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Barf-Anfänger

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    Hallo ihr Lieben,


    ich möchte meinen Hund auf bar umstellen. Ich liebäugele schon länger damit, aber erst jetzt (er wird morgen 2 :smile: ) traue ich mir das zu. Ich hab jetzt sehr viel darüber gelesen und stelle Othello nun einen Ernährungsplan zusammen. Und wie das immer so ist: man kennt die Theorie und denkt, man weiß Bescheid und dann geht's an die Praxis und man merkt, man weiß gar nichts... Ich habe mich sehr an dem Buch von Swanie Simon orientiert, da es mir leichter fällt, wenn ich etwas habe, woran ich mich entlanghangeln kann. Nun habe ich einige Fragen:


    1. Ich hatte mir überlegt, um etwas mehr Überblick zu bekommen und um es für meinen Mann leichter zu machen, falls ich mich mal nicht um die Futterzusammenstellung kümmern kann, mache ich einen 4-Wochen-Plan: Pro Woche gibt es dann eine Fleischsorte (also Rind, Geflügel, Wild und Schaf/ Ziege, etc.) und die Gemüsesorten variieren dann auch pro Woche, sodass er zwar in einer Woche immer nur eine Sorte Fleisch bekommt, dafür aber verschiedene Arten. In der Rind-Woche bekommt er nun z. B. bei Fleisch Muskelfleisch, Kopffleisch und Kronfleisch abwechselnd und an Innereien bekommt er Leber und mal Niere, mal Herz. Und dann gibt es natürlich noch grünen Pansen und RFK. In dieser Woche bekommt er an Gemüse dann immer nur Karotten, Spinat, Zucchini und Paprika. An Obst bekommt er Apfel, Banane und Aprikose. Dafür bekommt er in den anderen Wochen dann andere Gemüse- und Obstsorten.
    Ist das so ok? Oder bringe ich sogar zu viel Abwechslung rein? Oder ist die Woche so dann zu einseitig? Meine größte Sorge ist einfach, dass mein kleiner nicht genug Nährstoffe bekommt...


    2. Was meint ihr, soll ich noch als Nahrungsergänzung geben? Ich hatte mir überlegt noch ein gutes Omega-3-Fett-Öl zu füttern (was könnt ihr empfehlen?), dazu Algen (was nimmt man hier am sinnvollsten?) und Hagebutten (ist das nötig und wie gibt man die?)


    Sorry, für die vielen Fragen!


    Liebe Grüße,
    Lulu

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  • Also zu Punkt 1 würde ich sagen:
    Ich weiß man macht sich am Anfang total verrückt damit aber es wird
    in der Routine dann total einfach ich denke deine Abwechslung passt so,
    weißt du denn ob er die ganzen Fleischsorten verträgt?
    Ansonsten ist es ja auch gut so wie du es machst, weil du die Fleischarten nicht mischt, dann merkst du was er nicht verträgt auch besser.
    Ich kann dir noch das Buch Natural Dog Food ans Herz legen,
    ich weiß es ist teuer aber so viel wert wie 10 Bücher, weil einfach alles drin steht.
    Von den verschiedenen Tierarten, welches Fleisch von welchem Tier man gut füttern kann und was es dem Hund bringt, bis hin zu Kräutern, Obst, Gemüse usw.
    Ich hab es zwar Umzugsbedingt jetzt grad nicht da, aber ich glaube das Paprika nichts ist, weil es ein Nachtschattengewächs ist, bin mir aber nicht sicher.


    Zu Punkt 2:
    Öl ist ein gutes Lachsöl ausreichend.
    Und zu den Zusätzen würde ich dir Grünlippmuschelextrakt empfehlen, der ist für die Gelenke super. Hagebuttenpulver enthält viel Vitamin C und kann zum Beispiel vor Stress (also wenn du z. B. auf eine Ausstellung fährst oder zu einem Hundetreffen o.ä.) oder wenn es recht kalt ist zur Vorbeugung gegeben werden, würde ich aber nicht ununterbrochen füttern. Und Spirulina kann ich noch empfehlen, wobei ich da von Grünlippmuschelextrakt mehr begeistert bin.
    Ansonsten kann ich dir noch sagen, achte bitte auf den Fettgehalt, meine Hündin hat deswegen anfangs rapide abgenommen, weil sie immer übergewichtig war habe ich nur magere Sachen genommen und das war grundverkehrt. Durch die Umstellung auf Barf hätte sie von ganz allein abgenommen ohne Fettreduzierung. Fett ist super wichtig für Hunde, weil sie da ihre Energie rausziehen.


    Ansonsten gutes Gelingen. :bindafür:

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  • Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Das Buch werde ich mir gleich mal bestellen, das klingt gut.
    Zu 1:
    Paprika stand in dem Buch von Swanee drinnen, deswegen dachte ich, das ist ok.
    Ob er die Sorten verträgt, weiß ich noch nicht, wir fangen erst nächste Woche an und da wollte ich dann erst mal so nach und nach testen, was er so verträgt.


    Zu 2:
    Ist denn bei den Fleischarten, die ich gewählt habe (bei Rind z.B.) der Fettgehalt groß genug bzw. wie hoch ist denn der Bedarf, den Fettgehalt des Fleisches kann man ja rausfinden, fällt mir grad ein. :hust:


    Noch eine Frage zum Umstellen:
    Wie mache ich das am sinnvollsten?? Ich hatte jetzt gelesen, dass es am besten ist, man lässt den Hund einen Tag fasten, das habe ich auch vor. Aber danach fang ich dann nicht gleich mit dem vollen Programm an, oder? Also Fleisch, Innereien, RFK usw.
    Und wie fange ich das mit den Knochen an? Was gibt man am besten zuerst? :???:

  • Also ich hab mal schnell nachgesehen und das gefunden:


    Paprika, Tomaten und Aubergine (und Kartoffel)
    Diese Nachtschattengewächse enthalten das für Hunde giftige Solanin. Bei Kartoffeln kommt es in den grünen Stellen sehr gehäuft vor, diese sollten also großzügig rausgeschnitten werden, ansonsten geht von der Kartoffel keine Gefahr aus. Tomaten und Auberginen verlieren ihren Solaningehalt, wenn sie überreif sind, doch auch dann sollte es nur in geringen Mengen gefüttert werden.
    -> schädigt lokal die Schleimhäute und führt zu Durchfall, Krämpfen, Paresen und Atemlähmung




    Ich weiß grad gar nicht genau wieviel er braucht, da ich mittlerweile zu Prey Model Raw übergegangen bin aber ich glaube beim Barfen waren es 10% vom Fleischanteil.
    Wo kaufst du das Fleisch denn?
    Bei Internetpackungen steht der Fettgehalt meist drauf und ich kaufe beim Metzger dem kann ich einfach sagen das der Fettgehalt ca. so hoch sein soll dann gibt er mir genug Fett. Aber mit dem Fett langsam, weil es am Anfang Durchfall geben kann,
    also über eine Woche langsam den Fettgehalt erhöhen.
    Beim PMR so wie ich fütter gibt es 20-25% Fett und meine verträgt es genauso wie Anfangs die 10%.
    Da meine nicht fasten kann (sie übergibt sich) und ich kein Fleisch hatte.
    Ich hab nämlich die Broschüre von Swanie Simon gelesen und konnte ihr kein Trofu mehr geben. Es war Sonntag und ich hatte kein Fleisch da hab ich ihr einfach püriertes Gemüse mit Joghurt gegeben und am nächsten Tag mit Geflügelfleisch angefangen.
    Das ist leicht verträglich und der Joghurt ist gut für den Darm.
    Bei meiner Hündin war es super so, ist aber auch bei jedem Hund anders.
    Wenn er fasten kann, würde ich ihn einen Tag fasten lassen und dann mit Geflügel anfangen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Wegen den Knochen noch, ich habe mit weichen Knochen angefangen also Hühnerhälse sind da super und dann kann man auch Kalbsbrustbein geben.
    Zu harte Knochen würde ich nicht geben und die Menge auch langsam steigern.
    Gut ist auch wenn du am gleichen Tag auch Innereien fütterst.


    Jetzt lese ich oben grad von der Kartoffel, die bitte wenn dann nur gekocht geben niemals roh!

  • als buch würd ich das von Swanie Simon empfehlen.
    ist super und günstig.


    fett sollte immer bei 20-30% liegen da es die einzige energiequelle des hundes ist.
    knochen auch am besten mit hälsen, flügel oder wildrippen anfangen.
    die sind weich.


    Und beim Barf muss man es auch lockerer sehen und nicht alles ausrechnen und nach denken.


    Kein mensch ernährt sich so und rechnet seinen bedarf aus und ernährt sich so genau.
    wir essen das was uns schmeckt :)


    nicht mal kinder werden so ernährt

  • und woher willst du wissen was deinem Hund schmeckt,
    er kann ja schlecht sagen heute ist mir nach Reh oder nächste Woche möchte ich gern mal wieder Rind.
    Er muss das essen was er von uns bekommt und darauf hoffen das es passt.
    Wenn uns etwas fehlt dann bekommen wir da Hunger oder Appetit drauf und essen es, das genau fehlt dem Hund weil er nicht sprechen kann.


    Aber prinzipiell mache ich es auch so alles einmal kurz durchrechnen und dann gebe ich ihr das ungefähr so und wenn ich mal von irgendwas was über hab dann kriegt sie das eben. Wie viele alle Nährstoffe genau auszurechnen finde ich auch unsinnig.

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