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Bewegungseinschränkung

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    Hallo Zusammen,


    heute habe ich zum zweiten Male erlebt, wie mein kastrierter Rüde einen anderen Rüden massiv in seiner Bewegungsfreiheit einschränkt. Ganz kurz zu meinem Hund: 1,5 Jahre alt und kommt aus dem Tierschutz. Bei anderen , vor allem fremden Hunden würde ich ihn als eher unsicher einstufen, allerdings baut er sich gerade bei anderen (unkastrierten) Rüden gerne mal auf, also Nackenhaare stellen, steifer Gang und Schwanz nach oben. Soweit so gut. Heute traffen wir einen Rüden und nach kurzer Absprache mit dem Besitzer wollten wir probieren ob es passt. Beide Hunde waren also unangeleint. Meiner hat nach kurzem Schnuppern allerdings den anderen Rüden in eine sitzende, fast liegende Position gedrängt und sich über ihm aufgebaut. Der andere Rüde hat sich die Schnauze geleckt und sich nicht mehr gemuckt. Meiner hat sich daraufhin umgedreht, sobald der andere Rüde sich allerdings wieder bewegen wollte, ist er wieder sich aufbauend auf ihn zugegangen, hat ihn also daran hindern wollen sich zu bewegen. Nachdem das zweimal so ging, bin ich zu den beiden hin und habe meinen eingesammelt und wieder angeleint. Mir war das unangenehm, denn ich interpretiere sein Verhalten als Dominanzverhalten gegenüber dem anderen Rüden. Jetzt die Frage an Euch: Habe ich richtig gehandelt, indem ich ihn da raushole? Hätte ich noch früher einschreiten sollen, oder welche anderen Handlungsmöglichkeiten habe ich in so einer Situtation? Ist es überhaupt notwendig einzuschreiten oder sollte ich die Hunde das klären lassen? Kann ich ihm irgendwie zu verstehen geben, daß er dem anderen Hund nicht so massiv zeigen muss, daß er gerne der dominantere wäre? Liege ich mit meiner Vermutung überhaupt richtig?

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  • Meiner Erfahrung nach hört sich das eher nach einem unsicheren Hund an, der noch schwächere Hunde mobbt, um sich stärker zu fühlen.
    Ein wirklich selbstsicherer Hund wirkt durch seine Erscheinung und sein Auftreten, der hat es nicht nötig, andere Hunde einzuschränken.
    Da ich so ein Exemplar an meiner Seite habe, kann ich Dir sagen, das er andere Hunde ignoriert und diese ihm von ganz alleine aus dem Wege gehen.

    Gruß
    Hanne


    Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

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  • Seh ich genauso.


    Zu deiner Frage, was du in so einer Situation machen sollst: abbrechen natürlich. Kein Hund hat einen anderen zu mobben, egal aus welchem Grund er das macht. Die Hunde einfach machen zu lassen, wäre sehr unfair dem Unterlegenen gegenüber. Außerdem würde dein Hund dadurch mit der Zeit lernen, dass es sich super anfühlt, mal der Stärkere zu sein, was dieses Verhalten natürlich verstärkt.

    Viele Grüße von mir mit der schwarzen Mädels-Gang.

    Maja - Mix *18.07.2006

    Rasta - Kleinpudel *15.01.2013

    Tessia - Australian Kelpie *11.04.2019

  • Wie alt war der andere Hunde? Was für ein Typ? Was genau geschah vorher, bevor der andere unten lag?
    In den meisten Fällen ist es so, dass nicht der eine den anderen umwirft, sondern der untere sich anbietet, das ganze also quasi sehr ritualisiert abläuft, denn das "Oben" wird durch das "Unten" gestützt.

    Für mich hört sich die Situation, die Du beschreibst, nicht ungewöhnlich ein. Auch nicht, dass Dein Hund drauf besteht, dass der andere erst mal nicht mehr mit der Wimper zuckt und noch ein bis zwei Mal "nachkorrigiert". Wenn der andere das verstanden hat, gehen die beiden meistens wieder ihrer Wege und die Sachlage ist geklärt.


    Wenn ich einschätzen kann, dass mein Hund das sauber klären kann und auch situationsbeding angemessen handelt, würde ich so eine Sache auf jeden Fall laufen lassen.


    Mit Mobbing hat das rein gar nichts zu tun und sehr wahrscheinlich auch nicht, dass einer sich an einem "schwächeren" profiliert. Letzteres KÖNNTE sein, dazu hätte man aber das Ende sehen müssen bzw. das Vorher und Nachher mit in die Situationsbeurteilung einbeziehen müssen, genauso wie die Mentalität der beiden Beteiligten. Wenn Dein Hund zum Beispiel sehr sicher, mental stark, selbstbewusst und ernsthaft ist und der andere eher naiv und unerfahren in diese Situation rein gegangen ist, dann finde ich das Verhalten völlig in Ordnung.
    Wenn Dein Hund aber einer ist, der sich an anderen profilieren muss und sich bestimmte Opfertypen dafür raus pickt, dann würde ich die Situation schon im Ansatz abbrechen, dass ich die Begegnung gar nicht erst zulassen, wenn ich das Opferschema meines Hundes kenne.


    Es hört sich eher nach der Reglementierung eines jüngeren Rüden durch einen älteren oder mental ausgereifteren Hund an. Da scheinbar auch kein körperlicher Schaden entstanden ist, scheint Dein Hund sauber und sehr fein kommunizieren zu können.


    Man müsste das ganze also deutlich differenzierter betrachten, um diese eine Situation richtig beurteilen zu können.

    • Neu

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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallo,


    vielen Dank schonmal für Eure Antworten. Die beiden haben sich nicht mal grossartig beschnuppert, sondern meiner hat ihn gleich "angesprungen" (so mit den Pfoten vorraus, in Vorderkörpertiefstellung, aber es war keine Spielaufforderung, die Ohren waren aufgestellt, ebenso der Schwanz. Die Nackenhaare gesträubt und er hat zwischendurch die Lefzen hochgezogen). Der andere hat daraufhin gleich mit "Beschwichtigungssignalen" reagiert, sich hingesetzt, abgewendet und die Nase geleckt. Meiner hat sich dann schnüffelnd wieder etwas abgewendet, hatte aber immer noch den Schwanz oben und die Nackenhaare gesträubt. Sobald aber der andere sich nur im Ansatz bewegen wollte, hatte sich meiner wieder umgedreht und ihn wieder eingeschränkt.
    Leider weiß ich nichts über den anderen Rüden, ich hätte fragen sollen. Aber es war mir dann einfach peinlich, auch weil der Besitzer zwar nichts gesagt hat und auch nicht eingegriffen hat, aber doch recht angespannt dastand;-) Ich habe ihn dann angeleint und wir sind weiter gelaufen, das war auch ok für ihn, er hat sich da nicht reingesteigert oder irgendwas.
    Mobbing ist auch ein interessanter Aspekt. Ich könnte mir das schon vorstellen, da mein Hund auf keinen Fall souverän ist, er macht oft einen eher aufgeregten und angespannten Eindruck wenn wir auf andere Hunde treffen und er hat nicht immer Lust auf Kontakt. Bei uns läuft es oft so ab, daß er noch bevor sich die Hunde beschnuppern etc. eine Spielaufforderung macht und dann wie wild losrennt. Die anderen Hunde stehen dann meist etwas bedeppert da und schauen ihm hinterher oder sie rennen mit, je nach Hund. Bisher sah ich das als Übersprungshandlung, also als Anspannung loswerden und Situation entschärfen an, eben weil er nicht sicher ist. Erst nach einer Weile rennen hält er an und dann gehts an beschnuppern. Und dann kommen -meiner Meinung nach- die richtigen Spielaufforderungen, also die, bei denen man sieht das er auch wirklich spielen möchte.
    Oje, etwas abgeschweift...was mir bei Mobbing nicht so ganz klar ist, ist wo es anfängt und wo es auffhört? Also Mobbing ist für mich etwas was grundlos stattfindet, damit sich der Mobber besser fühlt. Das wäre hier ja der Fall gewesen, wobei ich leider nicht sagen kann ob er irgendwann damit aufgehört hätte.

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