Knurrender Bürohund
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Seit knapp 6 Wochen habe ich nun meine kleine Mischlingshündin (Alter ca. 9-11 Monate). Ich habe sie von einem Tierschutzverein bekommen und nach einen langen Wochenende der Eingewöhung an mich und bei mir zu Hause, habe ich sie gleich mit ins Büro genommen, wo sie nun täglich ihre "Arbeitszeit" sozusagen verpennt.
Trotz eigentlicher Stubenreinheit hat sie anfangs häufig in das Nachbarbüro gepinkelt, aber dieses Problem ist nun seit einiger Zeit nicht mehr aufgetaucht. Ein anderes wird dafür immer nerviger:
Ich sitze alleine in meinem Büro, Schmittis Decke liegt ein paar Meter entfernt (mit "Blickkontakt") in einer Ecke des Büros. Wenn Kolleginnen in meinen Raum kommen, ist das für sie überhaupt kein Problem.
Geknurrt und auch gebellt wird aber bei den männlichen Kollegen, insbesondere mein Chef ist ein "beliebtes Anknurr-Objekt". Kommt er in mein Zimmer, springt sie von ihrer Decke auf, setzt sich zu meinen Füßen unter meinen Schreibtisch und knurrt.
Trifft sie ihn oder einen anderen Kollegen draußen auf dem Flur, gibt es überhaupt keine Probleme. Ich denke daher, dass sich so langsam ein "Besitzanspruch-Denken" in Frau Schmitt breit macht.
"Mein Büro, mein Frauchen - alle Mann raus hier!"Zuhause kenne ich dieses Verhalten gar nicht an ihr. Besucher werden freundich und schwanzwedelnd begrüßt, egal ob Männlein oder Weiblein.
Ich habe es mit ignorieren versucht. Mit Belohnung, wenn sie ruhig ist. Mit Ablenkung etc. Und die Kollegen und den Chef gebeten, sich von ihr nicht beeindrucken zu lassen und sie ebenfalls zu ignorieren.
Geholfen hat das alles (bisher) noch nicht. Manchmal "vergisst" sie es, aber meist knurrt sie fröhlich weiter.
Sie wird nicht aggressiv dabei, ich mache mir keine Sorgen, dass sie die Männers hier mal tatsächlich anfallen könnte, aber normal finde ich das nicht..!Insbesondere mein Chef ist dadurch ziemlich abgenervt - und mir geht es auch nicht viel besser. Die Hierarchien sind hier zwar nicht so, dass man den Chef nicht mal anknurren darf :wink: , aber ich mache mir halt Gedanken, wo Schmittis Verhalten noch hinführen kann / wird.
Ich muss dazu sagen, dass mein Chef weder ein großer Hundefreund noch -kenner ist. Aber er bemüht sich wirklich um dieses kleine Monster - versucht es mit Streicheleinheiten, Leckerlis etc.
Schmitti läßt das ziemlich kalt. Dieser Hund, der sonst alles was in den Mund passt, auch dort hineinschiebt, nimmt von Cheffe noch nicht mal Leckerchen... -
24. Januar 2007 um 17:50
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Ich kenne zwar selbst das Problem nicht, aber es wurde im Fernsehen schon mal darüber berichtet und ein Freund von mir hatte das gleiche Problem mit seinem Hund. Allerdings waren es bei ihm nicht die Männer sondern Fremde.
Im Fernsehen haben sie dem Hund ein Halsband mit Wasserdampf oder Gas (weiß ich nicht mehr) umgezogen und wenn dann einer ins Büro kam und der Hund fing an zu knurren, bellen oder ähnliches wurde sofort dieser Wasserdampf aktiviert. Der Hund erschreckte und gab Ruhe. Die machten das zwei drei mal und das war´s, der Hund blieb ruhig.
Mein Bekannter hat dann das gleiche mit seinem Hund gemacht und es funktionierte.Ob es auch bei Deinem hilft weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob es wirklich auf Dauer hilft.
Wenn Du nicht gleich so ein Halsband kaufen willst, probiere es mit einer Wurfkette oder mit einer leeren Coladose in die Du Steine reinmachst und die zuklebst. Wenn man die dann schüttelt, ist das sehr laut und der Hund erschrickt. Im Grunde geht es ja nur darum, den Hund zu erschrecken bzw. die Situation sofort zu beenden.
Viel Erfolg
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Zitat
Dieser Hund, der sonst alles was in den Mund passt, auch dort hineinschiebt, nimmt von Cheffe noch nicht mal Leckerchen...
Nimmt sie denn Leckerchen von Dir, wenn Dein Chef auftaucht?
Wenn ja, hast Du einen Trainingsansatz. Dazu sollte sich Chef für ein paar Trainingseinheiten zur verfügung stellen:
Zunächst wäre es sinnvoll zu wissen, wo Dein Chef stehen bleiben muß, damit Deine Fellnase noch keinen Grund zum Knurren sieht.
Angenommen Dein Chef kann kurz vor dem Türrahmen (von aussen)stehen, ohne dass Dein Hund knurrt. Dann macht Ihr folgendes. Chef steht ausser Sichtweite und läßt sich ein wenig von Dir "herumkommandieren" :wink: ! Du sagst, "Schau, Schmitti, da kommt Chef!" Chef tritt vor die Tür und allein diese Tatsache bewirkt ein Leckerchennieselregen auf Schmittchens Decke. Chef verschwindet, Leckerchenregen hört auf.
Du sagst wieder: "Schau Schmitti, da kommt Chef", Chef taucht auf und gleich auch wieder der Leckerchennieselregen.
Damit verknüpfst Du das Erscheinen Deines Chefs mit dem äußerst angehnemen Leckerchenregen. Wichtig, erst taucht der Cheff auf, dann die Leckerchen - so bewirkt scheinbar das eine, das andere.
Weiterhin bewirkt auch das Weggehen des Chefs eine Belohunung für Deinen Hund, denn dass will sie ja genau mit ihrem Knurren erreichen. Jetzt lernt sie, dass der sowieso geht, und sie dafür nur ruhig ihr Essen aufsammeln muß.
Mit der Zeit, könnt Ihr den Chef immer weiter ins Büro "hineinarbeiten".
Wenn Ihr das eine Weile erfolgreich praktiziert habt, kann Herr Cheff ihr die Leckerchen werfen - anfangs nicht direkt aus der Hand versuchen.Das könnte sie nämlich in einen Konflikt bringen: natürlich möchte sie gerne das Leckerchen nehmen, und traut sich vielleicht auch, es zu nehmen und zu essen, und beim Schlucken stellt sie erschreckt fest, dass dieser große böse Mann so furchtbar dicht vor ihr steht :shock: :shock: :shock: :shock:
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So wie es Shoppy beschrieben hat finde ich das echt ne gute Idee.
Hoffentlich macht da der Chef auch mit! :freude:
@ Dobi-Liebe: Was du meinst sind sog. Sprühhalsbänder, also Erziehungshalsbänder, die mit Wasserdampf funktionieren.
Dazu gibts ja gespaltene Ansichten. War auch schon öfter Thema hier im Forum.
Ich denke, die von Shoppy beschriebene Vorgehensweise wäre doch mal einen Versuch wert.

LG Lexa
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Zitat
Dazu gibts ja gespaltene Ansichten. War auch schon öfter Thema hier im Forum.
mit diesem Sprühband hat der Hund die einzigartige Chance, einen unangenehmen Reiz (auftauchen des Chefs) mit einer unangenehmen Konsequenz (Sprühstoß) zu verknüpfen. Dazu kann man nicht gespaltener Meinung sein...
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Zitat
mit diesem Sprühband hat der Hund die einzigartige Chance, einen unangenehmen Reiz (auftauchen des Chefs) mit einer unangenehmen Konsequenz (Sprühstoß) zu verknüpfen. Dazu kann man nicht gespaltener Meinung sein...
Mit meiner Formulierung wollte ich ja auch vorsichtig anklingen lassen, dass ich von diesen Dingern nichts halte!

Ich wollte nur nicht schon wieder eine Endlosdiskussion provozieren. :wink:
LG Lexa
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Zitat
Mit meiner Formulierung wollte ich ja auch vorsichtig anklingen lassen, dass ich von diesen Dingern nichts halte!
LG LexaJa, das hatte ich auch so verstanden.
Trotzdem denke ich, dass der Sprühhalsbandtipp vonn "Dobbi-Liebe" so nicht sehen bleiben durfe. Auch, oder gerade weil es ja soooo viel einfacher ist, auf einen fernbedienungsknopf zu drücken, als seinen eigenen Kopf anzuschalten...
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@ Shoppy:
Gut, dann wir das ja geklärt und sind einer Meinung! :wink:
LG Lexa
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Da der Hund den Chef ausserhalb des Büros ja scheinbar ignoriert, hat er mit den Personen an sich kein Problem.
1. Frage: Was passiert, wenn der Hund alleine im Büro ist und dein Chef ins Büro geht ??
2. Frage: Wo ist der Hundeplatz ? Sitzt du zwischen Hund und Besuchern, oder muß der Besuch erst am Hund vorbei ?
3. Frage: War dieses Verhalten vom ersten Tag an nur auf bestimmte Personen beschränkt, oder fing das langsam an ?Zum einen vermute ich, daß ihr momentan alle in der (Knurr)-Erwartungshaltung seid und deshalb das Problem zum Selbstläufer geworden ist. Mag sein, daß es Kollegen gibt, denen du nicht so locker gegenübertrittst, oder es gab zu Anfang den ein oder anderen Kollegen, der Stress (unangenehmer Auftrag, was auch immer) bedeutet hat und der Hund merkte deine Unsicherheit.
Mein Vorschlag: Hund wird so plaziert, daß er hinter dir liegt, Besuch also nicht an ihm vorbei muß. Der Hund bekommt vernünftig (falls nicht schon geschehen) seinen Platz dort zugewiesen (nur dort gibts Leckerlis). Bei Besuch, egal wer, hat der Hund auf diesem Platz zu bleiben. Steht er auf, kommt zu dir, konsequent wieder zurück. DU bleibst dabei vollkommen ruhig, kein Schimpfen, kein lautes Wort, nix, nur ein ruhiges, ernstes "Körbchen" und sofortiges Lob, wenn Hundi da angekommen ist. Im Korb würde ich den Hund vollkommen ignorieren.
Natürlich sollten ihn die Besucher nicht ansprechen oder anschauen, er ist nicht da, du machst deinen Job, der Hund hat eine Auszeit und er braucht dich nicht zu beschützen. Genauso muß er lernen, daß er auf seinem Platz seine Ruhe hat und dort sicher ist.Grüße, staffy
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Wie gesagt, ich habe so ein Sprühband nicht ausprobiert. Weiß auch nicht wirklich was ich davon halten soll. Ich wollte es nur mal als Idee reinbringen, weil es angeblich funktioniert.
Ich hatte ja gleich geschrieben, daß ich nicht weiß, ob es funktioniert und ob es gut ist.
Wir haben Gott sei Dank keine Probleme mit unserem Hund, denn bei uns wackeln andauernd Kunden rein. Sonstige Probleme machen wir auch mit Leckerie und Belohnung.
Also nix für ungut.
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