Welche Rasse als Zweithund? Empfehlungen gesucht

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    Hallo liebe Forengemeinde,


    um Meinungen von Außenstehenden und anderen Hundefreunden zu hören und mein Anliegen einem möglichst breiten Kreis zu präsentieren, habe ich nun dieses Thema eröffnet.


    Aufgrund des Todes meines Ersthundes möchte ich nun, nach zweijähriger Pause, die Anschaffung eines Familienzuwachses für mich und meine TS-Hündin wagen. Sie ist nun 5 Jahre alt und verbrachte diesen Zeitraum zum Großteil mit ihrem „Hundebruder“, einem 8 Jahre älteren Rüden. Die Hündin ist mein Ein und Alles, weshalb ich unbedingt einen passenden Hund für uns finden möchte. Mit Artgenossen versteht sie sich unabhängig von Geschlecht und Rasse sehr gut, wobei sie ursprüngliche Hunde eindeutig bevorzugt. Sie ist ein mittelgroßer Husky-Mix, sehr aufgeweckt, extrem freundlich, immer noch sehr spielfreudig, selbstsicher und eigenwillig, aber absolut treu und folgsam.


    Der neue Hund sollte möglichst jung sein, also nicht älter als 2 ½ Jahre, da sie junge Hunde eher bevorzugt und sich selbst wie einer verhält. Ein Welpe wäre nicht so toll, ein Junghund dafür ideal. Ob TS-Hund oder Züchter ist mir relativ egal, obwohl ich es schöner fände, einen Hund aus dem TS zu nehmen. Um diese Hunde soll es hier aber erst mal nicht gehen, da da die Rassefrage gar nicht so entscheidend ist, vor allem aufgrund der Mischlingsdichte.
    Gehen wir also mal von einem Rassehund aus:


    Es gibt da ja schon ein paar Rassen, mit denen ich sehr liebäugle. Allen voran sei hier der Tamaskan genannt, der mir sowohl optisch als auch von der Wesensbeschreibung am besten gefällt. Danach käme dann der Harzer Fuchs, der Jämthund, der herkömmliche DSH, der Berger Blanc Suisse und eher exotische Rassen wie Cão Fila de São Miguel, Shikoku oder Thai Bangkew Dog.


    Meine Wunschvorstellungen sehen wie folgt aus:


    Größe: Mindestens 57 cm, lieber größer. 65-70 wären optimal. Das Gewicht ist eher zweitrangig, allerdings könnte ich nicht so gut mit einem 60-Kilo-Klops leben, der mich mal eben durchs halbe Dorf ziehen kann. Ich mag auch lieber schlanke Hunde.


    Wesen: Eine starke Bindung und Folgsamkeit ist mir sehr wichtig, ebenso hätte ich gern einen lernwilligen Hund, der viel Freude daran hat, Dinge mit mir zu unternehmen und ständig etwas zu lernen. Da ich gern mehrere Stunden wandere und regelmäßig Bahn fahre, wäre es sehr vorteilhaft, wenn der Hund eine recht hohe Reizschwelle besitzt, damit er nicht danach völlig zerstört in der Ecke liegt. Außerdem hätte ich gern einen absoluten Kuschelbär.
    Mit Schutz- und Wachtrieb käme ich zurecht, sofern mein Hund nicht auf die Idee kommt, mich völlig selbstständig zu bewachen (selbst bei intensivem Training). Ein einigermaßen kontrollierbares Jagdverhalten wäre schön, damit der Hund ohne Leine laufen kann, ist aber nicht zwingend. Ich bin bereit, alles zu trainieren und habe durch meine letzten beiden Hunde Erfahrung damit.
    Es wäre auch schön, wenn der Hund nicht zwingend einen Zweithund braucht, insbesondere dann, wenn der andere mal stirbt und ich mir nicht direkt einen neuen holen würde.


    Zu mir: Ich lebe allein und arbeite von zu Hause aus, sodass der Hund nie länger als 4 Stunden (Theater, Essen gehen) allein sein müsste. Da ich in einer Mietwohnung lebe, gibt es keinen riesigen eingezäunten Garten, dafür aber viele Weiden hinterm Haus und die Bereitschaft, oft und lange rauszugehen. Ich bin gern bereit, Suchtraining zu machen, Agility oder auch Zughundesport zu betreiben, ebenso bin ich offen dafür, ein komplett eigenes Programm zu entwickeln. Wenn der Hund nicht will, muss er auch keinen Sport machen, das liegt ganz bei ihm. Ich bin recht ruhig, aber sehr schnell eifersüchtig und komme nicht damit zurecht, wenn mein Hund keine enge Bindung zu mir hat. Da ich nicht immer souverän bin (im Dunkeln, bei Menschenmassen), wäre es toll, wenn der Hund diese Schwäche nicht ausnutzen würde. Ein grundsätzlich gefestigter Hund wäre sicherlich von Vorteil. Ich würde gern mit beiden Hunden schwimmen gehen können, auch bei Kälte draußen zelten, klettern, lange wandern, Rollschuh fahren und auch mal in die Stadt gehen, ohne völlig gestresst zu sein.
    Habt ihr Empfehlungen für mich? Könnte vielleicht sogar ein Tamaskan die richtige Rasse sein?

  • Könnte vielleicht sogar ein Tamaskan die richtige Rasse sein?

    Was ich so über diese Rasse gelesen habe, eher nicht!
    Waldkind schrieb:

    Es wäre auch schön, wenn der Hund nicht zwingend einen Zweithund braucht, insbesondere dann, wenn der andere mal stirbt und ich mir nicht direkt einen neuen holen würde.

    Kann nicht so gut alleine sein!
    Und bezgl. des Jagdtriebes, bei den beteiligten Rassen?

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

  • Es gibt da ja schon ein paar Rassen, mit denen ich sehr liebäugle. Allen voran sei hier der Tamaskan genannt, der mir sowohl optisch als auch von der Wesensbeschreibung am besten gefällt. Danach käme dann der Harzer Fuchs, der Jämthund, der herkömmliche DSH, der Berger Blanc Suisse und eher exotische Rassen wie Cão Fila de São Miguel, Shikoku oder Thai Bangkew Dog.

    Wünscht Du Dir einen solchen Hund, weil er möglichst exotisch sein soll oder weil er wirklich zu Deiner Hündin passen soll?
    Diese Rasseliste ist einfach total willkürlich zusammengestellt, sie haben quasi nichts miteinander zu tun. (Thai Bankaew gibt es in Deutschland zudem einfach nicht, weiß ich durch losen Kontakt mit einem deutschen Züchter, der in Thailand lebt)


    Die Nordischen, die ich kenne, mögen andere Nordische. Ganz einfach.
    Warum schaust Du Dich nicht eher in dieser Richtung um?
    LG von Julie

    Größe bedeutet nichts! Sieh mich an, nach meiner Größe beurteilst Du mich? Tust Du das?
    Aber das solltest Du nicht.
    Meister Yoda "Das Imperium schlägt zurück"

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  • Wesen: Eine starke Bindung und Folgsamkeit ist mir sehr wichtig, ebenso hätte ich gern einen lernwilligen Hund, der viel Freude daran hat, Dinge mit mir zu unternehmen und ständig etwas zu lernen.


    Hallo,


    bei deinen Rassevorstellungen komme ich da mal ins Grübeln.
    Da fallen eigentlich schon einige weg.
    Für mich würden da die Schäfertiere oder deren Mixe passen, egal ob der "normale" DSH oder der Weisse.
    Auch die Nordischen könnte ich mir vorstellen, aber ob das klappt mit Lernwillig? Die gehören wohl eher zu den sehr eigenständigen und jagdlich begeisterten Rassen.
    Ich denke, wenn es kein Hund vom Züchter sein muss, du könntest mal in den Tierheimen der Umgebung schauen oder auf den Notvermittlungsseiten der Rassen.


    LG Terrortöle

  • Die meisten der von dir aufgezählten Rassen sind so selten, dass du in Dtl. keinen einzigen Züchter finden wirst. Wie kommst du bei lernwillig und ableinbar auf Shikoku und Jämthund?? Wenn dich die Nordischen und die Asiaten faszinieren, musst du einfach mit ausgeprägter Selbstständigkeit, fehlender Unterordnungsbereitschaft, Eigenwilligkeit und SEHR starkem Jagdtrieb rechnen (das Risiko von lebenslangem Leinenknast ist hoch!). Schäferhunde sind ein völlig anderer Typus, leicht auszubilden, da sie einfach sehr gern mit ihrem Menschen zusammen arbeiten wollen und im Prinzip der komplette Gegensatz zu den anderen genannten Rassen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Die meisten der von dir aufgezählten Rassen sind so selten, dass du in Dtl. keinen einzigen Züchter finden wirst. Wie kommst du bei lernwillig und ableinbar auf Shikoku und Jämthund?? Wenn dich die Nordischen und die Asiaten faszinieren, musst du einfach mit ausgeprägter Selbstständigkeit, fehlender Unterordnungsbereitschaft, Eigenwilligkeit und SEHR starkem Jagdtrieb rechnen (das Risiko von lebenslangem Leinenknast ist hoch!).

    Das weiß ich wohl, gleichwohl sind diese Hunde in meiner Aufzählung gefallen, weil ich sie optisch ansprechend finde und denke, dass mir mein Hund zumindest einigermaßen gefallen muss.


    Die Nordlichter, die ich kenne, können alle ohne Leine laufen - meinen eingeschlossen. Das klappt mal mit mehr, mal mit weniger Training - und natürlich klappt es auch bei vielen gar nicht, dessen bin ich mir wohl bewusst.
    Selbstständigkeit schließt Lernwilligkeit doch nicht aus, es bedeutet bloß deutlich mehr Sturheit und einen Hund, der keine Lust darauf hat, alles zu machen, was der Halter toll findet, sondern sich eigene Interessen sucht.
    Mein Hund verweigert auch viele Dinge komplett, geht in anderen dafür total auf und ist extrem lernwillig dabei.


    Mir geht's auch nicht darum, einen Exoten als Pokal an der Leine zu führen, sondern einfach darum abzuklären, ob das, was ich mir wünsche zu einer dieser Rassen passt.




    Dass es ein TH/TS-Hund werden kann, hab ich ja nie ausgeschlossen, ich möchte dennoch wissen, wie es von der Kompatibilität mit den Rassen aussieht. Das hier dient wirklich nur dazu, meine Liebäugelrassen "kennenzulernen".


    Nehmen wir mal die, die hauptsächlich im Rennen sind: Tamaskan, Harzer Fuchs, die zwei Schäfer und den Jämthund - sind hier vielleicht Halter solche Hunde, die mir sagen können, ob das was werden kann?
    Insbesondere der Harzer Fuchs soll ja auch ein toller Familien- und Begleithund sein können.

  • Hallo,


    ich kenne nur einen Harzer Fuchs und der wäre besser an einen Schäfer gegangen.
    Die Besitzerin macht viel mit ihm, auch Hundesport. Er macht mit, aber ist nicht einfach. Sie ist sehr hundeerfahren gesteht sich aber ein das dies absolut kein Hund für Jedermann und als Familienhund eher nicht geeignet ist.
    Ich habe einen DSH und habe damit die für mich beste Wahl getroffen. Da passt es einfach.
    Ich habe sehr lange recherchiert und bin so auf den richtigen Züchter gestoßen.
    Beim DSH gibt es ja eine Reihe verschiedene Linien.
    Eigentlich mag ich optisch die Windhunde und hatte viele Jahre einen Podenco und einen Podenco-Mix, bin aber zu dem Schluss gekommen das ich doch ein etwas leichteres Leben mit Hund bevorzuge. So ohne Jagdtrieb, mit etwas mehr "will to please" und einer gewissen Tiefenentspanntheit komme ich stressfreier durch den Tag.



    LG Terrortöle

  • Die Hunde auf Deiner Liste fallen grob in zwei Kategorien: FCI Gruppe 5 / ursprüngliche Hunde / Nordische / Spitze (Tamaskan, Jämthund, Bangkaew, Shikoku) und FCI Gruppe 1 / Hunde mit Hüte-Hintergrund (Harzer Fuchs, Schäferhunde).


    Der Fila de Cao San Miguel passt irgendwie weder optisch noch vom Wesen zu den anderen genannten Rassen. Das ist ein recht typischer Molosser, die Ohren sind im Naturzustand auch hängend und der hat so gar nichts von einer Primitivrasse. Von Deiner Beschreibung her mögen weder Du noch Dein Hund Molosser besonders gern, drum würde ich den mal aus der Auswahl ausschliessen.


    De Harzer Fuchs würde ich wohl auch ausschliessen. Der ist ja definitionsgemäss ein reiner Arbeitshund für Vieh, das macht irgendwie nicht so Sinn.


    Dann würde ich mir überlegen, ob Du eher den nordischen oder den Schäferhund-Typ willst.


    Dann würde ich glaube ich nach Rassen suchen, die etwas häufiger sind und vielleicht auch etwas führiger.

  • @Waldkind


    Der schönste Hund kann sehr schnell sehr hässlich werden wenn er nicht zum Halter passt und umgekehrt. Harzer Füchse sind reine Arbeitshunde, Jämthunde Züchter gibt es in Deutschland nicht. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht wie man zwischen Schäferhund und Nordischen schwanken kann, dazwischen liefen einfach Welten und entweder will ich lieber das eine oder das andere.


    Du schriebst, dass dein Hund ein Husky Mix ist - bedenken solltest du hier dass viele seiner Eigenschaften auch eher mit dem anderen Elternteil zusammenhängen könnten bzw. er möglicherweise als reiner Husky gänzlich anders wäre.


    Nein, Selbstständigkeit schließt Lernwilligkeit nicht aus, ich habe auch nichts dergleichen geschrieben. ;-) Ich versuche dir hier nur wie einige andere erfahrene Hundehalter zu sagen, dass es schwer nachzuvollziehen ist wie du bei deinen Wünschen (kontrollierbarer Jagdtrieb, Folgsamkeit, enge Bindung, kein ausgeprägter Schutztrieb, Lernwilligkeit, Anpassungsfähigkeit, hohe Reizschwelle, möglichst ohne Leine laufen und gut allein bleiben können) ausgerechnet auf die Nordischen und Asiaten kommst. Passt für mich hinten und vorne nicht, sorry.

  • Vielleicht könnte etwas Richtung nordischem Hütehund (Lappländischer Rentierhund, finischer Lapphund) oder Eurasier passen?
    Eventuell könnte dir auch die behaarte Variante des Xoloitzcuintle gefallen, die sind Hunde vom Urtyp wurden aber als Wach- und Begleithunde gezüchtet und nicht als Jagdhunde (ein gewisser Jagdtrieb kann wohl trotzdem vorkommen), und soll durchaus lernfreudig sein.

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