Analdrüsenfistelbildung? (Krankheitsverlauf mit Vorgeschichte)

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    Hallo zusammen,


    ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen und hoffe grade sehr, das uns hier geholfen werden kann.


    Wir haben seit einiger Zeit leider Probleme mit unserer Hündin Akira (Altdeutsche Schäferhündin – im Dezember 10 Jahre geworden). Ich hole dafür jetzt in Stichpunkten einmal aus, da ich glaube dass die Vorgeschichte evtl. relevant sein könnte:


    Gut zu wissen über sie: Akira hat eine Schilddrüsenunterfunktion und bekommt daher 2x am Tag Medikamente. Außerdem wurde bei ihr vor ca. 3 Jahren eine Anaplasmose diagnostiziert welche zurzeit nicht mehr behandelt wird. Ihr Blut wird allerdings jedes Jahr im großen Blutbild gecheckt.


    Krankheitsverlauf:
    - Akira hatte vor ca. 1 Jahr immer wieder Probleme mit Magenschleimhautentzündungen. Sie hatte viel Magen/Bauchgluckern und einhergehend damit sehr viel Durchfall. Durch den Durchfall kamen leider auch Analdrüsenentzündungen hinzu. Wir hatten mehrmals den Kot untersuchen lassen ohne Befund. Wir haben sie Röntgen lassen und auf dem Bild erkannte man, dass ihr Darm „um etwas rum“ verläuft. Anschließend erfolgte eine Ultraschalluntersuchung auf der man aber nichts feststellen konnte. Alle Ihre Organe sahen in Ordnung aus. Wir hatten später dann nochmal ein 2tes Röntgenbild und eine 2te Ultraschalluntersuchung machen lassen und hier waren beide unauffällig (Das Röntgenbild also auch).


    - Die Magenschleimhautentzündung hatten wir irgendwann dann wieder unter Kontrolle nach mehreren Anläufen. Wir haben ihr Futter damals umgestellt auf TroFu von Wolftsblut ohne Getreide. Leider plagten sie seitdem immer wieder die Analdrüsen. Diese entzündeten sich ständig auch wenn der Kot wieder fest war. Wir mussten also regelmäßig zum Ausdrücken und leider waren sie nach kürzester Zeit immer wieder entzündet. Also auch mit Blutbildung weswegen sie wieder AB und Schmerzmittel bekam. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie einhergehend immer wieder starkes Bauchgluckern und sie Pupst sehr sehr viel. Leider ergab auch hier eine Kotprobe wieder keinen Befund. Auch keine erneute Magenschleimhautentzündung.


    - Zu diesem Zeitpunkt (ca. vor 6 Monaten) entdecken wir dann das erste Mal, dass an Akiras Analring eine kleine Wulst nach außen kam. Diese war sehr stark gerötet (weiter unten stelle ich verdeckt noch ein Bild rein). Wir sollten diese zusätzlich immer mit Nekrolyt Salbe einschmieren. Die Wulst ging nie weg! Außerdem fing sie an, sich den Po sehr stark zu lecken. Wir hatten sie daraufhin 2 Wochen mit Halskrause laufen lassen und seitdem besitzt sie einen schönen Popo-Kurzschnitt damit wir den Po täglich reinigen und einsalben können.


    - Da uns das Ganze mit der Analdrüsenentzündung verzweifeln lies habe ich mich noch an Heel gewendet. Hier empfahl man uns dann vor ca. 2 Monaten mit Traumeel und Mercurius Heel zu behandeln. Dies haben wir direkt begonnen du zum Glück hat Akira seitdem keine entzündete Analdrüse mehr.


    - Das Bauchgluckern und das viele Pupsen sind aber bis heute noch gegenwertig!



    Nun zu dem eigentlichen Problem:
    Die eben erwähnte „Wulst“ ist immer noch am Analring vorhanden und hat mittlerweile Zuwachs bekommen.. Unsere Tierärztin meinte, dass es stark nach Analdrüsenfistelbldung ausschaut. Um sicher zu gehen müsste sie Akira in Narkose legen, eine Probe nehmen und anschließend einschicken. Wenn es Analdrüsenfisteln sind würde sie mit Athopica behandeln wollen.


    Angeblich behandelt sie oft mit Athopica, auch wenn dieses so massiv viele Nebenwirkungen hat. Bei ihr hat es bis jetzt wohl immer wunderbar geholfen.


    Wir haben jedoch wahnsinnige Angst Akira a) in Narkose zu legen in dem Alter und b) haben wir Angst vor der Wundheilung an dieser Stelle und vor der evtl. auftretenden Inkontinenz. Obwohl – wenn ihr damit geholfen werden kann nehmen wir auch die Inkontinenz in kauf!


    Nach diesem Urteil hatte ich mich nochmal an Heel Gewand. Diese empfahlen uns mit Lachesis die Entzündung zu Hemmen und mit Silicea gegen die Fistelbildung anzukämpfen. Dies hat allerdings leider keinen Erfolg und die Roten stellen am Analring werden langsam größer.


    Ich habe HIER ein Bild verstecke für euch von ihrem Analring. Ich wollte es nicht direkt anhängen da es vielleicht nicht jeder sehen mag.


    So schaut es aktuell aus … die längliche „Wulst“ unten war die erste. Die danach kamen später hinzu.


    Momentan reinige ich ihr nach jedem Spaziergang den Po mit feuchten Tüchern und schmiere es anschließend mit Wund und Heilsalbe ein. Nektolytsalbe habe ich nicht mehr verwendet da ich Angst habe, dass dadurch die Haut noch mehr gereizt wird (Diese löst ja nicht nur Nekrotisches Gewebe ab sondern auch gesundes).


    Wir wissen langsam nicht mehr weiter … wir verzweifeln richtig… kann das wirklich Analdrüsenfisteln sein? Im Internet sahen Analdrüsenfisteln anders aus als bei uns. Habt ihr schon mal Erfahrungen mit Athopica gemacht? Oder mit Wundheilung an der Stelle oder mit einer Narkose in dem Alter?


    Seit 4 Tagen haben wir nun das Futter abermals umgestellt auf Nassfutter von Pariball. Dies ist kein herkömmliches Nassfutter sondern wird frisch von dieser Lade hergestellt der auch eine Metzgerei besitzt. Es kommt stark an Barfen heran, nur dass dieses Futter gekocht wird. Es ist auch nur 1 Woche nach Kauf haltbar, essenden man friert es ein.Gewechselt haben wir, da Akira nach Schonkost (gekochte Möhre mit Kartoffel und Huhn) weniger gepupst hat. Dies nur als kurze Randinformation noch.


    Ich hoffe wirklich hier hat jemand einen Tipp für uns…


    Vielen Dank für das Lesen, ich weiß es ist viel…


    Herzliche Grüße
    Daniela


    PS: Wenn jemand einen guten Tierarzt in Umgebung Dortmund/Unna empfehlen kann sind wir für eine 2te Meinung sehr Dankbar!!

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  • Also ich bin kein TA aber das Foto sieht für mich eher aus, als wenn sie sich da wund geleckt hat und es deshalb entzündet, rötlich ist. Die Analbeutelfisteln die ich bis jetzt gesehen hab, sahen anderst aus. Rutscht sie viel auf dem Hintern? Oder leckt daran?
    ich würde ihr was zum Darmaufbau geben, nach den ganzen Gaben von Antibiotika und Medikamenten. Z.b Canikur oder Lactogel etc.
    Ich verstehe nicht ganz warum der Hund in Narkose gelegt werden soll oder lässt sie sich nicht mehr von der TAG dort anfassen?


    ich würd aufjedenfall eine zweite Meinung einholen.

  • Danke für deine Antwort!!
    Ich finde auch, dass es nicht so nach Fisteln ausschaut. Ich habe im Netz nun so viel gelesen, auch zu Perianalfisteln die ja ähnlich wie Analdrüsenfisteln sind - aber keines schaut so aus wie bei ihr!


    Sie hat sich sehr stark am After geleckt. Daher haben wir ihr auch das Fell am After kurz geschoren und säubern den Po nun täglich. Sie ist aber noch nie mit dem Po über den Boden gerutscht.


    Um das Lecken zu vermeiden haben wir ihr 2 Wochen lang einen Trichter aufgesetzt und 3x am Tag gesäubert + gesalbt. Das reinigen und salben machen wir immernoch, aber es wird einfach nicht besser. Die roten stellen werden eher immer mehr - sie leckt aber eigentlich nicht mehr am After - zumindest konnten wir das nicht mehr beobachten.


    Das ist langsam alles zum verzweifeln : (

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  • Wir verwenden momentan nur normale feuchte Toilettentücher. Mit denen am besten auch nur Tupfen da es sonst schmerzt. Ich habe eine Zeitlang aber auch mit lauwarmen Wasser gereinigt in dem etwas Kernseife war.

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich würd mal nur mit Wasser und reinigen vielleicht verträgt sie die feuchten Tücher nicht. Da ist ja oft Parfum ect dran.
    ist sie denn immer so verschmiert dass ihr so oft reinigen müsst?
    sonst würd ich nur 1-2 am Tag die Wundsalbe auftragen.

  • Also verschmiert nicht direkt. Wenn sie mal dünner macht dann auf jeden Fall. Aber ich reinige es nach dem Gassigehen wenn sie Kot abgesetzt hat, da ich mir denke "wenn es jetzt so wund und entzündet ist, dann sind Kotreste sicher kontraproduktiv".


    Die Salbe mache ich zZ nur noch Abends drauf. Allerdings ist jetzt bald schon eine Tube leer und ich sehe keine veränderung : (



    Über einen Darmfloraaufbau haben wir auch schon nachgedacht. Unsere TÄ empfiehlt uns aber immer BeneBac? Ich kenne BeneBac durch meine Kaninchen und konnte damit nie eine Verbesserung sehen - von daher kann ich diesem nicht sooo viel abgewinnen. Canicur hatten wir jedoch auch schon mal in Tablettenform.


    Sie soll in Narkose gelegt werden damit unsere TÄ eine Probe von der angeblichen Fistel nehmen kann. Sie meinte sie würde direkt die kleinste rausoperieren und einschicken. Akira ist mittlweile beim Arzt sehr angespannt. Sie hasst es (durch die vielen Analdrüsenentzündungen und das ausdrücken) wenn ihr jemand an den Po geht. Sie lässt sich noch händeln und ist auch super lieb. Aber sie zappelt viel rum. Man kann auch versuchen es mit einer örtlichen Betäubung zu entfernen oder zumindest eine Probe zu nehmen.

  • Ich hatte vor einem Jahr bei meiner 14jährigen Hündin eine heftige Analdrüsenentzündung mit einer riesigen Beule - ausschließlich linksseitig. Die Beule eröffnete sich von selbst, war sehr schmerzhaft für den Hund.
    Gespült wurde mit Prontosan und Betaisadonna-Salbe wurde mittels Spritze direkt eingebracht. Innerhalb von 14 Tagen war alles verheilt!


    Dein Foto sieht für mich eher aus, wie eine Leckdermatitis und wenn der Hund ständig leckt, kann die Haut sich verhärten. Die entstandenen Rötungen können auch ganz normale Hautpigmente sein, da oftmals bei Hautverletzungen die dunklen Pigmentzellen kaputt gehen.


    Bei Hautverletzungen mit Pigmentzellenverlust, wächst das Haar in seiner ursprünglichen Farbe nicht mehr nach. Es ist entweder weiß, oder in seiner Farbe deutlich abgeschwächt.


    Da ja in diesem Bereich keine Haare wachsen, kann es sich durchaus um ein normales rotes Hautpigment handeln. Kann! Ich kann es nicht deutlich sehen, dazu müsste man den Hund in natura sehen können.


    Wenn es eine Entzündung wäre, dann wäre sie 1. schmerzhaft (der Hund würde Schlitten fahren), 2. die Hautregion wäre erwärmt, wulstig und aufgeworfen, 3. durch Behandlung von Antibiotikasalbe äußerlich, müsste zumindest eine vorübergehende Besserung eintreten.


    Ich würde die ganze Putzerei um den After einfach mal sein lassen. Denn dies führt ja auch zu Hautreizungen. Haare drum herum entfernen, damit kein Kot anklebt, ansonsten den äüßeren Bereich um den Anus mit Betaisadonna-Salbe dünn zwei Mal am Tag eincremen. Nach 8 Tagen müsste eine deutliche Besserung da sein.


    Dann bitte zu einem anderen Arzt (Tierklinik) und genau abklären lassen.

    Wege zu gehen, die steinig sind. Berge zu ersteigen, die niemals enden wollen.
    Erfahrungen zu machen, die Wunden hinterlassen und trotzdem aufstehen und lachen.
    Ich bin ich, werde nie ein anderer sein.
    Dies ist meine Zeit, dies ist mein Leben!

  • Ich danke euch sehr, für eure ganzen Antworten!!!


    Ich hab gestern noch sehr lange im Netz gelesen, gesucht und geforscht und ich finde auch, dass es gar nicht nach Analfisteln ausschaut...


    Langsam muss ich auch gestehen... ich kann keine Bilder von Hundepopos mehr sehen .. :)


    Alle Bilder die ich von Analfisteln gesehen haben sind eben - wie ihr schon sagtet - neben dem After. Bei Akira ist das gar nicht! Es ist auch noch nie was aufgeplatzt, aufgegangen, hat geblutet oder geeitert. Der gesammte Analring ist verdickt und an den besagten Stellen gerötet.

    Diese längliche rote Wulst unten hat sie nun ja schon seit ca. 6 Monaten und wenn es so etwas wäre müsste sie doch schon längst aufgeplatzt sein?

    Wir würden gerne heute noch eine zweite Meinung einholen. Ich möchte daher natürlich zu einem TA der mir empfohlen wurde. Daher bleiben nun 2 Optionen.

    Bei mir im Tierschutz gibt es eine Person die in meiner nähe wohnt und viele Tierheimhunde betreut - angeblich hatte sie auch schon mal so etwas in der Art. Ich hoffe sehr das sie mir heute noch Antwortet wo sie hin geht.


    Oder Option B ist wie fahren nach Duisburg Kaiserberg in die Klinik. Ist nur die Frage an was für einen Doc man dort gerät und ob wie heute überhaupt einen Termin bekommen.

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