Lucie hatte eine epileptischen Anfall
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Hallo,
ich weiß das ein Forum nicht den Tierarzt ersetzt.
Trotzdem möchte ich ein paar Ratschläge wenn es überhaupt möglich ist.
Sorry schon einmal für den langen Text.Gestern abend, als wir alle schlafen gehen wollten, bekam unser Jack-Russel, 7 Jahre, einen epileptischen Anfall.
Sie krampfte, hatte Schaum vorm Mund, schwitzte, überstreckte die Wirbelsäule, lag auf der Seite und "lief" mit den Beinen.
(Wie ich im nachhinein im Internet gelesen habe, die typischen Symtome)
Da wir nicht wussten was wir machen sollten, habe ich erstmal ins Maul geschaut, ob etwas im Hals steckt.
Dann die Zunge rausgezogen und nach Herztönen gehorcht.Als der Anfall nachließ habe ich den tierärztlichen Notdienst angerufen und man sagte mir, das ich noch 30 Minuten
warten soll, danach sollte es ihr besser gehen.
Sie war orientierungslos, lief aber trotzdem los.
Wir hatten das Gefühl, sie hört und sieht uns nicht.Nach 30 Minuten lag sie auf dem Boden, die Beine waren schlapp (fast wie gelähmt), Augen geschlossen.
Also wieder den Notdienst angerufen, diesmal sagte sie uns, wir sollen vorbei kommen.Also Hund in eine Decke eingewickelt und los.
Beim Arzt hat sie dann ihre Lebensgeister wieder gefunden, bekam aber trotzdem noch eine kleine Dosis Valium.
Allerdings verhielt sie sich ganz anders als wie wir sie kannten.Zu hause haben wir uns dann im Wohnzimmer gemütlich gemacht und hatten dann auch eine ruhige Nacht.
Heute vormittag war sie immer noch recht schlapp und schlief viel.Morgen gehen wir zum Tierarzt um eine Blutprobe nehmen zu lassen.
Jetzt ist die Angst vor einem weiteren Anfall unserer Begleiter.
Eigentlich hat sie uns ja verfolgt, heute war es anders rum.Gelesen habe ich, da es genetisch bedingt sein kann, dann soll es allerdings in den ersten 5 Jahren das erste mal auftreten.
Auch von alten Hunden habe ich es gelesen, aber sie ist 7.
Die größte Angst ist, dass es ein Gehirntumor ist.Kann man jetzt irgend etwas für den Hund tun?
Ruhigeres Leben, aktiveres Leben, andere Ernährung ... irgendwas?Wie gehen andere damit um? Schont ihr eure Hunde?
LG
- Vor einem Moment
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Hallo,
hast du hier Lucie hatte eine epileptischen Anfall schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Ruhe ist wichtig. Aber in dem Alter vor allem die Ursachenforschung! Es gibt eine ganze Palette an möglichen Grunderkrankungen, die Krampfanfälle zur Folge haben.
Es gibt hier die Knowledge Base im Forum, da ist ein Artikel zu Epilepsie. -
Da ist er Epilepsie beim Hund
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Vielen Dank für den Link.
Das ist so in etwa das, was ich durchs googeln auch raus bekommen habe.Jack-Russels scheinen aber nicht zu der besonders gefährdeten Gruppe zu gehören und
das Alter passt eben auch nicht.Meine Tochter meint, Lucie hätte letzte Woche auch ganz kurzzeitig Schaum vorm Maul gehabt und sich ganz steif gemacht.
Das deute ich jetzt mal als Vorbote eines größeren Anfalls. Ich habe es nicht gesehen.Die Hunde sollen es ja nicht mitbekommen in dem Moment, aber sie tut mir so leid.
Erst erlebt sie ein Sch... zu Hause in den ersten 9 Monaten und dann sowas ... -
Ich kann gut verstehen das du jetzt sehr aufgewühlt bist und ich weiß auch um die Ängste vor einem weiteren Anfall!
Jetzt heißt es erstmal Ruhe bewahren, auch wenn es schwer fällt, konnte ich anfänglich auch nicht wirklich, doch nur eine Ausschlussdiagnostik kann euch weiter helfen.
JR sind leider nicht so selten betroffen wie es scheint und mit 7 Jahren ist die oberste Grenze für eine vererbte Epilepsie erreicht.
Ich habe zwei betroffene Hunde, Rowdy JP Mix hatte 2 Jahre Krampfanfälle, die durch Unterzuckerung entstanden, er ist nun fast 7 Jahre anfallsfrei und unser Fussel, der ab seinem 11 Monat Anfälle hat ( jetzt 6,5 Jahre).
Bei der Blutabnahme würde ich auch die Schilddrüse (nicht nur den T4) Wert testen lassen, Zuckerwert und eventuell Vit. B12, das wird normalerweise nicht mitgemacht.
Eine Urinprobe mitnehmen und das Herz erstmal gut abhören lassen, eventuell Herzultraschall!Ist dir irgendetwas seit letzter Woche aufgefallen, gab es irgendwelche Hinweise, eventuell Vergiftungserscheinungen?
Auch hier findest du Rat, gute Informationen und Trost ( anklicken):
LG Sabine
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Vielen Dank Terrorfussel,
uns ist jetzt beim nachdenken aufgefallen, dass sie in letzter Zeit sich öfter den Kopf stößt und auch des öfteren die Treppe runter stolpert.
Haben das immer auf die Hektik eines JR geschoben und mit kopfschütteln quittiert.
Aber vielleicht sind das auch Anzeichen gewesen, nur wir wussten sie nicht zu deuten.Dane für den Link, werde ich mir durchlesen
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So, heute waren wir beim Tierarzt um die Diagnostik anzufangen
und es geht ja schon gut los
Das Herz macht Nebengeräusche und hinter den Augen sind schwarze Punkte
zu sehen.
Beides muss näher abgeklärt werden, aber erstmal wird das große Blutbild abgewartet.Morgen abend darf ich die Blutwerte nachfragen.
Oh man, bis Sonntag dachte ich ich hätte einen gesunden Hund, aber es sieht zur
Zeit nicht so aus.Aber Hilfe bräuchte ich noch. Wir haben noch einen Spitz-mix (11 Jahre). Das Internet erzählt mir, dass man die Hunde bei einen Anfall trennen soll, da andere Hunde damit nicht umgehen können und den epileptischen Hund anfallen könnten.
Wir arbeiten hier alle und die Hunde sind tagsüber manchmal 2 Stunden alleine.Sollten wir sie wirklich getrennt halten? Man weiß ja nicht ob so ein Anfall wieder auftritt?
Oder sollte man lieber alles beim alten lassen?LG
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Die jetzigen Diagnosen hören sich erst mal nicht so positiv an aber es gibt Diagnosen und somit kann man eventuell den Anfällen auf die Spur kommen.
Auch unser JR Mix hat seit Jahren eine Herzklappeninsuffizienz (auch diagnostiziert seit den Anfällen). Ich hatte damals viel geändert, wie keine Ballspiele mehr, nur ruhige Spaziergänge, Kopfarbeit, alles was das Herz nicht belastet und die JR neigen ja schon von Natur aus aufzudrehen, das sollte man in vernünftige Bahnen lenken. Rowdy ist nun 13 Jahre und das Herz hat sich nicht verändert.Fussels Herz ist auch auffällig aber noch geringgradig und auch da passe ich auf, das er sich nicht verausgabt und Stress ist speziell für Anfallshunde nicht gut.
Seit ich den Stress rigoros reduziert habe, mit 2-3 Tagen wo eben nichts passiert, hat sich alles gut entwickelt.
Lasse einen Herzultraschall machen und die Augen abklären!Sollten wir sie wirklich getrennt halten? Man weiß ja nicht ob so ein Anfall wieder auftritt?
Oder sollte man lieber alles beim alten lassen?Das kann man nicht pauschal sagen. Wenn Fussel krampft, halten sich Buffy und Rowdy da vollkommen raus und würden den Zwerg auch nie angreifen aber es gibt wiederum Hunde, sogar Katzen, die das tun würden!
Wie hat sich denn euer Spitzmix bis jetzt bei den Anfällen verhalten?Hast du in den Link geschaut, da kannst du dich auch gerne anmelden!!
Ich bin auch dort, es ist wirklich hilfreich in allen Belangen.
LG Sabine
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Beides muss näher abgeklärt werden, aber erstmal wird das große Blutbild abgewartet.
Dabei alle (!!!) Schilddrüsenwerte nicht vergessen. Meist machen die Tierärzte nur einen mit, der sagt aber nix wirklich aus...
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Die Blutergebnisse waren in soweit in Ordnung. Welche Sachen genau überprüft wurden weiß ich nicht, habe das Ergebnis telefonisch nachgefragt.
Wir sollen jetzt in eine kardiologische Praxis um den Herzgeräuschen nach zu gehen, gleichzeitig soll die Praxis sich dann auch nochmal die Augen genauer ansehen.
JR sollen zu Bluthochdruck neigen. Die Punkte hinter den Augen und die Nebengeräusche könnten darauf hindeuten.
Wenn es "nur" das ist, kann man es hoffentlich mit Tabletten einstellen und wir dürfen uns noch viele Jahre mit ihr "rumplagen"

Der andere Hund war bei ihrem Anfall in einem anderen Zimmer, so dass ich nicht weiß wie er reagiert.
- Vor einem Moment
- Neu
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