Zwingerhusten
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Stadtkind -
19. Juni 2015 um 16:52
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Genau so wie mit Impfung.
ich bin ja meist mit Dir - aber bei dieser Aussage kann ich Dich nicht unterstützen!
Die Zwingerhustenvirengruppe gehört im weitesten Sinne mit zu den Herpesviren - ähnlich wie Katzenschnupfen bei der Katz´. Deshalb hält auch eine impfung nicht sehr lange vor. Wir impfen sie jährlich bis der Hund so 4- 5 Jahre alt ist. Dann ist sie überflüssig, der Hund hatte bis dahin genug Kontakt damit, um genug passende Gedächtnisschüssel dafür herzustellen.
Und vor allem bei dieser Impfung setzte ich auf die Kreuzreaktionen. In all den Jahren im Job kommen die geimpften idR ohne AB mit Zylexis und Hustensaft gut über die Runden. Die ungeimpften brauchen zum Teil langfristig hohe AB-Gaben, da es eben schon so viele Resistenzen gibt und man ja immer gleich AB einschmeissen muß.... Und das sieht manchmal echt übel aus! Es gibt Hund, die sind kurz vorm Ersticken.
Und nein, Zwingerhusten ist definitv nicht "jeder Husten" - da gibt es so einige Unterschiede. Leider machen sich viele nicht die Mühe, genau hin zu gucken und zu hören! Und deshalb wird es nahezu "Mode", alles lapidar als "Zwingerhusten" abzutun... - Vor einem Moment
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Hi,
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Kann ich aus meiner Erfahrung zu Tierschutzzeiten einfach nicht teilen.
Hatte man Zwingerhusten im Haus, war kein Unterschied zu erkennen, ob Hund jetzt geimpft oder ungeimpft war, geröchelt und gerotzt haben alle gleich. Etwas besser standen die Hunde mit gutem Immunsystem da, aber der Impfstatus zeigte da keinen großen Unterschied.
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@Sarah1 Ich habe deinen Post jetzt mehrmals gelesen, bitte nimm es mir nicht übel, aber ich verstehe nicht was du sagen willst. Auch bin ich mir nicht sicher ob du mich richtig verstanden hast.
Ich glaube aber, dass ich eigentlich sehr detailiert beschrieben habe wie ich das Thema sehe. Deine Antwort bezieht sich, so wie ich das verstehe, aber nicht wirklich auf das was ich geschrieben habe, sondern auf einzelne Punkte die du dir rausgepickt und teilweise auch aus dem Kontext genommen hast.Ich habe Dich schon verstanden und meinte
nur, dass man eine gesicherte Diagnose
stellen muss, gerade wenn der Hund häufiger
Husten hat, da halte ich AB ab Fieber für nicht
ausreichend sicher a) kann es eine ganz andere
Krankheit sein und b) ein Virus, dann ist AB für die
Katz, ansonsten sind und bleiben es Versuche, in
der Hoffnung: es sei ein ZH verursacht durch
Bakterien. Aber ich weiß, das viele TÄ so lasch
therapieren, ohne einen Erreger zu bestimmen. -
Es braucht auch niemand einen "Erreger" bestimmen, genau hin schauen reicht schon: Auswurf ja nein? Eitrig ja nein? Wenn´s grün wird, brauch ich AB, keine Frage. Aber bis ich den "Erreger" bestimmt hab ist die Sache eh schon halb um....
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Ja natürlich ist eine sichere Diagnose wichtig, da bin ich ganz bei dir. Aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass du verstanden hast was ich meine. Bei uns war die Diagnose sicher, warum sollte ich da an meiner TÄ zweifeln? Der Hund hat gehustet, hatte einen Hustenreiz beim abtasten des Halses und einmal im Vorfeld Kontakt zu einem Hund mit Zwingerhusten. Die anderen beiden Male gab es zudem Hinweise für eine bakterielle Infektion, da gab es dann auch Antibiotika. Im übrigen hat der Hund nicht ständig Husten, er hatte es ein halbes Jahr nachdem ich ihn aus dem TH geholt habe (2011), dann 2012 noch einmal und dann wieder 2014 nach dem Kontakt mit der Kranken Hündin.
Die Therapie hat dabei immer sofort angeschlagen, der Husten war schnell weg und der Hals hat sich ebenfalls schnell beruhigt. Auch letztes Jahr, als kein AB gegeben wurde.
Es gab keine Hinweise auf eine andere Erkrankung, warum sollte man also mit Kanonen auf Spatzen schießen?
Wenn du es für dich entscheidest den Hund anders Therapieren zu lassen dann ist das dein Ding. Ich würde es immer wieder so handhaben wir bisher. Nicht umsonst sollte ich engmaschig zur Kontrolle kommen. Wenn irgendetwas gewesen wäre, hätte man die Therapie sofort entsprechend anpassen können.
Bisher war es bei Tomi noch nie nötig einen konkreten Erreger zu bestimmen. Ich wüsste auch nicht, dass das beim Verdacht auf Zwingerhusten standartmäßg gemacht wird. Bei hartnäckigen Geschichten ja, aber sonst? Vielleicht kann da ja noch jemand der sich auskennt was sagen.
Selbt bei meinen eigenen Erkrankungen war das bisher nur 1 Mal nötig als ich eine hartnäckige Bronchitis hatte. Da wurde schließlich ein Antibiogramm erstellt nachdem zwei Breitbandantibiotika nicht gewirkt haben. Ergebnis: Multiresistenter Keim. So eine Infektion ist dann wirklich nicht lustig und eben diese Resistenzen treten vermehrt auf wegen dem allzu sorglosen und falschem Umgang mit Antibiotika. Ich bin deshalb sehr froh über meine Ärztinnen die ich jetzt habe (sowohl in der Veterinär- als auch in der Humanmedizin) die Antibiotika mit Bedacht einsetzen. -
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Die anderen beiden Male gab es zudem Hinweise für eine bakterielle Infektion, da gab es dann auch Antibiotika.
Entzündungen werden über ein Blutbild
geortet, bei ZH auch über das Nasensekret
der Erreger bestimmt, erst dann kann man
von einer gesicherten Diagnose überhaupt
reden, alles andere sind Verdachtsmomente
mit der Hoffnung richtig getippt zu haben.
An einer gesicherten Diagnose geht kein
Weg vorbei, es ist aber auch nicht verboten,
Testate zu machen. Besonders alte Landärzte
mit 2 Räum'chen, eines davon ein Wartezimmer,
sind auf ihre Erfahrungen angewiesen, insofern
gebe ich Dir Recht, ist Deine TÄ kein Einzel-
beispiel, beide können trotzdem sehr gut sein.
Den Landtierarzt habe ich, ist mehr erforderlich,
gehe ich zu top ausgestatteten TÄ. -
Alles anzeigen
Entzündungen werden über ein Blutbildgeortet, bei ZH auch über das Nasensekret
der Erreger bestimmt, erst dann kann man
von einer gesicherten Diagnose überhaupt
reden, alles andere sind Verdachtsmomente
mit der Hoffnung richtig getippt zu haben.
An einer gesicherten Diagnose geht kein
Weg vorbei, es ist aber auch nicht verboten,
Testate zu machen. Besonders alte Landärzte
mit 2 Räum'chen, eines davon ein Wartezimmer,
sind auf ihre Erfahrungen angewiesen, insofern
gebe ich Dir Recht, ist Deine TÄ kein Einzel-
beispiel, beide können trotzdem sehr gut sein.
Den Landtierarzt habe ich, ist mehr erforderlich,
gehe ich zu top ausgestatteten TÄ.Ok, ich hab irgendwie keine Lust mehr mit dir zu diskutieren. Ich gebe mir echt Mühe umfangreich zu antworten und zu berichten welche Erfahrungen ich bisher damit gemacht habe und warum wir uns für die Behandlung entschieden haben. Warum pickst du dir ständig irgendwelche einzelnen Sätze raus ohne mal den Gesamtzusammenhang zu sehen? Und du sagst, deine Hunde hatten noch nie Zwingerhusten, woher hast du denn dein Wissen zum Thema?
Meine TÄ hat im übrigen eine gut ausgestattete Praxis und kann z.B. auch einige Blutuntersuchungen vor Ort machen, aber für micht macht einen guten Tierarzt mehr aus als Tests zu machen zu können. Ich bin da ganz bei TrueType:Es braucht auch niemand einen "Erreger" bestimmen, genau hin schauen reicht schon: Auswurf ja nein? Eitrig ja nein? Wenn´s grün wird, brauch ich AB, keine Frage. Aber bis ich den "Erreger" bestimmt hab ist die Sache eh schon halb um....

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Es ist NICHT usus bei jedem Schnupfen einen Abstrich zu machen.
Es ist USUS nach Symptomen zu behandeln. Wie True Type das beschrieb.
Das Wissen eines Arztes ist nicht davon abhängig, WO er arbeitet, sondern WIE.
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Es ist NICHT usus bei jedem Schnupfen einen Abstrich zu machen.
Es ist USUS nach Symptomen zu behandeln. Wie True Type das beschrieb.
Das ist sogar richtig, deshalb schrieb ich ja:
lasche Behandlung und nochmal: die Diagnose
muss gesichert werden, für "Fenchelhonig und
Co.&KG" brauche ich keinen TA.Das Wissen eines Arztes ist nicht davon abhängig, WO er arbeitet, sondern WIE.
Genau und wir haben unterschiedliche TA-Qualitäten
und wer beim 3. Mal immer noch keine Erregerbestimmung
machen kann, war mal mein TA gewesen, allein die magische
Kugel ist unzureichend, außerdem bezog ich mich auf die
Ausstattung, nicht unbedingt auf den Ort.Was ist, wenn es ein ernst zu nehmender Erreger ist,
soll ich mich da auf Fenchelhonig oder das falsche
AB verlassen ? Es ist definitiv nicht die erlernte Vorgehens-
weise zur Sicherung einer Diagnose und erst die garantiert
ja die richtige Therapie, alles andere steht außer jeder Diskussion,
bes. dann, wenn es ein gefährlicher Erreger und das Tier in Gefahr ist.
Zwischen Usus und richtig angewandter vet.-med. Behandlung
liegen Welten und können u.U. Leben retten.
Das ist meine Position dazu und bitte akzeptiert das, so wie ich Eure
Meinung akzeptiere, dass es gut und ausreichend sei, mehr möchte ich
dazu nicht mehr sagen.
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