin, dass sie das Kommando verstanden hat. Allerdings habe ich Sorge, dass sie mir dann wieder noch mehr abhauen würde, wie es gestern der Fall war.@Manfred007
Danke für die vielen Anregungen, da werde ich für mich einiges rausziehen. Ich werd mir mal ein paar Dinge überlegen und beobachten, um abwechslungsreicher zu loben und versuchen, möglichst oft mit der Ablenkung zu belohnen. Das hab ich an anderer Stelle schon oft gelesen.
Das mit dem anderen Hund ist ja ziemlich ärgerlich. Das habe ich aber gestern auch beobachten können, dass sie zu mir schaute und wollte, dann aber doch wieder der andere Hund im Weg war. Ist einfach blöde gelaufen. Ich neige dazu, dann sehr hektisch zu werden und trotzdem immer wieder aus Reflex zu rufen. Nicht ganz so optimal
@Ninma
Danke, das hat mich wieder ein bisschen nach vorne blicken lassen. Gestern war ich echt noch ziemlich damit beschäftigt. Hab mich so gefreut, dass alles so einigermaßen hingehauen hat
Jetzt merk ich auf Ihr bekannten Strecken im Freilauf wird sie mutiger. Kommt auch mal nicht mehr direkt weil irgendwas viel interessanter ist...
Aber ich lass mich davon nicht irritieren. Ich vergrößere den Abstand oder gehe in die Entgegengesetzte Richtung in dem Fall und manchmal Versteck ich mich einfach... plötzlich fängt sie dann hektisch an zu suchen... und hält mich danach auch besser im Auge.
Und wenn sie kommt gibt's erstmal ne Riesen Party.Ich muss definitiv lockerer werden. Wahrscheinlich bin ich viel zu ernst bei der Sache

@gorgeous2000
Ich habe den Rückruf von Beginn an spielerisch in den Alltag mit einbezogen. Wenn sie grad auf dem Weg zu mir war Zuhause, habe ich 'Komm' gesagt und sie mit Lecki oder Spieli belohnt. Immer wieder Zuhause, täglich ein paar Mal. Dann im Garten, in der HS und dann auf dem Feld an der Schlepp. Mal mit mehr und mal mit weniger Ablenkung. Trotzdem immer wieder auch in leichten Situationen. Habs einfach überall mit einbezogen. In der HS lässt sie sich sogar aus dem Spiel abrufen. Ich glaube, ich habe tatsächlich zu früh gedacht, ich könne sie abrufen und habe mich dann blöderweise in die Situationen gebracht, das durchsetzen zu müssen. Teilweise klappte es ja aus dem Spiel, aber halt nicht immer.. Denke da wird wohl auch der Fehler liegen.Alles anzeigenFür mich klingt es auch so, als hätte der Hund womöglich eine falsche Verknüpfung wie Rückruf = Leine dran = Spaß vorbei.
Die Frage ist also auch, lohnt das Zurückkommen für den Hund?Da habe ich von Anfang an drauf geachtet, dass mir das nicht passiert. Gerufen, Party mit Leckerli oder Dummyspiel und wieder laufen lassen. Wenn ich sie dann rufe, um sie anzuleinen, mache ich noch Schnüffel- Suchspiele oder werfe noch einmal den Dummy. Oder ich habe sie zu den anderen Hunden freigegeben. (Aber in die Situation kam ich leider nicht oft, weil es vorher schon beim Sichten des Hundes und abrufen gescheitert ist.) Ich geb mir viel Mühe auch den Spaziergang abwechslungsreich zu halten und werde wohl, wie schon geschrieben, auch die Belohnungen spannend halten.
Ich würde das stetig weiter üben und vor allem auch unter steigender Ablenkung und mit Schleppleine absichern, damit du sicher bist, dass du den Rückruf auch durchsetzen kannst.
Das werde ich machen (:
Gut, wenn das nicht das Ziel ist, kann man solche Strafe einsetzen.
Was die TE beschreibt doch lediglich die klassische Mischung aus Trainingsfehlern und dem falschen Einschätzen der Situationen bzw. des Hundes.
Das braucht eben auch etwas Erfahrung.Ich bin mir mittlerweile auch ziemlich sicher, dass ich die Situationen falsch eingeschätzt habe.
Klar möchte ich, dass mein Hund freudig und zügig zu mir kommt. Aber ich möchte auch, dass er Grenzen erfährt. Die sie ja anscheinend im Moment ziemlich austestet.
Zum Austesten nochmal:
Heute ist sie leider bereits in einem kurzen Moment rüber in den Garten der Nachbarn, über einen kleinen Zaun quasi, von dem sie bisher immer wieder mit einem 'Nein' und bösen Blicken Abstand genommen hat. Ganz schön rabaukisch die Kleine jetzt. Wir haben sie ganz normal hergerufen, kein Ärger oder Stress. Hat sogar geklappt
Dafür klappte das Abrufen heute im Haus so gar nicht irgendwie. Und die anderen Kommandos werden auch nur noch halbherzig ausgeführt.Sollte ich nicht vielleicht doch nochmal ein anderes Kommando neu aufbauen als das 'Komm'? Das ist ja eher so locker gedacht, so 'Komm mal eben mit'. Das verwendet man ja doch ziemlich oft.
Und bisher habe ich das Nichtbefolgen des 'Komm' mit einem 'Nein' abgebrochen. Ist das so richtig? Oder kommt sie dann nur wegen des 'Nein'? -
@CrazyHazy Du solltest versuchen dir Kommandos oder Worte auszusuchen die dich Authentisch Rüber bringen. Den eigentlich zählt für den Hund nicht das Gesprochene Wort selbst sondern die Ausdrucksweise wie du es Rüber bringst.
Was nutzt dir Nein Aus Pfui wenn sie wir eine Schlaftablette Rüber kommen. Nur als vergleich.
Es fällt schwer nicht hinterher zu rennen oder hektisch zu werden. geht mir in manchen Situationen ähnlich... Aber damit macht man es nicht besser -
Zitat
Und bisher habe ich das Nichtbefolgen des 'Komm' mit einem 'Nein' abgebrochen. Ist das so richtig? Oder kommt sie dann nur wegen des 'Nein'?
Wir bricht man das Nichtbefolgen des Herankommen mit Nein ab?
Ich schrei Nein!!! (Mein allergrößtes Notsignal), wenn der Hund sich anschicken würde, auf die Straße zu laufen, wenn er etwas aufnimmt... in der Regel, wenn er etwas tun will, was er lassen soll, und ich nicht in greifbarer Nähe bin, um selbst einzugreifen.
Wenn der Hund das dann unterlassen hat, kommt das nächste Kommando auf das ich ihn (hoffentlich) belohnen kann. Das Nein selbst bedeutet doch nur, dass er was lassen soll, stellt ja selbst kein eigenes, ich sag mal 'aktives' Kommando zum Handeln dar.
Das heißt, was inaktives, also ein Nicht-Herkommen, kann ich doch nicht mit einem Nein belegen. Ich hätte Angst, mir das Nein zu versauen. Der Hund (also meine Hunde wenigstens) wüssten in so einem Fall gar nicht, warum ein Nein kommt.Als mein Neuzugang mutiger wurde und die ersten ein- zweimal nicht aufs Heranrufen kam, hab ich kehrt gemacht und bin in die entgegengesetzte Richtung davon gelaufen. Hui, da kam er schnell hinterher. Als ich ihn lobte, schoss er leider wie ein geölter Blitz an mir vorbei weiter... also wieder kehrt. So sausten wir paarmal auf dem Weg hin und her, bis er genug hatte und sich einsammeln lies ;-)))
Danach gabs halt wieder paar Tage lange Leine, dann einen neuen Versuch.Ich muss dazu sagen, Wackelkandidaten bekommen erstmal nur Freilauf, wo es auch übersichtlich ist und keinesfalls wenn fremde Hunde dazwischen rumgurken, die ablenken oder dazwischen funkten könnten. Meine alteingesessenen Hunde haben das Spiel jedenfalls begeistert mitgemacht und sind jedesmal mit mir mitgesaust.
Ich würde den Freilauf erstmal mit ihr alleine ohne anderen Hund üben und im Zweifelsfall einfach nochmal mit Schleppleine üben.
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@Turbofussel
Danke für die Antwort. Das 'Nein' habe ich gerufen, weil sie, wenn sie nicht kam, den anderen Hund fixiert hat oder sich ganz langsam in die Richtung bewegt hat. Deswegen habe ich mit dem 'Nein' abgebrochen. Und dann aber sofort die Alternative, das Herkommen, angeboten.Mittlerweile habe ich das 'Nein' aber gestrichen, eben weil ich, wie du auch schon sagtest, Angst habe, mir das 'Nein' zu versauen. Es gibt jetzt einen Rückruf und der muss befolgt werden.
Deswegen ist sie jetzt auch erstmal nur noch an der Schleppe. Wenn sie allerdings beim Rückruf bei Sichtung eines anderen Hundes ganz schnell reagiert, dann kommt zur Belohnung die Leine ab und sie darf zur Belohnung spielen gehen. Dann rufe ich sie aber auch nicht mehr ab. Wenn dann ein guter Moment ist, nehme ich sie einfach in Absprache mit dem anderen HH wieder mit. Da achte ich jetzt sehr drauf, dass ich sie nur noch rufe, wenn ich mir ganz sicher bin, dass sie auch kommt.@Kleenes87
Ich habe meine Hörzeichen nochmal überdacht, aber eigentlich bin ich so ganz zufrieden mit den Worten und der Tonlage. Nur gebe ich mir mehr Mühe, den Rückruf möglichst hoch und motivierend zu rufen. Das klappt auch ganz gut
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