Ausdauertraining / Konditionsaufbau

  • Irgendwie finde ich es bedenklich, wenn ein Hund nur 12 Stunden am Tag schläft.
    Newton schläft durchaus so 20 Stunden am Tag. 2 Stunden etwa für Gassi- und Löserunden. Die übrigen zwei Stunden ist er sicher auch auf den Beinen. Mal einen Kauknochen, mal die Lage aufm Balkon checken, bisschen kuscheln und schmusen, fressen und trinken nicht zuvergessen. Aber die restliche Zeit pennt er. Wenn er mal weniger Schlaf bekommen hat... Nach müde kommt blöd. ;)

  • Nee, verschwendet auf keinen Fall,
    ich bin bloß nicht drauf gekommen, dass dies wirklich ein ernstgemeinter Beitrag war. Sind Gewichte nicht etwas gelenkschädigend? Und dann ist die Wirbelsäule bei Hunden in Bewegung ja auch waagerecht. Belastet das nicht die Wirbel??

    Und dann: Ich schlendere lässig in Shorts unsere Runde ab und der Hund ackert mit Gewichten. Die Nachbarn würden mich hassen...

    Und zum zweiten Mal heute muß ich mich entschuldigen, ich verspreche morgen wird besser.

    Mikkki

  • Meine Hunde schlafen lange keine 17 Stunden am Tag. Wir gehen ca. 2 Stunden spazieren und sind mindestens 12 Stunden am Tag im Garten (außer wenn es wirklich kalt ist, aber im Moment ist ja Sommer). Gut, sie schlafen/dösen da auch. Auf 17 oder gar 20 Stunden kommen wir da auf keinen Fall.

  • Für mich ist ausreichend mäßige bis flotte Bewegung im Trab zum Konditionsaufbau die beste Gesundheitsfürsorge, die ich meinem Hund ermöglichen kann, und ich sehe mich als Mensch dem Tier gegenüber in der Pflicht, ihm diese Bewegung regelmäßig zu verschaffen.

    Vor gut zwei Monaten mussten wir Madame Cattledog mit noch nicht einmal 10 Jahren einschläfern lassen; Arthrose... Sie kam die erste Hälfte ihres Lebens, als ich noch nicht hier wohnte, nur in den wenigen Wochen im Jahr, in denen ich zu Besuch war, vom Hof, und so ab ca. 3 Jahren war bei ganz normalen Spaziergängen von 1 - 1 1/2 Stunden eindeutig der Konditionsunterschied zu meinen damaligen - deutlich älteren - Hunden zu sehen, von denen der eine mit einer ganzen Palette an Skeletterkrankungen geschlagen war.

    Die Userin pleistozaen hatte die ein Jahr ältere Vollschwester zu unserem Cattledrachen und spannte diese Hündin mit 9, 10 Jahren noch vor den Wagen zum Ziehen, als unsere schon lange keine Kühe mehr holen wollte und oftmals nur noch im Passgang schritt.

    Meine ebenfalls arthrotische Shepherdhündin war über 10, als ich hierher zog, und lief das erste Jahr noch flott ihre 1 - 2 Stunden am Rad (immer im Trab, wohlgemerkt), die restlichen Gassigänge ging's aus Rücksicht auf die damals halb so alte Cattledoghündin meistens zu Fuß über die Koppeln. In Perioden mit stärkeren Schmerzen, die dann auch entsprechend medikamentös begleitet wurden, ließ ich das Rad auch stehen, aber bis zu dem Tag, als ich sie einschläfern ließ, konnte ich immer wieder fahren.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine gute Muskulatur oft noch zusammenhält, was lädierte Knochen nicht mehr können, und dass es für "Muskelaufbau" schon zu spät ist, wenn der Hund erst Beschwerden hat.

    Natürlich forderten meine Hunde ihre Bewegung und ihre Runden, das tut das Bordertier jetzt auch, und wenn sie es nicht taten, wusste ich, da stimmt was nicht.

    Caterina

  • Meine Hunde schlafen lange keine 17 Stunden am Tag

    Charly auch nicht. Der ist ab dann wach, wenn ich aufstehe - ob das jetzt um 5 oder um 8 Uhr ist, dann läuft er rum, guckt mir zu, geht die Balkone ab, ist im Garten usw.. Ca. 9 Uhr gehts zur großen Runde raus, dann abduschen, Futtern und mir bei Hausarbeit und vor allem beim Kochen zugucken - Labrador halt, könnte ja was abfallen. So gegen 13 h rollt er sich für seine erste lange Schlafphase des Tages zusammen. Dann pennt er wirklich tief bis ich/wir nach unserem Nachtmittagsschlaf aufsteheln - so gegen 17-18 h. Dann gehts noch mal raus, gegen 20-12 h gibts Futter - danach wird nur gedöst oder in der Bude/Balkon/Garten rumgelaufen/gelegen, 23-24 h letzte Pippirunde im Garten und Nachthupferl. Aber wirklich tief schlafen tut er dann auch nur dann, wenn ich/wir ins Bett gehen. So gegen 24-2 Uhr. Bis das soweit ist, kommt er so halbe Stunde gucken, wo wir bleiben.

    Richtiger Tiefschlaf also nachts im Schnitt 6-7 Stunden, nachmittags ca 4-5 Stunden - zwischendurch mal ein Kurzschläfchen, aber zusammen sind das auch nicht mehr als 2 Stündchen. Also etwa 14 Stunden insgesamt.

    Mag sein, dass er mehr schlafen würde, wäre er alleine - aber da so gut wie immer jemand da ist, döst er die oft einfach mit halbgeöffneten Augen, wenn wir wach sind.

  • Nach meiner persönlichen Vorstellung gehört eine gewisse Kondition bei einem Hund einfach dazu. Ich verbinde Kondition gedanklich auch mit Gesundheit, Fitness, Ausgeglichenheit usw.

    Sehe ich auch so. Allerdings verbinde ich nicht damit, dass ein Hunde endlos Bälle hetzt, sondern am Ende eines Spaziergangs noch fähig ist genaus schnell laufen zu können wie am Anfang.

    Nach körperlicher Aktion insbesondere nach Herumtoben mit anderen Hunden ist er ausgesprochen ausgeglichen. Auch nach Bälle/ Stöckchenwerfen ins Wasser. Auf dem Nachhauseweg ist die Leine dann fast immer schlapp. Anders als auf dem Hinweg, da kann das Abenteuer nicht schnell genug kommen.

    Da er im Tierheim wohl kaum regelmäßig spazieren war, ist er jetzt körperlich erschöpft. Für mich wäre es ein Alarmzeichen, dass es zu viel ist, wenn der Hund am Ende des Spaziergangs langsamer läuft als zu Anfang. Ich würde daher das Programm deutlich herunterfahren, denn so überfordert man den Hund.

    Wenn Du so heiß drauf bist Deinen Hund zu hetzerischen Höchstleistungen anzuspornen (Bälle werfen ist richtig Übel für den Bewegungsapparat - der Hund ist im Hetzen nicht mehr fähig Überbelastungen zu spüren, ständige Sprints und Stopps - dafür ist der Körper des Hundes nicht ausgelegt), dann wäre es zumindest sinnvoll ihn komplett durchröngten zu lassen bei einem Tierarzt der GRSK. Ansonsten könnte es sein, dass Du in ein paar Jahren die Früchte ernten wirst bzw. Dein Hund muss das tun in Form von schmerzhaften Arthrosen etc... Ich weiß wovon ich spreche, ich war nämlich auch mal ziemlich blöd.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Danke,

    ich kann dazu nur sagen: Es gibt nur perfekte Absichten, keine perfekten Handlungen. Ich werde Deine Worte beherzigen. Immerhin schaff ich es ja schon mal die richtigen Fragen zu stellen. Schließlich wollen wir ja alle, dass unsere Freunde möglichst lange gesund bleiben.

    Mikkki

  • Vielleicht auch ein Anreiz: Muskeln wachsen von allen Organen im Bewegungsapparat am schnellsten. Wer die schnell hocharbeitet, überlastet aber Sehnen und Bänder...und diese versagen, dann entsteht der Schaden im Knorpelgewebe. Arthrose hallo.
    Wenn Sehnen und Bänder einmal geschädigt sind, bekommt man sie kaum auf ursprüngliche Leistungsstärke zurück.

    Erst ganz langsam, durch immer länger werdende Spaziergänge ohne Sprints die Sehnen und Bänder stärken...und dann die Muskeln hochpuschen.

  • Hi,

    bei vielen längeren Spaziergängen kann unser Hund frei laufen. Tatsächlich trabt er dann mal hierhin mal dorthin. Rennen gibts eigentlich nur dann noch wenn er mit anderen Hunden toben möchte. Mit Ballwerfen halten wir uns nunmehr stark zurück, ganz aufhören möchten wir allerdings nicht. Aber Schnüffelspiele haben an Bedeutung gewonnen. Gerade auch mit Partnerhund und abwechselndem Suchen.
    Toll für die Konzentration und gut zu dosieren.
    Die Muskulatur sieht deutlich besser aus als zu Beginn, aber nachdem wir hier die Tipps erhalten haben, sind wir auch deutlich schonender vorgegangen.

    Auch die Kondition insgesamt ist besser geworden, wie viel er tobt kann er aber ganz alleine bestimmen. Fahrrad fahren mussten wir aber erst nochmal zurückstellen, er muß erst insgesamt an der Leine noch etwas sicherer werden.


    Insgesamt bin ich mit der Entwicklung sehr zufrieden.

    Mikkki

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