Zwingerhusten
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Stadtkind -
19. Juni 2015 um 16:52
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Das Kürzel Pi für Parainfluenza. Der Impfstoff hat eine Gültigkeit von einem Jahr. Es gibt wohl auch noch eine nasale Impfung aber da hab ich keine Ahnung.
Ich habe schon mal mit meiner TÄ darüber gesprochen. Sie meinte, die Impfung verhindert nicht zu 100%, dass der Hund Zwingerhusten bekommt, aber der Verlauf ist dann in der Regel milder. Ich kann nur sagen, dass mein Hund trotz Impfung 3 Mal Zwingerhusten hatte, aber in der Tat jedes Mal nicht sehr heftig. Wie es nun ohne Impfung ausgesehen hätte weiß ich natürlich nicht.
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Ich habe schon mal mit meiner TÄ darüber gesprochen. Sie meinte, die Impfung verhindert nicht zu 100%, dass der Hund Zwingerhusten bekommt, aber der Verlauf ist dann in der Regel milder. Ich kann nur sagen, dass mein Hund trotz Impfung 3 Mal Zwingerhusten hatte, aber in der Tat jedes Mal nicht sehr heftig. Wie es nun ohne Impfung ausgesehen hätte weiß ich natürlich nicht.
Hier genauso. Hund geimpft und jedes Mal den Zwingerhusten mitgenommen, wenn er im Verein grad um sich griff. Als "milde" würde ich das nicht bezeichnen. Dem Kerl ging es schon richtig dreckig, er hatte anfangs ganz fürchterlichen, weißen Auswurf, scheinbar Schmerzen und war so schlapp, dass ich ihn ins Auto heben musste. Möchte gar nicht wissen, wie das dann ohne Impfung ausgesehen hätte...
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Parainfluenza ist EIN möglicher Erreger für die "Zwingerhusten" genannten Symptome. Für Rennen in Spanien mußte ich zusätzlich noch gegen Bordetella impfen, die Pi-Impfung wirkt gegen diesen Erreger zB NICHT.
Mein Tierarzt vertritt die Ansicht, das die Zwingerhusten-Impfung maximal ein halbes Jahr wirkt, die Erfahrung aus dem Tierheim in dem ich geholfen habe bestätigt das. Wobei die Beobachtung da war, das die mehrfach geimpften Tiere in der Tendenz etwas weniger betroffen waren, den Husten aber trotzdem bekommen konnten.
Es gab Hunde die sich nie angesteckt haben und andere, die eigentlich den ganzen Winter gehustet haben, also jede Welle mitgenommen haben. -
Hier lief das immer ganz klar über Ansteckung. Einer im Verein hatte es (in dem Fall unser BH-Partner) und kurze Zeit später zogen die anderen Hunde nach.
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Hier genauso. Hund geimpft und jedes Mal den Zwingerhusten mitgenommen, wenn er im Verein grad um sich griff. Als "milde" würde ich das nicht bezeichnen. Dem Kerl ging es schon richtig dreckig, er hatte anfangs ganz fürchterlichen, weißen Auswurf, scheinbar Schmerzen und war so schlapp, dass ich ihn ins Auto heben musste. Möchte gar nicht wissen, wie das dann ohne Impfung ausgesehen hätte...
Ich kann sagen das Kira sich das mal von Lilly (wo sie noch Welpe war) geholt hat.
Und fast dran gestorben ist, hier wird immer geimpft allein wegen den Gewissen -
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Puh wenn ich das alles so lese mache ich mir schon so meine Gedanken! Donald hat immer sehr viel Kontakt zu Fremdhunden. Sollte ich dieses Husten auch nur ansatzweise bei ihm entdecken weiß ich was zu tun ist.
Ist das eigentlich so ansteckend das man mit so einem Hund besser nicht im Wartezimmer sitzt also vorher bescheid sagt beim TA?
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Parainfluenza wird per Tröpfcheninfektion übertragen, sprich intensives Beschnuppern, Anniesen, etc. Wenn man nur im Wartezimmer beim TA sitzt, ist es schwer, sich anzustecken (immer noch möglich, aber schwer).
Im TH werden alle Hunde geimpft und trotzdem geht jedes Jahr im Herbst der Zwingerhusten um. Es hält sich durch die Impfung in Grenzen, sprich die wenigsten Hunde brauchen Behandlung - es ist eine Virusinfektion und da kann man eh nicht viel machen
Es kommt nur meist noch eine bakterielle Infektion dazu (zeigt sich dann in grünem/gelbem Auswurf), die mithilfe von Antibiotika behandelt werden sollte.
Ein Hund einer Arbeitskollegin steckt sich jedes Jahr an, mein Oldie hatte trotz Intensivkontaktes niemals was - mein Zwerg hat sich gleich mal mit 5 Monaten angesteckt und es wollte ewig nicht abheilen, der arme Zwerg hat genug Antibiotika gefressen, dass es für sein halbes Leben reicht :/ -
Gut dann weiß ich jetzt echt einiges mehr, danke. Trotzdem könnte ich mir auf die Finger kloppen das ich nicht wusste was da alles passieren kann. Ich dachte er ist geimpft und gut ist. Wirklich dumm...
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Merkwürdig war auch, dass Tex sich den Zwingerhusten offenbar beim Beschnuppern oder beim Trinken aus dem selben Napf mit dem Vereinshund geholt hat, Bliss aber überhaupt nix bekommen hat. Und das obwohl die sich quasi 24/7 beschmusen und sich einen Wassernapf teilen...
Tex hat auch Antibiotika und ein schleimlösendes Mittel bekommen und es ging ihm dann schnell besser. Nach rund zwei Wochen war das ausgestanden.
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Am Zwingerhusten sind Bakterien und/oderViren beteiligt, zu mindest kann man für
Bakterien Antibiotika geben.
Man kann Zwingerhusten auch gleich in die
Grundimmunisierung mit einbeziehen,
ob es später auch Fenchelhonig und ein
Entzündungshemmer tut, diese Aussage
kann man nur bei gesicherter Diagnose
treffen. Wie hat die TÄ die Diagnose sicher
festgestellt ?Ich habe das Thema lange mit meiner TÄ besprochen und vertraue da auf ihre Einschätzung. Bakterien sind eben nicht immer beteiligt. Warum sollte man dann ein Antibiotikum geben? Der zu voreilige Einsatz von Antibiotika ist leider weit verbreitet und schadet mitunter mehr als er nutzt.
Was deine Frage zur Diagnose angeht: 2 Mal war bei Tomi gleich zu Beginn Schmatzen, der Husten und die druckempfindlichkleit am Kehlkopf, soll heißen Druck auf den Kehlkopf hat sofort Hustenreiz ausgelöst. Dazu hat er versucht wie verrückt Gras bzw. trockenes Laub (war Herbst/ Winter) zu fressen.
Ich konnte den Husten beim ersten Mal erst gar nicht einordnen und dachte er hätte Sodbrennen oder was mit dem Magen, eben weil er auch ständig unruhig war und Gras fressen wollte. Am nächsten Tag sofort zum TA. Die hat dann Fieber gemessen und eben den Kehlkopf abgetastet. Zusammen mit dem Husten und der aktuellen Zwingerhustenwelle die zu der Zeit rumging kam sie dann zur Diagnose Zwingerhusten. Da er auch Fieber hatte, hat sie mir auch ein Antibiotikum gegeben. Beim zweiten Mal, ein Jahr später, das gleiche. Nur dass ich die Symptome ja diesmal schon kannte.Beim dritten Mal, letztes Jahr glaube ich, haben wir auf der Wiese eine bekannte Hündin getroffen. Herrchen lies sie zu Tomi. Plötzlich meinte er dann: Auch Mist, die soll doch keinen Kontakt zu anderen Hunden haben. Die hat Zwingerhusten. -Ja, schönen Dank auch. :| Etwa eine Woche später fing Tomi plötzlich an beim Spaziergang wieder wie irre Gras und Blätter zu fressen und war am Schmatzen und Schluckte häufig. Ich hatte sofort den Verdacht Zwingerhusten auf Grund des Kontaktes mit der Hündin. Spaziergang abgebrochen und sofort zum TA. Leider war nur die Vertretung da, die meinte dann es wäre etwas mit dem Magen. Der Hals war zu diesem Zeitpunkt noch nicht empfindlich. Ich habe ihr dann von der Begegnung mit der kranken Hündin berichtet, aber sie blieb dabei. Es wäre was mit dem Magen, dementsprechend wurde er auch behandelt. Zu Hause angekommen wars dann auch erstmal gut, Nachts gings dann aber los mit dem Husten. Ich hab ihm dann erstmal Fenchelhonig zur Linderung gegeben, damit haben wir die Nacht rumbekommen. Am nächsten Morgen wieder zum TA, diesmal war "unsere" Ärztin auch da. Die stellte dann auf Grund der Symptome (mittlerweile waren ja noch der Husten und die Empfindlichkeit am Hals dazu gekommen) und meiner Erzählung vom Kontakt mit der Zwingerhustenhündin die richtige Diagnose. Er hatte diesmal kein Fieber und es ging ihm sonst auch gut, deswegen gab es nur ein entzündungshemmendes Schmerzmittel plus Fenchelhonig. Ruhe und warmhalten und ein paar Tage Leinenknast und kein Kontakt zu anderen Hunden. Ich musste dann am nächsten oder übernächsten Tag noch einmal zur Kontrolle kommen. Hätte er Fieber, sonst irgendwelche Anzeichen einer bakteriellen Infektion gezeigt oder wäre es ihm schlechter gegangen hätte er ein AB bekommen. War aber nicht nötig.
Lange Rede, kurzer Sinn: Bei Verdacht auf Zwingerhusten unbedingt zum Tierarzt, aber pauschal Antibiotika geben muss nicht sein. Zumindest habe ich das so mit meiner Tierärztin besprochen.
Was du mit "Man kann Zwingerhusten auch gleich in die Grundimmunisierung mit einbeziehen," meinst, verstehe ich allerdings nicht. Was soll das bringen? Einen wirklich sicheren Schutz hat man mit der Impfung nicht.
Und wie war es denn bei euch bei der Zwingerhustendiagnose? Hat der TA noch irgendwelche speziellen Untersuchungen gemacht?Gut dann weiß ich jetzt echt einiges mehr, danke. Trotzdem könnte ich mir auf die Finger kloppen das ich nicht wusste was da alles passieren kann. Ich dachte er ist geimpft und gut ist. Wirklich dumm...
Naja, mach dich nicht verrückt. Nun weißt du ja, worauf du achten solltest und kannst entsprechend schnell reagieren wenn du den Verdacht hast, dass sich Donald was eingefangen hat.
Und wie gesagt, ein Löffel Fenchelhonig bei husten oder Halsweh schadet nicht, tut dem Hals aber erstmal gut. Hat mir meine TÄ ebenfalls bestätigt.Ich habe es auch erstmal nicht als sooo schlimm empfunden. Tomi hatte aber nun glücklicherweise auch bisher nur leichte Verläufe und es ging ihm auch mit Fieber nicht wirklich schlecht. Es kann aber auch wirklich übel sein.
Auf die leichte Schulter sollte man das auf keinen Fall nehmen, unbehandelt oder bei einem schweren Verlauf ist das wirklich eine ernste Sache!Für mich stellte sich dann auch die Frage, wie sinnvoll denn dann die Impfung gegen Zwingerhusten ist, wenn es nicht alle möglichen Erreger abdeckt und der Hund nun trotz regelmäßiger Impfung schon 3 Mal erkrankt ist. Daraufhin kam dann eben die Einschätzung meiner TÄ, die ich vorne schon geschrieben habe. Ihrer Ansicht nach, sind im Großen und Ganzen die Verläufe bei den geimpften Hunden milder als bei ungeimpften. In unserem Fall käme das hin, bei Streichelmonster ja offensichtlich nicht. :/ Da wir bisher keine schweren Verläufe hatten und die Impfung gut vertragen wird, wird der Hund nun erstmal trotzdem weiter jährlich gegen Zwingerhusten geimpft. Tollwut und SHP nur noch alle 3 Jahre entsprechend der angegebenen Immunität im Beipackzettel. Allerdings werde ich das nächste Mal die Option mit der nasalen Impfung besprechen, die soll wohl besser wirksam sein und zumindest gegen die beiden Haupterreger für etwa 1 Jahr immunisieren.
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