Mein Hund hat Angst vor Menschen und bellt diese an.:(

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    Meine Hündin bellt aus Unsicherheit teils ohne Grund fremde Menschen an.


    Sie hat das schon von Welpe an, da sie nie etwas kennengelernt hat und ich einfach das trainieren damals verpasst habe.
    Ihr Hauptproblem sind Männer. Sobald ein Mann sie nur angucken bellt sie los. Aber auch bei Frauen da aber nicht so extrem.
    Letztens beim Gassi gehen stand weiter unten am Feld ein Mann Paula sah den rennt hin und bellt (um zu gucken macht sie ganz selten) und dann bellt sie auch die ganze Zeit. Sie tut aber keinem was, sie hat auch keine bösen absichten. Sie möchte einfach mal gucken abet viele Menschen bewegen sich dann oder gucken sie an und das ist das schlimmste.


    Hoffe ihr könnt mir Tipps zum üben geben weil ich verzweifle. Ich kann sie auch einfach nirgendwo mit hin nehmen wo Menschen sind sie ist dann einfach super gestresst und Unsicher.

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  • Du wirst da wohl jetzt richtig Arbeit reinstecken müssen, wenn Du diese manifestierte Unsicherheit abbauen willst. Anfangen würde ich damit, sie nicht mehr selbst bestimmen zu lassen, wann sie zu Menschen hinrennt, um sie anzubellen. Sie bleibt bei Dir, und wenn das "Leine bleibt dran" heißen muß.


    Ich hatte zum Glück noch nie einen unsicheren Hund, aber einige Besitzer von Tierschutzhunden, die sie erwachsen bekommen haben, konnten erfolgreich an diesem Problem arbeiten. Die werden sicherlich was dazu schreiben können.

  • Ja seit dem sie das jetzt in kurzer Zeit zweimal gemacht hat ist sie an der schleppleine, weil es muss nurmal der falsche dabei sein und ich bekomme Ärger und darauf hab ich keine Lust.

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  • kenne mich mitlerweile mit dem thema aus (leider).


    der hund welcher aggressives verhalten zeigt rennt hin um die lage zu kontrollieren und eine vergrösserung der distanz zu schaffen. das hört sich zwar paradox an, es handelt sich aber um ein aktives vertreiben des angstauslösers.


    es gibt dinge die zu beachten sind:


    erstens, hindert man einen hund daran, egal aus welchen emotionen, irgendwo hin zu gehen, entsteht frust. das hilft uns aber praktisch nicht weiter, wir können solche hunde ja nicht einfach machen lassen.


    zweitens, der hund lernt schnell dass er, insofern er bellt, erfolgreich ist, sprich: ihm passiert nichts. der hund kann ja nicht abschätzen ob ihm etwas passiert wäre wenn er nicht gebellt hätte. so entstehen in diesem fall immer wieder erfolgserlebnisse. je öfter diese strategie funktioniert, umso weniger häufig wird der hund meideverhalten zeigen. und gerade in unserer gesellschaft ist es sehr wichtig dass der hund das meideverhalten der aggressiven strategie vorzieht.


    was ich tun würde:


    clicker, markerwort aufbauen.


    sämtliches meideverhalten bei angstauslösern belohnen, mit meideverhalten meine ich nicht einfach wegrennen, sondern vergrösserungen in der distanz (das können auch nur zentimeter sein) belohnen und den hund auf keinen fall hindern.


    ruhiges beobachten benennen und belohnen.


    sämtliche situationen in welcher der hund sich nicht mehr halten kann verhindern. das bedeutet management, viele menschen sind leider nicht dazu bereit, was wirklich schade ist.


    anspannungen und stress bereits auf tiefem niveau mittels clicker und konditionierter entspannung lösen.

  • hallo, das selbe Problem hatte ich auch. Mein Hund war bereits auf den clicker konditioniert. Ich habe begonnen, die gassirunden auf zeiten zu legen, wo wenig los ist. Dann hab ich von weitem, also aus einer Distanz in der mein Hund noch ruhig bleiben konnte, jede Menschensichtung geclickert und belohnt. Ich habe auch versucht die Distanz aufrecht zu erhalten, d.h. Straßenseite wechseln wenn Menschen kamen oder wenigstens ausweichen. Allmählich konnte ich die Distanz immer weiter verringern und hab weiter ruhiges verhalten geclickert und belohnt. Wenn mein Hund mal nicht mehr ruhig bleiben konnte, hab ich es ignoriert - aber Leckerli gab's dann natürlich nicht mehr :) die ersten erfolge kamen so recht schnell und die ausrastet wurden seltener. Wichtig: Wirklich keinen kontakt zulassen! Niemand braucht deinen Hund anfassen, ansprechen, whatever! Im freilauf musst du sie sichern und vorrausschauend sein, damit sie nicht zu den leuten hinkann.


    angefangen hab ich dieses Training ende November, jetzt machen wir stadttraining, also ruhig bleiben in Fußgängerzone bei ganz vielen Menschen. Mein Hund ist gern in der Stadt, weil ganz viele menschen=ganz viel lob und Leckerli ;) hätte ich ihn für sein verhalten bestraft, hätte er es vielleicht auch eingestellt, aber so freudig würde er dann sicher nicht in der City laufen.


    oh, und eher zufällig hat sich noch entwickelt, dass er in ein perfektes fuß geht sobald Menschen entgegenkommen, weil ich irgendwann nur noch geclickert hab wenn sie direkt neben uns vorbei liefen und er bei mir war. Ist ein angenehmer Nebeneffekt.


    lange rede, kurzer Sinn, vielleicht wäre das ja was für dich, bei uns hats toll funktioniert.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Lichking
    Also Paula ist jetzt nicht so das sie nur Leute sieht und bellt. Nein. Sie bellt nur wenn Leute sie angucken, anpacken oder sonstiges. Sie läuft auch nur bellend zu Menschen hin wenn sie diese komisch findet oder die einfach darum stehen und sie ist eig sehr neugierig und aber die Menschen sie dann immer anpacken wollen oder sich bewegen.
    Ansonsten können da Menschen von vorne kommen sie guckt nur und geht weiter dann ruf ich sie ran und fertig ist, ich kann sie auch ohne leine ablegen und die Menschen können vorbei.


    Aber ich werds mal austesten da mit ihr in der Stadt laufen unmöglich ist, das ist Stress pur.

  • Meine Hündin ist Menschen gegenüber auch sehr unsicher.
    Ich habe mit dem Clicker gearbeitet bzw. tue es auch noch immer.


    Zuerst habe ich Orte zum Spazieren gehen aufgesucht, wo ich großen Abstand zu Menschen halten konnte und wo nicht viele Menschen waren. Dann habe ich die Menschen, die Pia gesehen hat, beclickert. Nach und nach habe ich ihr beigebracht, auf "Wo ist der Mensch", die Gegend mit den Augen nach einem Menschen abzusuchen, ihn angucken und dann sich mir zuzuwenden. Anfangs gabs Click wenn sie nur den Menschen angesehen hat. Sie hat sich dann nach und nach selber zu mir orientiert, um so den Click zu bekommen. Mittlerweile gebe ich ihr das Signal, sie zeigt den Menschen an und wendet sich dann mir zu. Das nennt sich Zeigen und Benennen.
    Wenn ich einen Menschen mal nicht vor ihr sehe und sie guckt einen Menschen an, clicke ich auch. Dann wendet sie sich ab und möchte ihr Leckerchen.
    Aber auch, wenn ich mal nicht aufgepasst habe und ein Mensch zu dicht an ihr vorbei geht und sie dann bellen muss, clicke ich. Aggressionen kann man nicht positiv verstärken. Zudem bringt das Geräusch des Clickers positive Gefühle für den Hund.
    Allerdings muss dazu der Clicker sehr positiv und gut konditioniert worden sein, denn ansonsten hat das in die Aggression clicken keine Auswirkung, aber immerhin auch keine Nachteile.


    Ich lade den Clicker immer wieder positiv auf, in dem ich meine Hunde fürs Tricksen clickere oder halt beim Shapen. Insgesamt muss man mehr positive Dinge clickern als negative, damit der Clicker eben positive Gefühle beim Hund auslösen kann, wenn man mal in Aggressionen clickt.

  • Ups, deine neue Antwort sehe ich erst jetzt.


    Anpacken von fremden Leuten solltest du unbedingt vermeiden. Stelle dich schützend vor sie und sage den Leuten, dass sie nicht gestreichelt werden möchte.


    Wenn der Clicker gut konditioniert ist, kannst du auch clicken, wenn sie schon auf den Menschen zuläuft. In der Regel wird sie sich umdrehen, weil sie ihre Belohnung erwartet. Natürlich solltest du aber versuchen, vorher zu agieren.


    Es ist auch besser, wenn du ihr von nun an alle Menschen clickst, auch welche, auf die sich nicht reagieren würde.

  • Das Thema ist im Prinzip das Gleiche, wie dein Erstes.
    Was machst Du, wenn Paula bellend losläuft?
    Dein Hund ist unsicher, meint "Dinge" regeln zu müssen, weil Du in dem Moment nicht "da" bist.


    Wie hast Du bisher trainiert?

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