Wie motiviert ihr EUCH zum Training?

  • Ja, die eigene Motivation...bei uns gerade auch ein großes Thema.

    Das Problem ist, dass unsere Nala sehr, sehr hochdreht, obwohl selbst eine kompetente Training sagte, dass wir einen ruhigen Umgang mit ihr haben und der Grundgehorsam definitiv sitzt. Nun müssen wir also noch mehr Ruhe reinbringen.
    Das heisst: Vor der Tür stehen und warten bis der Hund sich beruhigt...Anleinen und Warten...langsam laufen ggf. stehen bleiben und warten...Auto fahren und warten...

    Es zehrt gerade richtig an meinen eigenen Nerven. Das Problem ist auch, dass ich selber ein Problem mit meinen eigenen Stressverhalten habe und diese Warterei mich auf kurz oder lang selber Wahnsinnig macht.
    Momentan übernimmt fast auschließlich mein Partner diese Übungen, weil ich es nicht aushalte... :( Ich arbeite bereits an mir, versuche kleine Ruhephasen einzubauen...aber bei Nala ist es ein Tropfen auf dem heissen Stein.

    Ich hoffe einfach, ich finde selbst einen Weg zur Entspannung.

    Sonst macht mir Training eig. viel Spaß, weil der Hund gelobt werden kann, man sieht das er Spaß hat und auch mitarbeitet.

    Normalerweise handhaben wir es so: Haben sowohl ich und mein Partner keinen Kopf für Training oder gezielte Kommandos, so gibt es einen "Flexi-Spaziergang", der meinen Beiden auch mal keinen Abbruch tut.
    Ansonsten wechselt man sich ab, je nachdem welcher Partner einen "freien Geist" für Training (sei es nur Alltagstraining) hat.

    Meist tanken wir Kraft für solche Aktionen an freien Tagen und hofft dann, dass der Akku möglichst lange hält |)

  • ......Das Problem ist auch, dass ich selber ein Problem mit meinen eigenen Stressverhalten habe und diese Warterei mich auf kurz oder lang selber Wahnsinnig macht.
    ......

    Hm - da seh ich die alte Frage von der Henne und dem Ei - was war vorher da? Ich merk das extrem an meinen Hunden - sobald ich runterfahre, sind sie auch viel gelassener. Wenn man sich dessen bewußt ist, daß die oft nur die eigene Aufregung spiegeln, geht´s einfacher.... :-)

  • hallo, ich hab auch manchmal keine Lust und mache nichts. Gut, das meiste Training integriere ich sowieso irgendwie in den Alltag. Aber wenn ich keine Lust habe, geh ich einfach entspannt spazieren und pfeif dabei auf leinenführigkeit oder lass einfach schlepp/flexi dran, wenn ich keine Lust habe auf den rückruf zu achten.

    um mich zu motivieren, hab ich Trainingspläne geschrieben...aber sich daran zu halten, ist eine andere Geschichte :D und Videos anschauen von irgendwelchen gut erzogenen hunden (bh, obi)motiviert mich auch immer xD

    ich denke, es ist völlig ok, mal nichts zu machen. Es sei denn, der Leidensdruck ist so hoch durch den unerzogenen Hund, dass man dadurch schon wieder motiviert ist.

    solange man mit seinem Hund im Alltag klar kommt, ist doch alles ok.

  • Bei uns besteht das Training hauptsächlich, ja fast ausschließlich aus AJT und gemeinsamen Alternativen, dass heißt, wir trainieren immer und auf jedem Spaziergang. Ich entscheide vorher, ob ich in ein sehr wildreiches Gebiet gehe und ich dort Impulskontrolle und Ansprechbarkeit übe oder ob ich in etwas wildärmerem Gebiet Übungen mache wie "Voran" und "Einweisen auf Distanz". Dadurch ist er gut ansprechbar geworden und wir sind auf einem guten Weg Richtung Freilauf und das ist mir das Wichtigste - alles andere kommt dadurch fast automatisch.

    Wenn ich nicht gut drauf bin und mich gar nicht motivieren kann, dann passiert einfach mal nichts außer in wildärmeren Gebieten an der Schleppleine oder der kurzen Leine spazieren zu gehen. Janosch stört das weniger, er ist ein sehr gelassener Hund der eher aufdreht, wenn er draußen zu viele Gerüche in die Nase bekommt und ich nicht aufpasse. Es kommt auch vor, dass es ihm viel zu heiß ist oder er sich einfach nicht konzentrieren kann, dann verschiebe ich das Training auf den nächsten Tag.

    Für unseren Nasenarbeitskurs übe ich relativ selten weil ich gemerkt habe, dass wenn ich das zu oft mache, macht es uns beiden überhaupt keinen Spaß (hätte den Kurs schon beinah aufgegeben deswegen). Es klappt im Kurs immer super gut, da übe ich dann noch einmal die Woche die neuen Sachen und gut ist.

  • Ich bin generell eher gesagt auch manchmal einfach unmotiviert und faul. Dann gehen wir einfach nur so spazieren, offline, schnüffeln, laufen, entspannen..
    Meine beiden sind "Mitläufer" in unserem Leben, sie sind Reit- und Stallbegleithunde, sie kommen mit zur Arbeit, sie sind immer mit dabei. Ich trainiere nicht auf dem Hundeplatz oder in Kursen, sondern immer da, wo wir gerade sind. Und wenn mein Tag lang und anstrengend war, trainiere ich halt auch mal garnix.

    Aber.... sie sind beide Jäger, und dass ist das einzige, wo ich meinen inneren Schweinehund immer überwinde. Der Jagdtrieb lässt sich so schlecht mal einen Tag ignorieren :fear: .

    Als der Grosse seine schlimmste " ich bin dann mal weg" Jagdphase hatte, war halt konsequent Schleppleine angesagt, und Abruftraining. Nur alleine, ohne andere Menschen und Hunde dabei. Entspannung mal einen Tag auf einer kaninchenfreien Hundewiese, Freilauf mit anderen Hunden für ihn und durchatmen für mich. Und das solange,immer, jeden Tag, bis ich den Abruf so sicher fand, dass ich das Gefühl hatte, wir haben eine klare Richtung.

    Bei der Kleinen konnte ich früher anfangen und habe das Abruftraining gleich konsequent durchgezogen, sie war 5 Monate als sie zu uns kam und ich habe gleich angefangen. Einfach automatisch, immer wieder, jeden Tag, wie Zähneputzen. Hat auch funktioniert, sie ist jetzt gut abrufbar, und deswegen trödeln wir jetzt auch mal ein paar Tage nur rum. Und wenn ich nach ein paar Trödeltagen merke, dass meine Jäger anfangen, Nase, Ohren und Augen in alle Richtungen zu haben, anstatt bei mir zu sein, ist halt Schluss mit damit und es wird wieder Anti Jagd Training gemacht. :roll:

    Lg, Elzbeth

  • Der Thread passt grad so gut, ich bin seit Wochen nur noch faul :muede: . Dabei fände der Zwerg es schon schön was zu machen, aber bei der Hitze fehlt mir echt jede Motivation. Bin schon dabei gedanklich die BH im Herbst zu verschieben.

    Also bleibts hier seit Wochen eher bei "normalen" Spaziergängen mit Minimalübungen (abrufen, wenn der Radius zu groß ist oder vor uns ein Reh oder Hase kreuzt; Sitz/Platz bei vorbeikommenden Joggern und Radfahrern; Leinenführigkeit bei seltenen Hundebegegnungen; Fuß-Übungen beim Passieren anderer Spaziergänger).

  • Ich hab's nicht mit Hundeplatz und Hundesport, nicht meine Welt.

    Ich habe mein Bordertier jetzt bald 1 1/2 Jahre, und seit es im letzten Winter glatt war, ließ ich zunächst morgens die Leine weg, weil er mich mit dem kleinsten Ruck in der Dunkelheit und auf teils spiegelglatten Stellen sowieso von den Füßen geholt hätte.

    Und dann ließ ich immer öfter die Leine weg, obwohl Monsieur Auto- und Fahrradjäger ist und auch hinter Wild auf Sicht hetzen würde. Ich habe halt immer sein Suchti Schleuderball als ultimative Belohnung dabei, und er wird nicht geklickert, sondern ge(fahrrad)klingelt...

    Mittlerweile habe ich noch nicht mal mehr eine Leine mit, Halsband trägt er auch schon lange keines mehr, und genau das motiviert jeden Tag aufs Neue, immer weiter an Feinheiten der Alltagstauglichkeit wie Leute mit und ohne Hund passieren, Verkehrssicherheit (wobei ich hier wirklich am sprichwörtlichen A... der Welt wohne), nicht in Viehkoppeln laufen, etc. zu feilen, ohne dass der Hund zum Balljunkie mutiert.

    Mir macht es Spaß, mir immer neue Sachen auszudenken, die man dem Hund klingeln könnte, ich bringe ihm Unsinn wie Herrchen auf dem Acker auf dem Trecker zu erkennen, bei, er kennt Ansagen wie "Briefkasten" oder Namen von Nachbarn, wo wir dann hinfahren, aber der Hund macht es mir mit seiner Art her auch sehr leicht, so dass ich mittlerweile rotzfrech leinenlos an jedem Jäger vorbeiradle, obwohl im Wald eigentlich Anleinpflicht herrscht.

    Wenn das Training ist, macht es einfach nur Spaß.

    Caterina

  • Wir "leben" einfach, hier gibt es kein spezielles Training zu festen Uhrzeiten, in keinem festen Gebiet, keine geplanten Konflikte. Wenn die Situation kommt, dann wird darauf entsprechend reagiert - damit fahre ich bisher am besten. Ich weiß, was meinen Hund hochfahren lässt und wo man entspannt schlendern kann, das ist aber auch alles, was ich vor dem Spaziergang "plane".

    Beschäftigt werden die Hunde wie ich lustig bin und wenn ich meine, sie könnten mal wieder ein bisschen Arbeit vertragen.

    Ich finds immer ein bisschen befremdlich, wenn ich hier lese "wie geht ihr bei dem heißen Wetter spazieren/was macht ihr bei Glatteis/was tut ihr wenn ihr keine Lust habt" - wenn ich nicht lange rausgehen kann oder will, dann mache ich es eben nicht. :ka:

  • Naja, wenn man bestimmte Ziele hat muss man halt gelegentlich was dafür tun, und da scheiterts halt manchmal an der Motivation, was ist daran befremdlich?

    Ich bin nicht der Alleinunterhalter meines Hundes, aber da sie hier nicht freiwillig auf eigenen Wunsch eingezogen ist hab ich ihr gegenüber nunmal gewisse Verpflichtungen.
    Wenns da nur nach mir ginge könnte ich auf die Löserunden morgens und abends z.B. gänzlich verzichten... klar kann man die Hunde auch mal phasenweise in den Garten schicken und muss nicht gleich ein schlechtes gewissen haben nur weil man einen tag mal keinen bock hat, soweit bin ich jetzt schon. ;)
    Aber es gibt nun mal Sachen im Leben die sein müssen, und da dachte ich halt dass man mal Tipps und Tricks sammeln könnte wie man sich selbst anschubsen kann.

    Ehrlich gesagt hab ich nicht damit gerechnet, dass 99% der Leute zugeben: "dann lass ichs halt".. =)

    @Lichking Danke für den Tipp mit Youtube!! Das hat mich echt motiviert, grad wenn man viel allein macht wirkt die Welt manchmal ziemlich klein. Mal gucken wie lange der Ehrgeiz anhält.. :hust:

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