Wie Hund beibringen nicht an der Leine zu ziehen?

  • Hallo :smile: ,

    ich habe mal eine Frage: Wie habt ihr euren Hunden beigebracht an der Leine nicht zu ziehen? Ich weiß solche Fragen kommen oft, aber ich habe da echt ein Problem :???:

    Ich habe mit Follow schon vieles versucht z.B die Klassiker wie Stehen bleiben wenn er zieht & umdrehen wenn er zieht (also einfach ein paar Schritte in die entgegengesetzte Richtung laufen und dann wieder umdrehen) doch beides ist im relativ egal! Beim stehen bleiben bleibt er zwar auch stehen zieht dann jedoch einfach weiter wenn wir wieder loslaufen und mit dem umdrehen hat er sich auch abgefunden...das hat am Anfang gut funktioniert aber jetzt ist es ihm gleichgültig :sad2:

    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

    Lieben Gruß Daphne & Follow

  • Wie hast du das gemacht mit dem Stehen bleiben? Hast du gewartet bis der Hund zu dir gekommen ist oder bist du schon weiter gegangen, wenn er am Ende der Leine stand? Wie lange hast du das gemacht?
    Ich würde da mit Halsband und Geschirr arbeiten. Am Geschirr darf er ziehen, am Halsband nicht. Also erst mal mit Geschirr los, bis der Hund sich gelöst hat, damit er Konzentration hat. Dann Leine für ca 5 min ans Halsband. Entweder stehen bleiben und warten bis Hund zurück kommt, dann weiter. Zieht er wieder, das gleiche Spiel. Oder halt Richtung immer wieder wechseln, Hund einfach freundlich mitnehmen. Oder ihm einfach den Weg abschneiden, also schauen dass er nicht an dir vorbei kommt, musst halt Zick Zack laufen und ihn blocken. Dann die Übung beenden, Leine ans Geschirr und spazieren gehen. In jeden Spaziergang ein paar Übungssequenzen einbauen, ansonsten am Geschirr ziehen lassen.

  • Hallo,

    ich habe das mit Newton so ähnlich gemacht wie du. Ganz am Anfang durfte er noch die komplette 2m-Leine ausnutzen. Sobald nur die kleinste Spannung auf die Leine kam, bin ich stehen geblieben und habe gewartet, bis er mich angeschaut hat. Am Anfang kann das ne Weile gehen; dann steht man halt mal 10 Minuten... Wichtig ist, dass man sich möglichst nicht bewegt. Der Hund soll von selbst gucken. Sobald er guckt, ein paar Schritte rückwärts machen. Sobald er auf dich zuläuft, loben, was das Zeug hält. Leckerli wird bei Ankunft eingeschoben. Dann geht's weiter.
    Als das gut geklappt hat, haben wir angefangen, dass bei Fuß laufen zu trainieren. Ich habe das so anfangen, dass ich Newton zwischen mir und einem Zaun/einer Mauer etc. hatte und immer wenn er an mir vorbei wollte, habe ich ihn mit dem Fuß geblockt. Aufgrund des Blocks guckt er dann nach oben und da lobe ich ihn.
    Wenn das mit der Mauer gut klappt, dann auch auf Strecken ohne Mauer etc. üben. Weiterhin mit dem Fuß blocken. Bei Newton hat das Blocken mit dem Fuß dann nicht mehr geklappt, weil er immer nach links ausgewichen ist. Ich habe dann auch die Methode mit dem Umdrehen gemacht. Und zwar habe ich mich so abrupt auf seine Seite gedreht, dass ich ihn als an der Schulter erwischt hab. Resultat war wieder, dass er mich immer angeschaut hat und da habe ich ihn dann wieder gelobt.
    Was ich übrigens dem Leinenführigkeitstraining extrem förderlich finde ist, dass man darauf achtet, dass er mit Ziehen an der Leine absolut keinen Erfolg hat, d.h. Kontakt zu anderen Hunden/Menschen/Kindern ist absolut tabu. Kein Schnuppern, kein Streicheln durch Andere, niente, nada, nothing. ;)
    Newton ist jetzt gute 6 Monate alt und ich würde im für die Leinenführigkeit eine 2 plus geben. ;)

    Lg,
    Rafaela

  • Zitat

    Beim stehen bleiben bleibt er zwar auch stehen zieht dann jedoch einfach weiter wenn wir wieder loslaufen und mit dem umdrehen hat er sich auch abgefunden...das hat am Anfang gut funktioniert aber jetzt ist es ihm gleichgültig :sad2:


    Oft scheitert so etwas am Timing und an der Konsequenz. Beim "Baum spielen" ist wichtig, dass du dich immer nur dann vorwärts bewegst, wenn die Leine nicht auf Zug ist. Sobald Zug drauf ist, wird sich nicht vorwärts bewegt. Das kann je nach Hund echt langwierig sein (und ich persönlich finde, da man mit Hunden ja durchaus wunderbar kommunizieren kann, schränkt man sich mit dieser Methode sehr selbst ein, macht es sich eher unnötig schwer).

    2. Methode: was meinst du mit "er hat sich abgefunden"? Ich kenn das so, dass man sich umdreht, sobald der Hund Mensch überholt. Und wenn man 20 Minuten lang Vierecke läuft. So als Alleinmethode wäre es allerdings nur bei einem extrem "unansprechbaren" Hund etwas für mich

    Ich persönlich mache es so: möglichst niemals (!) in die Richtung bewegen, in die der Hund gerade zieht (zur Not, wenn der Hund viel an der Leine laufen muss und man das im Alltag nicht umsetzen kann: am Geschirr darf er ziehen, am Halsband ist man immer(!!) konsequent). Sobald wir Gefahr laufen, dass Zug drauf kommt, bleib ich stehen. Ich bleib so früh stehen, dass da noch Minimum 10cm Leine übrig sind vor "straff". Gespannt beim Laufen ist die Leine also nicht, der Hund rennt bloß rein. Dann schaut bestenfalls der Hund mich an. Daraufhin lob ich ihn, lotse ihn mit aufmunternden Worten, Körpersprache, auf Schenkel klopfen... ohne Zug auf der Leine (!) an meine Seite, ist er da, geht es weiter mit viel Lob. Wenn ich dem Hund allerdings so völlig egal wäre, würde ich durchaus einen Richtungswechsel machen, ebenfalls bevor die Leine straff ist. Sobald Hund nachkommt: Lob! (auch wenn es nicht ganz freiwillig war). Den Hund einladen, Aufmerksamkeit halten, so lange Hund neben mir ist: Leckerlie rein!! immer wieder und viel Lob. Sobald der Hund wieder beschleunigt: stehen bleiben bevor Zug auf der Leine ist (siehe oben).

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