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Liste zu analytischen Fertigfutter-Bestandteilen

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    Hallo zusammen,


    Ich bin noch nicht lange hier im Forum und deshalb weiß ich gar nicht ob dieser Beitrag eine gute Idee ist. :roll:
    Da ich mich die letzten Wochen damit beschäftigt habe sämtliche Futtersorten zu „analysieren“ kommt langsam Frust auf. Jedes Futter scheint eine komplett andere Zusammensetzung zu haben und jeder Hersteller hat eine andere Philosophie was der Hund braucht und auch die Meinungen in Forenbeiträgen gehen stark auseinander. Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich manche von euch bereits intensiv mit dem Thema Futter auseinander gesetzt haben. Für jemanden wie mich sind die Inhaltsstoffe im FF allerdings erstmal Neuland und es ist mühsam sich Informationen zu jedem einzelnen Inhaltsstoff aus dem Internet herauszusuchen (sei es Proteingehalt, Calcium, Phosphor, Rohasche, Kupfer etc.).
    Da ich die bereits erstellt Liste der empfehlenswerten Futtersorten super hilfreich finde(!!!!) kam mir die Idee ob man nicht eine ähnliche Liste mit den wichtigsten Fertigfutter-Bestandteilen erstellen könnte. Sprich zu jedem Inhaltsstoff eine kurze Beschreibung zu dessen Bedeutung und dann einen Rahmen indem sich der analytische Bestandteil im Futter ungefähr bewegen sollte (z.B. Rohprotein Welpen/Junghunde: 20-30% etc).
    Vielleicht ist es auch eine unrealistische Idee, unglaublich viel Aufwand, führt nur zu Streit oder sowas existiert bereits?


    Lg

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  • Wie du schon schreibst, ist das alles eine sehr komplexe Geschichte. Dazu kommt das Problem, dass viel erzählt wird weil irgendwer das irgendwo mal gehört hat... Das ist natürlich auch in Foren so. Ansich lustig wie sehr man sich mit dem Futter des Hundes beschäftigt und man gar nicht weiß was man selber denn am Tag so an Protein und co zu sich nimmt ;)


    Ich gucke bei einem Futter darauf, dass kein Getreide drin ist und der Fleischanteil hoch ist, d.h. nicht nur Tiermehl drin ist. Einen Hinweis (mehr auch nicht!) gibt da der Rohaschewert (anorganische Bestandteile im Futter, die nach einer Verbrennung übrig bleiben).
    Der passende Proteinanteil hängt vom Hund ab. Meine Physio sagte, dass 26% für einen jungen großen Hund zuviel sind, da die Knochen zu schnell wachsen. Dann kommt es ja auchnoch drauf an wieviel der Hund sich bewegt. Meine TÄ meinte z.B., dass Mais für Lilly nicht schlecht ist, da sie SEHR sportlich ist. Andere wieder sind total gegen Mais.


    Es gibt auch schon einige Themen dazu, welche Sorten empfohlen werden. Wir füttern Wolfsblut und hatten vorher Platinum. Das war ansich auch gut, hatte halt nur so einen hohen Proteinanteil.

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  • Zitat von "Baily83"

    Der passende Proteinanteil hängt vom Hund ab. Meine Physio sagte, dass 26% für einen jungen großen Hund zuviel sind, da die Knochen zu schnell wachsen.


    Dazu habe ich mal eine Frage. Ist da nicht eher die Rohproteinmenge anstatt des Anteils wichtig?
    Also ich hab das mal für meinen Hund vor längerer Zeit ausgerechnet, anhand eines Beitrags in einem anderen Forum. Dort kam ich dann am Ende auf einen Rohproteinbedarf von 20,16g. Mein Hund bekommt am Tag 30g Trockenfutter, 100g Nassfutter und dazu noch Leckerlis und alle paar Tage Kauzeug. Durchs Trockenfutter (Granatapet Lamm 23% RP) bekommt er also rechnerisch 6,9g durchs Nassfutter (heute z.B. Granatapet Wild & Büffel mit 11,1% RP) bekommt er 11,1g, am Tag also 18g. Der Rest wird dann bestimmt noch durch die Leckerlis und das Kauzeug gedeckt.


    Wenn ich meinem Hund ein Futter mit einem höheren Proteinanteil geben würde z.B. Orijen mit 38% Rohprotein, dann würde er bei 30g Trockenfutter 11,4g Rohprotein aufnehmen, also ganze 4,5g mehr. Aber kann man das nicht einfach durch eine geringere Futtermenge vom Trockenfutter oder Nassfutter am Tag ausgleichen? Wenn ich wieder 18g RP verfüttern will müsste ich das doch nur zurückrechnen und hätte dann noch 6,6g zu decken. Da das Futter 11,1g RP pro !00g hat, müsste mein Hund also noch ungefähr 60g Nassfutter bekommen.


    Also bevor ich hier noch weiter sinnlose Rechnungen aufstelle, frage ich lieber wieder, ob der Bedarf nicht wichtiger als, der Anteil vom Rohprotein im Futter ist? Natürlich sollte man sich nicht nur nach solchen Rechnungen richten.

  • Danke für die Links! Das Futtermittellexikon ist so ziemlich das was ich gesucht habe :)


    Barf ist für mich eigentlich auch interessant. Vor allem da mir die ganze Hundefuttermittel-Industrie ziemlich fragwürdig vorkommt. Allerdings ess ich selbst kaum Fleisch und kann mich nicht dazu überwinden einen Goßteil der Fleischsorten zu verfüttern. Kaninchen, Lamm, Pferd, Schwein etc. kämen z.B. nicht in Frage. Das wär dann ziemlich einseitig für den armen Hund. Bei FF verträgt sie nicht alles und ich such grad n gutes Futter ohne Getreide wo das Fleisch nicht aus Massentierhaltung kommt. Aber das is gar nicht so leicht.


    @ viva 2694: Ich würd dir da zustimmen, dass sich die Menge an zugenommenem Rohprotein mit der Futtermenge regulieren lässt. Noch ne andere Überlegung: Da Fleisch beim Barf (wenn ich das richtig verstanden habe) einen Großteil des Futters ausmacht füttert man doch ziemlich viel Protein .. dafür aber hochwertiges. Kommt es dann nicht eher auf den Ursprung des Proteins im Futter an als auf die Prozentangabe? Wolfsblut, Platinum, Orijen etc haben doch richtig hohe Rohproteinwerte und werden gerne verfüttert.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • vielleicht hilft das auch:



    (Quelle: Ernährung des Hundes. Grundlagen, Fütterung, Diätetik, von Helmut Meyer, Jürgen Zentek)

  • @ Viva2694: Damit hast du natürlich recht, die Menge an Protein sollte stimmen aber halt auch im richtigen Verhältnis zu den anderen Bestandteilen stehen. Ein HuFu ist normal so zusammengesetzt, dass es als Alleinfutter stimmig ist. Wenn man jetzt noch selber Sachen dazufüttert ändert man die %-Wert natürlich. Deswegen hab ich jetzt ein Futter mit wenig Proteinen, da Lilly gerne Quark frisst und ich damit den Wert auch was nach oben schraube.


    Das ist ansich auch das Schwierigste an der ganzen Sache: Man darf die Bestandteile nicht einzeln betrachten sondern immer im Ganzen.


    Zitat von "Viva2694"

    Kommt es dann nicht eher auf den Ursprung des Proteins im Futter an als auf die Prozentangabe? Wolfsblut, Platinum, Orijen etc haben doch richtig hohe Rohproteinwerte und werden gerne verfüttert.


    Der Ursprung ist meiner Meinung nach auch wichtig, da ich lieber "richtiges Fleich" füttern will als Knochen, Federn, Schnäbel und co. Ich denke, dass bei solchen Rohproteinbestandteilen auch der Rohasche Wert stark steigen sollte, da Knochen genau wie Horn zu mehr als 30% aus anorgansichen Substanzen bestehen. Rückschließend könnte man also behaupten, dass hohe Proteinanteile und gleichzeitig geringe Rohaschewerte auf eine "gute" Herkunft schließen lassen (also Fleisch und Innereien).


    Ich habe mich schon öfter gefragt warum um die Rohasche so ein Aufsehen gemacht wird. Ich habe jetzt keine wirkliche Ahnung von BARF, aber wenn man da doch Knochen oder Knochenmehl PLUS Fleisch füttert, sollte man dann nicht auf einen sehr hohen theoretischen Rohaschewert kommen? Und bei dieser sollte die Herkunft am Ende für die Nieren, die ja anscheinend drunter leidet, egal sein.

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