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    Hallo!


    Ich fange mal direkt an ..
    Mein Greyhoundrüde (fast 9 Monate alt) zeigt schon seit ein paar Wochen folgendes Verhalten:
    Wenn er gerade in Spiellaune ist, oder ihm draußen an der Leine gerade langweilig ist (nehme ich zumindest an), fängt er an, nach meinen Händen zu "schnappen" als wäre es Beute. Er würde daraus ein Spiel machen, er will meine Hände einfach nur im Maul haben -.-
    Wenn das in der Wohnung vorkommt nehme ich die Hände weg, dann fängt er oft an mich anzubellen. Dann gehe ich in einen anderen Raum und warte bis er ruhig ist (geht sehr schnell). Wenn ich wiederkomme ist er der liebste Hund, als wäre nie was gewesen.
    Draußen ignoriere ich ihn und tue so, als wäre wo anders etwas viel Spannenderes. Das klappt auch meistens. Hin und wieder pusht er sich aber selbst so auf, dass er ohne Rücksicht auf Verluste mit mir spielen/raufen will.
    Ich weiß mittlerweile nicht mehr so recht, was ich noch versuchen soll. Leckerlis ignoriert er in solchen Situationen komplett.
    Manchmal fängt er damit auch aus Frust an, wenn er z.B. nicht zu einem anderen Hund hin darf. Da zieht er auch wie irre an der Leine (wobei wir Leinenführigkeit schon sehr lange üben und er das Prinzip eigentlich verstanden hat)
    Ausgelastet ist er auf jeden Fall, er darf mindestens 1x pro Tag so richtig Gas geben. In Spaziergängen bauen wir auch immer kleine Suchspiele ein, kleine Übungen wie Sitz, Platz und Pfote geben.


    Was meint ihr denn dazu? Kann man das so einfach auf die Pubertät schieben oder mach ich etwas essentielles falsch, was ich übersehe? :hilfe:

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  • Ich glaub nicht, dass du was falsch machst, er hat halt einfach grade zu viel Kraft/Übermut für zu wenig Hirn, wie das mit Teenies halt ist. :D


    Ich würd es ignorieren solange es nicht so doll ist, vielleicht auch ab und an mal drauf eingehen wenn es eine Möglichkeit gibt ein gesittetes Spiel draus zu machen.
    Und ansonsten würde ich es abbrechen, wie auch immer du anderen Situationen wo du was nicht willst auch abbrichst.

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  • Oh mann...gerade eben hatten wir wieder so einen "Kampf" draußen -.-
    Weit und breit kein anderer Hund in Sicht, alles Klasse, wir waren gerade mitten in einem Suchspiel (ich hab Leckerlis in der Wiese versteckt und er musste suchen) und haben auch zwischendrin Sitz und Platz geübt. Da hatte er wieder so einen "Anfall". Er wollte einfach rennen. Ich konnte mich gerade noch auf die Leine stellen, wobei er mir das Bein wegzog und ich auch noch hingefallen bin -.- Und wenn Sir dann merkt, ich lass die Leine nicht los und er kann nicht weg, tja, dann bin ich "dran". Richtig nach Händen beissen und mich mit vollem Karacho anspringen (darum hatte ich mich auch auf die Leine gestellt, damit es ihm schwerer fällt.
    Was mach ich bloß...Klar will er rennen, aber er darf noch ein paar Tage lang nicht :-( Alle Versuche ihn irgendwie geistig müde zu machen scheitern. Und das Verhalten wie gerade eben geht ja auch wohl garnicht..

  • Einerseits ist Übermut und ausprobieren bei nem jungen Hund total normal und irgendwo ja auch ein Ausdruck von Lebensfreude, den man nicht ständig "deckeln" will.


    Andererseits lassen es sich Hunde untereinander auch nicht gefallen, dass ein aufgedrehter Jungspund ihnen im Spiel-Wahn wehtut oder ihnen auch nur zu sehr auf die Pelle rückt, da gibt's dann was auf die Nuss.
    Sehe ich grade wieder sehr schön mit meinen beiden Großen und Klein-Janaah jetzt. Robin spielt nicht mit ihm und hat schon ganz am Anfang deutlich gemacht, dass er nicht belästigt werden will. Man sieht ihm auch an, dass er im Zweifelsfall richtig resolut werden würde, der hat praktisch schon so eine Aura von "Freundchen, WAGE es nicht!" und deswegen muss er die Drohung auch gar nicht wahr machen.
    Dee spielt gern und recht viel mit ihm, aber wenn genug ist, ist genug, und wenn er dann den dezenten Hinweis nicht beachtet, dann schepperts auch schonmal.



    Du musst selber wissen, wie hart du da reagieren willst und kannst. Ich spiele ziemlich gern wild mit meinen Hunden und ein paar kleine blaue Flecken, Kratzer vom Anspringen und so weiter sind da schon drin. Wenn's mir zu wild wird, dann gibt's halt erst ein "Schluss!" oder "NEIN!!!" und wenn er dann noch meint weiter über die Stränge schlagen zu müssen, dann beiße ich zurück.
    Meistens bloß verbal, aber es kann dem Hund auch schonmal die Leine hinterherfliegen oder ich schubs ihn weg oder whatever. Ist eigentlich auch egal was (solange der Hund nachher keine Angst vor einem hat), wichtig ist mMn vor allem, dass man authentisch ist und dem Hund klar zu verstehen gibt, was noch akzeptabel und was jetzt richtig scheiße ist. Der darf ruhig merken, wenn er was verbockt hat!

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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  • ich spiel ja auch mit ihm, er kann mich ja auch mal anhüpfen ect, und ja ich hab schon Kratzer und blaue Flecken, und gestern bin ich auf was draufgekommen...
    Laut werden oder körperlich grober nutzt bei Jamie nix. Wenns mir zu wild wird muss ich ihn mir nur zu mir holen und ihn nah bei mir halten. Das reicht meistens schon, wenn ich ihn mit einer Hand locker vor die Brust und mit der anderen Hand locker unter den Bauch greife. Solange bis er sich beruhigt hat. Dann gibts noch ein Lob, eine Streicheleinheit und dann gehen wir wieder normal weiter.
    Das Spiel haben wir gestern so 4-5x durchgezogen und heute hat er das "stänkern" nur noch halbherzig versucht. Anscheinend versteht er diese Methode ganz gut, ich tu ihm so nicht weh, er kann sich und mir nicht wehtun und Angst hat er auf die Art auch nicht vor mir. Ich beende so doch lediglich auf eine relativ ruhige Art das "Spiel" - so sehe ich das jedenfalls

  • also ich denke jetzt werde ich härtere geschütze auffahren..
    wochenlang war Jamie ein Engel, bzw. ließ er sich in solchen Situationen wieder relativ einfach runterfahren.
    Heute Morgen hat er aber das Fass wieder zum Überlaufen gebracht :rotekarte:
    Das war nicht mehr spielen, das war einfach nur grob, mit tiefen Geknurre und Zahneinsatz..
    Von einem Moment auf den anderen ist er einfach in diesem Modus, das sieht man ihm nichtmal an :ka:
    Hab ihm dann dezent zu verstehen gegeben, dass ich das nicht gut finde.
    Ich hab ihn noch nie so richtig böse angeschrien und drinnen wurde er auch gleich von der Couch zitiert...(ich war ehrlich stocksauer..). Der weiß, dass er was falsch gemacht hat..aber draußen wusste ich nicht wie ich damit umgehen soll..da muss ich mir was überlegen. Wenn ich ihn draußen gröber anpacke oder ihn anschreie bringt das nichts, außer dass er sich noch mehr hochpusht und die Leute mich ansehen, als würde der mich gleich zerfleischen
    Das ist kein gutes Gefühl... :verzweifelt:

  • Dein Hund fühlt sich dabei auch nicht gut.


    Im Grunde war der Verlauf vorgezeichnet. Wenn ein Hund in bestimmten Situationen randaliert, dann hat es einen Hintergrund - in der Regel hat er nicht gelernt mit bestimmten Situationen umzugehen. Das Randalieren ist der Kanal um den Stress loszuwerden. Und der Stress ist mittlerweile so groß, dass er ein Ventil braucht.


    Es wäre also sinnvoller zu überlegen was ihm denn so viel Stress bereitet, dass er in dieses Verhalten fallen muss und daran in kleinen Schritten zu arbeiten, anstatt selber auszurasten.


    Beispiele, was in dem Alter oft schief läuft: Zu lange/aufregende Spaziergänge, zu viel Spielen mit dem Hund, zu wenig Training zur Selbstbeherrschung (durch die Entwicklungen springen ja Jagdverhalten und Sexualverhalten an - sehr stressig und frustig), es hat kein Aufbau eines Alternativverhaltens in frustigen Situationen stattgefunden etc...


    Viele Grüße
    Corinna

  • Ich hatte bisher immer das Gefühl, er beginnt damit aus Langeweile.
    Wir waren eben unsere Morgenrunde heute, weit und breit nichts in Sicht, alles lief ruhig ab, er war im "Schnüffelmodus", und dieses "Zeitunglesen" gönne ich ihm in der Früh auch und habe Geduld. Und dann plötzlich wieder das. Wie gesagt es gab jetzt ein Monat lang keine Vorkommnisse mehr, daher hat mich das heute wieder sehr verwundert. Er ist ausgelastet aber nicht überfordert.


    Wenn er das nun aus Frust macht, wie kann ich da ein Alternativverhalten anbieten? Wenn er z.B. einer Katze hinterher will und an der Leine ist, dann sind auch erstmal Leckerlis, Spielzeuge ect. völlig egal. DA verstehe ich ja seinen Frust. Aber auch da fängt er dann nicht an mit mir zu kämpfen sondern geht nach einiger Zeit wieder normal an der Leine und ist ansprechbar.
    Aber heute ging das von einer Sekunde auf die andere ohne erkennbaren Grund und dann so intensiv, dass er alles ignorierte. Ich hab dann den Spaziergang abgebrochen und bin mit ihm reingegangen. War das falsch? (Das müsste ihn doch dann noch mehr frustrieren..?)

  • Das Verhalten tritt oft sehr zeitversetzt auf, daher bringen die Besitzer das nicht damit in Verbindung.


    Für Dich war das heute morgen "nur" Schnuppern. Wer weiß, was er da gerochen hat? Und, was hat ihn gestern aufgeregt? Heute morgen vielleicht vor dem Losgehen schon? Wie stressig ist es für ihn sich an der Leine zu beherrschen? Auch, wenn er so ruhig wirkt?


    Eine alternative Verhaltenskette trainiert man natürlich nicht in der hochemotionalen Situation, sondern zunächst in ruhigen Situationen, wenn es da funktioniert, dann mit einer sehr geringen Ablenkung usw... Das ist ein Training über mehrere Wochen, wenn man da noch nichts trainiert hat ;)

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