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Ist Prey-Model-Raw besser als Barf ?

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    Hallo, ich bin gerade am überlegen, ob ich meine beiden von Barf (nach Swanie Simon) auf PMR umstellen soll. Ich würde dann kein Gemüse und kein Obst mehr füttern, sondern nur noch Fleisch, Knochen und Innereien. Das wird damit begründet, dass Hunde den pflanzlichen Mageninhalt ihrer Beute gar nicht fressen würden, sondern ihn ausschütteln! Die Prey-er meinen, ich müsste da auch nichts supplementieren, alle Vitamine wären im Fleisch etc. enethalten. Außerdem habe ich eine Hündin mit Pankreasinsuffizienz, da habe ich jetzt kürzlich noch gelesen, dass rohfaserhaltige Sachen sowieso nicht gut sein sollen. Um die Nieren müsse man sich auch keine Sorgen machen, weil man nur genug Fett dazu geben bräuchte, und dann passiert da auch nichts.


    Das ganze wird ja hauptsächlich damit begründet, dass es "in der Natur auch so" ist. Das ist mir ehrlich gesagt aber nicht fundiert genug, weil ich meine Hunde so gesund wie möglich ernähren möchte, da ist es mir relativ egal, wie es in der Natur wäre. Ist hier vielleicht jemand mit ernährungsphysiologischem / biologischem Hintergrundwissen, der mir was dazu sagen könnte? Ist PMR dann wirklich gesünder? Brauchen Hunde keine Pflanzen in ihrer Ernährung?

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  • Zitat von "Balufi"

    Brauchen Hunde keine Pflanzen in ihrer Ernährung?


    Hunde brauchen tatsächlich keine Pflanzen in der Ernährung. Ob es gesünder ist, ist aber eine ganz andere Frage. Aber man kann Hunde prima ohne Pflanzen ernähren. Genauso, wie man sie prima vegetarisch ernähren kann. Aber nur weil man etwas tun kann, ist es nicht automatisch optimal - Extremformen sind selten optimal.


    Grundsätzlich sind Hunde auf biochemischer Ebene auch dazu adaptiert, aufgeschlossene pflanzliche Nahrung zu verwerten. Manche Hunde haben aber mit gewissen Pflanzen Mühe und vertragen sie nicht, genauso wie manche Hunde mit stark fleischlastiger Ernährung Mühe haben. Auch verträgt nicht jeder Hund beliebige Mengen an Fett, sondern ist auf andere Energieträger angewiesen.


    Bei einem Hund mit krankem Verdauungstrakt würde ich mir lieber einen individuellen Ernährungsplan von Spezialisten erstellen lassen, als nach irgendwelchen Behauptungen im Internet rumexperimentieren. Die werden nämlich oft mehr auf Ideologie denn auf Fachwissen begründet. Wie das berühmte "es ist natürlicher". Da frage ich mich immer, in welcher Natur sich unsere Haushunde ausschliesslich von selbst gejagten Beutetieren ernähren oder wann sie es so getan haben....

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

    Welsh Springer Spaniels Reloaded!

  • Genau das mit dem "natürlich" stört mich halt auch so... ich wollte schon weiter Möhren füttern, weil die ja gut gegen Würmer sein sollen. Ich wollt demnächst nochmal Blutwerte untersuchen lassen. Wie viel kann sich denn da in einem halben Jahr tun - ich würde dann nach dem Bluttest mal das PMR versuchen und dann nach nem halben Jahr nochmal die Werte untersuchen lassen. Hier ist aber glaub ich leider kein TA der wirklich was vom Barfen hält. Hmmm mich würde ja schon mal ein Erfahrungsbericht von einem Ex-Barfer und jetzt Prey-er interessieren... :-/

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  • Schau doch mal in diesen Thread: http://www.dogforum.de/prey-mo…-prey-thread-t179561.html


    Was jetzt besser ist, ist wohl eher eine Glaubensfrage und hängt eben auch vom jeweiligen Hund ab. Ich barfe zwar auch, aber ich habe den Gemüseanteil drastisch reduziert, weil mein Hund Gemüse einfach nicht mag und irgendwie widerstrebt es mir in den Hund so viel Gemüse reinzuzwingen, indem ich es in gewolftem Fleisch "verstecke", nur damit er was frisst, was er freiwillig pur nicht essen würde.

  • Erfahrungsbericht? Gerne.


    Wir haben 2011 mit dem barfen angefangen und dann auch direkt einen Wurf Welpen so groß gezogen.
    Die Zwucken haben sich zwar prima entwickelt, aber unsere Hündin hatte extrem schlechtes Fell danach. War allerdings meine erste rote Zuchthündin, im nachhinein muss ich sagen dass das nicht normal war, wie ich nun weiß.


    Aus dem Wurf haben wir eine kleine Hündin behalten, sie wurde natürlich mit BARF ernährt, war die ganze Wachstumsphase trotz 350 g Futter pro Tag (ja, mit ordentlich Fett und Kohlenhydratquellen wie Reis, Hirse, Quinoa, auch mal Nudeln) sehr dünn und ich wurde oft wegen meinem mageren Hund kristisiert.


    2013 bekam unser Rüde (Allergiker, hat 9 Jahre TroFu bekommen) dann Leberprobleme. Ich war nie wirklich glücklich mit BARF. Einerseits war es mir zwar lieber als TroFu/Nafu, aber nach den ganzen Jubelschreien von wegen unglaublich plüschigem, glänzendem Fell usw. hatte ich mir doch was anderes erwartet. Bei meinen Katzen hatte ich das erlebt, Katzen-Suppi-BARF ist aber eh, bis auf (wenn nötig) Ballast, gemüsefrei.


    Damals kam ich zum PMR, ich hatte das Gemüse pürieren, KH-Quellen kochen und Pülverchen untermischen satt. Und habs einfach ausprobiert.


    Nunja, mein Rüde ist wieder gesund, das Fell sieht endlich so aus wie ich es mir vorgestellt habe, meine dauerdürre Cockerine wird auf einmal mopsig und trotz Wurf glänzt sie wie eine Speckschwarte. Die kleine Elfin entwickelt sich auch prächtig, von den Welpenkäufern sind 3 so begeistert gewesen das sie den Hund unbedingt weiter so füttern möchten. Keiner davon hatte aber jemals einen Hund roh gefüttert, die meisten kannten PMR gar nicht.
    Beim BARF-Wurf hat keiner so weitermachen wollen.


    Ich bin zufrieden, meinen Hunden bekommt es sehr gut... das ist meine Erfahrung. Mehr kann ich dir aber auch nicht wirklich mitteilen.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Danke für den link Lagurus! ;) Na meine mögen Gemüse und Obst eigentlich ziemlich gern! Zwar nicht lieber als Fleisch, aber sie lassen nie was übrig! Ich pürier es halt auch wirklich fein, sodass es totale Matsche ist.


    Regentalspaniels, genau an so einen Bericht hab ich gedacht! So ein ähnliches Erfolgserlebnis hatte ich schon vom Umstieg von Trockenfutter auf Barf ;) Meine DSH war auch lange sehr mager (21kg bei 60cm) obwohl sie schon mehr Futter bekommen hat als sie eigentlich sollte. Da kam bei einer Untersuchung dann raus, dass ihre Bauchspeicheldrüse zu wenig Amylase produziert, sodass Sachen wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Getreide usw. sehr schlecht verwertet werden können. Und ich hab dann unmittelbar danach auf Barf umgestellt, und siehe da! Ich musste schon fast aufpassen, dass sie nicht zu dick wird! In kürzester Zeit hat sie 7 Kilo zugenommen! Mundgeruch usw hat sie auch nicht, der Output ist auch relativ wenig, wenn auch hin und wieder breiig... NUR, wie bei dir auch - das Fell ist für mich irgendwie nicht zufriedenstellend. Gerade oben auf dem Rücken, klar, da ist das Fell etwas robuster, aber es wirkt ziemlich stumpf. Bei meiner gesunden Hündin ist das aber nicht so.


    Mein Tierarzt meinte halt, die Amylase sei ein Enzym zum Spalten von Getreide etc., also den oben schon genannten Sachen - Gemüse und Obst hat er da jetzt nicht erwähnt, aber von den Prey-ern hab ich es jetz so mitbekommen, dass pflanzliche Sachen dann trotzdem sehr belastend für die Bauchspeicheldrüse sein sollen. Dabei sind die ja eigentlich schon weitgehend aufgeschlossen dadurch dass ich sie püriere... dachte ich. Ab wann kann man sowas denn an der Kotmenge festmachen? Hab jetzt mal die letzten 3 Tage nur Fleisch gefüttert und die Kotmenge sah jetzt nicht weniger aus :-/

  • über BARF äußere ich mich jetzt mal nicht mehr . was allerdings Obst und Gemüse angeht - ICH mache es nicht !
    alle meinen Hunde machen Selbstbedienung im garten. die fressen mir die feigen , äpfel , kirschen ..... von den bäumen. von meinen Tomaten habe ich dieses jahr auch nicht viel gesehen. möhren sind auch besonders beliebt.
    ich zwinge denen das nicht auf - also wird es schon so passen.
    ( genau wie Brot der renner ist..... )
    ich habe halt Hunde im haus - keine wölfe ;)

    viele grüße louisa

  • Pürieren schliesst Gemüse nur schlecht auf, besser wäre dünsten - es gibt ja nicht nur RAW oder Barf, sondern viel mehr Arten der Frischfütterung. Der Sinn der grossen Gemüsemengen bei Barf hat sich mir nie erschlossen, da die wenigsten Gemüse viel an Nährstoffen beitragen. Wenn dein Hund keine Stärke verdauen kann, aber kein Problem mit Fett hat, kann das durchaus klappen mit RAW. Spricht ja nix dagegen, dass er trotzdem mal Gemüseresten kriegt, oder beliebtes Obst - man muss das ja nicht so dogmatisch handhaben.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

    Welsh Springer Spaniels Reloaded!

  • Man sagt ja bei Barf 1/3 soll Gemüse / Obst sein weil zu viel FLeisch die Nieren belasten würde...


    Ja meine dicke wollt sich letztens nen Kürbis(!!) aus der Einkaufstüte klauen xD ging da mit der Pfote dran und hat versucht den raus zu rollen :D

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