Husky Mädchen unglaublich ängstlich

  • Hallo zusammen,

    seit einigen Tagen lebt die kleine Kira ( Husky 4 Monate alt) bei uns und ist gerade dabei sich in unseren 4 Wände einzugewöhnen.

    Als wir uns vor einigen Tagen einen großen Welpenwurf angeschaut haben und uns einen Welpen aussuchen wollten, ist uns gleich die kleine schüchterne Maus aufgefallen. Sie war sehr zurückhaltend und ihre Geschwister gaben ihr keine Chance uns zu begrüßen.
    Da wir aber der Überzeugung sind, dass jeder Hund, ob schüchtern, ob klein oder groß, usw. eine Chance verdient, haben wir uns genau für sie entschieden. Wenn ich ehrlich sein soll, tat sie uns sogar leid. Sie wurde nicht gebissen oder ähnliches aber wurde eben nicht sehr sanft von den anderen Welpen zur Seite geschoben.

    Die Züchterin erklärte uns auch gleich, dass sie die Letzte war, die das Licht der Welt erblickt hat, und sich schon immer sehr zurückhaltend und schüchtern verhalten hat. Ebenso hat die kleine unglaubliche Angst an der Leine zu laufen. Die Züchterin versicherte uns auch, dass bis dato nichts schlimmes vorgefallen ist, was dieses ängstliche Verhalten hätte auslösen können.

    Uns ist natürlich bewusst, dass es eine große Herausforderung sein wird, ihr die schönen und natürlich auch zunächst erschreckenden Seiten der Welt zu zeigen.

    Um ihr die Leine so "schmackhaft" wie nur möglich zu machen, lassen wir sie in ihrem Körbchen oder an ihrem Futternapf liegen, dass sie zunächst etwas Schönes damit verbinden kann. Wir ziehen sie auch nicht wenn die Leine dran ist, sondern loben sie und sie bekommt auch immer ein Leckerchen wenn wir ihr die Leine anlegen.
    Wenn ich es mir recht überlege, so hat sie keine Angst vor der Leine sondern eher davor mit dieser Leine zu laufen.
    Das Besondere ist aber, dass sie nicht Gassi gehen möchte, wenn die Leine dran ist. Also gehen wir zunächst immer ohne Leine raus und legen sie ihr erst an wenn sie fleißig am Schnuppern ist, dann ist es ihr auch relativ egal, ob sie dran ist oder nicht, sie läuft dann fleißig hinterher.

    Puh, sehr viel Text und sehr viele Informationen.

    Ich würde nun gerne von euch einige Tipps zu diesem Problem haben. Hat vllt schon jemand Erfahrung mit solch ängstlichen Hunden? Wie habt ihr eure Hunde an die Leine gewöhnt?
    Gibt es bestimmte Übungen, mit der ich das Vertrauen von Kira gewinnen kann, sodass ich ihr ihre Angst nehmen kann?

    Vielen Dank schonmal :)

    VG Eugenia

  • Hallo,

    ich finde nicht, dass sich das nun sooo besorgniserregend anhört, lasst die Kleine doch erst mal in Ruhe bei euch ankommen und Vertrauen fassen.
    Wenn sie die Leine durch die Züchterin nie kennengelernt hat, verhält sie sich vollkommen normal.
    Wie war denn die Aufzucht im Allgemeinen?
    Wie intensiv wurden die Welpen auf das Leben vorbereitet? Was hat die Züchterin den Welpen geboten?
    Wie oft habt ihr die Welpen vor dem Kauf besucht?

    Klemm den Welpen unter den Arm und suche die nächste Wiese, den Wald oder sonstige Natur auf, lass sie dort alles ohne Leine erkunden.
    Im Haus würde ich ihr hin und wieder ein leichtes Welpenhalsband/Geschirr anlegen, dieses anlassen und ab und zu, einen kurzen, leichten Strick daran befestigen, erst nur ein paar Sekunden, dann langsam länger, in Verbindung mit guten Leckerlies oder einem Spiel wird die Leine bald nichts Dramatisches mehr sein.
    Im Grunde seid ihr doch schon auf dem richtigen Weg.
    Gebt ihr Zeit!
    Wenn sie sich draußen schon ganz normal verhält und neugierig schnuppert, klingt das schon ganz gut und nicht wirklich ängstlich, viele Welpen trauen sich das nach Einzug nicht zu, was auch normal ist.

    LG Themis

  • Wenn die Hündin schon vier Monate alt ist und noch im großen Welpenrudel lebt, hoffe ich, daß die Züchterin gerade die Schüchterne besonders gefördert hat. Also ihr die Chance gegeben hat, ohne ihre Geschwister in ihrem eigenen Tempo Erkundungsverhalten zu entwickeln.

    Ihr könnt nur so weitermachen, wie Ihr begonnen habt. Nichts erzwingen, nur anbieten. Trotzdem ist es auch eine Möglichkeit, daß sie ihre durch Vorsicht oder Ängstlichkeit geprägte Grundtendenz nicht wird vollständig überwinden können.

  • Zitat


    Ich würde nun gerne von euch einige Tipps zu diesem Problem haben. Hat vllt schon jemand Erfahrung mit solch ängstlichen Hunden? Wie habt ihr eure Hunde an die Leine gewöhnt?
    Gibt es bestimmte Übungen, mit der ich das Vertrauen von Kira gewinnen kann, sodass ich ihr ihre Angst nehmen kann?

    Nunja, was soll man da raten... viel Geduld und Spucke, wie ihr ja bereits habt. An die Leine gewöhnt wurden meine Welpen sehr frühzeitig. Ich würde diesen Hund eher mit meiner Hündin vergleichen, die mit schlechter Vorgeschichte aus dem Tierschutz kam. Sie hatte Angst vor der Leine und ich habe die Leine zunächst auch mit etwas positiven verknüpft und sie auch erst Mal nicht als Begrenzung benutzt.

    Angst nehmen... nunja, das wird natürlich schwierig, wenn ein Hund in dem Alter so massive Umweltprobleme hat. Du kannst nur versuchen in kleinen Schritten voran zu kommen und schauen was geht.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Die Züchterin erklärte uns auch gleich, dass sie die Letzte war, die das Licht der Welt erblickt hat, und sich schon immer sehr zurückhaltend und schüchtern verhalten hat. Ebenso hat die kleine unglaubliche Angst an der Leine zu laufen. Die Züchterin versicherte uns auch, dass bis dato nichts schlimmes vorgefallen ist, was dieses ängstliche Verhalten hätte auslösen können.

    Es gibt in jedem Wurf die souveränen Welpen, die Welpen, die immer alles zuerst erkunden und die schüchternen, zurückhaltenden Welpen.

    Mit 4 Monaten muss die Kleine noch nicht an der Leine laufen können. Ich habe bei meinen Welpen erst mit 5 Monaten langsam angefangen, Spaziergänge an der Leine zu machen.

    Ich würde die Leine Zuhause oder unterwegs immer mal kurz dran machen.
    Ansonsten ist es doch optimal, wenn ihr so wohnt, dass ihr gleich ohne Leine losgehen könnt.
    Das Laufen ohne Leine unterstützt den Folgetrieb und stärkt die Bindung.

    Das Selbstvertrauen Deiner Hündin kannst Du stärken, indem sie Welpe sein kann.
    Das bedeutet, dass Du ihr viele positive Anreize bietest in der Natur, wo sie sich selbst entdecken kann, ihre Fähigkeiten ausprobieren kann.

    Dann noch kurze Ausflüge, um sie auf Menschen, Autos und andere Tiere zu prägen.
    Sie sollte auch viel Gelegenheit zum Spielen mit gleichaltrigen Welpen haben.
    Hier würde ich darauf achten, dass keine Rüpel dabei sind.

    Ansonsten hilft Körperkontakt, viel Geborgenheit und Sicherheit, eine gute Bindung zu Dir aufzubauen. Das ist die beste Grundlage, um einen Hund selbstsicher werden zu lassen.

  • Hallo, erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.
    Ich muss sagen, dass ich wahrscheinlich im ersten Moment die Sache viel zu ernst genommen habe. Heute läuft sie wunderbar an der Leine. Ein Unterscjied wie Tag und Nacht :)))))
    Trotzdem zeigt sie sich sehr ängstlich.
    Das meiste was mir sorgen bereitet ist, dass sie nicht wirklich spielen möchte. Auch ist sie ob draußen oder drinnen sehr schüchtern und möchte sich nicjt viel bewegen.
    Aber ich habe gelernt nicht mehr so schnell voreilige Schlüsse zu ziehen und lasse ihr so viel Zeit wie sie möchte. Sie bessert sich von Stunde zu Stunde.

    Für die Welpenspielstunde ist sie bereits angemeldet und wird hoffentlich dort etwas mehr Selbstbewusstsein erlangen

    Ich wäre natürlich trotzdem um jeden weiteren Tipp dankbar. Ich möchte bei ihr so wenig wie nur möglich falsch machen und wünsche mir, dass die Kleine bald bei uns in der Familie aufblüht.

    VG
    Eugenia

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