Hund entscheiden lassen
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Nein, da irrst du - es ist nicht lediglich eine Geschmacksfrage. Das kannst du auch überall nachlesen in (wissenschaftlicher) (Hunde) Verhaltens-Literatur zu dem Thema.
Kannst du das ein bisschen erklären? Warum ist das entscheidend?
Alternativ nehme ich auch gerne ein paar Links zu entsprechender Fachliteratur.

- Vor einem Moment
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Hi,
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Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann hat er
1. einige Drohstufen/Reaktionen mal direkt ausgelassen
Wer sagt denn, dass die Stufen nicht vorausgehen?Nur weil der Großteil der Leute (selbst viele Hundehalter) Drohen erst erkennen, wenn der Hund laut wird oder die Lefzen zieht, heißt es doch noch lange nicht, dass der Hund nicht die ganze Palette an Körpersprache abgezogen hat, um sich das Gegenüber vom Hals zu halten.
2. würde er einen Wesenstest nicht bestehen
und das finde ich traurig, dass normale hundliche Kommunikation schon als "gestört" im Sinne des Wesenstests eingestuft wird und sagt viel über unsere Gesellschaft und ihr Verhältnis zum Hund und dem Verständnis zum Thema "Wesen des Hundes".und ist wegen 1 & 2 nicht gut geprägt/sozialisiert. Wenn das jetzt ein Arbeitshund ist, der das nicht muss (arbeitende Herdenschutzhunde, wenn man einen privat hält, hat man die Ausrede nicht), dann stellt sich nun die Frage, was man mit dem Tier im öffentlichen Raum macht.
Sich darüber im Klaren sein, dass man da kein laufendes Stofftier an der Leine hat, sondern ein lebendes, atmendes Wesen, das im Grunde seines Seins immer noch ein Raubtier und kein Spielzeug ist. -
Kein Hund muss sich widerstandslos bedrängen lassen. Jeder Hund hat da seine individuelle Grenze und die sollte man auch respektieren. Sogar Newton, dem es ja oft nicht nah genug sein kann, hat sich beim Wesenstest dem Menschenkreis entzogen. Ich finde das ein völlig normales Verhalten.
Ist es auch. Selbst bei uns in der Rettungshundestaffel wird sowas getestet im Wesenstest - einziges Problem wäre, wenn ein bedrängter Hund nach vorn ginge. Gehen/ausweichen darf jeder Hund - solang der net nach vorn geht oder panisch flüchtet.
Aber es klang bei ihr so, als wär das für sie das Wichtigste am Hund, daß jeder Hund sich vom Fremden alles gefallen lassen müsse, und das würde ein massives Bedrängen wie im Fall der TS ja mit einschließen. Darauf bezog ich mich.
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Man darf auch nicht vergessen, dass die Tendenz zum laut drohen sehr rasseabhängig ist. Manche Rassen neigen sehr früh dem theatralischen Gezeter, noch lange bevor sie bereit wären die Zähne einzusetzen, während andere erst unmittelbar vor dem Zugriff einen Ton von sich geben.
Und bei der heutigen Ignoranz vieler Leute, sind mir die, die ihrem Unmut lautstark Ausdruck verleihen deutlich lieber, weil da in der Regel auch der Dümmste versteht, dass er gerade dabei ist zu weit zu gehen...
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.......Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann hat er
1. einige Drohstufen/Reaktionen mal direkt ausgelassen
2. würde er einen Wesenstest nicht bestehenund ist wegen 1 & 2 nicht gut geprägt/sozialisiert.........
Ich konter mal:
"Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann....:"
1. hat er vielleicht einfach Schutztrieb (trainier den mal ab *lach)
2. hat der Bedrohende schon übersehen, daß der Hund schon etliche Drohstufen gezeigt hat (das ist mit Sicherheit öfter der Fall als das von dir erwähnte nicht vorher drohen!), und der Halter vielleicht nen Moment nicht auf den Hund geguckt, umn das wahrzunehmen dun einzugreifen. Aber macht nix, das Knurren gibt ja dem Halter noch Zeit, Grenzen zu ziehen dem gegenüber. Sind ja alle nur Menschen....
3. würde er jeden Wesenstest bestehen (wenn sonst nix vorliegt). Ein Wesenstest testet auf Aggressivität. Und Knurren ist Kommunikation und keine Aggressivität. Daher also eher noch erwünscht beim Hund, als daß das jemand ernsthaft negativ bewerten würde. Es ist einfach nur ein "jetzt bitte nicht weitermachen" vom Hund. Aussortiert im Wesenstest würde nur ein Hund, der eben NICHT knurrt (und damit warnt), sondern gleich zupackt.
4. hat er vielleicht einfach im Lauf des Lebens schlechte Erfahrungen gemacht, trotz bester Prägung und Sozialisierung.
5. (Variante "oder Schlimmerem") hat er vielleicht beim (Vor)besitzer gelernt, daß Drohen vorher keinen Sinn hat, weil derjenige ihm das Knurren verboten hat, und muß daher jetzt gleich zupacken. Auch das kannst Du nicht dem Hund vorhalten oder als Verhaltensstörung abqualifizieren, weils angelernt wurde vom Halter.
6. hat er vielleicht gerade in dem Moment einfach gar keine Möglichkeit, auszuweichen, weil zu eng. --> Hundeführerfehler, kann man dem Hund nicht anlasten.
7. -8. - ...... da gibts bestimmt noch etliche Möglichkeiten mehr, die man hier ergänzen kann, aber das mag erstmal genug sein, um aufzuzeigen, daß es so einfach nicht ist.Ich finde ehrlich gesagt, Du argumentierst da etwas zu kurzsichtig und für meine Begriffe zu viel mit Schubladen oder Schlagwörtern, das geht mir zu sehr in die Richtung "Hund muß alles gefallen lassen, sonst ist er verhaltensgestört" (nein, das hast Du nirgends so geschrieben, ich kann lesen *ggg - kommt aber bei mir bissel so rüber....).
Zum Fettgedruckten: warum sollte der Hund wegen eines nicht bestandenen Wesenstests nicht gut sozialisiert sein??? Das kann ich grade nicht so ganz verstehen. Wolltest wahrscheinlich schreiben, er besteht den Test nicht, weil er nicht gut sozialisiert wurde? Ursache und Wirkung vertauscht.... *gg
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...Und bei der heutigen Ignoranz vieler Leute,...
Ich empfinde das auch als Respektlosigkeit gegenüber dem Eigentum fremder Leute!!! Denn wie ich vorher schon schrieb, fass mal das Auto/Handy/Fahrrad fremder Leute an... da werden nicht wenige direkt handgreiflich!!
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Sich darüber im Klaren sein, dass man da kein laufendes Stofftier an der Leine hat, sondern ein lebendes, atmendes Wesen, das im Grunde seines Seins immer noch ein Raubtier und kein Spielzeug ist.
Ehrlich mal, diskutieren funktioniert nicht, wenn Du, in Ermangelung von Argumenten immer versuchst die andere Seite ad absurdum zu führen.
Natürlich ist der Hund ein Lebewesen, ein lernfähiges Lebewesen.
Meine Tocher ist ebenso ein Lebewesen aus der Familie der Primaten. Sollte Sie, wie typische für Primaten, demnächst damit anfangen gegenüber den anderen Kindern in der Krabbelstube mit Dominanzgebahren zu beginnen und bei Misfallen bestimmter Umstände mit dem Werfen Ihrer eigenen Exkremente zu beginnen, dann werde ich daran arbeiten, dass sie in der Zukunft Konflikte anders löst ;-)Selbiges gilt für den Hund, wenn der Hund im öffentlichen Raum knurrt anstatt einfach mal wegzugehen und/oder sich bei mir Hilfe zu holen, würde ich anfangen an der Bindung zu arbeiten.
Ähnlich wie BieBoss bin ich in einer RHS und genau wie bei Ihr, machen auch wir einen "großen Wesenstest" und da ist eigentlich alles ok, so lange der Hund schutz sucht, sich versucht (kontrolliert) der Situation zu entziehen oder ähnliches.
Aber in der Situation bleiben und zu drohen (knurren) wäre natürlich nicht ok. -
Ich verstehe den Zusammenhang zwischen Sozialisierung und Desinteresse / Ablehnung gegenüber fremden Menschen immer noch nicht, wenn ich ehrlich bin.
Bei der Sozialisierung geht es doch darum, dass ich dem Hund bestimmte Elemente meines Alltags nahebringe und dafür sorge, dass er bei diesen nicht mit übersteigerter Unsicherheit, Angst oder Stress reagiert. Ein Hund, der keine Lust auf Fremde hat und deshalb den Kontakt zu diesen meidet, muss aber weder Angst noch Stress haben - es kann auch einfach eine rassetypische Reserviertheit gegenüber Fremden sein oder eine persönliche Charaktereigenschaft. Was will ich da an Sozialisierung noch machen?Mag der Hund nicht schwimmen, dann werfe ich dem anderen doch auch nicht vor, dass er den Hund halt nicht oft genug mit Wasser in Berührung gebracht hat? Sondern akzeptiere, dass dieser Hund halt eben nicht schwimmen mag.
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Ich konter mal:
"Wenn der Hund, anstatt auszuweichen, zu ignorieren oder zu beschwichtigen auf Menschen die ihm im öffentlichen Raum nahe kommen mit Knurren oder schlimmeren reagiert, dann....:"1. hat er vielleicht einfach Schutztrieb (trainier den mal ab *lach)
2. hat der Bedrohende schon übersehen, daß der Hund schon etliche Drohstufen gezeigt hat (das ist mit Sicherheit öfter der Fall als das von dir erwähnte nicht vorher drohen!), und der Halter vielleicht nen Moment nicht auf den Hund geguckt, umn das wahrzunehmen dun einzugreifen. Aber macht nix, das Knurren gibt ja dem Halter noch Zeit, Grenzen zu ziehen dem gegenüber. Sind ja alle nur Menschen....
3. würde er jeden Wesenstest bestehen (wenn sonst nix vorliegt). Ein Wesenstest testet auf Aggressivität. Und Knurren ist Kommunikation und keine Aggressivität. Daher also eher noch erwünscht beim Hund, als daß das jemand ernsthaft negativ bewerten würde. Es ist einfach nur ein "jetzt bitte nicht weitermachen" vom Hund. Aussortiert im Wesenstest würde nur ein Hund, der eben NICHT knurrt (und damit warnt), sondern gleich zupackt.
4. hat er vielleicht einfach im Lauf des Lebens schlechte Erfahrungen gemacht, trotz bester Prägung und Sozialisierung.
5. (Variante "oder Schlimmerem") hat er vielleicht beim (Vor)besitzer gelernt, daß Drohen vorher keinen Sinn hat, weil derjenige ihm das Knurren verboten hat, und muß daher jetzt gleich zupacken. Auch das kannst Du nicht dem Hund vorhalten oder als Verhaltensstörung abqualifizieren, weils angelernt wurde vom Halter.
6. hat er vielleicht gerade in dem Moment einfach gar keine Möglichkeit, auszuweichen, weil zu eng. --> Hundeführerfehler, kann man dem Hund nicht anlasten.
7. -8. - ...... da gibts bestimmt noch etliche Möglichkeiten mehr, die man hier ergänzen kann, aber das mag erstmal genug sein, um aufzuzeigen, daß es so einfach nicht ist.Ich finde ehrlich gesagt, Du argumentierst da etwas zu kurzsichtig und für meine Begriffe zu viel mit Schubladen oder Schlagwörtern, das geht mir zu sehr in die Richtung "Hund muß alles gefallen lassen, sonst ist er verhaltensgestört" (nein, das hast Du nirgends so geschrieben, ich kann lesen *ggg - kommt aber bei mir bissel so rüber....).
Zum Fettgedruckten: warum sollte der Hund wegen eines nicht bestandenen Wesenstests nicht gut sozialisiert sein??? Das kann ich grade nicht so ganz verstehen. Wolltest wahrscheinlich schreiben, er besteht den Test nicht, weil er nicht gut sozialisiert wurde? Ursache und Wirkung vertauscht.... *gg
Alles Gute Punkte,
1. Hund mit Schutztrieb evtl. nicht im Cafe unbeaufsichtigt unterm Stuhl liegen lassen.
2. Falls der Mensch das wirklich übersehen sollte, und ich glaube immernoch nicht, dass da hunderte Leute rumlaufen, die Maul aufreissen, Lefzen lecken und Kopf abwenden dauernd übersehen, sollte sich der Hund vor dem Drohen immernoch ausweichen ausser siehe 1, aber bei Schutztrieb etc. hatte ich ja immer betont, dass da mMn eh andere Regeln gelten
3. Beim Wesenstest muss sich der Hund ohne zu murren von oben am Kopf berühren lassen. Der Hund der Threaderstellerin hat sich ohne zu murren gar nicht berühren lassen.
4. Totale Zustimmung. Dann gehört der Hund aber auch nie in eine Situation, in der nicht ich kontrolliere wer zu dem Hund geht (ich hab ja auch eine solche zu Hause)
5. Totale Zustimmung, siehe 4.
6. ZustimmungIst absolut nicht so gemeint gewesen, der Hund muss sich nicht alles gefallen lassen, aber wenn der normale Familienhund mit Knurren anstatt Ausweichen/Schutz suchen reagiert, dann läuft irgendetwas gewaltig schief.
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Selbiges gilt für den Hund, wenn der Hund im öffentlichen Raum knurrt anstatt einfach mal wegzugehen und/oder sich bei mir Hilfe zu holen, würde ich anfangen an der Bindung zu arbeiten.
Ich hab' die Frage schon mal gestellt, tue das aber gerne noch mal: Was genau ist an einem Knurren schlimm? Warum sollte das unterbleiben?
Knurren...
- tut niemandem weh
- ist für Nicht-Hunde-Menschen meist sofort verständlich (im Gegensatz z.B. zu angespannter Körperhaltung, Ohrenspiel, Abwenden und anderen nicht-akustischen Signalen des Hundes)
- für den Hund völlig natürliches, je nach Hund sogar ziemlich zurückhaltendes Verhalten (= akustische, unmissverständliche Warnung statt aktives Vor-Gehen)
- weist den Besitzer auf ein Problem hin, das er u.U. übersehen haben könnte, sodass er reagieren kannWenn der Hund also knurrt, macht er doch eigentlich alles richtig – warum sollte man dann "an der Bindung arbeiten"?
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