Schwierigkeiten beim Kontakt mit anderen Hunden

  • Hallo,

    unser Quito ist ein unkastrierter Rüde, der uns so nach und nach seine Besonderheiten zeigt. Eine Besonderheit ist, dass er auf alle anderen Hunde gerne draufspringt und rammelt was das Zeug hält. Das ist manchmal ok, machmal nervt es aber uns und vor allem die anderen Hunde. Manche wehren sich und drohen (das ist ok, finde ich...), gebissen hat noch keiner (zum Glück). Abrufen lässt er sich meistens, sobald wir aber weg gucken hängt er wieder drauf :lepra: :mute: . Wenn er einem Rudel begegnet mit Hunden die größer sind, unterwirft er sich - das ist kein Problem, da rafft er dass "die anderen" gemeinsam stärker sind.

    Wenn Hunde kläffen (vor allem welche, die kleiner sind als er), springt er nicht drauf, sondern rennt fiepend zu uns und versteckt sich hinter uns. Dabei gilt: Je kleiner und jünger die anderen Hunde sind, umso ängstlicher reagiert er. Vor ein paar Tagen hatte er große Angst vor einem Junghund, der gar nichts machte außer in der Nähe unserer Autotür zu sitzen. Unser Stinker dachte, dass er nieee mehr ins Auto kommt und saß fiepend am Hinterrad :ka: .

    Das Fiepen ist besonders schlimm wenn er an der Leine ist und ein anderer Hund z.B. auf der anderen Straßenseite ist. Da ist kein Kontakt und trotzdem führt er sich schrecklich auf.

    Wie können wir den Umgang mit anderen Hunden stressfreier (für Quito, die anderen Hunde und uns) gestalten?
    Zum einen wäre es toll das Fiepen weniger werden zu lassen und das andere ist das ständige Aufreiten. Ein bisschen weniger davon wäre sehr toll.

    liebe Grüße
    mahzouz

  • Laßt ihn nicht alles alleine regeln! Gebt ihm Sicherheit!

    Das ist manchmal ok, machmal nervt es aber uns und vor allem die anderen Hunde

    Aufreiten bei fremden Hunden ist niemals ok, unterbindet es!
    Lasst ihn nur mit Hunden zusammen, mit denen er klar kommt. Warum muss jeder Hund immer mit jedem Hund spielen? Manchmal passt es einfach nicht!

  • Aufreiten ist auch Dominanzgehabe, das ist nicht nur sexuell motiviert.

    Wenn es dich stört, dann unterbinde es.

    Ich würde den mal eine Zeit nur mit ein paar festen anderen Hunden spielen lassen, wo es gut klappt.
    Und sonst an der Leine lassen.

  • Das mit festen Kontaken ist schwierig, wir sind unterwegs in Südamerika und haben da immer mit anderen Hunden zu tun. In einem festen Rudel schlägt er sich gut, da kommt er mit zurecht. Wir waren vor 4 Wochen für einige Zeit auf einem Platz die hatten 5 Hunde. Da gab es kein Aufreiten und kein Fiepen.

    Die Probleme treten auf, seit wir unterwegs sind und keinen festen Platz mehr haben.

    Warum muss jeder Hund immer mit jedem Hund spielen? Manchmal passt es einfach nicht!

    Es gehtja nicht mal ums Spielen. Wenn ein Hund ihn aktiv zum Spielen auffordert legt er sich hin und zeigt absolut null Interesse :ka: . Insgeheim fänd ich es sogar schön, würde er mit Artgenossen herumtoben und Spaß dabei haben. Das fehlt aber ganz. Auch als wir bei dem 5er Rudel waren hat er nie mitgemacht.

    Hier in Südamerika werden viele Hunde alleine im Hof gehalten oder auf Dachterassen.Die bellen meistens wie blöde herunter und haben selten Kontakt mit anderen Hunden. Vielleicht kommt er auch aus so einer Situation und ist nicht sozialisiert mit anderen Hunden. Bei Menschen und Kindern hat er keine Probleme.

    Manchmal denke ich, dass er außer Aufreiten und Fiepen/Winseln gar nicht weiß, wie er mit anderen Hunden umgehen soll :verzweifelt: .
    Zum Glück haben wir viel Zeit zum Üben.

    Ich freue mich über Tipps und Ratschläge, wie wir am besten vorgehen, damit wir ihn bald wieder laufen lassen können. Gerne ausführlich ;) , mit "unterbinde das Aufreiten" wird sein Verhalten ja nicht unbedingt besser. Ich denke er muss lernen, dass es noch andere Verhaltensweisen gibt.

    liebe Grüße
    mahzouz :smile:

  • mit "unterbinde das Aufreiten" wird sein Verhalten ja nicht unbedingt besser.

    Doch!
    Ein Verhalten, welches er sich gar nicht erst angewöhnt, zeigt er auch nicht!

    Hier in Südamerika werden viele Hunde alleine im Hof gehalten oder auf Dachterassen

    Wieso kommt er dann daran?

    Insgeheim fänd ich es sogar schön, würde er mit Artgenossen herumtoben und Spaß dabei haben. Das fehlt aber ganz. Auch als wir bei dem 5er Rudel waren hat er nie mitgemacht.

    Daran siehst Du doch, das er auf Hundekontakte gerne verzichten könnte, auf Fremdhunde besonders!
    Bringe ihm bei, das er andere Hunde ignoriert.

  • Ich sehe das ähnlich. Er scheint mit Kontakt zu Artgenossen nicht klarzukommen. Wenn die einzigen Verhaltensweisen bei ihm aufreiten, unterwerfen und winseln und verstecken sind ist für ihn der Kontakt Stress.


    Klar wäre es schön wenn er spielen könnte oder würde. Tut er aber nicht. Das wird sicher seine Gründe in Unsicherheiten und Sozialisationsproblemen haben...
    Ich würde dem Hund nun erstmal Sicherheit und Spaß bei euch vermitteln. Sein Selbstbewusstsein durch kleine Übungen stärken, ihn schützen und ihn vorallem nicht in Situationen zwingen in denen er sich nicht wohlfühlt.


    Stärkt ihm gebt ihm Sicherheit. Falls möglich könntet ihr nach der Reise nach passenden (!) Gassi oder Platzbekanntschaften suchen. Also ohne Kläffer, keine Gruppe (die scheint ihn ja auch zu verunsichern) und keine Hunde die er besteigen will. Zwingt ihn nicht, zeigt er Stress dann abbrechen. Bis dahin solltet ihr halt mit dem Hund agieren sprich eben Übungen, Gehorsam und vorallem Spaß und Sicherheit. Da er nunmal nicht mit anderen Hunden interagiert seid ihr seine Bezugspartner.


    Ich denke mit einem guten "Selbstbewusstsein" und einer konstanten Sicherheit (euch) auf die er sich verlassen kann, könnte er mutiger werden mit anderen Hunden und zaghafte Versuche starten. Bis dahin zwingt ihn nicht in Situationen in denen er gestresst ist, blockt die anderen Hunde wenn sie zu aufdringlich sind und findet es nicht allzu "Schade" dass er nicht wie die anderen Hunde spielen kann. Es ist ja noch Zeit

  • Aufreiten ist auch Dominanzgehabe, das ist nicht nur sexuell motiviert.

    meistens ist es eher ne taktik zum nerven bzw spiel auffordern.
    kenne leider einige hunde die rammeln wollen wenn meiner keine lust zum spielen hat.

    die lernen das auch nicht, obwohl ich es unterbinde und meiner wehrt sich dabei nicht

  • Meiner reitet zum Beispiel gerne bei jungen total ungestümen Hunden auf, oder bei Hunden die, egal wie, gestresst sind.... das stresst dann auch meinen Hund. Er weiß nicht wie er damit umgehen soll. Er fasst stets die Energie seines Gegenübers auf...ist der andere Hund ruhig und gelassen, so ist es auch meiner...ist der andere ein Nervenbündel, versucht meiner manchmal zu managen und dann will er ab und an aufreiten. Ich unterbinde dies immer. Erstens stresst es den anderen Hund noch mehr und meiner pusht sich auf. Wenn ich es regele, dann kommt zumindest mein Hund runter und weiß, dass sein Verhalten nicht angebracht ist. Er soll andere durch sein Verhalten nicht noch mehr kirre machen.

    Wenn der andere Hundehalter darin kein Problem sieht (a la "regeln die schon selbst") dann verlasse ich die Situation... im Vorfeld versuche ich Milo schon garnicht an solche Hunde heran zu lassen....aber, sehr oft werden die Hunde ja einfach zu meinem gelassen und die Halter sehen in der ganzen Situation kein Problem.

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