Für die Leseratten- Der Bücherthread

  • Hört sich sehr gut an, der "Ruf der Bäume".
    Ich häng grad so lesetechnisch etwas in der Luft, aber so bald komme ich nicht dran.
    Wir schneien grad arg ein.
    Komme also grad nicht in den Laden, muss auch nicht mehr arbeiten bis kommende Woche.

    Gnarf.

  • Ich habe heute Mittag bei meiner Buchhandlung bestellt... weiß ich jetzt nicht, ob die Bücher morgen kommen oder erst am Dienstag (keine Ahnung, ob Samstags geliefert wird). Wenn die Bücher erst Dienstag da sind, brauch ich wohl für den 1.1. noch ein anderes Buch.

  • Morgen sollte Ware ankommen, ist normal auch zwischen den Jahren. Könnte eher sein, dass nächste Woche erst Mittwoch geliefert wird, so hab ich das von "unserem" Großhändler in Erinnerung.

  • Ruf vorher einfach kurz an.
    Bei uns wird sich die Lieferung morgen sicher verzögern wegen des Schnees, aber Samstag ist ganz normaler Liefertag.

  • So, fertig mit "Under A Pole Star" :)

    Hat mir insgesamt sehr gut gefallen....es geht darin ja auch um Polarexpeditionen, trotzdem ist es ganz anders als "Das Leuchten am Rande der Welt". Vom Erzählstil her ist es mehr "straightforward", da es nicht aus Tagebucheinträgen und Notizen besteht. Mir persönlich gefällt das ja besser, wenn es weniger fragmentarisch ist. Aber das ist reine Geschmackssache.

    Den Schreibstil fand ich toll - es las sich sehr flüssig, klar, angenehm. Die Beschreibungen des Nordens waren wundervoll - vielleicht nicht ganz so poetisch wie Ivy, aber in meinen Augen schon auch sehr bildgewaltig, lebendig und atmosphärisch.
    Mir gefiel auch, wie die handelnden Personen beschrieben und charakterisiert wurden. Es wurden nicht einfach lieblos Personen in die Handlung eingestreut, sondern dem Leser wurden auch die Nebenfiguren gut "vorgestellt" und sie waren auch wichtig für die Geschichte.

    In dem Buch spielt die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten durchaus eine große Rolle. Will man rein über Expeditionen lesen, ohne Gefühlswirrwarr, dann ist "Under A Pole Star" die falsche Wahl. Ich bin eigentlich kein Fan von Liebesgeschichten und viel Romantik, aber die Liebesgeschichte in dem Buch fand ich ganz gut erzählt - wobei mir der Fokus doch auch ein wenig zu sehr darauf lag, rückblickend betrachtet.

    Trotzdem gab es auch sehr viel "Polarfeeling" in dem Buch und die Geschichte rund um die Expeditionen - die Organisation dieser, das Erforschen, die Bande und Rivalutäten, die Lebensweise der Inuit - war für nich sehr interessant zu lesen, ohne trocken oder belehrend rüberzukommen. Das Buch ist voll und ganz Roman, kein Sachbuch in disguise.

    Die Hauptcharaktere, Flora und Jakob, mochte ich. Sie waren mMn sehr realistisch aks Menschen mit Stärken und Schwächen porträtiert, und gerade Floras Werdegang war sehr spannend beschrieben.

    Ich werde auf jeden Fall auch noch "The Tenderness of Wolves" lesen :)

  • Ich habe den ersten Band der Tagebücher von Samuel Pepys beendet. Ich finde es eine lohnenswerte Lektüre, auch wenn der Einstieg etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der Lesefluss ist im Gegensatz zu einem Roman etwas stockend, aber es lohnt sich!

    Samuel Pepys gehört zwar zur priviligierteren Schicht an, dennoch habe ich mich anfangs etwas darüber gewundert, dass er doch ein recht lockeres Leben führt. Er ist gesellschaftlich viel unterwegs, kehrt oft in Gasthäusern und Schenken ein, stattet anderen Besuche ab, empfängt selbst häufig Besuch, ist ständig unterwegs, musiziert, liest, schaut sich Theaterstücke an, da bleibt halt nicht mehr viel Zeit für die Arbeit im Amt übrig ;) Das ändert sich mit seinem Wechsel zum Flottenamt, wo er dann doch etwas mehr gefordert ist. Aber auch dann bleibt ihm noch genug Zeit für seine gesellschaftlichen "Verpflichtungen".

    Pepys macht auf mich häufig einen etwas verwöhnten Eindruck, der mit "persönlichen Ärgernissen" schlecht umgehen kann - z.B. wenn das Essen nicht seinen Erwartungen entspricht oder die Dienstmagd seine Kleidung nicht so herrichtet, wie er es möchte (dann greift er zum Besenstiel und versohlt ihr den Hintern).

    England im Jahre 1660 ist weniger prüde als erwartet. Außereheliche Kontakte und "Experimente" sind zwar nicht an der Tagesordnung, aber dennoch vorhanden. Auch Samuel Pepys scheint nicht abgeneigt zu sein, auch wenn er in diesem Jahr seiner Frau nicht untreu war (was sich aber noch ändern wird).

    Etwas verwundert war ich über den Gebrauch von Abführmitteln. War das damals gängige Praxis bei irgendwelchen Verdauungsbeschwerden? Jedenfalls habe ich im Laufe das Buches mehrmals davon gelesen, dass irgendwelche Leute (Pepys eingeschlossen) Abführmittel genommen haben.

    Alles in allem hat es zwar etwas gedauert, bis ich das Buch durchgelesen habe, aber mir hat es dennoch gut gefallen.

    @Teetrinkerin

    Ich glaube, es werden dann zwei. Einmal auf jeden Fall Geschichte zweier Städte was @israel empfohlen hat, und dann wohl noch Oliver Twist. Beides gibt es in sehr schicken, gebundenen, günstigen Ausgaben und David Copperfield spielt in einer anderen Klasse bzgl. des Umfangs. Also erstmal die beiden. Können wir gerne zusammen lesen! =)

    Dann werde ich mich mal nach dem anderen Buch noch umschauen. Auch auf die Gefahr hin, dass du mir davonliest, würde ich mich freuen, wenn wir die Bücher gemeinsam lesen könnten.
    Übrigens hat erst gestern eine Bloggerin, der ich auf Instagram folge, gepostet, dass sie David Copperfield liest und davon hin und weg ist.

  • Ach so, ich lese übrigens jetzt "Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner. Kästner ist ja einer meiner Lieblingsautoren, allerdings habe ich bisher keine Jugendbücher von ihm gelesen. Diese Lücke muss geschlossen werden ;)

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