Operationen und die Hundepsyche

  • Hallo ihr Lieben,

    mein Hund hat in seinen 18 Monaten Lebenszeit bereits 2 OPs und 5 Klinikaufenthalte von der Dauer von 2 Tagen bis zu 2 Wochen hinter sich. Kastration steht auch noch an. Nun habe ich erfahren, dass noch 2 weitere OPs nötig wären, eine davon "nur" eine Arthroskopie wegen des Verdachts aus Arthrose in beiden Vorderläufen. Zusätzlich leidet er unter Epilepsie, die Medikamente schlagen aber bisher nicht an.
    Ich bin nun an einem Punkt wo ich mich frage, was das mit meinem Hund machen würde bzw. ob es für ihn Sinn machen würde, zumal Arthrose ja nicht komplett heilbar ist. Sicherlich könnt ihr mir das auch nicht beantworten, daher frage ich nach Erfahrungsberichten.

    Hat jemand seinen Hund so oft operieren lassen? Hat es bei ihm Schäden hinterlassen?

  • Puh das ist mal eine Hausnummer..
    weswegen hast du ihn denn so oft operieren lassen müssen?
    Warum die langen Klinikaufenthalte?
    Was ist es denn für ein Hund?

    Mein Grey ist jetzt knapp 2 Jahre alt und war auch schon 4x in Narkose (2x zusammenflicken und 2x wegen einer Avulsionsfraktur, die mit Pins versorgt wurde)
    Mit seiner Psyche hat das alles nix gemacht...jedenfalls wäre mir nichts aufgefallen.
    Die Chirurgin wollte ihn lange Zeit später nochmal operieren, das habe ich aber nicht machen lassen, da ich die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit nicht einsah.

    Die Frage ist, ob es bei deinem Hund wirklich angemessen ist..

  • Ich würde mir da eher weniger Sorgen um die Psyche, als um das Immunsystem machen, denn oftmals hinterlassen die vielen Narkosen da einen Knacks.

    Was soll denn bei der OP an den Vorderbeinen gemacht werden? Arthrose kann man auch ohne OP diagnostizieren. Und die Kastration würde ich dann schlicht streichen.

  • Es ist ein Golden Retriever. Die große OP mit 2 Wochen Klinik war lebensnotwendig. Will da gerade nicht mehr zu sagen, da ich nicht weiß, wer mit liest. Ein weiterer Eingriff ist jedenfalls notwendig, wenn der Hund ein normales Leben führen können soll.

    Die Kastration muss leider gemacht werden, da die Hoden nicht abgestiegen sind, sonst würde ich das natürlich nicht auch noch machen lassen. Dass das Immunsystem unter Narkosen leiden kann, wusste ich auch noch nicht.

    Diese Woche wird erstmal geröntgt wegen der Arthrose, eine Arthroskopie ist notwendig, da eventuell eine Coronoidpathologie vorliegt. Das kann wohl nur mit Röntgen nicht erkannt werden. Auf dem Röntgenbild erkennt man nur eine Veränderung im Vergleich zur Aufnahme von vor 5 Monaten.

  • Hm - ich denk mal, die Kastra ist das Geringste aller Probleme, das kann man vlt. sogar mit einer der anderen anstehenden OP verbinden. Aber ich denke, ohne zu wissen, um was es bei dem Hund krankheitsmäßig so geht (und damit die Chancen auf Heilung/Linderung durch die OPs abschätzen zu können), kann man dazu wenig raten.

  • Hat jemand seinen Hund so oft operieren lassen? Hat es bei ihm Schäden hinterlassen?

    Erfahrungen habe ich da nur wenige. Mal Narkose wegen Kastra, mal Sedierung wegen Zahnsanierung.
    Aber alles in großen zeitlichen Abständen.

    Von einer Bekannten, die eine Krebs-OP hatte, habe ich mal gehört, dass der Körper 2 Jahre braucht, um sich davon zu erholen.
    Nicht wegen der Nachfolgebehandlungen, sondern alleine wegen der Narkose und dem Stress für den Körper, aufgeschnitten zu werden (wird ja durch die N. nur ausgeblendet).


  • Hat jemand seinen Hund so oft operieren lassen? Hat es bei ihm Schäden hinterlassen?


    Ja, leider musste mein Hund schon oft operiert werden:
    OP wegen Umfangsvermehrung an beiden Hinterpfoten im November 2013
    Krebs OP im Mai 2014
    Krebs OP im März 2015
    Krebs OP im September 2015
    Narkose für MRT nach Rückenmarksinfarkt im Februar 2016

    Ich würde sagen, es hat keine Schäden hinterlassen. Die 3 Tage Klinik waren schlimm für Snow, aber nach einem Tag hier zu Hause auch schon wieder vergessen.

  • Zusätzlich leidet er unter Epilepsie, die Medikamente schlagen aber bisher nicht an.

    Die Kastration muss leider gemacht werden, da die Hoden nicht abgestiegen sind, sonst würde ich das natürlich nicht auch noch machen lassen.

    Ich bin unter gesunden Umständen nicht der Kastrationsfan. Aber in einem solchen Fall würde ich das vorziehen.
    Wenn die Hoden noch im Bauchraum liegen, sind die erhöhten Temperaturen ausgesetzt. Neben all dem, was daran sowieso problematisch ist, produzieren die u.U. auch mehr Hormone als normalerweise. Und die Hormone können leider durchaus ein Auslöser für epileptische Anfälle sein und die Behandlung erschweren. Was epileptische Anfälle mit der Hundepsyche machen und was nicht anschlagende Medikamente bei Epi bedeuten, würde mir mehr Sorgen machen als mögliche Narkosenebenwirkungen.

    Das war jetzt leider keine Antwort auf Deine eigentliche Frage und darauf habe ich auch keine, tut mir leid.

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