Labrador Retriever Quatsch Thread

  • Und ist ein "typischer Labbi" wirklich ein typischer Labbi, oder nur wie du ihn dir vorgestellt hast? =)

    Ein typischer Labbi hat enormen WTP, ist total verfressen, liebt Wasser, liebt andere Hunde und liebt Menschen.
    Eben so, wie die meisten Labbis hier im Thread.
    Und wir haben uns ja nicht ohne Grund für den Labbi entschieden.
    Und der WTP hat in der Entscheidung eine enorme Rolle gespielt und ganz nebenbei hätte ich auch gern einen wasserliebenden Hund gehabt.
    Aber wie gesagt, liebe ich Jenny so wie sie ist. Nur wünsche ich mir halt manchmal mehr Labbi. =)

  • Die Diskussion was WTP ist, gab es ja schon mehrfach hier im Forum (und soweit ich mich erinnere, meistens ohne zufriedenstellendes Ergebnis *hust*).

    Bzgl. WTP vs. Erziehung könnte ich (!) mir vorstellen, dass es bei manchen Dingen eben doch einfach an der frühzeitigen richtigen Erziehung mangelt. Z.B. wenn der Hund sich Gott weiß wie weit entfernt und sich im Endeffekt einen feuchten Kehricht um den Menschen schert. Das ist jetzt nicht nur auf @Labbijenny bezogen, das sehe ich auch bei der Wachteline meines Freundes: Der Hund hat de facto als Welpe nie wirklich gelernt, dass es total geil ist, öfter mal beim Menschen vorbei zu schauen, weil es dann Lob und Kekse gibt und sich eben mehr am Menschen zu orientieren. Das Ergebnis sieht man nun.
    Als ich den Labbi bekommen habe, hab ich in einer Wohnung gewohnt, hinter der zwar nur Felder und ein See waren, aber leider eben auch eine viel befahrene Bahnstrecke, da ich keine Lust darauf hatte, dass mir der Hund untern Zug gerät, war ich eben sehr darauf erpicht, dass er sich an mir orientiert, nicht völlig losgelöst sein Ding macht und die Ohren auf Durchzug stehen hat. Meiner Meinung nach ist eben sowas auch ausschlaggebend, nicht unbedingt (nur) der WTP.

    Meiner Meinung nach beschreibt der WTP eher, wie gut der Hund die Orientierung am Menschen vor den eigenen Trieb stellt. Ein Labrador lässt sich eben auch auf dem Weg zur Beute (Wild, Dummy) wieder stoppen und beispielsweise nach links, recht, wohin auch immer einweisen. Der kommt auch gerne mit der Beute und gibt sie dem Menschen.
    Der Wachtelhund (ich nehm mal unsere Jacky als Beispiels) ist auf und davon, kaum dass man sie Richtung Beute schickt, die würde sich im Leben nicht mehr stoppen und einweisen lassen, die benutzt ihre Nase und fertig. Das Aufnehmen der Beute war kein Problem, das hat sie von vornherein super gemacht. Aber das Herkommen und vor allen Dingen das Ausgeben, DAS war harte Arbeit, dem Hund beizubringen, dass es doch toll ist, damit zum Menschen zu kommen und dann auch entsprechend entlohnt zu werden.

  • Und zum Thema "Reaktion des Hundes, wenn er was angestellt hat": Das hat eher was mit dem Individuum als solchem und weniger mit WTP zu tun, denke ich.

    Wenn bei uns einer was verbockt hat und einen mega Anschiss kassiert hat, sieht das in der Regel so aus:

    Labbi - schwanzelt wie bekloppt, rennt um einen rum, such gleich was zum bringen (Schlappen, Sofakissen, egal was): "Es tut mir leid, ehrlich! Wirklich! Das hab ich nicht gewollt, ehrlich nicht!!! Bitte, bitte, sei doch wieder gut zu mir, ich bring dir auch was feines, guck! Da guck! Wieder gut?! Bitte bitte bitte??!"

    Jacky - Rute runter, Kopf runter, schnurstracks auf den Hundeplatz: "Tut mir leid... Das hab ich so doch nicht gewollt... Sei doch bitte wieder gut mit mir..."

    Gaby - "Mir doch Latte. Du kannst mir doch eh nix, 'n alter Hund wird eh nimmer geschlagen" - sprach's und wackelt davon. Könnte die mit den Schultern zucken...

  • Aus meiner eigenen Definition heraus, was Wtp ist, würde ich sagen, hat Ruby davon durchaus sehr viel. Sie möchte gern gefallen, immer alles richtig machen, steht sich dabei aber oft selbst im Weg durch ihre eigene Art (übermotiviert, mega kurze Konzentrationsphasen). Sie würde liebend gern alles machen was ich will, ich scheine aber nicht klar genug zu sein und wenn ich es dann mal bin, ist ihre Konzentration meist schon wieder dahin und sie dreht einfach nur noch ab. XD Also wir beide sind wohl die perfekte Fail- Kombination, resultierend aus meiner anfänglichen Unerfahrenheit und überforderung, meiner innerlichen Unruhe und Rubys Art, dass sie all das sehr sensibel wahr- und annimmt und dann einfach nichts mehr anderes kann als durchzudrehen und nichts mehr filtern zu können.

    Das klingt jetzt irgendwie total furchtbar, aber wir haben uns jetzt so gut miteinander arrangiert, dass es zwischen uns super klappt und ich auch sofort merke, wenn ich mal zu viel verlange oder es ihr generell einfach gerade zu stressig ist und mittlerweile respektiere ich das. Früher wurde mir halt immer gesagt "Hund muss..." zB das aushalten, aber ich kenne Ruby und weiß heute besser was sie ertragen kann und auch darf. Sie ist eben sehr sensibel, auch wenn die meisten Menschen das bei ihr nicht vermuten würden, da sie immer einfach nur so "verrückt" wirkt (und das ja trotzdem auch ist). :lol: Kleine Hibbelkönigin.

    @Sternenwolf Das find ich ja mal mega. Kopfnuss -Lina hat dir doch schon mal eine verpasst, oder? Oder war da nicht was mit dem Piercing? :dead:

  • Ich glaube nicht, dass die Hunde dem Menschen aus reiner Selbstlosigkeit gefallen wollen, es geht doch eigentlich immer um Feedback oder Bestätigung, oder nicht? Manche Hunde brauchen das mehr, manche weniger, manchen reicht ein Nicken, manche brauchen einen Eiertanz, aber wenn er dauerhaft kein für den Hund passendes(!) Feedback bekommt, ist es doch kein Wunder, dass er sich anderweitig orientiert.

    WTP muss genauso gefördert werden wie jede andere Eigenschaft. Das kriegt man auch beim Labbi nicht pauschal mitgeliefert.

  • Meine Maus hat auch viel WTP. Ganz eifrig und freudig, wenn es ans arbeiten geht, allerdings weniger freudig, wenn wir Sitz-Platz-Fuß in ewiger Wiederholung auf dem Hundeplatz machen. Üben wir dieses allerdings während der Gassirunden in kurzen Sequenzen, ist sie wieder freudig dabei.
    Ich hatte neulich Kontakt zu einer Trainerin, welche Unterordnung total gerne macht, sie jedoch diese Trainingsstunden auf dem Platz z.T. als kontraproduktiv betrachtet. Ihre Aussage ist, dass ein Hund sich nicht über 45 min voll konzentrieren kann und daher können diese Trainingseinheiten einen Hund überlasten.

    Heute gehts der Maus nicht gut. Sie hat Durchfall, hat sogar ihr Essen nicht angerührt und das hat was zu sagen. Möhrensuppe kocht aber schon

  • @Gefühl:
    Als Welpe hat sie mir mal mein Nasenpiercing rausgezogen. Zum Glück ist der Ring einfach aufgangen.

    Ja Kopfnüsse gab es hier schon öfter, aber die heute früh tat echt richtig weh... Ich hatte richtig Tränen in den Augen. Sie hat auch voll den Wangenknochen erwischt mit ihrem Dickschädel.
    Ich denke es wird wohl tatsächlich etwas blau werden. Wenn ich dran komme tut es auch immer noch schön weh.

    Trampelchen...

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