Wie weit dürfen eure Hunde gehen-Yorki 10 Monate

  • Hallo ihr Lieben,

    heute waren wir (Milo- 1,5 Jahre/ 5Kilo und Ada- 10 Monate/ 2,5 Kilo) mit 10 weiteren unbekannten Hunden unterwegs.
    Ada war zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit (sie lebt seit der 10.Lebenswoche hier) bei Hundekontakte sehr unsicher und schnappte schnell nach vorne,wenn ein Hund sie bedrängte.
    Also habe ich viele Kontakte gesucht,eine Hundeschule besucht und viel mit ihr geübt. Mittlerweile geht sie für ihre Körpergröße doch mit allen Hunderassen souverän um,nutzt eine ausgeprägte Körpersprache. In Hundegruppe findet man sie hinten oder am Rand und sie geht Konfrontationen aus dem Weg.
    Heute hat sie ein Dackel zum Spiel aufgefordert und sie dabei mehrmals bellend angestoßen. Zu Beginn ignorierte sie die andere Hündin,dann legte sie sich auf den Rücken und als das nichts half, flüchtete sie in meine Richtung. Die andere Hündin immer hinterher. Kurz bevor sie mich erreichte,drehte sich Ada um und verbellt den Hund und knurrt schrecklich. Dieser wurde aber dadurch in seinem Spiel noch angeheizt. Dann ging Ada auf die Hündin kläffend los und zeigte deutlich Zähne. Ich bin dann dazwischen und habe sie abgerufen. Die andere Hündin aber hinterher und weiter im Spielmodus.Sie hat Ada gar nicht wahrgenommen. Die HH leinte dann an. Ada blieb bei mir oder lief mit den anderen Hunden. Kam das Dackelmädchen zu nah,drohte sie sofort wieder. Die HH meinte,wir sollten sie mal machen lassen. Aber mein Bauch sagte,dass beide nicht verstanden haben,was der andere Hund will.
    Sollte man die Hunde das wirklich untereinander klären lassen?
    Welche Stufe sollte Ada dabei noch erreichen. Sie war in ihrer Abwehr doch schon ganz oben und wurde nicht ernst genommen. Geht es in eine Besserwisser über,hätte sie kaum eine Chance. Vermenschliche ich zu arg? Wie weit lasst ihr eure Hunde kommunizieren?

    L.G. Nicole

  • Nein, würde ich die Hunde nicht selber klären lassen. Deine Hündin hatte anscheinend keinen Bock auf den anderen Hund und hat ihm das mitgeteilt. Setzt der andere Hund sich darüber hinweg würde ich als Mensch eingreifen und meinen Hund schützen, um zu vermeiden dass er noch deutlicher werden muss.

  • Lieber einmal zu viel schützen, als dass der Hund Schaden davon trägt. Schützen kann nie schlecht sein. Wenn die Hunde auch noch SEHR unterschiedlich sind, würde ich sofort eingreifen. Ruhig - aber bestimmt. Sagt mein Hund EINMAL nein zum anderen und der andere "will nicht hören" gehe ich komplett aus der Situation raus mit meinem Hund. Ich bin verantwortlich für meinen Hund, wenn der aber die Erfahrung machen muss, dass er im Notfall sich selbst verteidigen muss, wird er sich (immer) weniger auf seinen Halter verlassen (können). Es wäre einfach eine ungenutzte Chance, dem Hund zu zeigen, ich bin für dich da, dir passiert nichts - mit nervenden Artgenossen MUSST du dich nicht abgeben.

    Meiner Erfahrung nach ist dieses "klären lassen" oft nur Selbstprofilierung anderer Halter, die darauf hoffen/warten, dass ihr Hund einen anderen runter macht und dann als "Sieger" dasteht. Lautwerden, umschmeissen, Kommentkampf - sowas ist alles unnötiger Kram. TROTZDEM gehört er natürlich zur Kommunikation. Frage ist nur, ob ich mich auf so einen Blödsinn einlasse, wenn ich vorher schon ein dummes Gefühl hatte. Lernen tut mein Hund nur, dass er Angst haben MUSS.

  • Danke,für eure Meinungen. Ähnlich sehe und handhabe ich das auch. Meist reagieren die Hunde ja aufeinander,aber es passt halt nicht immer.

    Die Beiden haben in anderen Situationen auch ruhig nebeneinander gestanden,es war also keine grundsätzliche Antipathie.

    L.G.

  • Wie weit lasst ihr eure Hunde kommunizieren?

    Nur solange es nett ist, also das was man gemeiniglich mit die Hunde müssen was klären bezeichnet nicht.


    ich hab solche Situationen aber gottseidank auch noch nicht wirklich erlebt

  • Dex darf einem anderen Hund durchaus auch mal die Meinung sagen, solange er noch in einem normalen geistigen Zustand ist und nicht in Panik verfällt.
    Also beispielsweise rennt ein größerer Hund im Hundepark in unsere Gruppe rein, ohne sich langsamer und höflich zu nähern, und das kann Dexter nicht ausstehen. Im Folge dessen wird der Fremdhund verbellt, je nach dessen Reaktion nur kurz oder auch etwas ausgibiger.
    Normalerweise ist danach alles wieder gut, wenn entweder der Hund beschwichtigt und wieder geht, oder beschwichtigt und zeigt, dass er nichts böses will und man kommt sogar gut miteinander aus.

    Solche Begegnungen finde ich schon wichtig, weil der Hund da gute Erfahrungen sammeln kann! Dex war als ich ihn bekommen habe, sehr schwierig was andere Hunde angeht. Er ist in Panik ausgebrochen, und war sehr schnell völlig überfordert. Mittlerweile, nach vielen Monaten Üben und ausprobieren lassen, ist er weitgehend entspannt.

    Die einzigen Situationen wo ich ihn rausnehme, sind solche in denen er austickt (ist bei Bullies der Fall, die kann er nicht ausstehen und flippt völlig aus, wir haben es mehrfach probiert ob es besser wird, aber tuts bisher nicht) oder wenn der Fremdhund deutlich zeigt, dass es ihm total egal ist, ob Dex möchte oder nicht und übergriffig wird.

    Es ist also abhängig von der Situation und dem Hund bzw. dessen Empfinden anderen Hunden gegenüber, wie weit man es laufen läßt.

  • Sollte man die Hunde das wirklich untereinander klären lassen?

    Nein, auf keinen Fall! Deine Hündin fühlte sich durch die Dackelhündin bedrängt und gemobbt.
    Die Dackelhündin hat die eindeutigen Signale ignoriert, das wär wahrscheinlich in einer Beisserei geendet.
    Ich hätte das auch sofort unterbrochen und meinen Hund da raus geholt.

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