Podenco-Junghund fängt an Besucher zu verbellen, was tun?
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tüpfels -
5. Dezember 2015 um 08:55
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Der 8 Monate alte Jung-Podenco ist eher ängstlich. Bisher hat er sich, wenn Besuch kam versteckt und kam erst nach einiger Zeit wieder hervor.
Mit zunehmender Sicherheit und Vertrautheit (er ist nun 2 Monate hier in D), fängt er an Besucher heftig zu verbellen, bleibt aber im Sicherheitsabstand von 2-3m von den Besuchern weg.
Dabei regt er sich so auf, dass das erlernte "Sitz!" nicht gehört wird, das kann ich also zum Abbruch des Verhaltens nicht einsetzen.
Auch Ablenken mit Leckerli funktioniert nicht, ist in dieser Erregungssituation unwichtig.
"Strenges Anschreien" fällt für mich als Handlungsalternative bei einem eh schon ängstlichen Hund aus.Was soll ich tun?
- Ihn "wegsperren", in ein anderes Zimmer, bis er sich beruhigt hat?
- mit Spielzeug versuchen abzulenken?Habt ihr vielleicht noch Ideen?
PS: Die Besucher sind meist die Freunde meiner Söhne, junge Männer im Alter von 15-20, die sind tiefenentspannt!

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Vielleicht geht ihr mal ganzheitlicher an die Sache und überlegt wo überall im Alltag er mehr Führung und Sicherheit bräuchte. Ich kann mir vorstellen, wenn er lernt, dass ihr Dinge regelt, geht die Erregung runter.
Aber dafür wäre der Alltag wichtig anzuschauen. -
Hast du schonmal versucht, selbst zu dem Besucher zu gehen, diesen anzufassen, wenn sich der Hund gerade so "aufführt"? Bei vielen Hunden hilft das, denn dann merken sie, dass der Besucher nicht gefährlich ist. Gut ist es, wenn du neben dem Besucher in die Hocke gehst, ihm so lange leicht aufs Bein klopfst, dabei deinen Hund mit Worten (z.B schau mal her, der tut nichts, oder sonstwas) herlockst, bis sich der Hund selbst davon überzeugt und den Besucher beschnüffeln möchte. Dieser soll derweilen nichts sagen und sich nicht bewegen. Wenn du deinem Hund genügend Sicherheit vermittelst, dann wird er sich auch trauen, den Besucher zu beschnüffeln.
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Faro ist auch ein Schisser, hat sich anfangs verpieselt, wenn Besucher kamen und meinte dann ein paar Wochen später, die Leute anbellen zu müssen.
Im Alltag haben wir sehr darauf geachtet, dass Faro Vertrauen aufbaut, lernt, wir regeln die Dinge, er braucht keine Angst zu haben.
Im Haus habe ich das Deckentraining gemacht. Eine Decke kam ins Wohnzimmer und ich trainierte, d.h. Faro musste auf ein Kommando auf seine Decke gehen und so lange dort bleiben, bis ich das Kommando aufgehoben habe. Dieses Training fand allerdings ohne jegliche Ablenkung statt. Heute ist es so, dass, wenn Besuch kommt, Faro auf seine Decke geht und ruhig dort liegen bleibt. Selbst wenn er noch skeptisch ist, weiß er, die Decke ist seine Decke und dort stört ihn niemand -
Wegsperren würde ich Dir nicht empfehlen. So lernt der Hund, dass Besucher bedrohlich sind, weil er muss ja weg.
Besser ist es den Hund an die Leine zu nehmen, Besucher bitten nicht auf das Verhalten des Hundes einzugehen, Den Hund neben Dir "sitz", "platz" machen lassen und einfach sonst nicht auf den Hund einzugehen.
Besucher anleiten, den Hund zu ignorieren und wenn der Hund von sich aus Kontakt suchen will, ihm auch die Möglichkeit dazu geben.
Besucher sollten den Hund nicht bedrängen, nicht streicheln, vorerst nur einmal die flache Hand vor der Schnauze zum Beschnüffeln anbieten.
Weitere intensive Kontakte bauen sich dann auf das weitere Verhalten des Hundes auf.
Der Hund reagiert aus Unsicherheit heraus, weil er nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Diese Sicherheit musst Du ihm geben!
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Unser Podenco Mix ist genauso, wenn Besuch kommt, bell er ihn aus der Entfernung an (besonders Männer).
Wir haben aktiv gar nix getan. Das einzige war, dass wenn es klingelt, der hund ins Wohnzimmer muss, bis wir den Besuch empfangen haben. Dann durfte er raus (hat den Besucher angebellt), und wir haben das einfach ignoriert (am Anfang haben wir versucht das Bellen zu unterbinden, hat aber nichts gebracht), irgendwann mal traut er sich dann auch näher an den Besucher, hört auf zu bellen und beschnuppert ihn (das alles macht er von sich aus, ohne dass wir ihn dazu animieren) das wird dann durch Leckerlis vom Besucher bestärkt.
Und es ist tatsächlich besser geworden, er bellt nicht mehr so lange (2-5 Minuten, früher hat er locker 20 Minuten durchgebellt) und traut sich mittlerweile auch schneller in die Nähe des Besuchers.
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Vielen Dank für eure Antworten!
Wahrscheinlich überwinden wir diese "Phase" tatsächlich einfach im Ablauf der Zeit.
Nach erst 2 Monaten kann die Verbindung ja noch nicht so gesichert sein, dass der Hund weiß, dass ich das für ihn regle.
Wir arbeiten also weiter wie bisher und bleiben gedanklich positiv! -
Ich würde einen Besuch in einer netten Hundeschule empfehlen.
NIcht vorrangig, um den Hund "drillen", sondern um die Bindung durch Konsequenz und konzentrierte Beschäftigung zu stärken.Durch den Kontakt mit vielen anderen Menschen, die im Grunde "pro Hund" sind, wird da viel Vertrauen aufgebaut, was im Alltag nicht so möglich ist.
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