Ist das wirklich Demodex?

  • emodexbefallene Hunde riechen tatsächlich nach Mäusen. So süßlichurinigfaulig. Kann allerdings auch nicht jeder riechen bzw. nimmt es nicht mehr wahr, da schon dran gewöhnt.

    So wies aussieht haben wir beide das richtige Näschen. :D
    Ja, man riecht es wirklich. Aber noch schlimmer stinkt ein Hund, der mit Sarkoptesmilben befallen ist. :muede:
    GsD sind alle meine Hunde bisher von Milben verschont geblieben. :smile:

  • Nein, "vererben" kann man Demodikose nicht, aber Welpen nehmen oft schon beim Säugen welche auf. Und ja, es scheint eine gewisse Prädisposition zu geben.

    Wirklich nicht ?

    Lassen wir doch mal einen Fachmann das Ganze fachlich
    erklären und da klingt das so: (auch für Vet.-med.)

    Bei der hereditären (erblichen) generalisierten Demodikose des Hundes vermutet man seit einigen Jahren einen spezifischen, ausschließlich auf die Kontrolle der Demodexmilben beschränkten und nicht näher spezifizierten Defekt von T-Lymphozyten und erklärt damit auch die Prädisposition für diese Erkrankung bei bestimmten Rassen und das familiär gehäufte Auftreten.

    Wir stellen also fest, dass es zunächst eine erbliche Demodikose
    gibt und weiterhin, dass eine erbliche Prädisposition/defekte T-Lymphozytender besteht oder angenommen wird.

    Quelle: (4.Absatz)

    http://www.tierklinik-birkenfeld.de/de/kat.php?k=30

    Soviel mal zur: "Nicht Vererbbarkeit" der Demox.

  • Dann lies aber bitte auch richtig. Es wird eine erbliche Demodikose vermutet. Aber nicht jeder Hund leidet an der generalisierten Form. Die generalisierte Form behandelt man auch nicht in drei Tagen, das ist eine langwierige Sache. Selbst die juvenile Form bekommt man nicht in drei Tagen in den Griff.

  • Ich hab hier ein "Gegenbeispiel": gefühlte 1000 Abklatsche, Geschabsel und auch eine Hautbiopsie... - nichts gefunden. Einfach gar nichts. Und der Hund kratzt und beißt sich seit April. Waren auch schon beim Dermatologe.

    Hatten nun fast drei ganze Wochen komplett Ruhe und seit ein paar Tagen wieder derselbe Mist. Wieder kein Befund. Ätzend :/

    So erging es mir mit meinem letzten Dackel und derweilen hatte er einfach nur einen Überschuß an tierischem Eiweiß, da ich ihm zusätzlich zum Trofu täglich ein Stück Fleisch oder getr. Kauartikel (Hühnerhals, Schweineohr usw.) gegeben hatte.
    Er hatte sich so stark gekratzt, dass er sogar den Hals ganz blutig hatte und ich ihn ständig verbinden musste. Bei uns hat es leider über 1 Jahr Jahre gedauert, bis ich da draufkam.
    Wir hatten etliche TA-Besuche, Hautgeschabsel, Abklatsche, Allergietest, Futterumstellungen usw. hinter uns, bis mich ein befreundeter Züchter darauf brachte, dass mein Hund einen Proteinüberschuß hat.

  • @Dackelbenny: ich hatte davon auch gelesen (ja, man beliest sich ja mit der Zeit .... ). Hast du die Diagnose absichern lassen? Beziehungsweise, wie könnte man dies testen lassen? Blutbild?
    Ich ernähre meine ja größtenteils nach Meyer/Zentek.

    In einer Tat der Verzweiflung habe ich meine Hunde vier Wochen lang wöchentlich mit Milbemax behandelt, aufgrund von Studien die gezeigt haben, dass diese Therapie bei Cheyletiella Milben erfolgreich sein kann. Darauf folgte ja diese 2 1/2 Wochen Juckreiz-freie Zeit. Ob dies nun wirklich damit zusammenhängt...kann man natürlich nicht wissen.
    Ich frage mich nun natürlich, ob die Therapie mit Milbemax erfolgreich war, und ich sie vielleicht länger hätte durchführen müssen. Beziehungsweise ob ein vermeintlicher Erfolg dieser Therapie Rückschluss gibt auf eventuelle Auslöser des Juckreizes - außer eben Cheyletiella... nunja. Diesen Fragen darf sich morgen mal wieder mein Tierarzt widmen....

  • aber bei "erbbar" sprechen wir von der Prädisposition und nicht, dass bereits befallene Welpen geboren werden.

    Beides, also erbar und Prädisposition, man spricht
    dann von "genetischer Prädisposition" gehören zusammen.

    Befallen noch nicht, denn sie bekommen über die laktierende
    Hündin die Anlagen übertragen. Das geht nur in den ersten 72
    Stunden, danach ist eine Ansteckung von Tier zu Tier zu Mensch
    und Retoure nahezu unwahrscheinlich, aber das weißt Du ja sicher.
    Bei guten Immunsystem passiert da nichts, aber da Babys sich
    entwickeln und erst stabilisieren müssen, kann es schnell mal in
    den ersten Wochen zum Ausbruch kommen.

    Habe gerade bei einer Hündin die Milbe festgestellt, sie macht
    gerade eine enorme Hormonumstellung durch, auch da kann es
    passieren, ist alles eine Linie. Betroffen sind meist Welpen und
    Jungtiere bis max. 3 Jahre, bei mir jedenfalls und tritt in aller
    Regel nur einmal auf.

    Da ich es weiß und öfter kontrolliere bleibt es bei der lokalen Form.
    Bei Behandlung habe ich schnell kreisrunde Stellen und das Fell in der
    Hand, Blut dazu, versteht sich, nur ist es GsD nie in die generalisierte
    Form übergegangen, da braucht man sicher Wochen zur Bekämpfung.

  • Hallo zusammen,

    hab mir jetzt nicht komplett alles durchgelesen..

    Bei lichtem Fell....bitte unbedingt die Schilddrüse testen lassen. Hab hier einiges durchgemacht, bis endlich die Diagnose klar war. Und ich hatte auch ein Hündin mit Demodex. Dort waren eher kleine haarlose Flecken. ca 10cent Stück groß.
    Bei der Schilddrüse sind ganze Areale betroffen, die nicht abgegrenzt sind zu Arealen mit Haaren. So, als ob ein Mann bald eine Glatze bekommt..so sieht das aus.
    Ohren, Rücken und Flanke sind vor allem betroffen. Teils auch der Schwanz zeigt am Schwanzendstück haarlose Stellen.

    Vielleicht konnte ich damit jemandem helfen...
    Bei den Dobermännern leider fast schon normal. Meine vier waren und sind alle betroffen.

    lg, Dobitroll

  • ich weiß, dass ES juckt und er sich deswegen kratzt habe nur die Worte der TE wiederholt

    hatte doch gar nicht Dich zitiert! ;)

    vermutet man

    genau das - eine VERMUTUNG

    erklärt damit auch die Prädisposition für diese Erkrankung bei bestimmten Rassen und das familiär gehäufte Auftreten.

    Das ist nix neues und schon länger bekannt - vernünftige Züchter nehmen so etwas aus der Zucht!

    Wir stellen also fest, dass es zunächst eine erbliche Demodikose
    gibt

    Dieser Satz ist absoluter Quatsch bzw. falsch ausgedrückt. Demodikose ist eine akute Manifestation (Befall) mit Demodexmilben. Wäre sie "vererbbar", kämen sie damit bereits auf die Welt. DAS ist aber unmöglich -die Teile leben in den Haarbälgen - wie sollen die die Uterusschranke überwinden?!? Es gibt aber eine vererbte Prädisposition (Veranlagung). Keine Frage.

    Habe gerade bei einer Hündin die Milbe festgestellt, sie macht
    gerade eine enorme Hormonumstellung durch, auch da kann es
    passieren, ist alles eine Linie. Betroffen sind meist Welpen und
    Jungtiere bis max. 3 Jahre, bei mir jedenfalls und tritt in aller
    Regel nur einmal auf.

    Und mit sowas züchtest Du noch? Aber ich vergaß, Deine Hunde sind einzigartig... gibt sonst keine mehr. Da vor allem einige Hündinnen während der Zyklusschwankungen ( ja, auch das ist belegt!) verstärkt zu einer Demodikose neigen wären die bei mir schon längst alle kastriert! a) um die Linie definitiv abzusägen und b) um mir weitere Kosten und c) dem Hund unnötiges Leid zu ersparen. Denn auch wenn die Demodex nicht juckt - die Hunde ersticken an der besetzten Haut bei akuten generalisierten Fällen. Grausam. Habe ich bereits erlebt.

    Ich tendiere ja sonst eher dazu Sarah1 schlichtweg zu überlesen, denn sie sucht sich Infos zusammen wie sie sie braucht ohne sie auch mal zu durchdenken! Da ihr aber Bezug darauf nehmt gehe ich jetzt mal drauf ein.
    Zudem ist der von ihr hinterlegte link auch keine wissenschaftlich fundierte Studie sondern lediglich eine praxisinterne Studie die etwas unglücklich zu Papier gebracht wurde.


    Bei den Dobermännern leider fast schon normal. Meine vier waren und sind alle betroffen.

    Ja, die Dobis sind leider megaprädistiniert für Hautkrankheiten. Da ist erst schon mal das BlueDobermannSyndrom (-> FARBE!!) und dann eine offentlichtliche Bereitschaft bei jedem Pilz gleich "Hier! Ja! IchIch!" zu schreien... habe mir in meinen jungen Jahren mehrere Male Glatzflechte von Dobies geholt. Jetzt bin ich immun, aber es gibt ja auch kaum noch Dobies... :(

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