Hund entscheiden lassen
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Kurzer Nachtrag, weil ich, glaube ich, nicht klar gemacht habe was ich gerne unterscheiden würde.

Wenn ich jemand wäre, der mit Hunden nix zu tun hat und auch nix zu tun haben möchte, und mich in ein Café setze, dann erwarte ich, dass ich mich da normal bewegen kann, ohne dass der Hund am Nachbartisch mich anknurrt. Da sind wir uns, glaub' ich, alle einig. Ein Hund, der das nicht kann, auf jede Bewegung reagiert und einen 10m-Sicherheitsabstand von fremden Menschen einfordert, weil er z.B. unsicher, terretorial, was-was-ich ist, sollte besser zu Hause bleiben. (Aus Höflichkeit den anderen Leuten gegenüber und weil er selbst dabei ja sonst auch offensichtlich gestresst wäre.)
Wenn ich als hundeahnungsloser (nicht böse gemeint) Mensch aber einen völlig ruhig im Café rumliegenden Hund anfasse und der dann deeskalierendes Verhalten zeigt, was ich als Mensch ohne Kenntnis dieser subtilen Signale nicht verstehe, als deutlichere Warnung dann knurrt, dann finde ich das Knurren absolut nicht verwerflich.
Wenn wir hier also von "Knurren in der Öffentlichkeit" reden, dann gibt's da m.M.n. ziemlich feine Nuancen, die man miteinbeziehen sollte.
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Eva, wenn du dir solche und ähnliche Situationen dir, dem Hund und Dritten guten Gewissens zumuten kannst, dann spricht doch nix dagegen. Wie`s vom anderen dann aufgenommen wird, wenn der Hund knurrt, weiß man ja nicht. Und mir wäre es peinlich, würde das mehr als 2x im gleichen Café z.B. passieren und ich hätte Sorge, daß ich da nicht mehr gern gesehen bin (vom Besitzer z.B.).
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Diese Anforderungen von der Gesellschaft sind aber keine Einbahnstrasse in meinen Augen.
Ich erziehe meinen Hund dazu, dass er keinen anschnuppert, keinen anspringt, die Nachbarschaft nicht mit Dauergebell stört und und und.
Dann erwarte ich im Gegenzug aber auch von der Gesellschaft, dass ein Minimum zurückkommt. Und ich meine jetzt nicht damit, dass jeder Hunde lieben muss und jeder die Hundesprache perfekt können muss. Sondern so etwas einfaches, wie Finger weg von fremden Eigentum. Und das finde ich nicht zuviel verlangt.
Ich bin auch ein Teil der Gesellschaft und diese kann nur mit einem gegenseitigen Handeln funktionieren, so denke ich zumindest. Ein Kompromiss muss dabei gefunden werden. Ich passe mich an, aber ich verbiege mich nicht um jeden Preis, sondern sehe meine Rechte (und die meiner Tiere) halt auch.
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Tanja, doch, für manche ist das zuviel verlangt. Kinder und ander Personen, die das nicht können, wurden hier schon genannt.
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Man kann auch vielen Kindern und Behinderten beibringen zu fragen und nicht alles anzufassen. Wenn Kinder das nicht können, kann man drüber streiten ob im Sinne der Aufsichts- bzw. Garantenpflicht entsprechend gehandelt wird. Da tragen nämlich auch die Eltern bzw. Aufsichtpersonen eine Verpflichtung.
Es gibt immer Fälle, wo es Ausnahmen gibt ... so blauäugig bin ich auch nicht. Aber da hilft meistens Kommunikation im Vorfeld oder ein anderes Management. Und wenn nicht, verstehen Kinder, Behinderte, Demente etc.pp das Knurren meistens ohne Probleme, die wenden sich ab und akzeptieren es. Probleme mit arttypschen Verhalten haben meiner Erfahrung nach eher die Leute, die ihre Rechte und ihren Willen wissentlich über das der anderen stellen oder die denken, das Tier (betrifft ja nicht nur Hunde) muss sich alles gefallen lassen.
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Garanten- u/o Aufsichtspflicht heißt aber nicht, daß diese Personen ihre Zöglinge komplett kontrollieren können und das müssen sie auch nicht.
Man kommt einfach nicht dran vorbei, daß man nicht alles voraussehen kann und als HH letztendlich die Verantwortung hat.
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Sam ist z.B. ein Hund, der da austicken wuerde. Bei jeder Bewegung, auch in 10 m oder 20 m Entfernung. Weil so ein Verhalten nicht geht, es fuer den Hund und alle Menschen Stress pur und einfach auch gefaehrlich ist, geht er nicht mit. Er bleibt daheim, fertig.
Meine 4 bewegen sich voellig sicher und unauffaellig durch solche Situationen. Deswegen duerfen sie ab und zu mit.Ich weiss auch nicht, was so schwer daran sein soll, seinen Hund in einem Cafe o.ae. vor fremden Menschen abzuschirmen

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Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann hat er
1. einige Drohstufen/Reaktionen mal direkt ausgelassen
2. würde er einen Wesenstest nicht bestehenund ist wegen 1 & 2 nicht gut geprägt/sozialisiert. Wenn das jetzt ein Arbeitshund ist, der das nicht muss (arbeitende Herdenschutzhunde, wenn man einen privat hält, hat man die Ausrede nicht), dann stellt sich nun die Frage, was man mit dem Tier im öffentlichen Raum macht.
Sehe ich zum Beispiel gar net so. Es gibt Hunde die Kommunizieren sehr minimalistisch und sekunden schnell, die lassen nix aus man muss sie nur lesen können. Zweitens gibt es Hund die Rasse bedingt nunmal so selektiert sind, das sie ehr reagieren. Und ehrlich wenn ich die Reaktionsschnelligkeit eines Herdenschuzthundes nehme und da einen Malinois gegensetzte ähmm ja, das sind Welten. Man kann Hunderassen nicht verallgemeinern.
Und meine Rettungshundestaffel hatte so einen Wesenstest gar nicht. Aber gut der BRH ist da ehh anders. Und im realen Einsatz mit Rettungshund, (wenn man den schonmal auf einem realem Einsatz war), ist es bei einem gut ausgebildetem Hund sehr unwahrscheinlich das was passiert (selbst die Sorte die unterm Tisch knurrt). Die Gebiete sind weitesgehends geräumt das Wuseln Polzisten rum Helfer der eigenen Staffel. Ect. Da läuft einem mitten im Wald nicht plötzlich ne Oma übern weg, da sind Rehe und Wildschweine wahrscheinlicher.
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Ich glaub, die Omi ist gar nicht so unwahrscheinlich, wenn ihr genau diese sucht
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Tanja, doch, für manche ist das zuviel verlangt. Kinder und ander Personen, die das nicht können, wurden hier schon genannt.
Wo wohnt ihr alle, dass euch Horden von Kleinkindern und Behinderten Menschen begegnen?
Welche Situationen sollen das sein? - Vor einem Moment
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