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Alles wirklich nur eine Frage des Trainings???

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    Das frage ich mich schon eine Weile ...


    Wenn man hier liest, kommt bei den meisten Problemen mit dem Hund der Tip: "Such dir einen guten Trainer ..."
    Und ich frage mich: Ist wirklich immer alles eine Frage des Trainings?
    Kann man jeden Hund erziehen, trainieren und in die Bahnen lenken, die man gerne hätte?


    Oder spielt nicht immer auch die Rasse und der persönliche Charakter eines Hundes eine Rolle?


    Gibt es nicht einfach auch Hunde, die sich z.B. nicht zur Mehrhundehaltung eignen, die artgenossenunverträglich sind und bleiben, die sich in Familien mit Kindern nicht wohlfühlen? Weil dies ihrem Charakter, ihrem Wesen entspricht? Oder sind manche HH einfach nicht die richten Halter für bestimmte Hunde?


    Ich kam auf die Frage über eine Bekannte. Seit 5,5 Jahren haben sie einen Cairn Terrier. Sie haben sich vor dem Kauf gut informiert, haben die Welpenspielstunde und die Hundeschule besucht. Und inzwischen den x-ten Trainer verschlissen. Die Kosten für diverse Trainer der letzten Jahre haben die Höhe eines halben Neuwagens erreicht.


    Der Hund bleibt trotzdem ein sogenannter "Problemhund". Er kann bis heute keine Minute allein zuhause gelassen weden, ist artgenossenunverträglich, muss draußen mit Maulkorb laufen, hat Jagdtrieb und läuft daher immer an der Schleppleine. Besucht man die Familie, so macht der Hund den Eindruck eines durch und durch verzogenen Hundes. Darf er nicht dabei sein, weil das Baby herum krabbelt jammert und heult er stundenlang hinter dem Babygitter. Man käme nicht auf die Idee, dass hier schon gut 6000 € in Hundeschuken und Trainingsstunden investiert worden sind.


    Und ich frage mich: Gibt es solche Hunde, die einfach resistent bleiben gegen jegliche Trainingsversuche? Oder waren hier ausschließlich unfähige Trainer am Werk?
    Passt der Hund nicht zu seinen Menschen (oder umgekehrt)?


    Oder doch alles nur eine Frage des richtigen Trainings?

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  • Richtiges Training hat ja nur in zweiter Instanz was mit Erziehung zu tun. Ein guter Trainer kommt, schaut sich das Gespann an und erkennt dann voran es hapert. Das heißt nicht, dass es immer damit endet das der Hund was beigebracht bekommt, sondern auch der Mensch. Manchmal hapert es an banalen Dingen, die man nur als Aussenstehender erkennt.


    Und dann erst kommt eventuell Erziehung.

  • Hier wird oft zu einem Trainer geraten, weil sich Probleme, die aus der Sicht des Halters beschrieben werden nicht beurteilen lassen ohne die Situation Zuhause gesehen zu haben.


    Allerdings gebe ich dir recht: Es gibt Mensch-Hund Kombinationen, Lebensumstände oder Situationen, bei denen kein Trainer eine Lösung finden wird. Allerdings ist es für viele Trainer scheinbar ein Unding den Besitzern zur Abgabe zu raten. Es fühlt sich vielleicht an wie ein Eingeständnis der eigenen Unfähigkeit, sie wollen die Besitzer nicht vor den Kopf stoßen oder ganz einfach einen gut zahlenden Kunden nicht verlieren.


    Ich habe selbst schon Hunde erlebt, die in dem einen Haushalt völlig am Rad drehten und alles Training nichts half und bei den richtigen Menschen zum völlig verträglichen Alltagsbegleiter wurden. Das hat nicht unbedingt mit der Unfähigkeit der Ersthalter zu tun, sondern manchmal einfach mit der Ausgangslage (Kinder, Besuch, Unruhe, Stadtverkehr, Mehrhundehaushalt, fehlende Sympathie oder nicht passendes Temperament...)

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  • Deine Bekannten haben sich einen Cairn Terrier angeschafft und wundern sich dass der Jagdtrieb hat?
    Das ist bei Jagdhunden so, die wurden ursprünglich zu diesem Zweck gezüchtet. Terrier als Solitärjäger
    dazu, selbstständig zu jagen, diese Hund handeln gerne selbstständig. Das wurde ihnen in die Wiege
    gelegt. Insofern hast du Recht, Rasse und Charakter spielen eine Rolle, aber auch die Einstellung des
    Halters.
    Ich kenne etliche Cairn Terrier die super Familienhunde sind und auch verträglich mit Artgenossen. Die
    können alleine bleiben und auch der Jagdtrieb ist regulierbar.

    Sabine mit Sandro, Yorkshire-Terrier, geb. Juli 2008
    und Bungee, Biewer-Yorkshire-Terrier, geb. 2009

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