Hund entscheiden lassen

  • Und ich bin um jeden Hund froh, der zwar "gefälligst nicht anzufassen ist" - was aber im Trubel des Lebens nicht immer 100%ig vermeidbar ist, weil man Augen und Ohren einfach nicht überall haben - und dann entweder gar nicht, beschwichtigend oder maximal mit Knurren oder Bellen reagiert.

    Ansonsten - fragt man mich - gebe ich zur Antwort, daß Paula ruhig gestreichelt werden kann, Anton aber bellen wird, weil das einfach nicht sein Ding ist und das wird dann auch akzeptiert.

  • Ich denke keiner hier will nen Hund der sofort und ohne Vorwarnung zubeisst. Hat man einen solchen Hund, dann sichert man den Hund entprechend und pennt nicht, wenn man mit ihm unterwegs ist ;)


    Soso..Welpen zeigen keine Aggression (vermutlich machen sie mit ihren Geschwistern immer nen Stuhlkreis und diskutieren das Problem aus) und jeder Welpe laesst sich einfach so seine Beute abnehmen. :lol:
    Sei mir nicht boes Herdifreund, aber allein mit diesen Aussagen hat sich jede Diskussion mit dir erledigt. Da hilft auch die angebliche Erfahrung nichts (angeblich weil ich einige Leute kenne, die sowas sagen und im Grunde ist es ein Witz was sie wirklich mit den DH der Behoerden am Hut haben. Ich unterstelle dir nichts (!), aber ich glaub durch Erfahrungrn erstmal sehr wenig ;) )

  • Emma reagiert im normalen Alltagsleben auf der Straße, Bus, Café nicht auf die Leute, die um sie rum sind, wenn sie sie nicht kennt. Sie beschwichtigt nicht, geht nicht von sich aus auf diese zu, also will sie auch kaum jemand streicheln, weil das für die meisten nicht ansprechend ist. Auch Kinder empfinden sie nicht als süßen Hund, weil sie nicht wuselt und eher zurückhaltend ist. Wenn es mal vorkommen sollte, daß sie jemand streicheln will, dann lasse ich sie auch immer entscheiden. Sie reagiert sehr freundlich, will es aber nicht wirklich, außer bei manchen. Dann genießt sie das. Berührt sie jemand unabsichtlich stört sie das nicht oder greifen mal kleine Kinder nach ihr.

  • Ich denke keiner hier will nen Hund der sofort und ohne Vorwarnung zubeisst. Hat man einen solchen Hund, dann sichert man den Hund entprechend und pennt nicht, wenn man mit ihm unterwegs ist ;)

    Ja, eben. Aber ich finde, was einige schreiben von wegen "Der hat gefälligst nicht angefasst zu werden" usw. und wer`s dennoch tut, der muss halt fühlen. Ich hab solche Hunde ja nicht, die würden nicht schnappen, außer, wenn es schmerzhaft ist für sie. Aber wenn ich solche hätte, dann würd ich`s noch nichtmal gedanklich drauf ankommen lassen und eben sichern und nicht verträumt durch die Gegend laufen.

    Es gibt einfach schon genug Leute, die Angst vor Hunden u/o keine Ahnung haben und da seh ich mich als HH in der Pflicht, dies zumindest nicht noch mehr zum Negativen hin zu wenden.

  • Klar er muss nicht selbst aktiv interesse an fremden menschen haben und auf sie zu gehen, aber wenn fremde menschen auf ihn zu gehen dann sollte die verknüpfung positiv sein.

    Im alltag kommt man immer mit fremden leute, kindern, behinderten, ... in kontakt und somit der hund auch.

    Kannst du noch mal kurz zusammenfassen, warum die Grundeinstellung des Hundes anderen Menschen gegenüber deiner Meinung nach positiv sein sollte? Also, welche logischen Argumente es dafür gibt?

    Mag sein, dass ich dusselig bin, aber ich hab' den Punkt immer noch nicht verstanden. Meine Hunde dürfen andere Leute überflüssig finden. Ich verstehe auch nicht ganz, warum ich an solchen Dingen herumerziehen sollte – für mich sind das ganz wesentliche Bausteine im Charakter des Hundes und den Hund habe ich mir gerade deshalb, weil ich seinen Charakter (und seine rassetypischen Eigenschaften, in diesem Fall die Reserviertheit gegenüber Fremden) mag, ausgesucht.

    Was ich beeinflussen kann, ist die Erziehung und das Verhalten, das der Hund letztendlich zeigt. Aber mein Hund muss andere Leute nicht toll finden oder positiv sehen, um im Umgang mit ihnen völlig unproblematisch zu sein.

  • also ich finde es schon gut, wenn die Grundeinstellung des Hundes Menschen gegenüber positiv ist. Das heißt doch nicht, daß der Hund sich jedem distanzlos anbiedert, sondern, daß er keine schlechten Erfahrungen gemacht hat und keine Befürchtungen hegt. Mir sind die meisten Menschen auf der Straße persönlich auch "egal", trotzdem ist meine Grundeinstellung/Grundstimmung ihnen gegenüber positiv, ich erwarte nichts negatives, ohne jedem um den Hals zu fallen oder mich reserviert zu verhalten. Man kann es auch als neutral bezeichnen. Aber das wünsche ich mir im Sinne von meinem Hund für diesen

  • Hier im Thread sind schon wieder ein paar Leute die nicht diskutieren können.

    Niemals hat irgendjemand hier gesagt, dass ein Hund nur gut sozialisiert ist, wenn er anderen Leuten um die Füße wuselt, die Nase in die Tasche steckt oder sonstwie distanzlos ist.
    Man kann sich schon auch künstlich ein Feindbild schaffen, das leicht zu besiegen ist und gegen das man dann triumphal zu Felde ziehen kann.
    Ist halt nutzlos, aber hey, gut fürs Ego.

    Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann hat er
    1. einige Drohstufen/Reaktionen mal direkt ausgelassen
    2. würde er einen Wesenstest nicht bestehen

    und ist wegen 1 & 2 nicht gut geprägt/sozialisiert. Wenn das jetzt ein Arbeitshund ist, der das nicht muss (arbeitende Herdenschutzhunde, wenn man einen privat hält, hat man die Ausrede nicht), dann stellt sich nun die Frage, was man mit dem Tier im öffentlichen Raum macht.

  • ....... Außerdem reagieren manche Menschen erst auf die Reaktion vom Hund. Ich hab aber die Erfahrung gemacht, dass es für Familienhundretrieverhalter kaum vorstellbar ist, dass es auf diesem Erdplaneten Hunde gibt, die nicht gestreichelt werden wollen :ka:

    Das ist tatsächlich so, ja.....

    Und so Mancher ist einfach ahnungslos, findet Hunde toll, hat aber wenig Kontakt zu ihnen, und kenn halt nur "liebe" Exemplare. So war ich auch mal (als Kind - man verzeihe mir noch im Nachhinein diese Naivität). "Hunde sind lieb und zum Kuscheln" *hust..... :-)

    Aber: woher soll so jemand das wissen? Das können die einfach nicht verstehen, und dann sind halt wir gefordert, das höflich zu erklären. Und manchmal gibts dann halt blöde Situationen, in denen einem der Kragen platzt, weil jemand grad (wenn auch unwissentlich) was macht, was aus Hundehaltersicht vielleicht grad außerordentlich dumm war. Da muß man dann halt versuchen, geduldig zu sein und zu erklären, Notfalls mit so dummen Beispielen wie schon genannt: "Stellen Sie sich vor, ich geh ungefragt an Ihre Handtasche, das würden Sie auch doof finden, oder? Der Hund liegt gerade ganz entspannt da, Sie beugen sich von oben drüber, das kommt für ihn bedrohlich rüber, er kennt Sie ja nicht - und bevor er weiter bedrängt wird, knurrt er eben und sagt Ihnen, daß er sich damit nicht wohlfühlt. Das ist nichtmal böse gemeint, aber als Tip: wenn Sie das beim falschen Hund mal machen, kann das mit den Zähnen enden, da sollten Sie besser vor Kontaktaufnahme den Halter fragen" oder so. Klar - nicht immer hat man die Geduld, oder man ist grad im Gepräch mit der Begleitung, aber dann muß halt der Hund so sicher untergebracht werden, daß niemand drankommt, ohne daß ich es sehen würde und damit verhindern kann. Das ist das Einzige, was ich an Stelle der TS ändern würde: wenn kein abschirmbarer Liegeplatz für den Hund im Café vorhanden ist, gibt´s halt keinen Kaffee an dem Tag, oder ich nehm Kaffee to go. Ganz konsequent.

  • also ich finde es schon gut, wenn die Grundeinstellung des Hundes Menschen gegenüber positiv ist.

    Da haben wir aber wieder eine persönliche Wertung, die in einer sachlichen Diskussion das Verständnis etwas schwierig macht. ;)

    Wenn jemand Hunde mit positiver Grundeinstellung bevorzugt, ist das selbstverständlich völlig okay. Aber warum wird daraus die Regel abgeleitet (damit meine ich jetzt nicht dich speziell, sorry, dein Beitrag passte nur so gut als Einstiegspunkt), dass Hunde grundsätzlich "so zu sein haben"? Warum ist positiv besser?

    Das Endergebnis sollte doch in jedem Fall so aussehen, dass der Hund andere Leute in Ruhe lässt. Das ist aber eine reine Erziehungsfrage, bei der die Grundeinstellung des Hundes nur für den Halter relevant ist, um den richtigen Ansatzpunkt für die Erziehung zu finden und entsprechend zu reagieren. Ob der Hund dabei einen positiven, neutralen oder negativen Blick auf andere Leute hat, ist dann doch in logischer Konsequenz eine reine "Geschmacksfrage", oder?

  • Zitat von pardalisa

    Ob der Hund dabei einen positiven, neutralen oder negativen Blick auf andere Leute hat, ist dann doch in logischer Konsequenz eine reine "Geschmacksfrage", oder?


    Nein, da irrst du - es ist nicht lediglich eine Geschmacksfrage. Das kannst du auch überall nachlesen in (wissenschaftlicher) (Hunde) Verhaltens-Literatur zu dem Thema.

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