Cortison - Gewissensfrage

  • Danke für die Anregungen.

    @BieBoss Ich hab fast alles probiert was du vorgeschlagen hast.
    Ich dusche sie nahezu nach jedem gassi ab, ne zeitlang auch mit einem extra Shampoo vom TA.
    Sie trägt immer einen Mantel der den Bauch bedeckt (ausser im Sommer).
    Und ich habe vom TA mal so ein Kontaktspray mit Cortison bekommen was ich ihr vor dem gassi auf die Pfoten gesprüht habe. Leider hat alles nichts genutzt :(.

    Stress ist in meinen Augen absolut ein wichtiger Faktor sodass ich darauf achte, dass sie quasi selten alleine ist, sie immer einen geregelten Tagesablauf hat. Ich wohne mit ihr mitten in der Pampa (Stadt, viele Menschen ect stressen sie total) und ich wüsste mittlerweile bis auf die TA Besuche wirklich keinen Stressfaktor in ihrem Leben.

    Ich hatte 2 THP bisher dran. Bei der ersten ging es gründlich in die Hose. Sie hat mir sehr viele mittel verschrieben, wo die Einnahme zum puren Stress wurde und sich der Zustand sehr verschlechterte. Sie wollte das Immunsystem auf vordermann bringen, was dazu führte dass der Körper sich umso mehr selbst Angriff. Nach einiger Zeit habe ich das abgebrochen.
    Die jetzige THP ist da vorsichtiger und sie bekommt nur drei Zusätze die für mein Empfinden zum grossen Teil dafür verantwortlich sind, dass sie vom Magen-Darm so stabil wurde.

    Wegen der Futtermittelallergien mache ich mir die kleinste Sorgen. Ich weiss mittlerweile genau was sie verträgt und wenn ich mich strikt dran halte klappt es ja sehr gut.

    Es sind eher die anderen Faktoren die nicht greifbar sind. Ich weiss sicher, dass sie auf bestimmte Medikamente reagiert, flohkot, Grasmilben, verschiedene Gräser und Pollen...und wer weiss was noch :(

    Der Pricktest interessiert mich sehr und ich bin gespannt was meine TÄ dazu sagt.

  • Ich habe eine11j. 6,5kg-Hündin, die wegen einer chronischen Dünndarmerkrankung seit 8 Jahren 2,5mg/Prednisolon jeden 2. Tag bekommt (bei Krankheitsschüben deutlich mehr für mehrere Wochen). Sie hat es super vertragen, bis vor ca. 6 Monaten kaum Nebenwirkungen, dadurch ein normales, aktives, unbeschwertes Hundeleben. Ohne Pred wäre sie seit mindestens 7 jahren tot.
    Jetzt hat sie dadurch ein Morbus Addison entwickelt, bekommt dagegen Medikamente, ihr Fell ist etwas "schäbig" geworden, die Unterwolle fehlt, daher friert sie schnell. Aber da gibt es ja warme Hundemäntel...

  • Wir haben auch eine Hündin die dauerhaft Cortison bekommt. Ihr ging es ohne sehr schlecht (auch IBD) und mit der dauerhaften Gabe geht es ihr super.
    Ich sehe das ganz pragmatisch, lieber habe ich einen Hund, der Lebensqualität hat und beschwerdefrei leben kann und dafür eventuell eine verkürzte Lebenserwartung hat, als einen leidenden Hund, der dafür vielleicht ein Jahr länger lebt.

  • @Borderlunde und @lillameja - ich bin absolut Eurer Meinung. Wenn nichts geht, dann gibt es Cortison und das dann auch dauerhaft. Das Allerwichtigste ist die Lebensqualität! Das kenne ich aus meiner eigenen Erfahrung und sehe es für meine Lieben ganz genauso.

    Allerdings ist der Pricktest ein absolut ungefährliches Verfahren (das gleiche wird beim Menschen auf dem Unterarm gemacht) und noch dazu das Aussagekräftigste überhaupt. Und sollte die Hyposensibilisierung danach anschlagen hat man einen Beschwerde - und Cortison freien Hund. Schlägt es nicht an, sehr schade, aber man hat nichts verloren und greift dann halt doch wieder zum Cortison. Ich finde es eine gute Chance...

  • Ich habe Cortison auch immer verascheut und versucht zum umgehn, aber bei Gisi bin ich da auch an Grenzen gekommen, daß es ohne einfach nicht mehr ging.

    Sie war auch Schwerstallergikerin, und es hat sich, trotz ebenfalls jahrelangem rumdoktoren, einfach keine akzeptable Alternative finden lassen, die das bietet, was man Lebensqualität nennt. Das gabs erst mit dauerhafter Cortisongabe.

    Ich hab mich, als Gisi ca 6 war dann pro Cortiosn entschieden. Sie hat dauerhaft, bis zum Lebensende dann täglich zwischen 5 und 10 mg bekommen, je nach Jahreszeit (im Sommer mehr, im Winter weniger).

    Die letzten 2 Jahre gabs ein Kombipräperat aus Antihistamin und Predni, den Perdnianteil konnten wir so etwas senken. Blutbild hab ich alle 6 Monate machen lassen.

    Gisi hat es sehr gut vertragen, kaum NW gehabt, wurde knapp 13 und ist an einem Hirntumor gestorben.

    Ich hab mich damals pro Lebensqualität entschieden mit dem Risiko, daß dafür die Lebensdauer etwas kürzer ist, und würde es immer wieder so machen.

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