Wie spiele ich richtig mit meinem Welpen?

  • Ich habe mit Welpi Newton sehr viele Bindungs- und Regelspiele gespielt.

    Das ist dann aber an sich kein echtes Spiel, echtes Spiel ist nämlich genau das:

    Zitat

    beliebigem Spiel

    Ich denke, gerade dieses ungerichtete, "sinnlose" Spiel fördert auch die Bindung, schließlich lässt man sich dabei voll und ganz auf seinen Spielpartner ein

    lg

  • Es kommt sicher auch darauf an, was man für einen Welpen hat. Aber mein Labbi-Welpe drehte bei beliebigem, unkontrolliertem Spiel dermaßen auf, dass es unmöglich gut für ihn sein konnte...

    Die Trainerin zeigte uns dann bindungsfördernde Spiele und später einige Regelspiele. Das war dann eher was für ihn.

    Regelspiel ist einfach erklärt. Das ist ein Spiel, das nach festen Regeln abläuft, d.h. der Ball/Stock/Teddy fliegt und er darf ihn erst holen, wenn ich es sage. Bindungsfördende Spiele/Aktivitäten gibt es viele. Ein gemeinsamer Querlauf über gefällte Baumstämme, sich gemeinsam einen Weg durch einen Bach suchen, gemeinsam Leckerlis im hohen Gras suchen, Verstecken spielen, etc.

  • Für mich ist das alles das gleiche.... Spiel eben :D Hauptsache Hund und Halter haben Spaß zusammen :)

  • Aber mein Labbi-Welpe drehte bei beliebigem, unkontrolliertem Spiel dermaßen auf, dass es unmöglich gut für ihn sein konnte...

    Jin hat schnell gelernt, dass das Spiel vorbei war, wenn sie zu wild wurde bzw. habe auch ich gelernt darauf zu achten, so zu spielen, dass ich sie nicht überfordere, sie also nicht aufdreht - allerdings war Jin schon ein eher ruhigerer Welpe, könnte also sein, dass es bei einem anderen länger dauert...


    der Ball/Stock/Teddy fliegt und er darf ihn erst holen, wenn ich es sage.

    "Bällchenwerfen" ist auch kein (gemeinsames) Spiel - so, wie du es machst, ist es eine (spaßige) Übung zur Impulskontrolle, die natürlich auch sehr sinnvoll ist (für Welpen natürlich entsprechend kleinschrittig, so lange/gut ist die Konzentrationsfähigkeit von Welpen normalerweise nicht)

    Spiel wird es, wenn man dabei mit dem Hund um den Ball/das Spielzeug "kämpft", also (tollpatschig) versucht es ihm abzunehmen, ihm, während er das Spielzeug im Maul hat hinterherjagt, mit dem Hund um das Spielzeug zerrt, wenn man "gewinnt" es sich selber abjagen lässt und manchmal das Spielzeug ein Stückchen (nicht zu weit, wenn es ein Spiel mit einem selbst und nicht nur mit dem Gegenstand sein soll) wirft etc.


    Ein gemeinsamer Querlauf über gefällte Baumstämme, sich gemeinsam einen Weg durch einen Bach suchen, gemeinsam Leckerlis im hohen Gras suchen, Verstecken spielen, etc.

    sind gemeinsame Aktivitäten und kein Spiel...

    lg

  • Kurze Richtigstellung: Zerrspiele würde ich nicht machen, wenn er am Zahnen ist. Die Zähne fallen schon von alleine raus. Da braucht niemand "nachzuhelfen".

    Falls er beim zerren/spielen einen Zahn "ausgereisst" bekommt, kann das eine Fehlverknüpfung generieren...

  • Ich fand's eigentlich immer schön, mich mit dem Welpi über den Boden / durch die Wiese zu kugeln (und wo ich das schreibe fällt mir auf, dass wir das mal wieder machen sollten). oder zusammen rennen. und sobald die Beißhemmung gut war, haben wir auch viel mit den Händen gespielt. die hündische Spielaufforderung nachgeahmt, gecatcht oder um Spielzeug gerangelt oder...

  • Jin hat schnell gelernt, dass das Spiel vorbei war, wenn sie zu wild wurde bzw. habe auch ich gelernt darauf zu achten, so zu spielen, dass ich sie nicht überfordere, sie also nicht aufdreht - allerdings war Jin schon ein eher ruhigerer Welpe, könnte also sein, dass es bei einem anderen länger dauert...

    "Bällchenwerfen" ist auch kein (gemeinsames) Spiel - so, wie du es machst, ist es eine (spaßige) Übung zur Impulskontrolle, die natürlich auch sehr sinnvoll ist (für Welpen natürlich entsprechend kleinschrittig, so lange/gut ist die Konzentrationsfähigkeit von Welpen normalerweise nicht)
    Spiel wird es, wenn man dabei mit dem Hund um den Ball/das Spielzeug "kämpft", also (tollpatschig) versucht es ihm abzunehmen, ihm, während er das Spielzeug im Maul hat hinterherjagt, mit dem Hund um das Spielzeug zerrt, wenn man "gewinnt" es sich selber abjagen lässt und manchmal das Spielzeug ein Stückchen (nicht zu weit, wenn es ein Spiel mit einem selbst und nicht nur mit dem Gegenstand sein soll) wirft etc.


    sind gemeinsame Aktivitäten und kein Spiel...
    lg

    Laut Eingangspost geht es hier um einen Welpen, der auch sehr schnell hochdreht. Jeder spielt mit seinem Hund auf seine Weise. Wusste bisher nicht, dass es da ein richtig und falsch gibt. Nur weil du eine andere Vorstellung von "Spielen" hast, heißt das nicht, dass das die einzig richtige ist.

    Bei mir gibt es weder Zerrspiele noch irgendwelche unkontrollierten "Ich hetz dem Ball nach"-Spiele. Warum auch? Wenn der Welpe jedes Mal dermaßen hochdreht, schadet es mehr als das es gut tut.

  • sorry @RafiLe1985: ich wollt dir nicht auf den Schlipps treten, um genau zu sein, hab ich beim obigen Post vergessen dazu zu schreiben, dass jeder da auch seinen Weg finden muss und wenn euer Weg für euch der richtige war, dann ist das gut so :smile:

    Hab mich bei meinen Posts sonst recht sklavisch an die allgemeine Definition von Spiel gehalten ;)

    lg

  • sorry @RafiLe1985: ich wollt dir nicht auf den Schlipps treten, um genau zu sein, hab ich beim obigen Post vergessen dazu zu schreiben, dass jeder da auch seinen Weg finden muss und wenn euer Weg für euch der richtige war, dann ist das gut so :smile:

    Hab mich bei meinen Posts sonst recht sklavisch an die allgemeine Definition von Spiel gehalten ;)

    lg

    Schwamm drüber. :smile:

    Eine Trainerin, bei der ich im Training bin, sagte vor Kurzem, dass Hunde an sich gar nicht spielen, sondern quasi für den Ernstfall proben. Seither überlege ich schon sehr genau, was ich mit Newton spiele. ;)

    Aber beim erwachsenen Hund ist das sicher auch anders gelagert als beim Welpen. Da kann ich mir schon eher vorstellen, dass sie einfach aus Spaß an der Freude rumtollen. ;)

  • ALLE Säugetiere (und einige andere (Wirbel-)Tiere auch) spielen!

    Und ja, beim Spiel wird für den Ernstfall trainiert, aber nicht um des Trainierenswillens, das passiert einfach so nebenbei, daher kann ein Jagdspiel ohne Probleme in eine spielerische Rauferei, ins Kuscheln usw. übergehen...

    Reduziert man das Spiel nur aufs Trainieren, tut man diesem komplexen und schönen Sozialverhalten meiner Meinung nach unrecht und ich mag Trainingsmethoden nicht, die diese eine Erkenntnis derart instrumentalisieren.


    lg

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