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Junghund (5 Monate) wünscht keinen Hundekontakt

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    Guten Morgen,


    da ihr mir schon mehrmals mit Tipps zur Seite standet, möchte ich heute wieder um einen Rat bitten. Danke!


    Unser Milo (Shih-Tzu Mix/ 4 Kg) lebt seit er 10 Wochen ist in unserer Familie. Im Voraus habe ich mich gut informiert,um alles richtig zu machen :fear: .


    Wir haben ihm also versucht (dosiert) alles zu zeigen, was für das Leben in unserer Familie wichtig ist. Der Kontakt zu Kindern und Menschen entwickelt sich sehr gut und stellt kein Problem dar. Wir nehmen ihn oft mit ins Zoos, Ausflüge oder auf den Spielplatz.
    Von Beginn an besuchten wir eine Welpengruppe und ein Welpentraining. Derzeit sind wir im Anfängerkurs der Hundeschule und er lernt sehr gerne (für Leckerlies tut es fast alles).


    Er lebt hier mit einer 15 jährigen Yorkihündin zusammen. Es ist völlig unkompliziert. Er frisst alles und ist stubenrein. Des Weiteren kann er altersentsprechend gut alleine bleiben.


    Unser Problem besteht bei Hundekontakten. Er geht nie alleine auf Hunde zu und er benötigt viel Zeit um Aufzutauen. Kommen Hunde (vorallem Große) auf ihn zu, ist er sehr ängstlich, klemmt den Schwanz ein und flüchtet (leider wurde er schon mehrmal gejagt). Er sucht dann meinen Kontakt und ich versuche den Hund zu blocken. Wenn er zwischen meinen Füßen sitzt, schnappt er auch nach den Anderen. Das gleiche Verhalten zeigt er auch bei freundlichen und ruhigeren Hundekontakten. Er ist immer ängstlich. Es gibt Hunde mit denen spielt er auch (die kennt er schon länger und sind von der gleichen Größe), aber dabei dreht er richtig hoch, dass er zu wild oder grob mit den anderen Hunden wird. Ich unterbreche das Spiel dann.
    In der Hundeschule gibt es auch freie Spielzeiten. Da sucht er immer meinen Schutz und traut sich nicht vor meine Füße. Auch hier zeigt er das Schnappen.


    Wie soll ich mich nun verhalten? Hundekontakte meiden, um ihm das Gefühl zu geben, dass sie in Entfernung in Ordnung sind. Was meide und was fordere ich jetzt von ihm? Ich versuche immer offen und ohne Angst neuen Situationen entgegen zu gehen.


    Wenn wir mit der Familie unterwegs sind, dann interessieren ihn andere Hune noch weniger, da tobt und rennt er mit den Kids übers Feld. leider gibt es immer wieder die Situationen, dass die Hunde dann einfach zu uns kommen und ihn bedrängen.


    Ich bin ratlos und freue mich über einen Austausch.


    Die Hundetrainerin empfahl weiterhin viel Kontakt zu erwachsenen, souveränen Hunden. Aber die muss man erst einmal finden. :pfeif:


    Liebe Grüße
    Nicole

    Emma (*Juli 1999)


    Milo (*September 2014)


    Ada (*Mai 2015)

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  • Die Hundetrainerin empfahl weiterhin viel Kontakt zu erwachsenen, souveränen Hunden. Aber die muss man erst einmal finden.


    Versuchs auch mal über Facebook - dort haben wir für unseren Labrador Charly ein Profil angelegt und uns entsprechenden Rasse-/Gassigruppen angeschlossen. Und schon einige sehr schöne Kontakte aus unserer Nähe gefunden.


    Es ist schade, wenn ein Hund keine hündischen Spielgefährten mag und sich bei Begegnungenn ängstlich bzw. aggressiv zeigt - andere Hunde reagieren ja dann auch sehr komisch drauf. Aber das kann werden, es gibt schon souveräne Hunde die setzen ihren ganzen Charm ein, um den Pimpf doch zu überzeugen, dass es Spaß macht gemeinsam zu spielen.


    Wenn das Eis erst mal gebrochen ist ... könnte auch Milo generell aufgeschlossener werden und sich wenigstens "normal" benehmen, wenn er fremden Hunden begegnet. Habe ich schon öfter beobachtet, dass schüchterne und ängstliche Hunde richtig auftauen, wenn sie einen geschickten und freundlichen Spielkameraden finden. Da würde ich alleine schon deshalb dran bleiben und mir aktiv entsprechende Kontakte suchen.


    Gibt eben aber auch Hundepersönlichkeiten, die legen keinen Wert aufs Spielen mit Artgenossen. Wenn sie "normal" drauf sind, zeigen sie aber weder Aggression noch Ängstlichkeit, sondern einfach nur Desinteresse. Das ist ja okay.

  • Nach deiner beschreibung könnte das auch mein Hund sein. Auch sie war schon immer vorsichtig und zurückhaltend, teilweise ängstlich. Vor allem bei großen oder sehr aufdringlichen Hunden oder großen Hundegruppen.


    Kommen Hunde (vorallem Große) auf ihn zu, ist er sehr ängstlich, klemmt den Schwanz ein und flüchtet (leider wurde er schon mehrmal gejagt).


    Und das ist doch vollkommen klar. Der kleine Wurm von 4kilo hat nem 20kilo-oder mehr-Hund nichts entgegenzusetzen. In solchen Situationen würde ich den Hund weiterhin blocken oder solche Kontakte erstmal aus dem Weg gehen.


    Da sucht er immer meinen Schutz und traut sich nicht vor meine Füße. Auch hier zeigt er das Schnappen.


    Gemeinsam sind wir stark :lol: Macht meine genauso und ich wäge ab, ob sie die Situation alleine meistern kann, oder ob sie tatsächlich meine Hilfe braucht. Wenn sie das alleine hinbekommen muss, geh ich ein Stück. Da musste sie häufig einfach lernen, die Situationen allein durchzustehen.


    Wie soll ich mich nun verhalten?


    genauso:

    Ich versuche immer offen und ohne Angst neuen Situationen entgegen zu gehen.


    Weiterhin Hundekontakt haben, am besten mit gleichgroßen Hunden oder älteren und souveräneren Hunden. Kontakt zu aufdringlichen, distanzlosen Hunden vermeiden.
    Facebook ist ein guter Tipp. In meiner Stadt gibt es eine Hundegruppe mit kleinen Hunden. Das ist ein totaler Gewinn! Ich hätte niemals gedacht, dass meine ängstliche Maus in ner Hundegruppe mit 12 Hunden mitgeht. Aber das klappte von Beginn an total Problemlos, weil alle die gleiche Größe haben. Sie hält sich weiterhin im Hintegrund und ist eher Zuschauer, aber Spaß macht es ihr dennoch. Und mit jedem Treffen taut sie mehr auf und fordert bereits die anderen zum Spielen auf.


    Gib ihm Zeit und Gelegenheit zu lernen, dass nicht jeder Hund doof ist. Mit der Zeit wird er souveräner und sicherer. Aber dennoch solltest du dir klar machen, dass er vielleicht niemals zu den Hunden gehören wird, die gleich auf andere loslaufen ... aber muss er dass denn?

    Grüße Steffi & der Mini-Tibi
    (Tibet-Terrier, *Mai2013)

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  • Wenn ich das richtig gelesen habe hat er doch einige Hundefreunde, das würde ich fördern. Auf der Hundewiese würde ich schauen das er nicht so sehr bedrängt wird, das er schnappen muss - irgendwann lernt er das als Strategie bzw er nimmt Hunde als negativ wahr. Ihn lieber aus der Entfernung ruhig schauen lassen und wenn mal ein netter daherkommt, das fördern.
    Es gibt aber Hunde die legen keinen Wert auf Fremdhundkontakte, sondern denen reichen ihre bekannten Kumpel. Ich gehe auch sehr selten auf Hundewiesen, gerade mit meiner Hündin haben wir fast nur verabredete Hundekontakte, das ist für sie stressfreier.

    Liebe Grüße Jana und Wuffel

  • Hallo,


    ich denke, ich würde es so machen, ihm in nächster Zeit nur Kontakte mit souveränen, erwachsenen Kleinhunden haben zu lassen. Er muss erstmal wieder Sicherheit im Umgang mit anderen Hunden erlangen. Dafür eignen sich keine stürmischen, großen Junghundkälber. ;) Gibt es bei euch keine Kleinhunde-Gruppe?


    Danach könnte man probieren, ihn mit erwachsenen größeren Hunden zusammenzubringen, die Kleinhunde gewohnt sind.


    Newton ist zum Beispiel durch die kleinen Yorkies meiner Eltern Kleinhunde gewöhnt und geht da, obwohl er erst 10 Monate alt ist, sehr vorsichtig hin und verhält sich gegenüber ihnen auch sehr ordentlich. Wobei er bei anderen Labbis und Ridgebacks etc. auch ganz derbe Bodychecks verteilt. ;)


    Erst wenn aus Milo ein souveräner, erwachsener Kleinhund geworden ist, würde ich ihn wieder mit anderen Hunden, die nicht in die obigen Kategorien fallen, zusammenbringen.


    Unsere Trainerin hat einen kleinen Shi-Tzu, der sehr souverän ist. Da gehen die großen Kälber nur noch ganz beschwichtigend hin... Der weiß halt, wer er ist.


    Wie du solche Kontakte findest? Facebook wurde schon genannt. Vllt findet sich auch hier im Dogforum jemand. Die Hundeschule kann sicher auch helfen bei der Vermittlung solcher Kontakte.


    Finde es toll, dass du dir so viele Gedanken um die richtige Sozialisierung deines Kleinen machst.


    Liebe Grüße,
    Rafaela

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke für die bisherigen Antworten!


    Eure "Strategien" stimmen mit meinem Weg(Bauchgefühl) überein. Die bestehenden Hundekontakte sind durch Facebook gereift. Es gibt auch richtige Spaziergänge in der großen Gruppe für kleine Hunde, aber leider sind da auch einige derbere Junghunde dabei (nicht alle HH können die Spiele dort deuten und ihre Hunde lesen). Dort hat er auch schon schlechte Erfahrungen gemacht. Daher habe ich von diesen Gassirunden Abstand genommen.


    Wir werden die Dinge gelassener angehen und der Tipp mit Beobachtung von der Ferne ist auch gut. Wir werden es umsetzen.


    Danke!

    Emma (*Juli 1999)


    Milo (*September 2014)


    Ada (*Mai 2015)

  • Ich würde Milo erstmal bei jedem Hundekontakt anleinen, damit er nicht mehr gejagt wird. Dann würde ich auch "Hundegruppen" meiden, wo wild gerannt wird.
    Ich habe ein ähnliches Problem mit Hazel. Sie ist jetzt 18 Monate alt und durch stürmische Hunde schnell verunsichert und leider auch schon zweimal gejagt worden.
    Sie hat nicht generell Angst vor fremden Hunden, auch nicht vor großen, hat aber leider die Strategie entwickelt, zu flüchten, wenn es ihr zu viel wird, oder ihr die Hunde Angst machen. Das animiert die anderen Hunde natürlich hinter ihr her zu jagen. Was es nicht besser macht.
    Die wird jetzt erstmal angeleint, damit ich checken kann, wie der andere Hund drauf ist, zudem kann ich die fremden Hunde besser blocken, wenn ich die Hazel an der Leine habe. Zur Not nehme ich sie auch hoch. Sie soll lernen, das Flucht keine Option ist und ich ihr helfe. Ich musste sie schon einmal im Wald suchen, nachdem sie von einem "Will-nur-spielen-Labbi-Jungspund" dort hinein gejagt wurde. Seitdem bin ich vorsichtig.
    Ich habe das Glück, das ich viele Hundeleute kenne und Hazel so auch viele positive Hundebegegnungen hat.
    Du schriebst, das Milo ein paar Hundekumpels hat. Darauf würde ich aufbauen, er muss ja nicht mit unheimlichen vielen Hunden Kontakt haben, ein paar Kumpels zum Toben reichen doch. Das Abschnappen und Verkriechen in der Hundeschule ist auch ein Zeichen, das es ihm zuviel ist. Das würde ich ihm nicht zumuten. Dadurch verbessert sich das Verhalten nicht, im Gegenteil.
    Ist es nicht möglich, mit einem anderen Hund, der zu ihm passt in ein entsprechendes Areal zu gehen ?
    So kenne ich das. Bei uns gibt es vier eingezäunte Plätze und die Gruppen werden nach Größe, Selbstbewusstsein und Temperament aufgeteilt. Notfalls auch zwei Angsthasen zusammen....
    Ich würde lieber auf wenige, aber positive Hundekontakte aufbauen und fremden Hunden aus dem Weg gehen.
    Ich habe noch eine 8jährige Zwergpinscherhündin, die total selbstbewußt ist. Die hat auch mit fremden Rüpelhunden keine Probleme, die wird einfach nicht gejagt und die läßt sich nicht jagen. Ich hoffe, meine Hazel bekommt davon noch etwas ab.
    Meine Hunde haben gelernt, bei Hundesichtung zu mir ranzukommen (und werden angeleint, oder eben nicht) und dann gehen wir im Bogen an den fremden Hunden vorbei, oder wenn wir die Hunde kennen, dürfen sie hin.
    Sind sie brav dran vorbei gegangen (was immer der Fall ist), gibts meißtens einen Keks. So haben auch die Hundebegegnungen etwas Positives.
    Oft muss ich mir allerdings dumme Sprüche anhören, wenn ich mit meinen Fusshupen einen Bogen um andere Hunde laufe... "Ob die so gefährlich seien....". Aber sollen die Leute reden.


    Viel Erfolg mit Milo

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