Unsere Junghunde...der alltägliche Wahnsinn Teil IV

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  • Wieso fiddle about manchmal schwierig ist:
    Heimweg gerade, Holly macht ihr Geschäft und ist beschäftigt.
    Typ auf einem Fahrrad hält neben mir, quatscht mich voll und wird beleidigend, als ich nur desinteressiert reagiert habe.
    Nichts dramatisches, der war ungefährlich. Nur doof. Entsprechend war ich auch echt gelassen dabei.
    Holly kommt dazu und kümmert sich nicht groß drum. Ich will mit ihr weiter, da grätscht der Typ mit seinem Fahrrad laut klingelnd in den Weg.
    Holly erschreckt sich und will sofort das ganze Beschwichtigung Repertoire abziehen. Ich hatte sie zum Glück mit einem Griff zwischen meinen Beinen, aber das fehlte in der Situation echt :ugly:
    Ein clowniger Schlabberhund, der hektisch wie ein Flummi den Typen abknutscht :roll:

  • Aber ganz ursprünglich gefällt es ihm wohl so dermaßen, da es dem Menschen so sehr gefällt. ;D

    Ich hatte mal ein paar Folgen von so einer alten Serie "Dogs with Jobs" geguckt - u.A. waren da auch Rettungshunde vorgestellt - und in einer Folge ging es um Trümmersuche - und der Hund war wohl schon ganz traurig und frustriert, dass er an dem Tag niemanden gefunden hat - da hat sich dann einer vom Team versteckt, damit er wenigstens noch ein Erfolgserlebnis haben konnte...

    Das war schon irgendwie... - auch wenn die Situation eigentlich nicht so wahr - niedlich.

  • Ich habe echt ein Problem...
    Habe ja letztes Jahr nejn Studium abgebrochen und mir meinen lang ersehnten Traum erfüllt: ein eigener Hund.
    Seit dem 3.08 bin ich in einer Ausbildung und verlasse um kurz nach sieben das Haus, um halb sechs komme ich wieder. Balou ist von acht bis zwei meist allein und wird dann von seiner Sitterin geholt bis ich komme.
    ...
    Er kennt das Alleinebleiben und musste auch schon seit Monaten fast jeden Tag so 3-5 Stunden allein sein, weil ich da arbeiten war.
    Da war es kein Problem, wobei wir am Anfang richtig Schwierigkeiten hatten, ihn auch nur eine Sekunde allein zu lassen... Das zog sich bis er 4 Monate alt war oder so...
    Er klebt richtig an mir, wenn ich da bin und am Wochenende war er richtig glücklich, weil sein ganzes Rudel bei ihm war.
    Unter der Woche jedoch ist er außer während seines Morgen- und Abendspazierfangs (insgesamt 1,5 Stunden min.) total anders. Irgendwie "deprimiert".
    Er hat heute in den vier Stunden, die er nur allein sein müsste, nicht nur den Teppich durch den Flur geschoben (was er seit Ausbildungsbeginn tut), sondern ihn umgedreht und das Ettiket gefressen. Er hat von einer Pflanze tote Bätter abgerissen und zerpflückt. Der Teppich ist jetzt weg und die Tür zum Wohnzimmer wird einfach wieder geschlossen, dann hat er keine pflanzen.
    An seine Beschäftigungskiste geht er gar nicht mehr und fressen tut er auch etwas schlechter...
    War es falsch, mir einen Hund zu holen?
    Ich heule hier gerade... Ich möchte doch nicht, dass er unglücklich ist. Er kommt auf keinen Fall weg, aber ich würde ihm gern helfen... Balou ist sehr sensibel und mag Menschen nicht, mit seiner Betreuerin geht er aber gern mit, weil er ihre Hündin sehr mag. Ich dachte, es wäre für ihn ok :(
    Ps: vier Tage pro Woche ist er erst allein und wird dann geholt, freitags komme ich früher nach Hause und am Wochenende ist er max einmal für zwei Stunden allein...

  • Ich hatte mal ein paar Folgen von so einer alten Serie "Dogs with Jobs" geguckt - u.A. waren da auch Rettungshunde vorgestellt - und in einer Folge ging es um Trümmersuche - und der Hund war wohl schon ganz traurig und frustriert, dass er an dem Tag niemanden gefunden hat - da hat sich dann einer vom Team versteckt, damit er wenigstens noch ein Erfolgserlebnis haben konnte...

    Das hat nichts mit 'traurig sein' zu tun, mit Frust schon eher. Der Abschluß mit einem Erfolgserlebnis ist enorm wichtig, damit die Hunde mit einer gewissen Erwartungshaltungin ihren Job gehen. Das ist kein Spaß, da geht es um Menschenleben und die Hunde MÜSSEN ihren Job tun! Genau deswegen MÜSSEN sie geil drauf sein. Und damit sie diese Motivation beibehalten, endet es mit einem Erfolgserlebnis ;)

  • Emma jagt gerne, leider immer nur das Falsche! xD Also Bällchen holen wird nach 2-3x werfen öde. Dann lieber zergeln oder toben. Mir war das aber auch sehr wichtig, da ich jeden Tag bei Nachbars mit ansehen muss, was es heißt einen Balljunkie zu haben. Der arme Bub ist 8 Jahre alt, total kaputt, andere Hunde nerven ihn nur, wenn keiner was wirft, is er nur am Fiepen, aber "es macht ihm doch immer so viel Spaß!" :mute: Gassi gehen heißt dort 1-2h mit der Ballschleuder Spazieren laufen.

  • @Murmelchen: Herjeh, Du legst echt immer jedes Wort auf die Goldwaage, oder? Dann halt frustriert und nicht 'traurig' - hätte ich das bloß nicht gesagt, das ist ja so menschlich gedacht. Und das mit dem Erfolgserlebnis ist ja klar, das macht man ja eh bei allen Übungen auch so, dass der Hund dann seinen Spaß daran behält...

    Ich weiß allerdings nicht, ob dieses fanatische Ballgehampel bei 0815-Hunden immer so 'perfekt' ist - irgendwie habe ich manchmal den Eindruck, die Leute nehmen es gerne an, dass der Hund darauf so gut reagiert - anstatt sich evtl. auch mal was anderes auszudenken - das Klischee sagt halt - Hund+Ball - große Liebe.

    Das ist das, was ich mich eben frage - ob man evtl. den Hund auch einfach langfristig verblödet, wenn man ihn vorrangig mit Ballwerfen "auslastet"...

  • @Juliaundbalou Darf ich ganz offen meine Meinung sagen? Nicht böse gemeint! Ich denke, kein Hund sollte täglich länger als 4-5h allein sein. Das ist mMn widernatürlich. Klar gibt es bestimmt Hunde, die gewöhnen sich daran oder haben eh gar kein Problem damit, aber ich würde mich damit nicht wohl fühlen! Kannst du nicht vielleicht eine Betreuung organisieren, die etwas früher kommt? Oder evtl. jemand, der eher mal nach ihm sieht?


    Emma hatte eben nen Anfall! :headbash: Wir haben gerade Bauarbeiter vorm Haus, die unsere Randsteine in der Einfahrt verlegen. Mein Mann ist draußen und hilft! Wir haben 36 Grad!!!! Deshalb bin ich mit Emma die meiste Zeit drinnen, aber sie findet das natürlich super spannend, wenn ich mit ihr kurz im Garten bin, kann das Ganze aber irgendwie nicht so verarbeiten! "Was macht Herrchen da draußen? Wieso kommt er nicht rein? Und was sind das für Menschen? Ahhhh....Unterdruck im Kopf!" Was macht Hummel? Klaut sich so nen Plastik-Untertopf und rast damit erstmal gepflegt minutenlang durch den Garten.....bei 36 Grad! Ich habs dann geschafft das Teil gegen n Keks zu tauschen und bin gleich wieder mit ihr rein! Das war vor ca. 45 Minuten und erst vor 15 hat sie aufgehört zu hecheln! :roll:

  • Da redet ja keiner von 'mit Ball werfen auslasten'.
    Aber RH Hunde zB müssen ein gewisses 'Junkietum' zeigen weil sie ja doch hartnäckig suchen müssen(!) um halt ihr ersehntes Ziel (meist Beute) zu bekommen.

    Und ja, stumpfes Balluwerfen macht definitiv dumm, man sagt nicht umsonst 'Triebtrottel'.
    Zumindest neigen meine beide rassetypisch dazu, Balltrottel zu werden und lernen deshalb FÜR den Ball zu arbeiten, auch nicht wegen und schon gar nicht das Hirn auszuschalten weil BALL!

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